Der Ballhausschwur. Lavierte Federzeichnung von Jacques-Louis David, 1791
Politik

Die Natur ist rechts – Oder: Warum „Rechts“ gewinnen muss

8. November 2017

Die politischen Kategorien Rechts und Links werden erst seit der Französischen Revolution so bezeichnet: Die Namensgebung bezieht sich auf die Sitzordnung in der postrevolutionären Pariser Nationalversammlung von 1789. Links saßen die Revolutionäre und Progressiven, rechts die konservativen Bürger.

Rechts und links seit eh und je

Aber natürlich gab es rechts- und linksdenkende Menschen schon lange vorher. Politische Weltanschauungen haben seit Anbeginn allen politischen Denkens die Eigenschaft, nach links oder nach rechts zu tendieren. Die vielgepriesene Mitte ist nur der Kompromiss aus linken und rechten  Überzeugungen. Eine Politik der Mitte kann deswegen niemals das erste Ziel von Politik sein, weil sie dann völlig diffus wäre und ohne klare Standpunkte auskommen müsste.

Es zahlt sich daher aus, das Linke und das Rechte näher zu betrachten, weil dabei ziemlich rasch ein essenzieller Unterschied in der Entwicklungsgeschichte der beiden Weltanschauungen auffällt und man dadurch erkennt, dass nur das Rechte ein langfristiges Überleben von Kultur und Nation garantieren kann.

Die Natur ist rechts

Alles, was man heute unter dem Begriff Links subsummiert, war und ist immer nur eine Reaktion auf das Rechte. Der Grund dafür ist ganz einfach: Die Natur kennt ausschließlich Grundmechanismen, die „rechts“ sind. Die Erkenntnis von Charles Darwin, dass es in der Biologie letztlich um das „Survival of the fittest“ geht, ist eine auf den Punkt gebrachte Beschreibung der grundsätzlich immer gültigen und für das gesamte Dasein notwendigen Entwicklungs- und Lebensbedingung namens Evolution.

Weiterentwicklung und Evolution gelingen nur dann, wenn alle Wesen und alle Arten in Konkurrenz zueinander treten und um die Vorherrschaft kämpfen. Es geht dabei immer um das Bessersein und um die bessere Angepasstheit an die jeweilige Umwelt. Zugleich geht es immer auch um Fressen und Gefressenwerden. Wer nicht mitkommt oder schwächer ist, stirbt aus oder wird vertilgt. Das ist das natürliche Prinzip, das noch völlig ohne Moral und Ethik monolithisch für sich selbst steht und an dem keine Kritik möglich ist, weil diese aus naheliegenden Gründen sinnlos wäre.

Über diese Conditio sine qua non und aus ihr heraus haben sich nach dem Hervortreten des Homo sapiens im Laufe vieler Jahrtausende die Kulturen und die ethisch-politischen Gedankengebäude entwickelt. Die Kruste der Kulturen ist jedoch eine dünne geblieben, wie Sigmund Freud richtig angemerkt hat: Im Unterbau geht es innerhalb jeder Kultur und noch mehr zwischen den einzelnen Kulturen weiterhin um das „rechte“ Prinzip der Natur. Zu diesem gehört nicht  nur das zitierte Fressen und Gefressen werden, sondern immer auch der Kampf und die Flucht. Als dritte grundlegende Variante der natürlichen Existenz gibt es noch die Kooperation. Sie stellt immer dann eine Lebensvariante und Option dar, wenn der Stärkere von der Kooperation mehr profitieren kann als vom Sieg über den anderen oder wenn er im Kampf einen zu hohen Einsatz riskieren müsste.

Die Reaktionären sind die Linken

Die linke Ideologie ist nichts weiter als eine Reaktion auf diese fundamentalen und zeitlos gültigen Lebensgesetze. Links sein ist keine originäre politische Philosophie oder ein moralisch irgendwie besonders fundiertes Gedankengebäude (wie uns das die Linken dauernd weismachen wollen), sondern Links ist nur ein Versuch, die vorgegebenen Ungleichheiten und das natürliche Recht des Stärkeren abzuschwächen. Die Masse der schlecht Weggekommenen kann nur Stärke gewinnen, wenn sie möglichst einheitlich und konformistisch auftritt und damit die Mächtigen unter Druck setzt.

