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Mainstream-Schlachtschiff correctiv.org geht auf Beatrix von Storch los und verteidigt staatliche Kriminalstatistik-Fake-News

28. Juni 2018

Mit zehn Metern Bugwelle rauscht das Schlachtschiff „correctiv“ gegen Frau Beatrix von Storch heran: „Nein, Frau von Storch, Deutschland ist nicht unsicherer geworden!“ kracht ihr der Schuss vor den Bug. Doch betrachten wir als Beobachter des Scharmützels die imposante IMMS „correctiv“ (Ihrer Majestät Merkel Schiff) von der Seite, sind wir enttäuscht. Hinter der gischtsprühenden, haushohen Bugwelle dümpelt ein durchweichtes Papierschiffchen heran. Und der Schuss? Platzpatrone.

Correctiv, nach eigener Zielsetzung das „erste gemeinnützige Rechenzentrum im deutschsprachigen Raum“ ist angetreten, um „jeder Bürgerin und jedem Bürger Informationen zu geben, damit sie die Welt verstehen“. Dazu recherchieren sie „langfristig zu Themen, die für die Gesellschaft wichtig sind“.

Aha. Dann schau’n wir doch mal. Das Thema lautet: Ist Deutschland, wie Frau von Storch behauptet, unsicherer oder, wie correctiv behauptet, sicherer geworden? Das Thema ist für die Gesellschaft wichtig. Sehr wichtig sogar.

Also, Haken dran: correctiv, übernehmen Sie!

Jetzt sind wir gespannt auf die nächste Stufe: Die gründliche, langfristige Recherche zu diesem äußerst gesellschaftsrelevanten Thema. Was bietet correctiv? Repräsentative Recherchen innerhalb der Polizei? Aussagen von Beamten vor Ort? Hat correctiv Kontakte ins Innenministerium, was da so unter der Hand zu hören ist? Gibt es Fachleute, die die offiziellen Statistiken durchleuchtet haben? Hat correctiv die letzte Kriminalstatistik in Bezug auf die Gewichtung, Struktur und erfassten Daten mit älteren Statistiken auf 1:1 Kontinuität verglichen? Oder mal in Wiesbaden angerufen? Das Bundeskriminalamt macht eine wissenschaftliche Studie zur „Lebenssituation und Sicherheit in Deutschland“. Den Herrn Christoph Birkel dort kann man sogar anrufen: 0611-55 13 424.

Nö. Frau Christina Helberg, offenbar die fähigste Spurenschnüfflerin unter den Fake-News-Jagdhunden bei correctiv, hat sich einfach die letzte Kriminalstatistik aus dem Netz runtergeladen. Ganz, ganz großes Kino: Ja, das ist genau die Statistik, von der Frau von Storch ja gerade sagte, dass man deren Zahlen nicht trauen könne. Gegenbeweis von Frau Helberg: Sie zieht exakt dieselbe Kriminalstatistik als Gegenbeweis heran. Das ist also die hochbezahlte, staatlich opulent finanzierte, langfristige, gründliche Recherche?

Sehr verehrte Frau Helberg, das ist ja gerade das, was uns Bürger umtreibt, beunruhigt und viele auch zornig macht, dass wir Bürger überhaupt kein Vertrauen in diese Statistik haben. Und da fällt Ihnen nichts besseres ein, als mit Aplomb uns genau dieses – für viele offensichtlich unglaubwürdige – Zahlenwerk noch einmal zu servieren?

Das Misstrauen in diese Statistik ist sehr berechtigt. Gerade wir hier von den „Unbestechlichen“ suchen und sammeln und finden – leider – genug Anhaltspunkte, die gegen die Kriminalstatistik sprechen. Man kennt Polizisten, man hört im privaten Rahmen, was da alles unter den Tisch fällt, von Dienstanweisungen, die höchste fragwürdig, aber bestens geeignet sind, die Statistiken schön aussehen zu lassen.

Ein Polizeibeamter aus Berlin sprach unter Freunden (mit einem unserer Autoren bei den Unbestechlichen) ganz offen darüber, was wirklich vor sich geht. Er nannte mehrere Fälle, von denen er persönlich weiß, dass sie zwar bearbeitet wurden, aber nachträglich aus der Statistik gelöscht wurden. Viele andere Straftaten wurden gar nicht erst aufgenommen, polizeiliche Sofortmaßnahmen, wie Spurensuche, Vernehmungen usw. werden gar nicht erst unternommen. Versuchte Tötungen werden zu Körperverletzungen heruntergespielt.

