Liebe Leserinnen und Leser,
im Mai 2026 kam ein für den Amadeus Verlag eher ungewöhnliches Buch heraus – ein Buch über Runen. Doch es unterscheidet sich doch erheblich von den „normalen“ Büchern zur Thematik. Worin, das erfahren wir jetzt im Interview mit dem Autor Wilfried Haufe.

Wilfried Haufe: Der besondere Ansatz meines Buches ist, dass Runen nicht nur als alte Schriftzeichen oder einfach als Alphabet verstanden werden. In vielen klassischen Darstellungen bleiben sie oft bei Buchstaben, Lauten und einzelnen Bedeutungen stehen – manchmal ergänzt durch Bezüge zu Göttern wie Odin, Thor oder Tyr oder zu heiligen Bäumen wie Eibe oder Birke. Ich gehe einen Schritt weiter und sehe die Runen in einem größeren Zusammenhang, nämlich im Bild des Weltenbaums Yggdrasil aus der germanischen Mythologie. Dadurch entstehen neue Verbindungen und Bedeutungsräume, in denen die Runen nicht für sich allein stehen, sondern als Teil eines größeren Ganzen verstanden werden.
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass ich die Runen als räumliche, also geometrische Strukturen betrachte. Sie sind für mich nicht nur zweidimensionale Zeichen auf Papier, sondern Formen, die auch eine Art räumliche Wirkung haben und miteinander in Beziehung stehen.
Dieses System lässt sich über ein Grundmuster beschreiben, das die Runen in einen größeren Zusammenhang bringt. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt: Er ist nicht nur Beobachter, sondern Teil dieses Systems. So kann er sich innerlich darauf einlassen und die Runen nicht nur gedanklich verstehen, sondern auch auf eine persönlichere, erfahrbare Weise aufnehmen.
Das vollständige Interview inkl. div. Grafiken und Bilder können Sie hier als PDF herunterladen, die Datei ist Virengepüft!:
























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