Fünf Jahre Papst Fran­ziskus – ein Pon­tifex mit dem Segen der USA

José Maria Ber­goglio mischt sich gerne in deutsche Tages­po­litik ein, obwohl seine hie­sigen Statt­halter an Zeit­geist­lichkeit ohnehin nichts zu wün­schen übrig lassen. Mit pro­minent ver­kün­deten extremen Migra­ti­ons­thesen schwört Ber­goglio Klerus und Politik auf die zügige Abschaffung der euro­päi­schen Nationen ein. Aus dem deut­schen Klerus und Leit­medien kommt nur begeis­terte huma­ni­tär­frömm­le­rische Über­erfüllung seiner For­de­rungen. Dafür kämpft der Glo­ba­lis­ten­papst inner­kirchlich mit öst­lichem Gegenwind, und die allzu welt­liche Ori­en­tierung, die von Leit­medien gerne als „Beschei­denheit“ gefeiert wird, nimmt seinem Amt die sakrale Aura und Würde.
Viele katho­lische Kar­dinäle stellen zeit­geist­liche Dok­trinen des der­zei­tigen Papstes Ber­goglio in Frage und erhalten keine Ant­worten. Statt­dessen ver­folgt der Papst sie per­sönlich. Er repro­du­ziere die Methoden von Argen­ti­niens Dik­tator Juan Perón, um dessen junge Frau Evita Argen­tinien nicht weinen sollte. Petrus ist der Fels, auf den die Kirche Christi gebaut werden sollte, aber Ber­goglio ist Sand. Viele sehen in ihm den Antichrist.
Eine Infor­mantin Klot­hilde K. schreibt uns nun nuancierter:
„Wir sind Papst!“ titelte die Bild­zeitung mit Bou­levard-Enthu­si­asmus, nachdem der aus dem nie­der­baye­ri­schen Marktl am Inn stam­mende Kar­dinal Joseph Ratz­inger Mitte April 2005 als Benedikt XVI.zum Ober­haupt der Katho­li­schen Kirche gewählt worden war. Auch wenn Friede „Shalom“ Springers Revol­ver­blatt mit „wir“ damals wahr­scheinlich nicht die Bayern gemeint hat: seit mehr als fünf Jahren, genau seit Ende Februar 2013, sind „wir“ nicht mehr Papst. Der im poli­tisch kor­rekten Milieu als erz­kon­ser­vativ ver­schrieene Ratz­inger hatte einen uner­hörten Schritt getan und war – scheinbar frei­willig – von seinem Amt zurück­ge­treten und damit sogar in den Augen seiner Kri­tiker zu einem „Fort­schrittler“ geworden.
Seit fünf Jahren sind nun die Argen­tinier Papst. SPON, „Speigel online“, hat am Wochenende in einem lamm­frommen, so gar nicht zur ätzenden Linie dieses „Im Zweifel linken“ Sys­temm­ediums pas­senden Beitrag daran erinnert: „Fünf Jahre Papst Fran­ziskus – Reformer im Intri­gan­ten­stadl“. Als „Welt­retter“ wird er dort apo­stro­phiert. Moment mal – so etwas kennen wir doch aus der Bild­zeitung! „Kann Angela Merkel die Welt retten“ oder so ähnlich – es war letztes Jahr im Zusam­menhang mit irgend­einem Kli­ma­gipfel. Die Sys­temm­edien mögen den Ber­goglio-Papst und die Kanz­lerin mögen sie auch. Da kann etwas nicht stimmen!
Müde sei er und den Stra­pazen seines Amtes nicht mehr gewachsen – auf dieser Linie hatte Benedikt seinen Rück­tritt begründet. Auch wenn er im Ver­gleich zu den letzten Jahren seines Vor­gängers noch wie das blü­hende Leben wirkte, hatten die meisten Beob­achter ihm das abge­nommen; es ist eben nicht jeder wie Johannes Paul II. Wahr­scheinlich fühlte Benedikt sein nahes Ende, deshalb trat er zurück. Fünf Jahre später ist es offen­kundig, daß dem nicht so war. Der Eme­ritus ist angeblich trotz alters­ty­pi­scher kör­per­licher Gebrechen geistig wei­terhin auf der Höhe. Was hat ihn wirklich zu seinem spek­ta­ku­lären Schritt gebracht?
Das Jahr 2012 dürfte für Ratz­inger äußerst unan­genehm gewesen sein: die merk­wür­digen „Vati­leaks“ waren die Spitze eines Eis­bergs von Intrigen, zu denen Giu­seppe Nardi in katholisches.info/2018/02/fuenf-jahre-amtsverzicht-von-benedikt-xvi-und-viele-offene-fragen/ erstaun­liche Details berichtet. Demnach gibt es im Vatikan seit den 90-er Jahren ein vom dama­ligen Erz­bi­schof von Mailand, Carlo Martini, orga­ni­siertes Netzwerk von Jesuiten, die mit Johannes Pauls Amts­führung haderte und Martini als Nach­folger auf­baute. Als der pol­nische Papst starb, war dieser aber bereits eme­ri­tiert und daher nicht mehr wählbar. Ber­goglio als neuer Kan­didat der Jesuiten unterlag Ratz­inger im Kon­klave 2005, aller­dings mit der Per­spektive, bei nächster Gele­genheit wieder anzutreten.
