Anste­ckende Krank­heiten – Infek­ti­ons­hy­po­these auf dem Prüfstand

Infek­ti­ons­hy­po­these auf dem Prüfstand

Wie schon in dem Beitrag „Gesund­heits­risiko Imp­fungen“ erwähnt, stützen sich Impf­emp­feh­lungen seit Jahr­hun­derten auf die Hypo­thesen von Edward Jenner, Louis Pasteur und Robert Koch. Diese Männer waren es nicht allein, die das Impfen auf den Weg brachten, doch ihre Namen tauchen regel­mäßig auf, recher­chiert man zur His­torie des Impfens.

Jenner, der rund hundert Jahre vor Pasteur lebte, war von seinem Ehrgeiz getrieben, eine Lösung für die damalige Pocken­epi­demie in Europa zu finden. Bei seinen Impf­ver­suchen war er nicht gerade zim­perlich. Einer Magd entnahm er Sekret aus einer Pocken­pustel und ritzte es in die Haut einiger Pro­banden. An den kon­ta­mi­nierten Haut­stellen ent­standen Eiter­bläschen. Aus denen entnahm Jenner wie­derum Sekret für weitere Ver­suche. Für seine Expe­ri­mente benutzte er auch tie­ri­schen Eiter aus Kuh­po­cken­blasen. Damit infi­zierte er seinen Sohn, der zu dem Zeit­punkt erst zehn Monate alt und gesund war. Die Folge: Eine Gehirn­er­krankung mit blei­bender schwerer geis­tiger Behin­derung bis zu dessen Tod im Alter von 21 Jahren. Eine schwangere Frau, die Jenner eben­falls für seine Ver­suchs­reihe miss­brauchte, bekam ein totes Kind, das bei der Geburt mit einem bla­sen­ar­tigen Ekzem bedeckt war. Ob die Redu­zierung der Pocken schließlich auf sich suk­zessive ver­bes­sernde hygie­nische Maß­nahmen zurück­zu­führen war oder tat­sächlich auf das sich zunehmend eta­blie­rende Impf­system, ist auch heute noch umstritten.

Im Jahre 1993 tauchten etwa hundert private Tage­bücher von Pasteur auf, die belegten, dass er sich „die Wahrheit“ viele Male passend gemacht hatte. Der His­to­riker Dr. Gerald L. Geison machte diese Auf­zeich­nungen der Öffent­lichkeit zugänglich.

Die ein­schlägige Auf­klä­rungs­li­te­ratur zum Thema Impfen bietet heute jede Menge Material für all jene, die der „Geschichte des Impfens“ nach­gehen und einmal eine andere als die kon­ven­tio­nelle Argu­men­tation zu Rate ziehen wollen. Daher ver­zichtet FRIEDA an dieser Stelle auf weitere Details und befragt statt­dessen Carsten Pötter, nicht zuletzt deshalb, weil das kürzlich ver­öf­fent­lichte Interview mit ihm zum Thema „Eman­zi­pation“ auf große positive Resonanz stieß. Also, dachte FRIEDA sich, wäre der quer­den­kende Apo­theker aus Visbek viel­leicht auch ein Kan­didat für das Thema Infektionshypothese.

FRIEDA im Gespräch mit Carsten Pötter

© Carsten Pötter

FRIEDA: Vorweg: Warum sind Sie eigentlich Apo­theker geworden?

Carsten Pötter: Das Che­mie­studium dauerte mir zu lange und Arzt wollte ich nicht werden; daher beschritt ich den Mit­telweg. In der gym­na­sialen Ober­stufe belegte ich neben Geschichte den Chemie-Leis­tungskurs und hatte einen guten Draht zum Apo­theker gegenüber meines Eltern­hauses, der meine Fragen beant­wortete, mir Zugang zu seinem Labor gewährte und mich mit Lite­ratur ver­sorgte. Auf meine Anregung hin stellten wir im Leis­tungskurs Chemie unter anderem Ace­tyl­sa­li­cyl­säure (Aspirin) her. Ich las als Schüler populäre Bücher zum Thema Arz­nei­mittel und war von der Vor­stellung fas­zi­niert, dass es aus­reichen sollte, die mole­kulare Wech­sel­be­ziehung zwi­schen einem Rezeptor im Körper und einem Wirk­stoff zu ver­stehen, um dann ent­spre­chend ein­greifen zu können. Ich war noch bei der Bun­deswehr, als ich die Zulassung zum Studium in Marburg erhielt. Zu meiner Zeit war Marburg eine Uni­ver­sität mit einer Stadt drum herum. Das erste Buch, das ich mir kaufte, war „Mutschler-Arz­nei­mit­tel­wir­kungen“, also die Phar­ma­ko­logie-Bibel schlechthin, die für das 7. Semester gedacht war. Ich habe das Pferd also von hinten auf­ge­zäumt, da ich wissen wollte, wie diese Pillen funk­tio­nieren. Bevor ich im Win­ter­se­mester zu stu­dieren begann, hatte ich den Mutschler durch­ge­ar­beitet. Ich wollte es jetzt schon wissen und nicht noch drei Jahre warten. Nach der Appro­bation lernte ich den Phi­lo­sophen Ulrich Jürgen Heinz kennen, der einen Apo­theker suchte, um im Rahmen der Offizin-Indi­vi­du­al­re­zep­turen Mittel nach spa­gy­ri­schen Prin­zipien her­zu­stellen. Statt zu pro­mo­vieren, widmete ich mich somit den Lehren von UJ Heinz. Er lehrte mich das ver­netzte Denken und ich war zehn Jahre Schüler der Clus­ter­Me­dizin, die erste phi­lo­so­phisch getragene prak­tische Heil­kunst, die sich mit Wand­lungs­pro­zessen beschäftigt.