Ein Bremer Polizist packte sogar öffentlich auf Facebook aus, dass sich allein im kleinen Bundesland Bremen ca. 10.000 gemeldete, aber nicht bearbeitete Fälle liegen, die natürlich in keine Kriminalstatistik eingehen. Auch nicht fertig bearbeitete oder nicht einmal eröffnete Fälle erscheinen nicht in der Statistik, und diese Stapel türmen sich wegen Überlastung aufgrund zu vieler Straftaten immer höher.

Dazu kommen noch die Erkenntnisse der „Dunkelfeldforschung“. Das BKA schreibt hierzu:

Das Ziel von Dunkelfelduntersuchungen ist es, Erkenntnisse über das Gesamtaufkommen bestimmter Straftaten einschließlich des sog. (relativen) Dunkelfeldes, also den bei der Polizei nicht bekannten Straftaten, zu gewinnen. Denn während sich amtliche Kriminalstatistik lediglich auf das „Hellfeld“ amtlich registrierter Vorgänge – und somit nur auf einen kleinen Ausschnitt von Kriminalität – bezieht, versuchen Dunkelfelduntersuchungen ein etwas umfassenderes Bild von Umfang und Struktur von Kriminalität zu liefern.“

Sehr interessant ist hier eine Dunkelfeldbefragung des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahr 2017, die als PDF im Netz steht. In einer Studie des LKA Niedersachsens (Kernfundebericht 2017)  steht zu lesen: „Die Menschen in Niedersachsen fühlen sich also im Jahr 2017 insgesamt etwas unsicherer in Bezug auf ihre nähere Umgebung als noch 2015. Wie schon in den Vorjahren fallen besonders jüngere Frauen durch hohe Unsicherheitswerte auf, die sich von 2015 auf 2017 noch einmal signifikant erhöht haben.“

Laut dieser Dunkelfeldforschung des BKA werden in Deutschland jährlich ungefähr 20 bis sogar 25 Millionen Straftaten vollzogen. Die offizielle Kriminalstatistik geht von etwa 5 bis 6 Millionen Straftaten aus.

Doch selbst die von Frau Helberg angeführte Kriminalstatistik kommt nicht umhin, festzustellen, dass Delikte, wie Mord und Totschlag um 17,7% (!) nur innerhalb eines Jahres, von 2016 auf 2017 gestiegen sind, Rohheitsddelikte im selben Zeitraum um 30,7% (!!) und Sexualdelikte um 54,5 Prozent (!!!). Und das sind die typisch „zuwandererspezifischen Straftaten“. Die Kriminalitätsquote unter den Zuwanderern beträgt, laut BKA-Statistik, satte 10%, und diese Täter sind fast immer Mehrfachtäter. Und: Das sind nur die statistisch erfassten Delikte.

Der Vorsitzende des Bundes deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, musste von seinem Posten zurücktreten. Er als Fachmann hatte Zweifel an der von Frau Helberg als Beweis angeführten Kriminalstatistik geäußert.

Die Liste der Whistleblower aus der Polizei und die schiere Masse an Belegen, dass die offizielle Kriminalstatistik nicht die Realität abbildet, ist lang und man braucht nur zu googeln. In zwei Tagen hat man genügend Stoff beisammen. Der Verdacht, dass die Kriminalstatistik so zustandekam, wie sie zur Beruhigung der Bürger zustandekommen sollte, ist begründet.
Frau von Storch hat mit ihrer Behauptung recht.
Schiff versenkt, Frau Helberg.

Correctiv legt hier eine blamable Leistung hin, die dem eigenen Anspruch bei weitem nicht gerecht wird. Wenn schon ein solches, gut bezahltes Rechercheteam von der Allgemeinheit finanziert wird, dann muss es auch wirklich recherchieren. Frau Helbergs Beitrag ist nichts anderes, als ein schlampig zusammengezimmertes Reposting der Tabellen, um einer missliebigen Kritikerin über den Mund zu fahren und die linksgrüne Agenda der offenen Grenzen für grenzenlose „Kulturbereicherung“ zu verteidigen und damit staatlich bezahlte Propaganda.