Das Linke strebt deswegen immer nach Gleichheit, nach Aufhebung aller Grenzen und Gegensätze und am Ende nach Verschmelzung der Individuen im Kollektiv. Dass dabei immer auch eine gewalttätige Nivellierung nach unten stattfindet, nimmt das Linke in Kauf. „Sozialismus ist zu Ende gedacht die Tyrannei der Dümmsten und der Geringsten“ – so nannte Nietzsche treffend den linken Prozess, wenn er in seine Finalphase tritt.

Natürliche Prinzipien

Die rechte Weltanschauung hingegen baut auf den geschilderten natürlichen Prinzipien auf und hat damit den unschlagbaren Vorteil, dem Leben und dem Individuum genuin näher zu sein und ihm mehr zu nützen als dies die Linken je vermögen. Während die Linken ständig versuchen, die naturgegebenen Voraussetzungen des Lebens und damit auch jene der gewachsenen Kulturen auszuhebeln und zu umschiffen, widmen sich die Rechten der Einzelperson, der Familie, der individuellen Eigenarten und der je eigenen Kultur.

Die Stärke jeder Kultur rekrutiert sich im innersten immer aus dem einmütigen Bekenntnis zur eigenen Identität und aus dem ebenfalls von Nietzsche genial freigelegten Willen zur Macht, der zur Suprematie führen muss. Alle Kulturen, die a priori zur Kooperation und zum Ausgleich mit anderen Kulturen streben, können langfristig nicht bestehen, denn sie gehen regelhaft unter oder werden besiegt. Die einzige sinnvolle Kooperationsmöglichkeit friedfertiger Hochkulturen, die stets und zwangsläufig in Konkurrenz mit anderen stehen, ist der Handel. Wirtschaftliche Aktivitäten sind grundsätzlich der kooperative Ausgang aus der bipolaren Situation „Kampf oder Flucht“. In einer stabilen Handelsbeziehung bleiben die Kulturen zunächst erhalten und werden tunlichst danach trachten, jeden Krieg zu vermeiden.

Die Massenmigration wirkt kulturzerstörend

Eine Sonderform des antagonistischen, aber gleichzeitig kooperativen Zusammenspiels von Kulturen stellt die Migration dar. Kulturen benötigen immer auch Einflüsse von außen, weil eine strikte Abschottung die Degeneration befördert. Dabei ist es aber wie in der Medizin: Die Dosis macht das Gift. Klassische Einwanderungsländer haben deswegen ganz klare Regeln und begrenzen den Zustrom von Fremden mit teils drastischen Maßnahmen. Hier tritt ebenfalls das „rechte Prinzip“ klar zutage.

Die permissive europäische Einwanderungspolitik ist eine späte und linksideologisch induzierte Reaktion auf den jahrhundertlang dauernden Kolonialismus, der von Europa ausging. Der frühere Imperialismus wurde inhaltlich gewendet und in einen letztlich autoaggressiven Import fremder Kulturen umgewandelt. Statt Columbus und Magellan auszuschicken, hat man sich entschlossen, Achmed und Ali nach Europa zu holen. Das wäre an sich noch kein Problem, wenn die kulturellen „Dosierungsvorschriften“ eingehalten worden wären. Die Akzeptanz orientalisch-afrikanischer Kulturen im eigenen Land gelingt nach übereinstimmender Meinung von hochrangigen Migrationsforschern wie Paul Collier oder Ruud Koopmans bis zu einem Anteil von maximal 5% der autochthonen Bevölkerung. Wird der Migrantenanteil aus diesen Kulturen aber größer, beginnen sofort und unweigerlich Probleme, die exorbitante Ausmaße erreichen können.

Europa am Scheideweg

Alle Kulturen haben demzufolge  grundsätzlich die Wahl: Sie können sich guten Gewissens in ihrer anerkannten Rechtsform als Nation durchsetzen und sich gegenüber anderen behaupten. Das gilt natürlich auch nach innen hin. Die Nation ist von ihren Bürgern und Gästen absolut zu respektieren. Um diese Ziel zu erreichen, müssen die Kulturnationen nur die oben geschilderten natürlichen Lebensprinzipien einhalten und die naturgegebenen rechten Regeln wieder in Erinnerung rufen.

Oder sie verfallen in den linken Reaktionsmodus, propagieren eine servile Weltoffenheit, die nur dem Kulturmarxismus in die Hände spielt, proklamieren die längst umgemünzte, nur noch scheinheilige Humanität und die niemals enden wollende Xenophilie –  und geben sich damit selber auf.

Dr. Marcus Franz / thedailyfranz.at


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