Ange­sichts der Erfah­rungen, die ich in der Apo­theke mit der klas­si­schen Phar­mazie machte, drängte sich bei mir die Erkenntnis durch, dass die Uni­ver­sitäts-Medizin im Bereich der chro­ni­schen Erkran­kungen keine sinn­vollen Angebote liefert. In der Akut- und Not­fall­me­dizin kann das Schul­wissen zwar aus dem Vollen schöpfen, aber der Rest dient nur der Ver­waltung von Stö­rungen, da letztlich keine Idee von Heilung exis­tiert. Was Heilung ist, wird in seiner Wesenheit weder erfasst noch ver­standen. Sin­ni­ger­weise ist Heilung im Rahmen der kura­tiven Medizin auch nicht erlaubt. Wer als The­rapeut ein Hei­lungs­ver­sprechen abgibt, macht sich strafbar. Das Sozi­al­ge­setzbuch spricht auch nicht von Heilung, sondern aus­schließlich von der Wie­der­her­stellung der Arbeits­fä­higkeit. Ein Kran­ken­kassen-Mann hat mir einmal auf die Frage geant­wortet, was der Sinn der Kran­ken­kasse sei. „Sicherlich nicht, die Men­schen wieder gesund zu machen, sondern ein System zu unter­halten und auf­recht­zu­halten.“ Ganz nebenbei sind die Juristen die Ein­zigen, die von Heilung sprechen, wenn sie zum Aus­druck bringen, dass ein Umstand oder Sach­stand ver­bessert werden könne. Das ist mehr als des Merkens würdig.

FRIEDA: Ich gehe davon aus, dass die Infek­ti­ons­hy­po­these auch im Phar­ma­zi­e­studium gelehrt wird? Auf welche his­to­ri­schen und wis­sen­schaft­lichen Daten stützt man sich dabei an den Universitäten?

Carsten Pötter: Die Stu­denten lasen im 5. Semester den Brandis-Otte und wurden so mit den Grund­lagen der medi­zi­ni­schen Mikro­bio­logie ver­traut gemacht. Darin wurde die klas­sische Erre­ger­theorie vor­ge­stellt, die wir auch nicht in Frage stellten. Das Konzept Infektion durch Erreger war ja auch schlüssig. Wir durften Keim­kul­turen in Petri­schalen ansetzen, deren Nähr­medium wir selbst aus Agar-Agar her­stellten und wurden mit der Vor­stellung geimpft, dass Keime gefähr­liche Wesen seien, die es zu bekämpfen gelte. Erst später beschäf­tigte mich die Frage, wo sich Mikro­or­ga­nismen auf­halten, wenn sie nicht gerade einen Körper okku­pieren und ihr Unwesen treiben. Fliegen sie umher, leben sie auf Bäumen oder in der Erde? Es gab immer nur den Hinweis auf Über­träger durch Mensch oder Tier, aber über die Aus­gangs­basis haben wir nie etwas erfahren.

FRIEDA: Ihr Studium liegt nun schon über drei Jahr­zehnte zurück und womöglich hat sich seitdem auch in Teilen etwas an den Stu­di­en­in­halten ver­ändert. Im Großen und Ganzen dürften die Lehr­in­halte aber sicher damals wie heute ähnlich sein. Welche Rolle spielten tra­di­tio­nelle Heil­mittel im Studium?

Carsten Pötter: So gut wie keine. Im Fach Phar­ma­zeu­tische Bio­logie haben wir zwar viel über Botanik gelernt, aber nichts über Wirk­me­cha­nismen von Pflanzen als Ganzheit. Das Augenmerk lag stets auf dem iso­lierten Wirk­stoff. Das, worin er ein­ge­bettet ist, kam nicht zur Sprache. Homöo­pathie, Spa­gyrik oder gar Alchemie wurden nur als Name erwähnt. Das galt als ver­altet und unwissenschaftlich.

FRIEDA: Sie for­schen inzwi­schen schon lange in Bereichen, die jen­seits des eta­blierten Phar­mazie- bzw. Medi­zin­wissens ange­siedelt sind. Welche Fragen stellten Sie sich ursprünglich, die schließlich zu der Kehr­wende führten?

Carsten Pötter: Die wich­tigste Frage war: Was moti­viert die Zelle, sich zu teilen? Warum macht die das? Wir haben gelernt, wie die Mitose im Detail abläuft, aber nicht warum. Wer sich mit Lebens­pro­zessen beschäftigt, wird zwangs­läufig mit zwei Phä­no­menen kon­fron­tiert. Er erkennt bei genauer Betrachtung, dass die Gesetze der Ther­mo­dy­namik völlig untauglich sind, um Leben zu ver­stehen oder nach­zu­voll­ziehen. Dennoch beruhen die Sicht­weisen der Natur­wis­sen­schaften nach wie vor auf dem Weltbild von Isaak Newton, der in der Welt eine gigan­tische Mechanik am Werk glaubte, die wie ein Uhrwerk funk­tio­niert. Dieses mecha­nis­tische Denken domi­niert die Wis­sen­schaft bis in die Gegenwart. Ich möchte an dieser Stelle nicht uner­wähnt lassen, dass der Vater der modernen Natur­wis­sen­schaften sich nicht nur mit Mathe­matik, Physik und Phi­lo­sophie beschäf­tigte, sondern neben den bekannten Doku­menten auch eine sehr umfang­reiche Sammlung an sehr per­sön­lichen Dingen hin­ter­lassen hat, aus denen her­vorgeht, dass er sich sehr intensiv mit der Alchemie aus­ein­an­der­setzte. Das heißt, dass nicht nur Pasteur und Koch zwei­gleisig operierten.

