Jahre vor seinem Tod: Mord­aufruf & Kopfgeld auf Udo Ulf­kotte und seine Familie!

Und kein Main­stream-Medium inter­es­sierte sich damals dafür!
Vor rund ein­einhalb Jahren, am 13. Januar 2017, starb der weithin bekannte Jour­nalist, Autor, Publizist und Islam­kri­tiker Udo Ulfkotte. 
Wie der KOPP-Verlag, bei dem zuletzt exklusiv die Werke des Poli­tik­wis­sen­schaftlers erschienen, mit­teilt, starb Ulf­kotte wenige Tage vor seinem 57. Geburtstag am 13. Januar 2017 an einem Herz­ver­sagen. Laut Ver­lags­an­gaben stand es „mit seiner Gesundheit schon seit einiger Zeit nicht mehr zum besten“. Dennoch sei er bis zuletzt aktiv gewesen. „Beinahe bis in die letzten Minuten seines Lebens saß Udo Ulf­kotte an seinem Schreib­tisch und arbeitete. Viele Pro­jekte und Ideen wollte er noch ver­wirk­lichen. Doch dann wurde er jäh aus dem Leben gerissen.“
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Ich kannte den streit­baren, aber ansonsten sachlich ruhigen Kol­legen auch, sollte ich doch u.a. einen Film über die Hetzjagd auf ihn pro­du­zieren. Denn auf Ulf­kotte und seine Familie wurde ein Kopfgeld aus­ge­setzt. Aber keine der deut­schen Medien inter­es­sierte sich damals dafür.
So schrieb ich am 27. Juni 2008, also genau vor 10 Jahren, an anderer Stelle dazu: 
Es ist unglaublich und trotzdem wahr: Ein Jour­nalist und seine Frau auf der Flucht vor radi­kalen Mus­limen, die sie ermorden wollen. Und kein großes deut­sches Medium inter­es­siert sich dafür! 
Seit einigen Tagen lebt Familie Ulf­kotte nicht nur in Todes­angst, sondern befindet sich auch auf der Flucht. Unbe­kannte haben ein ras­sis­ti­sches und volks­ver­het­zendes Video in ein Inter­net­vi­deo­portal bei YouTube ein­ge­stellt, in dem Türken und Mohammed beleidigt werden. Ein junger Mann und eine junge Frau, die betrunken wirken, sind darin zu sehen. Ein Eintrag auf der YouTube-Seite enthält einen Link auf die Inter­net­seite der Ulf­kottes. Doch obwohl die Ulf­kottes mehr als doppelt so alt sind, soll das Mädchen Udo Ulf­kotte Frau sein!
So beginnt eine Hetzjagd durch radikale Muslime, die im Internet ihren Anfang mit Mord­auf­rufen gegen das Ehepaar nimmt und bis in die ara­bische Welt reicht. Sogar die Adresse der Ulf­kottes wird ver­öf­fent­licht, ein Kopfgeld von 1000 Euro auf den Kopf der Ehefrau aus­ge­setzt. Und das obwohl die Ulf­kottes dieses Video selbst als „volks­ver­hetzend“ bezeichnen und als erste Straf­an­zeige gegen die Urheber gestellt haben. 
Seitdem befindet sich die Familie auf der Flucht. Beschützt von Polizei und Staats­schutz. Inzwi­schen hat die Staats­an­walt­schaft Koblenz eine Pres­se­mit­teilung ver­öf­fent­licht, in der es unter anderem heißt: „Die bis­he­rigen Ermitt­lungen ergaben, dass das Ehepaar (Ulfkotte/d.A.)…für die auf der Website YouTube ver­öf­fent­lichten Videos nicht ver­ant­wortlich sind.“
Als Udo Ulf­kotte mir erzählt, dass er ver­sucht hat, deutsche Medien auf diese Hetzjagd gegen ihn und seine Familie auf­merksam zu machen, sich aber niemand dafür inter­es­siert hat, will er es zunächst nicht glauben. Denn natürlich ist diese Nach­richt von öffent­lichem Interesse. 
Ich selbst besitze gute Kon­takte zu Print- und TV-Redak­tionen. Darüber muss einfach berichtet werden, so denke ich damals. 
Aber die Kol­legen sehen es – leider – anders. Als ich alle Infos zu dieser Hetzjagd auf eine unschuldige Familie den Redak­teuren zur Ver­fügung stelle, werden diese zunächst geprüft. Dagegen spricht nichts, im Gegenteil. 
Aber die Rück­mel­dungen sind wie aus „einem Guss“: Anscheinend kann man dieses Thema am Tag des EM-Spiels Deutschland gegen die Türkei nicht ver­öf­fent­lichen, auch danach nicht. Denn allen Medien, ob TV oder Print, ist daran gelegen, nur über das freund­schaft­liche Ver­hältnis zwi­schen den Deut­schen und den tür­ki­schen Mit­bürgern zu berichten. Da stört eine Meldung über eine mus­li­mische Hetzjagd auf eine unschuldige deutsche Familie das poli­tische Multi-Kulti-Klima mehr als enorm. 
