
Insgesamt will die EU-Kommission für die Umsiedlung der Afrikaner nach Europa 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit schafft sie einen neuen Rahmen für die direkte Aufnahme von Migranten aus Drittländern. Alle Aufnahmestaaten sollen pro Migrant mit 10.000 Euro aus dem EU-Budget entschädigt werden, was die ganze Angelegenheit noch lächerlicher macht, als sie schon ist, denn a) haben die Aufnahmestaaten dieses Geld zuvor in den EU-Topf einbezahlt, und b) ist das nur ein Bruchteil dessen, was die Integrationskosten an wirtschaftlicher Schädigung produzieren.

In den Jahren 2014 und 2015 verließen nach Zahlen der EU-Grenzschutzagentur Frontex nur 36 Prozent aller ausreisepflichtigen Migranten die EU auch tatsächlich. Das Pew-Institut schätzt, dass 97 Prozent der Menschen, die 2015 und 2016 einen Asylantrag gestellt haben, in der EU geblieben sind. Ende 2015 hatte eine Mehrheit von EU-Staaten eigentlich beschlossen, bis zu 120.000 Migranten binnen zwei Jahren auf andere Länder umzuverteilen. Schlussendlich hat auch der Versuch der Umverteilung der Flüchtlinge aus Italien und Griechenland in andere EU-Staaten ihr Ziel dramatisch verfehlt, denn die Umverteilung hat bei nur knall 29.000 Flüchtlingen auch funktioniert — was wohl daran liegt könnte, dass viele Regierungen Zweifel an der Bereicherung durch die Zuwanderer haben.
