FRIEDA: Zwi­schen­frage: Was ist Thermodynamik?

Carsten Pötter: Bei der Ther­mo­dy­namik geht es um Aus­gleichs­pro­zesse innerhalb von ener­ge­ti­schen Sys­temen, ins­be­sondere beim 2. Hauptsatz, der Pro­zesse zwi­schen Ordnung und Chaos beschreibt. Die Phy­siker nennen das Entropie. Reak­tionen laufen immer dann frei­willig ab, wenn der Ener­gie­gehalt der End­pro­dukte geringer ist als die Summe der Aus­gangs­stoffe. Bei­spiel: Nehmen sie ein offenes Gefäß, in dem rau­chende Salz­säure ent­halten ist und stellen ein offenes Gefäß mit Ammoniak in seine Nähe. Dann ver­mi­schen sich die beiden Rauch­phasen und es ent­steht ein weißes Salz: Ammo­ni­um­chlorid. Dieses Salz wird sich frei­willig nicht mehr in seine Aus­gangs­stoffe zurück­bilden, da dessen Ener­gie­gehalt höher ist als der des Produktes.

FRIEDA: Wie geht es nun von der Ther­mo­dy­namik weiter zum Leben?

Carsten Pötter: Die Ther­mo­dy­namik ist ein Modell für geschlossene Systeme. Hier gelten die Prin­zipien des Mas­sen­wir­kungs­ge­setzes. Das Mas­sen­wir­kungs­gesetz ist für die Chemie das, was in der Astro­nomie die Gra­vi­ta­ti­ons­ge­setze sind. Ganz nebenbei sind die Aus­wir­kungen der Schwer­kraft zwar beschreibbar, aber nicht erklärbar. Was es mit der Gra­vi­tation auf sich hat, weiß kein Mensch. Bio­lo­gische Systeme sind grund­sätzlich durch­lässig. Sie sind zwar umhüllt von einer Membran oder einer Haut, die aber nicht wirklich dicht ist, sondern semi­per­meabel, also teil­durch­lässig. Sie dient der Abgrenzung und dennoch stehen diese Orga­nismen mit anderen Orga­nismen in Ver­bindung und tau­schen sich aus. Dieser Aus­tausch ist lebens­wichtig, da die Orga­nismen allein nur bedingt lebens­fähig sind und der Hilfe und der Unter­stützung immer dann bedürfen, wenn ihre eigenen Fähig­keiten nicht aus­reichen, um voranzukommen.

Bio­che­mische Pro­zesse, ins­be­sondere die, die in der Zelle ablaufen, werden mecha­nisch erklärt, obwohl das Modell dazu untauglich ist. Sie können nicht annä­hernd beschreiben, wie ca. 100.000 Stoff­wech­sel­pro­zesse, die in jeder Zelle gleich­zeitig ablaufen, koor­di­niert werden. Betrachten wir dazu exem­pla­risch die Gly­kolyse, also den simplen Abbau von Zucker zu Brenz­trau­ben­säure bzw. seines Salzes Pyruvat. Dazu sind zehn Enzyme not­wendig, an denen die jewei­ligen Zwi­schen­pro­dukte andocken müssen, um ver­ändert und wieder frei­ge­setzt zu werden. Woher wissen die Sub­strate, welches Enzym gerade darauf wartet, und wie gelangen diese dorthin? Das Schlüssel-Schloss-Modell ist dazu nicht geeignet. Sollte ein Bio­che­miker dieses Interview lesen, möge er einmal fol­genden Versuch durch­führen: Die besagten zehn Enzyme zusammen mit einem Gramm Zucker in Wasser lösen und bei 37 Grad mittels Rührer in Bewegung halten. Wieviel Pyruvat kann am Ende des Pro­zesses nach­ge­wiesen werden? Das ist nur ein ein­ziger Umset­zungs­prozess von 100.000.

Dieses Bei­spiel möge illus­trieren, dass bio­che­mische Abläufe nicht mit mecha­ni­schen Modellen erklärt werden können, denn die Frage, wer diese steuert, ist nicht einmal ansatz­weise erklärt. Es deutet also darauf hin, dass bio­che­mische Pro­zesse durch andere Prin­zipien gesteuert und kon­trol­liert werden, und das sind höchst­wahr­scheinlich elek­tro­ma­gne­tische, die über eine Matrix ver­bunden sind. Ich möchte das Interview nicht über­frachten und emp­fehle daher die Aus­füh­rungen, die ich zum Thema Schöpfung an anderer Stelle vor­ge­tragen habe. Dort wird das In-die-Welt-treten aus sich SELBST heraus und seine Steuerung in einem Modell beschrieben.

FRIEDA: So langsam wird deutlich, dass diese Dinge alle irgendwie zusam­men­hängen. Was lässt sich vor diesem Hin­ter­grund nun zur Infek­ti­ons­hy­po­these sagen? Was haben Sie zu diesem Thema herausgefunden?