Andere Redak­teure ver­weisen darauf, dass sie für diese Geschichte keinen „Platz“ haben, weil die Fussball-EM fast alles in „Beschlag nehmen“ würde. Und wie­derum andere Kol­legen kommen mit der „Rechts-Keule“ und erzählen dem Autor, dass Ulf­kotte doch selbst Schuld daran wäre, wenn man eine „Anti-Islam-Partei“ („Partei gegen die Isla­mi­sierung Deutsch­lands“) gründen wolle, dann müsse man halt mit Kon­se­quenzen rechnen. 
Dass dies mit dem Sach­verhalt der Hetzjagd auf ihn nichts, aber auch gar nichts zu tun hat, scheint nie­manden zu interessieren. 
Die Ulf­kottes hatten kein islam­feind­liches Video ins Internet gestellt! Und Udo Ulf­kotte war sogar noch so fair, auf meine Ver­mutung ange­sprochen, ob hier viel­leicht wegen seiner Islam-Kritik eine Mord­kam­pagne gewollt gegen ihn gestartet worden ist, zu sagen, dass er das nicht weiß, obwohl es um sein eigenes Leben und das seiner Frau geht. 
Ein anderer Kollege meinte lapidar, dass die Ulf­kottes halt ein Problem hätten: ihre Ver­folger wären Muslime und keine Rechts­ex­tremen. Wären es Nazis, dann würde national und inter­na­tional sofort darüber berichtet werden!
Im Zuge der Recherchen habe ich noch mehr erfahren, das in Deutschland nicht ver­öf­fent­licht wird: von regel­mä­ßigen Anschlägen mus­li­mi­scher Fun­da­men­ta­listen auf jüdische Syn­agogen, von Angriffen auf Schwule und Lesben in deut­schen Groß­städten und auf junge Mädchen, die „Mini-Röcke“ tragen. All das wird von den Medien ver­tuscht und verschwiegen.
So befinden sich Udo Ulf­kotte und seine Familie immer noch auf der Flucht vor den Mus­limen, die sie ermorden wollen. Das bun­des­weite „Öffent­lich­machen“ in den Print- und TV-Medien würde ihnen helfen und auch die bislang noch unbe­kannten Urheber dieses fürch­ter­lichen Hetz­videos aus­findig zu machen.
Aber Udo Ulf­kotte ist unbequem geworden. Er spricht und zeigt fak­ten­reich das auf, was die Poli­tiker der deut­schen Öffent­lichkeit ver­schweigen wollen, trotz einer unlängst ver­öf­fent­lichten Studie des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­riums, dass nämlich jeder vierte junge Moslem in Deutschland zur Gewalt gegen Anders­gläubige bereit ist! Eine erschre­ckende Zahl. 
Ulf­kotte und seine Familie werden zwi­schen den Medien- und Poli­tik­mühlen zer­rieben. Sie sind Opfer und werden als Täter behandelt. Das ist schlimm genug. 
Aber viel­leicht liegt das Des­in­teresse seiner Kol­legen an seinem „Flucht-Schicksal“ daran, dass er vor Jahren ein Buch geschrieben hat und danach als „Nest­be­schmutzer“ galt: „So lügen Jour­na­listen – Der Kampf um Ouoten und Auf­lagen“ (C. Ber­telsmann-Verlag, 2001). 
Hof­fentlich lenken die deut­schen Medien nicht erst ein, wenn Schlim­meres pas­siert ist. Eigentlich ein Skandal. Nur keiner merkt es. Weil nicht darüber berichtet wird. So viel zur objek­tiven Ver­ant­wortung des deut­schen  Journalismus.
Das schrieb ich also vor genau 10 Jahren. Niemand hat sich auch danach bei mir gemeldet, und Interesse an dieser unglaub­lichen Geschichte bekundet: die Jagd, begründet auf Fake News, auf einen deut­schen Jour­na­listen im eigenen Land.
Unfassbar.
Man mag zu Udo Ulf­kotte und seinen umstrit­tenen Publi­ka­tionen stehen, wie man will.
Aber:  Wir brauchen nicht auf die Türkei zu zeigen. Auch hier­zu­lande bestand kein Interesse am Schicksal der – wie auch immer gear­teten – Ver­folgung eines vom Tode bedrohten Journalisten!
So viel zur Erin­nerung an dieses schänd­liche Ver­halten der Mainstream-Medien.
 


Wir danken Guido Grandt für diesen wich­tigen Beitrag! — www.guidograndt.de