Jan van Helsing: Was, wenn linke Ter­ro­risten bei einem Strom-Anschlag selbst zu Schaden kommen? Instant Karma?

Liebe Lese­rinnen und Leser,

wenn ich solche Gestalten in der Presse sehe, die Anschläge auf unsere Strom­ver­sorgung verübt und weitere geplant hatten, dann wachsen mir sprich­wörtlich die Hörner. Und wenn sich ein solcher, selbst ernannter „Aktivist“ anschließend auch noch darüber beklagt, dass die Presse schlecht über ihn berichtet, frage ich mich ernsthaft: Ja, geht’s eigentlich noch?

Woher kommt diese geistige Ver­irrung, bei der Men­schen offenbar glauben, ihre poli­tische oder ideo­lo­gische Über­zeugung berechtige sie dazu, unsere Infra­struktur anzu­greifen, von der Mil­lionen völlig unbe­tei­ligter Men­schen abhängig sind? Liegt es am Umfeld, in dem solche Vor­stel­lungen über Jahre hinweg gepflegt und gegen­seitig bestätigt werden, kommt das aus dem links-ver­sifften Elternhaus oder liegt es an einer poli­ti­schen Ideo­logie aus der Uni, die manchen offenbar das Gefühl ver­mittelt, für eine ver­meintlich „höhere Sache“ stünden sie über den Regeln, die für alle anderen gelten sollen?

Dr. Erwin Rigo ver­tritt in seinem Buch „Umer­ziehung zum neuen Men­schen“ die Auf­fassung, dass bestimmte gesell­schaft­liche und ideo­lo­gische Ent­wick­lungen lang­fristig vor­be­reitet worden sind und ihren Ursprung unter anderem in den USA haben. Wie auch der ganze woke Schwachsinn! Auch Alex­ander Kohlhaas und ich haben uns in unserem neuen Buch „Gendern, bis der Arzt kommt“ mit der Frage beschäftigt, wie es sein kann, dass eine ganze Gesell­schaft sich von diesem Gender-Mist beein­flussen lässt und diese zunehmend in unsere Gesell­schaft einfließt.

Fest steht für mich jeden­falls: Es wächst eine ideo­lo­gisch radi­ka­li­sierte und fana­ti­sierte Kli­entel heran, die offenbar bereit ist, anderen Men­schen erheb­lichen Schaden zuzu­fügen und dabei mög­li­cher­weise sogar Gefahren für deren Leben in Kauf zu nehmen. Denn wer die Strom­ver­sorgung sabo­tiert, greift nicht einfach ein abs­traktes „System“ an, sondern ris­kiert Folgen für Kran­ken­häuser, Pfle­ge­ein­rich­tungen, Verkehr, Kom­mu­ni­kation und unzählige Men­schen, die auf eine funk­tio­nie­rende Infra­struktur ange­wiesen sind. Ebenso die Kli­makleber, die in meh­reren Fällen die Ein­sätze von Ret­tungs­kräften blo­ckierten. Und was wäre, wenn durch einen solchen Strom-Sabo­ta­geakt ein Blackout aus­gelöst wird?

Und ja, ich habe mich bei all dem eine aus­ge­sprochen pro­vo­kante Frage gestellt: Was wäre eigentlich, wenn einer dieser selbst ernannten Wel­ten­retter bei dem Versuch, kri­tische Infra­struktur zu zer­stören oder Fahr­zeuge anzu­zünden, selbst zum Opfer seiner eigenen Tat würde? Wäre das tra­gisch? Oder wäre es ein­facher aus­ge­drückt „instant Karma“? Müsste man sich tat­sächlich schlecht fühlen, wenn man bei jemandem, der bereit ist, andere Men­schen einer mög­li­cher­weise lebens­ge­fähr­lichen Situation aus­zu­setzen, nur begrenztes Mitleid empfindet?

Ich frage mich: Wann wird aus „Akti­vismus“ Terror, und was helfen Gefäng­nis­strafen gegen ideo­lo­gische Fana­tiker, die offenbar glauben, über dem Gesetz zu stehen? Der Brand­an­schlag auf das Ber­liner Stromnetz im Januar dieses Jahres oder der im Jahr 2025 haben gezeigt, welche Dimension solche Taten annehmen können, als Zehn­tau­sende Haus­halte und zahl­reiche Gewer­be­be­triebe von einem Strom­ausfall betroffen waren.

Besonders uner­quicklich wird es, wenn solche Taten anschließend sprachlich ver­harmlost werden und aus einem Brand­an­schlag oder Ter­rorakt plötzlich eine „Aktion“, aus Sabotage ein „Zeichen des Wider­stands“ und aus einem Täter ein „Aktivist“ wird. Die Tat selbst ver­ändert sich dadurch aller­dings nicht.

Protest ist ein Grund­recht. Sabotage und Brand­stiftung sind Straf­taten. Und deshalb bleibt für mich die Frage: Wo endet poli­ti­sches Enga­gement, und ab welchem Punkt beginnt die Bereit­schaft, für eine Ideo­logie die Sicherheit und mög­li­cher­weise sogar das Leben unbe­tei­ligter Men­schen aufs Spiel zu setzen? Und welche Strafe ist tat­sächlich geeignet, solche Täter davon abzuhalten?

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