Carsten Pötter: Die Haupt­er­kenntnis lautet, dass es keinen Sinn macht, Mikro- und Makro­or­ga­nismen getrennt von­ein­ander zu betrachten und umge­kehrt, da beide Erschei­nungs­formen ein­ander bedingen und von­ein­ander abhängen. Ein kom­plexer Orga­nismus, wie der eines Men­schen, ist formal gesehen nichts anderes als ein Kon­glo­merat von koor­di­nierten Ein­zellern, die sich in dieser Form orga­ni­siert haben. Ein­zeller und Mehr­zeller drücken letzten Endes immer das­selbe aus. Wer ver­netzt denken kann, erkennt die gegen­seitige Reprä­sentanz ihrer Aus­drucksform. Die inter­es­sante Frage lautet, was drückt sich über wen aus und was bedeutet das schließlich? Mit der Infektion als Pri­mär­er­eignis geht eine Ent­zündung einher und dieser Begriff lässt darauf schließen, dass da etwas brennt oder der Prozess des Brennens initia­li­siert wird. Die Infektion ist also ein Zustand, der etwas über das infi­zierte Lebe­wesen verrät, nämlich ein Kon­flikt, der in ihm wirksam ist, und der Ort der Infektion gibt Auf­schluss über den Inhalt des Kon­fliktes. Wer das Wesen von Infek­tionen ver­stehen will, muss sich mit dem Nähr­boden aus­ein­an­der­setzen, auf dem dieser Prozess abläuft. Dieser Nähr­boden besteht aus geschich­teten Erin­ne­rungen und Ereig­nissen, die der Klärung bedürfen, weil sie uner­ledigt sind. Es reicht dann ein ein­ziger zün­dender Funke, um diesen Humus zu ent­flammen und er brennt solange, bis sein Wesen erkannt wird. Wird nur das Feuer gelöscht, der Humus aber weder erkannt noch ver­ändert, flammt der­selbe Prozess zu einem spä­teren Zeit­punkt wieder auf. Das Problem besteht nun darin, dass die Auf­merk­samkeit auf das Feuer und nicht auf den Humus gerichtet wird, der die Flammen füttert. Hier wirkt das schon oft erwähnte Tren­nungs- und Spal­tungs­be­wusstsein, denen die meisten Men­schen unter­worfen sind. Dieses ver­hindert das Erkennen von Zusammenhängen.

Das Bild des Ver­brennens liefert darüber hinaus noch einen wei­teren inter­es­santen Aspekt der Ent­zündung. Am Ende des Brandes ver­bleibt die Asche, die selbst nicht brennbar ist. Und was ist Asche? Die besteht aus Mine­ralien. Das sind Salze, die die Essenz des Humus auf der kris­tal­linen Ebene reprä­sen­tieren, und bei der Betrachtung der Kris­talle unter dem Mikroskop wird ihr Wesens­zweck erkennbar: Es sind geo­me­trische Grund­formen, in der Regel pla­to­nische Körper, die wie­derum Vek­toren, also als Rich­tungs­geber von Pro­zessen ver­standen werden können. Darauf beruht die Wirkung der Schüß­l­er­salze, indem sie gespei­cherte Inhalte als Impuls anbieten.

FRIEDA: Es ist schon erstaunlich, wie anschaulich unsere Sprache ist. Können Sie uns in diesem Zusam­menhang noch etwas Inter­es­santes mitteilen?

Carsten Pötter: Sprach­be­trach­tungen sind, his­to­risch gesehen, semi­nar­füllend, weil sie Fährten in Gebiete legen, die ihrer­seits das Ver­ständnis für andere grund­le­gende Prin­zipien wecken. Im Kern geht es darum, dass alle Sprachen letztlich Bild­sprachen sind. Sprache über­setzt mediale Infor­ma­tionen, also Bild­in­halte, Vor­stel­lungen und Asso­zia­tionen in Worte, in denen die Bedeutung sichtbar wird. In der Bibel steht, dass am Anfang das Wort stehe. Diese Behauptung gehört nach meinem Kennt­nis­stand zu den zen­tralen Täu­schungen und Irre­füh­rungen über­haupt, weil über diese Aussage das Fun­dament für die rationale Dominanz des Denkens gegenüber der Intuition und dem Gefühl gelegt wurde. Vor dem Wort (Logos) steht nämlich das Bild (Eidos) und das damit ver­bundene Staunen über das Bild, was zunächst zur Vokal­bildung führte und dann schließlich im Wort mündet. Die Selbst­laute A, O, U usw., sind ja unmit­telbare Aus­drucks­formen des emo­tio­nellen Erstaunens, die übrigens Platon als die Urmutter aller Phi­lo­sophie betrachte. Wer den Prozess von Ein­druck und Aus­druck am Grunde ver­stehen will, kommt an der deut­schen Sprache nicht vorbei, denn unsere Sprache ist die einzige Prä­zi­si­ons­sprache auf diesem Pla­neten. Sie steht aus den geschil­derten Gründen jenen Inter­essen im Wege, die eine neue Ordnung zu errichten gedenken, in der alles gleich­ge­macht wird. Deshalb wird die deutsche Sprache all­mählich ent­kernt. Der zurück­blei­bende Sprachtorso wird dann mit anderen Inhalten, ins­be­sondere fal­schen Bildern, gefüllt. So lässt sich über Sprach­kon­trolle letzten Endes Gedan­ken­kon­trolle über die Deu­tungs­hoheit organisieren.

FRIEDA: Vielen Dank für diesen kleinen Exkurs. Um den Faden der Mikroben wieder auf­zu­nehmen – möchten Sie diese Geschichte nun weiter ausführen?