Um nicht eben­falls aus Alters­gründen aus dem Rennen zu fallen musste sich eine solche Gele­genheit spä­testens 2013 bieten. Kurz vor seinem Tod im August 2012 for­derte Martini Benedikt daher zum Rück­tritt auf. Die ame­ri­ka­ni­schen „liberals“, also die Links­li­be­ralen um Barack Obama und Hillary Clinton, hatten zu dieser Zeit ihr Interesse am Vatikan und einem „like minded pope“ ent­deckt, der ihrem Anspruch auf eine glo­ba­li­sierte Welt unter Leitung der USA nicht im Wege stand.
Benedikt war für dieses Projekt nicht zu haben, zu euro­zen­trisch, zudem wenig ver­ständ­nisvoll gegenüber dem Islam, dafür aber um so offener für den Dialog mit der Ortho­doxie und besonders eine Annä­herung an Russland. Abge­sehen davon, daß er in seiner zarten Jugend bei der HJ war, in manchen ame­ri­ka­ni­schen Kreisen die Tod­sünde schlechthin…
Seine berühmt gewordene Rede an der Uni Regensburg vom Sep­tember 2006 (in der Benedikt einen byzan­ti­ni­schen Kaiser aus dem 14. Jahr­hundert mit der Ansicht zitiert hat, Mohammed habe für die Welt nichts Gutes gebracht, z.B. die For­derung, den Glauben durch das Schwert zu ver­breiten) scheint in Übersee schlechter ange­kommen zu sein als bei manchen Moham­me­danern – unter anderen schlossen sich die Groß­muftis von Ägypten und Russland (!) den Aus­füh­rungen Bene­dikts an.
In Washington aber wurde die Pro­pa­gan­da­ma­schine ange­worfen, die sich nun auf den deut­schen Papst ein­schoss und auch ihm Nahes­tenden nicht ver­schonte, wie seinen Bruder Georg (Miss­hand­lungen bei den Regens­burger Dom­spatzen) oder seinen Pri­vat­se­kretär Georg Gänswein (homo­se­xuell?).
„Vati­leaks“ – angeblich durch Bene­dikts Kam­mer­diener gestohlene und an die Öffent­lichkeit gegebene, ver­trau­liche Unter­lagen aus dem Vatikan ohne auf­re­genden Inhalt – war ein Warn­schuß der „Global Player“ und gleich­zeitig deut­liche Erin­nerung an die Rück­tritts­for­derung Martinis.
Höhe­punkt der Kam­pagne war aber der Ende 2012 erfolgte Aus­schluß der Vati­kanbank IOR aus dem inter­na­tio­nalen SWIFT-System des bar­geld­losen Zah­lungs­ver­kehrs. Dies bedeutete in der Praxis unter anderem, daß die weih­nacht­lichen Besucher der vati­ka­ni­schen Museen nur noch mit Bargeld, nicht mehr mit Bank- oder Kre­dit­karte bezahlen konnten (ein war­nendes Bei­spiel dafür, was uns im Falle eines Bar­geld­verbots blühen kann!).
Kurz nach Bene­dikts Rück­tritt wurde die Maß­nahme wieder auf­ge­hoben. Ein kurz nach der Ber­goglio-Wahl erfolgter Versuch, den neuen Papst als angeb­lichen Befür­worter der argen­ti­ni­schen Mili­tär­dik­tatur in Miss­kredit zu bringen („Auf den Hit­ler­jungen folgt der Jun­t­a­freund“), wurde dann erstaunlich schnell und geräuschlos der medialen Auf­merk­samkeit entzogen.
„Obskure Finanz­ma­növer: Ratz­inger durch Erpressung von Obama zur Abdankung gezwungen“ resü­mierte die ita­lie­nische Zeit­schrift für Geo­po­litik „Limes“ im Mai 2017. Zwei­felsohne hätte der deutsche Papst in der Flücht­lings­krise eine andere Rolle gespielt als sein Nach­folger, der sich als Mann unbe­grenzter Will­kom­mens­kultur erwiesen hat, der zwi­schen Nächsten- und Ferns­ten­liebe keinen Unter­schied macht und offen­sichtlich auch gegen Umvolkung alias „Repla­cement migration“ keine Ein­wände hat – zumindest, solange sie sich in Europa abspielt und nicht in seiner argen­ti­ni­schen Heimat. Benedikt ist wahr­scheinlich zurück­ge­treten, um seiner Kirche eine Zer­reiß­probe zu ersparen. Der Vatikan ist seither in der Hand der Globalisten.


Quelle: conservo.wordpress.comhttps://bayernistfrei.com/2018/03/13/franziskus5/