Whistleblower

Staatstrojaner & Co.- wie kann ich mich schützen?

6. Oktober 2017

Der Staatstrojaner, also die beschlossene Überwachung von Bürgern, ist per se nichts anderes als eine Schadsoftware. So wie jeder andere Schädling auch, muß sie zuerst den Weg auf die Hardware, also Computer oder Handy, finden. Dies geschieht überwiegend durch harmlos anmutende E-Mails; meist mit einem Anhang versehen. Ein alter Hut. Es ist wichtig, unbekannte und unerwünschte E-Mails ohne Öffnung des Anhangs sofort ungelesen zu löschen.

Ein schier unermessliches Reservoir für das Abgreifen von Daten ist Facebook und auch Whatsapp. Für Milliarden von Menschen wie zu einer Droge geworden; unverzichtbar und scheinbar lebensnotwendig. Menschen aus aller Welt veröffentlichen ihr tägliches Leben von der Wiege bis zur Bahre. Das erleichtert den Geheimdiensten dieser Welt ihre Arbeit ungemein; sie müssen nur lesen, Rückschlüsse ziehen und Verbindungen verifizieren. Rund 90% der Geheimdienstinformationen stammen aus öffentlichen Quellen.

Wer auf FB verzichten kann, sollte das tun. Anleitungen zur vollständigen Löschung gibt es im Netz. Statt Whatsapp sei der Dienst Telegram empfohlen.

Das größte Problem in diesem Kontext stellt aber Windows dar. Jeder weiß um die Notwendigkeit eines guten Virenschutzes, wenn er dieses Betriebssystem benutzt. Trotzdem wird auch das beste Antivirus-Programm Alarm melden. Woran liegt das? Ganz einfach. Rund 90% der Haushalte mit Computer nutzen Windows. Andererseits laufen nahezu 100% der Großrechner und Server mit Linux. Eine Diskrepanz? Keineswegs! Es geht schlicht um Sicherheit. Jeder Windowsnutzer kann irgendeine .exe auf irgendeiner Seite anklicken und damit ausführbar machen. Hingegen hat jedes Linux-System eine eigene Paketverwaltung für seine Software. Es gibt noch weitere Aspekte, die hier aber den Rahmen sprengen würden. Ausdrücklich muß noch der Browser, das Fenster in die virtuelle Welt, erwähnt werden. Bewährt hat sich Mozillas Firefox; selbstredend immer auf dem aktuellem Stand. Verbindet man diesen mit dem Tor-Projekt und beachtet diverse Hinweise, darf man sich relativ sicher wähnen.

Der Autor ist kein IT-Spezialist, sondern hat seit rund zehn Jahren einen windowsfreien Haushalt und schwört auf Linux!

 

Quelle: pi-news.com


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