Carsten Pötter: Über den Ein­zeller wird also deutlich, was dem Mehr­zeller fehlt bzw., was in ihm vorgeht. Der Ein­zeller ist quasi der Bot­schafter einer bestimmten Nach­richt, die dem Betref­fenden etwas über seine eigene Lebens­si­tuation erzählt. Es ist daher nahe­liegend, das der Bot­schafter aus dem­selben System stammt wie der Träger des Systems. Dann sind Infek­ti­ons­er­reger nicht die Ursache, sondern das Ergebnis eines Mit­tei­lungs­pro­zesses und das würde bedeuten, dass dem kein Ein­dringen von außen vor­ausgeht, sondern dass der Körper diese Ein­zeller selbst pro­du­ziert, um die Pro­zesse anzu­schieben, die dem Träger etwas deutlich machen sollen. Wenn ein solcher Mensch seine „Bot­schafter“ zum Bei­spiel über „Tröpf­chen­streuung“ absondert, werden nur die Men­schen davon „infi­ziert“, die sich in einer ähn­lichen Lebens­si­tuation befinden und mit der Bot­schaft in Resonanz gehen.

Wer sich vor diesem Hin­ter­grund einmal mit Pan­demien oder Epi­demien beschäftigt, wird fest­stellen, dass sich die Betrof­fenen in der­selben Kon­flikt­si­tuation befinden. Wenn wir uns mit der Erre­ger­theorie aus­ein­an­der­setzen, fällt eine Beson­derheit ins Auge, nämlich die oftmals begrenzte Topo­graphie der Infektion. Warum wirkt der Keim nicht gene­ra­li­siert? Obwohl er auf­grund seiner Abmes­sungen unge­hindert in jeden Kör­perteil ein­dringen kann, bevorzugt er selt­samer Weise in einem Men­schen häufig eine bestimmte Region. Warum beschränkt er sich auf ein begrenztes Areal? Warum drückt sich der Tuber­kulose-Erreger über­wiegend in den Atmungs­or­ganen aus? Warum wirken Pneu­mo­kokken in der Lunge oder im Gehirn, aber nicht im Nagelbett vom „Großen Onkel“ des linken Fußes? Diese Unge­reimtheit wird dann geklärt, wenn die Organ­ana­logien Anwendung finden und das betref­fende Areal mit seinem spe­zi­fi­schen Wesens­inhalt ver­knüpft wird. Wenn sich eine Infektion über die Bron­chien aus­drückt, wird ein Kon­flikt bezüglich des nicht vor­han­denen oder begrenzten Lebens­raums sichtbar. Mani­fes­tiert sich eine Ent­zündung an den Mandeln, geht es darum, dass sich der Betref­fende nicht mehr richtig zur Wehr setzen kann und gezwungen wird, klaglos zu schlucken, was ihm vor­ge­setzt wird. Über diese Analog-Brücken lassen sich ursäch­liche Kon­flikt­themen erkennen.

FRIEDA: Ihre Aus­füh­rungen decken sich mit der Beob­achtung, dass selbst während der Pocken­epi­demie nicht alle Men­schen infi­ziert wurden. Wäre es da nicht inter­es­santer gewesen her­aus­zu­finden, wieso manche Men­schen erkrankten und manche nicht, statt Expe­ri­mente mit Impf­stoffen zu machen?

Carsten Pötter: Inter­essant für wen? Edward Jenner war ein großer Natur­be­ob­achter und wirkte in einer Zeit, in der die Humo­ral­pa­tho­logie seinen Zenit längst über­schritten hatte. Die the­ra­peu­ti­schen Ansätze der „Säf­te­lehre“ beschränkten sich wei­test­gehend auf Ernäh­rungs­kon­zepte, um dem jewei­ligen kör­per­lichen und Gemüts­aus­druck ent­ge­gen­zu­wirken. Ende des 18. Jahr­hun­derts ver­langten medi­zi­nische Pro­bleme prag­ma­tische Lösungen. Neue Wege zu beschreiten war nur wenigen Men­schen vor­be­halten. Nicht zufällig arbei­teten Jenner und Hah­nemann an unter­schied­lichen Kon­zepten, die auf Beob­ach­tungen beruhten, die vorher niemand machte. Beide wussten aber nichts von Keimen und Erregern, die dann hundert Jahre später den Anfang der Zel­lu­lar­pa­tho­logie markierten.

FRIEDA: Jenner und später Pasteur sowie Koch wurden bereits zu Leb­zeiten von einigen anderen Wis­sen­schaftlern kri­ti­siert. Die Kon­tro­verse „pro und contra Imp­fungen“ hat demnach Tra­dition. Scheinbar gibt es keine „moderate Mitte“ in der Dis­kussion, sondern es scheint so (gewesen) zu sein, dass jede Seite an den eigenen Argu­menten festhält und die Fronten sich ver­härten. Warum ist es – auch heute noch – Ihrer Ansicht nach so schwer, in dieser Ange­le­genheit eine neu­trale und sach­liche Dis­kussion, auch bei­spiels­weise öffentlich in den eta­blierten Medien, führen zu können?

Carsten Pötter: Weil es im Grunde genommen um Glau­bens­kon­zepte geht, die nicht bewiesen werden müssen, sondern den Cha­rakter der Offen­kun­digkeit besitzen. Dass Imp­fungen hin­sichtlich Immu­nität wirklich nützlich sind, ist bis heute nicht belegt, weil in diesem Bereich noch nie ran­do­mi­sierte Dop­pel­blind­studien durch­ge­führt wurden. Diese ver­bieten sich nach Angaben der Ver­ant­wort­lichen aus ethi­schen Gründen. Als Robert Koch am 23.03.1883 den „Tuber­kulose-Erreger“ vor­stellte, wurde eine Wendung in der Medi­zin­ge­schichte ein­ge­leitet. Sein berühmter Vortrag vor der Ber­liner Phy­sio­lo­gi­schen Gesell­schaft half den Ver­fechtern der Zel­lu­lar­pa­tho­logie einen ent­schei­denden Etap­pensieg davon­zu­tragen. Seit diesem Datum sind die Men­schen nicht mehr für ihre eigene Gesund­erhaltung ver­ant­wortlich, sondern können diese an äußere Umstände abwälzen. Als Koch diese Wende ein­leitete, distan­zierte sich Pasteur bereits wieder von seiner Theorie. Auf seinem Ster­bebett gab er seinen Ver­trauten zu ver­stehen: „Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles.“ Wenn wir kon­sta­tieren, dass eben dieses Milieu die Brut­stätte für den Keim ist, ent­steht ein wider­spruchs­freies Modell.

