CIA kol­la­bo­riert mit Rüs­tungs­in­dustrie, um Trumps Korea-Frie­dens­ge­spräche zu sabotieren

Frak­tionen innerhalb der CIA ver­suchten zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen, Prä­sident Donald Trumps Frie­dens­of­fensive gegenüber Nord­korea zu hin­ter­treiben. Man lan­cierte Infor­ma­tionen, die das Ver­trauen Trumps und seiner Leute in Kim Jong Un’s Willen zu ernst­haften Frie­dens­ver­hand­lungen unter­graben sollen.
So sendete NBC News Am 29. Juni 2018 einen Bericht, in dem anonyme CIA-Beamte zitiert wurden. Die anonymen Herren behaup­teten, dass Nord­korea die Nukle­ar­pro­duktion ent­gegen allen Beteue­rungen an “geheimen Orten” weiter betreiben würde.  Einen Beweis dafür blieben sie aber schuldig. Die anonymen Herren vom CIA werden auch nicht gerade dadurch glaub­wür­diger, dass sie aus Berichten einer Denk­fabrik zitieren, die exzel­lente Ver­bin­dungen zum Mili­tä­risch-Indus­tri­ellen Komplex und anderen pri­vaten Son­der­in­ter­essen hat.
Die CIA-Herren beriefen sich in ihren State­ments überdies noch auf den ABC-Reporter Ken Dilanian. Dilanian ist kein unbe­schrie­benes Blatt. Die Whist­le­b­lower-Seite „The Intercept“ ent­larvte ihn 2014 als CIA-Kom­plizen, der gezielt Infor­ma­tionen im Interesse der CIA durch­sticht. Nach dieser Ent­hüllung wurde Ken Dilanian bei der Washington Tribune und der Los Angeles Times gefeuert. Beide Zei­tungen distan­zierten sich von dem nicht mehr trag­baren Jour­na­listen. Zumindest in einem Fall sollen die Anwei­sungen der CIA an Dilanian dazu geführt zu haben, dass Dilanian eine Story nach den Wün­schen und Anwei­sungen der CIA umge­schrieben hat. Die Los Angeles Times ver­öf­fent­lichte damals diese „fri­sierte“ Geschichte.
Seitdem ver­öf­fent­licht Ken Dilanian dennoch ständig Bei­träge, bei denen ehe­malige CIA-Beamte die Feder führen. In diesen Artikeln wird zum Bei­spiel immer noch die “Trump-Russland”-Kollusionsgeschichte ver­breitet – ohne Rück­sicht auf Fakten – wie das z.B. in Steven Halls Artikel in der „Washington Post“ war. Der Titel des Mach­werks: “Ich war in der CIA. Wir würden einem Land nicht trauen, dessen Anführer das macht, was Trump gemacht hat.”

Ohne jeden belast­baren Beweis seitens der CIA, mit dem sie ihre Behaup­tungen zu Nord­korea belegen könnten, zitierte Ken Dilanian die Meinung von Joel Wit, einem ehe­ma­ligen Regie­rungs­be­amten unter Clinton, sowie Reports von 38north.org,  einem Projekt des Henry L. Stimson Center. Im Board of Directors des Stimson Center sitzen Leute, die über beste Bezie­hungen und Ver­bin­dungen mit Orga­ni­sa­tionen ver­fügen, wie Nor­throp Grumman, der Boeing Company, Warburg Pincus, der Car­negie Endowment, Mercy Corps, The Council on Foreign Rela­tions, dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium, der CIA und dem US-Finanz­mi­nis­terium, das Who is Who des mili­tä­risch-indus­tri­ellen-poli­ti­schen Kom­plexes. Zu den Partnern gehören die George C. Mar­shall Foun­dation, das Gulf Research Center in Saudi-Arabien und das Jinnah Institute.
Satel­li­ten­bilder, die von 38north in Umlauf gebracht wurden und die angeblich Ver­bes­se­rungs­ar­beiten am nord­ko­rea­ni­schen For­schungs­zentrum Yongbyon Nuclear Sci­en­tific Research Center zeigen sollen, wurden offenbar von „Airbus Defense“ und „Space SAS“, einer Toch­ter­ge­sell­schaft des euro­päi­schen mul­ti­na­tio­nalen Kon­zerns Airbus Group SE, bezogen. (Airbus war die Idee von Daim­ler­Chrysler Aero­space und British Aero­space.) Der Zusam­men­schluss einer deutsch ver­netzten, trans­na­tio­nalen Gruppe zur Hin­ter­treibung korea­ni­scher Frie­dens­ver­hand­lungen ist ange­sichts der tiefen Ver­flech­tungen mit der süd­ko­rea­ni­schen Regierung von Park Geun-Hye höchst interessant.
Über­ra­schen kann es auf diesem Hin­ter­grund also nicht, dass sich eine Denk­fabrik mit Ver­bin­dungen zum mili­tä­risch-indus­tri­ellen Komplex und zu inter­na­tio­na­lis­ti­schen Inter­es­sen­gruppen an einer Website beteiligt, deren Aufgabe es ist, das Ver­trauen der USA in Nord­korea zu unter­graben. Sowohl Nor­throp Grumman als auch Boeing mussten nach Trumps Treffen mit Kim Jong Un in Sin­gapur einen Kurs­verlust ihrer Aktien ein­stecken. Ana­lysten wer­teten das als Rück­schlag für Aktien der Rüs­tungs­in­dustrie schlechthin. Dass solche Unter­nehmen ihre Ver­bin­dungen zu Insti­tu­tionen wie dem Stimson Center dazu benutzen, um mit der CIA zusammen ein Frie­dens­ab­kommen zwi­schen den beiden Koreas und den Ver­ei­nigten Staaten zu tor­pe­dieren, mar­kiert einen neuer Tief­punkt west­licher Amoral.

Allen Anstren­gungen der CIA zum Trotz blieb Prä­sident Trump dabei, dass von Nord­korea derzeit keine nukleare Bedrohung ausgeht. Und dass der Gipfel von Sin­gapur ein gutes Ein­ver­nehmen mit dem Führer des soge­nannten “her­me­tisch abge­schirmten König­reichs” bewirken konnte. Trump unter­strich mehrfach die Chancen für den Vor­sit­zenden Kim, sich der Welt zu öffnen und eine neue Ära der “Sicherheit und des Wohl­stands” für Nord­korea einzuläuten.
Nord­korea zer­störte im Vorfeld des US-Nord­korea-Gipfels am 12. Juni Teile seines Nuklear-Test­ge­ländes in Punggye-ri vor den Augen einer Gruppe aus­län­di­scher Journalisten.