FRIEDA: Prof. Dr. Pierre Jacques Antoine Béchamp war zu Zeiten von Pasteur und Koch schon ein Wis­sen­schaftler, der die Situation des Kör­per­mi­lieus ent­scheidend für dessen „Infek­ti­ons­be­reit­schaft“ ver­ant­wortlich machte. Auch Prof. End­erlein, ein wei­terer Zeit­ge­nosse von Louis Pasteur und Robert Koch, ent­wi­ckelte eine völlig andere als die Infek­ti­ons­hy­po­these, nämlich die Pleo­mor­phis­mus­hy­po­these. In dem Artikel* in diesem Magazin wurde bereits kurz auf den Pleo­mor­phismus ein­ge­gangen. Welche Theorie bzw. Hypo­these ver­treten Sie in dieser Hinsicht?

Carsten Pötter: Das Mono­mor­phismus-Konzept ist aus den bis­he­rigen Dar­le­gungen nicht schlüssig. Wenn Keime aus dem Wirt stammen, macht es durchaus Sinn, dass diese je nach Inhalt in einer spe­zi­ellen Form auf­treten, die ihrem Auftrag Rechnung trägt. Auch hier hilft die Ana­logie, um den Inhalt zu ver­stehen. Viren sind vom Aufbau die ein­fachsten Ver­treter. Sie bestehen aus einer in einer Hülle ver­packten DNA oder RNA. Redu­zieren wir die Chro­mo­somen auf ihr Wesen, finden wir im Kern ein Pro­gramm. Bei viralen Pro­zessen geht es also um Pro­gram­mierung des Wirtes auf eine bestimmte Art und Weise. Das kann ent­weder ein Lern­pro­gramm oder ein Mani­pu­la­ti­ons­pro­gramm sein, je nachdem, wer das Virus kontrolliert.

Das Haupt­merkmal von Bak­terien ist die Kom­mu­ni­kation. Innerhalb von Bak­te­ri­en­ver­bänden ist der Aus­tausch unter­ein­ander lebens­wichtig. Eine „Bak­te­ri­en­in­fektion“ deutet beim Infi­zierten darauf hin, dass sein Aus­tausch mit seiner sozialen Umwelt nicht intakt ist. Dann findet die Kom­mu­ni­kation intern statt und wird durch Bak­terien dargestellt.

Myceten, also Pilze, tauchen immer dort auf, wo etwas stirbt. Da es in der Natur keinen Abfall gibt, werden alle Dinge wie­der­ver­wertet. Der Zerfall bildet einen Prozess ab, bei denen bio­lo­gische Systeme in seine Bau­steine abgebaut werden, die wie­derum die Grundlage für etwas Neues dar­stellen. Im Herbst fallen im Wald die Blätter von den Bäumen und Pilze sprießen aus dem Boden. Wer Voll­kornbrot in Plastik kauft und den Einkauf ver­gisst, wird nach Wochen beim Wie­der­auf­finden der Packung fest­stellen, dass sich ein weißer Rasen aus Schim­melpilz in der unge­öff­neten Packung aus­breitet. Der Zer­falls­prozess ist im Korn bereits angelegt und wandelt Zellen in Pilze um, die den Abbau organisieren.

Bleiben zum Schluss die Para­siten. Wo fühlen sich Würmer wohl? In einem Umfeld, das para­sitäre Eigen­schaften in sich zum Aus­druck bringt. Ent­weder wird der Betroffene aus­ge­nutzt oder er nutzt andere aus. Hier kommt Oppor­tu­nismus zum Tragen.

Unbe­stritten ist die Existenz von Mikro­organ­simen im Darm. Der Mensch beher­bergt nominell mehr Bak­terien, als er Zellen besitzt. Sie sind unsere lebens­wich­tigen „Unter­mieter“, die uns im Grunde am Leben erhalten, da sie unsere Nahrung ver­dauen, Enzyme pro­du­zieren, Vit­amine her­stellen und vieles andere mehr. Die Ein­teilung der Mikro­or­ga­nismen in Kate­gorien wie wichtig und unbe­deutend, domi­nierend und unter­legen, schädlich und, findet sich in der Natur nicht wieder; sie ist das Ergebnis mensch­lichen Denkens. Mikroben gehören zu den ältesten Lebens­formen auf der Erde, aus denen sich letztlich alle höher ent­wi­ckelten Lebe­wesen ent­wi­ckelt haben.

FRIEDA: Wie ist es eigentlich aus Sicht der Epi­ge­netik bzw. mit Blick auf das Zell­be­wusstsein zu sehen, wenn dem Körper art­fremdes Eiweiß in Form von Impf­seren zuge­führt wird?

Carsten Pötter: Wenn wir davon aus­gehen, dass Bewusstsein und Energie gleich­be­deutend sind, lässt sich daraus folgern, dass diese weder her­ge­stellt bzw. zer­stört, sondern nur von einer Erschei­nungsform in eine andere umge­wandelt werden kann. Das Zell­be­wusstsein all dessen, was einem Lebe­wesen zuge­führt wird, bleibt so, wie es ist, wenn es nicht trans­for­miert wird. Wenn ein Mensch Fleisch oder Fisch zu sich nimmt, wird sein Körper zwar mit art­fremdem Eiweiß kon­fron­tiert, doch wird dieses über den Ver­dau­ungs­trakt so auf­ge­schlossen, dass es resor­biert und genutzt werden kann. Im Unter­schied dazu werden bei der intra­mus­ku­lären Appli­kation mittels Injektion diese Ver­wand­lungs­pro­zesse umgangen. Wer seine Nahrung nicht bewusst zu sich nimmt, wird das Zell­be­wusstsein auch nicht trans­for­mieren. Im Laufe der Zeit werden Par­al­lelen zwi­schen dem Kon­su­menten und der Quelle deutlich, aus der die Nah­rungs­mittel her­ge­stellt werden. Wir sollten unser Augenmerk nicht nur auf das Fremd­eiweiß im Impf­stoff lenken, sondern auf die vielen Zusatz­stoffe, die dem Impf­stoff bei­gefügt werden. Zu nennen sind die queck­sil­ber­hal­tigen Zusatz­stoffe, wie das Thio­mersal, das für sich genommen bereits hoch­toxisch ist. Dieser The­men­be­reich ist von Hans Tolzin in seinen Büchern und Peri­odika anschaulich und all­ge­mein­ver­ständlich auf­ge­ar­beitet worden. Es sei mir gestattet, auf diesen flei­ßigen Geist zu ver­weisen und zu, sich mit seinen Thesen zu beschäf­tigen. Der auf­merksame Beob­achter wird fest­stellen, dass sich seine Beschrei­bungen nahtlos an die hier vor­ge­tra­genen Modelle anfügen lassen.

Ich möchte zum Schluss auf einen Umstand auf­merksam machen, über den Impf­be­für­worter nach­denken sollten: Wer in den Sech­zi­ger­jahren des letzten Jahr­hun­derts geboren wurde und Kin­der­krank­heiten im Bett erlebte, die durch die zuver­lässige Anwe­senheit von der Mutter oder Groß­mutter begleitet wurden, wird fest­stellen, dass er sich als Kind immer nur mit einem Thema (immu­no­lo­gisch) aus­ein­an­der­setzen musste. Die Kin­der­krank­heiten wurden darüber hinaus in einem Zeitraum absol­viert, die das Kind selten über­for­derten. Im Unter­schied dazu werden heute immu­no­lo­gisch inkom­pe­tente Säug­linge mit einem Cocktail kon­fron­tiert, in dem bis zu sechs Themen gleich­zeitig abge­ar­beitet werden müssen. Zu diesem the­ra­peu­ti­schen Ansatz gibt es in der Natur keine Ent­spre­chung. Wie kann und soll ein Säugling mit dieser Kon­fron­tation umgehen?

FRIEDA: Wie jüngste Studien* ergaben, wurden in Impf­stoffen wie­derum Metalle, dar­unter in einem großen Umfang Alu­minium, nach­ge­wiesen, sowie sogar – von den Her­stellern nicht dekla­rierte (!) – Nano-Par­tikel. Elek­tro­ma­gne­tische Vor­gänge spielen im Stoff­wechsel eine ent­schei­dende Rolle. Bei Alu­minium ist der Zusam­menhang mit neu­ro­de­ge­ne­ra­tiven Erkran­kungen bekannt. Worin sehen Sie die Gefahr von Metallen und besonders von Nano-Par­tikeln für den Organismus?

Carsten Pötter: Wenn wir unter­stellen, das Imp­fungen nichts mit Schutz zu tun haben, sondern mit Pro­gram­mierung, machen Imple­men­tie­rungen mit Kleinst­körpern Sinn, die eine externe Kon­trolle erlauben. Dazu gehören Nanopartikel.

FRIEDA: Welche Rück­schlüsse lassen sich auf die Methoden und Sicht­weisen der Bio­logie ziehen?

Carsten Pötter: Wer sich mit Bio­logie beschäftigt, kommt an Phi­lo­sophie nicht vorbei, weil der klas­sisch deter­mi­nis­tische Ansatz auf einem stark ver­engten Blick­winkel beruht und daher keine Ant­worten liefert. Er wirft nur weitere Fragen auf. Hei­degger hat das in seiner Onto­logie einmal auf die Frage zuge­spitzt, warum ist das Sein und nicht das Nichtsein? Welt im All­ge­meinen ist nur nach­voll­ziehbar, wenn das Schöp­fungs­prinzip ver­standen ist, denn nur so lassen sich die Lebens­aus­drücke begreifen. Die Bio­logie im All­ge­meinen und die Mikro­bio­logie im Beson­deren beschränken sich aller­dings auf die Analyse der Lebens- und Stoff­wech­sel­pro­zesse. Vielen Men­schen ist nicht klar, was durch das Leben zum Aus­druck kommt, weil seit Jahr­hun­derten ein wirk­samer Spal­tungs­prozess wirkt, der formal in der Renais­sance seinen Anfang nahm. Vor dem großen Schisma (Trennung/Spaltung) wurde an den Uni­ver­si­täten ein zusam­men­ge­hö­riges Weltbild ver­mittelt. Jeder Student musste sich zunächst mit Phi­lo­sophie aus­ein­an­der­setzen, bevor er sich seiner eigent­lichen Pro­fession widmen konnte. Nach dem Schisma wurden die Lehr­in­halte in Geis­tes­wis­sen­schaften und Natur­wis­sen­schaften getrennt.

Die Aus­wir­kungen dieser Trennung sind bis in die Gegenwart spürbar. Das Credo der aktuell herr­schenden Natur­wis­sen­schaften lautet, dass nur das real sei, was gemessen, gewogen und gezählt werden könne. Die Methoden werden immer aus­ge­feilter. Je mehr ver­meint­liches Ver­ständnis für die Details ent­deckt wird, desto weniger werden Zusam­men­hänge erkannt und ver­standen. Ihr wesent­licher Teil innerhalb des ana­ly­ti­schen Denkens wird von dem Modell getragen, dass kom­plexe Pro­zesse oder Erschei­nungen in kleinere Unter­ein­heiten auf­ge­spalten werden müssen, um sie unter­suchen zu können. Das ist soweit sinnvoll. Was am Ende aller­dings fehlt, ist die Syn­these der Ein­zel­er­geb­nisse und Aspekte. Selbst wenn die iso­lierten Ergeb­nisse für sich genommen schlüssig sein sollten, sagt das noch nichts darüber aus, was das im Kontext bedeutet, weil die Summe mehr ist, als die ein­fache Addition der Ein­zel­werte. Bis heute fehlt ein Bewusstsein für kohä­rente Systeme.

Wer Zusam­men­hänge erkennen will, muss in der Lage sein, ver­netzt zu denken. Dazu ist ein hori­zon­tales und ver­ti­kales Abbil­dungs­ver­mögen erfor­derlich, denn nur so können die Prin­zipien erkannt und ver­standen werden, auf denen die Dinge beruhen. Das ist mit einem in Kate­gorien getrennten Bewusstsein nicht möglich. Aus diesem Grund funk­tio­nieren auch die meisten inter­dis­zi­pli­nären Ansätze nicht, weil damit die Frage der Deu­tungs­hoheit auf­ge­worfen wird. Es führt nicht viel weiter, wenn Inter­nisten mit Gynä­ko­logen inter­dis­zi­plinär arbeiten. Sinnvoll wäre, wenn Ärzte und Bio­logen mit Phi­lo­sophen und Theo­logen in einen dau­er­haften Dialog treten würden. Wei­ter­ent­wicklung setzt eine Erwei­terung des Blick­winkels voraus.

FRIEDA: Möchten Sie nach diesen auf­schluss­reichen Aus­füh­rungen noch ein Schlusswort anfügen?

Carsten Pötter: Ich will es ver­suchen. Wer sich mit dem Thema Impfen und Infek­ti­ons­krank­heiten tiefer aus­ein­an­der­setzen möchte, braucht gründ­liche his­to­rische Kennt­nisse, um die Motive zu ver­stehen, bei denen es vor allem um Deu­tungs­hoheit geht, denn nur so lassen sich Macht­an­sprüche wirksam begründbar durch­setzen. Wenn eine Säule instabil wird, bedeutet das den Zusam­men­bruch des gesamten Gebäudes. Wenn dieses Gedan­ken­ge­bäude zusam­men­fällt, wird es dazu führen, dass das uni­ver­sitär geprägte Konzept seines Fun­da­ments beraubt wird. Das kann aus ver­ständ­lichen Gründen nicht zuge­lassen werden. Die der­zeitige Situation ist mit der des 16. Jahr­hun­derts ver­gleichbar, in dessen Mitte Nikolaus Koper­nikus seine Haupt­schrift „De revo­lu­tio­nibus orbium coelestium“ (Über die Umschwünge der himm­li­schen Kreise) publi­zierte und damit die Axt an das geo­zen­trische Weltbild von Claudius Pto­lemäus legte, das fast 2000 Jahre Bestand hatte. Vor hundert Jahren hatte Herr Ein­stein eine neue Theorie pos­tu­liert, die unser Weltbild bis heute maß­geblich prägt. Herrn Ein­stein haben wir zu danken, dass er die Wis­sen­schaft vom Geist (Äther) befreit hat. Im Zeit­alter der geist­losen Wis­sen­schaften ist erneut ein Mensch vom Format von Koper­nikus nötig, der das Bewusstsein wieder inte­griert und damit das Schisma von Phi­lo­sophie und Natur­wis­sen­schaft zu beenden hilft. Auf dieser Grundlage ist dem Men­schen ver­mit­telbar, dass er kein wir­bel­loser Kon­sument, sondern ein geistig, spi­ri­tu­elles Lebe­wesen ist, durch das gött­liches Bewusstsein indi­vi­duell zum Aus­druck kommt.

FRIEDA: Vielen Dank erneut für das Gespräch und die inter­es­santen Informationen!

*Diese Studien sind in dem Beitrag „Risiko Imp­fungen“ zu finden und stehen zum Her­un­ter­laden bereit. Stand 20.02.17

Ganz neu ist der Film: „The Greater Good – Zum Wohle aller

Filme auf youtube für ergän­zende Informationen:

Impf­zwang – Anfang vom Ende der Menschenrechte

Wir impfen nicht – Mythos und Wirk­lichkeit der Impfkampagnen

Weitere Filme dazu sind zudem auf dem Video­portal von „Welt im Wandel“ zu finden

Hier noch eine Arbeit mit dem Titel „Kor­rupte Medizin und kol­la­bo­rie­rende Behörden!“ als pdf

 

Quelle: Beate Wiemers, Jour­na­listin und Betrei­berin von https://frieda-online.de/

Foto: pixabay.com/en/users/qimono-1962238/?tab=popular