Politik

CIA kollaboriert mit Rüstungsindustrie, um Trumps Korea-Friedensgespräche zu sabotieren

7. Juli 2018

Fraktionen innerhalb der CIA versuchten zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen, Präsident Donald Trumps Friedensoffensive gegenüber Nordkorea zu hintertreiben. Man lancierte Informationen, die das Vertrauen Trumps und seiner Leute in Kim Jong Un’s Willen zu ernsthaften Friedensverhandlungen untergraben sollen.

So sendete NBC News Am 29. Juni 2018 einen Bericht, in dem anonyme CIA-Beamte zitiert wurden. Die anonymen Herren behaupteten, dass Nordkorea die Nuklearproduktion entgegen allen Beteuerungen an “geheimen Orten” weiter betreiben würde.  Einen Beweis dafür blieben sie aber schuldig. Die anonymen Herren vom CIA werden auch nicht gerade dadurch glaubwürdiger, dass sie aus Berichten einer Denkfabrik zitieren, die exzellente Verbindungen zum Militärisch-Industriellen Komplex und anderen privaten Sonderinteressen hat.

Die CIA-Herren beriefen sich in ihren Statements überdies noch auf den ABC-Reporter Ken Dilanian. Dilanian ist kein unbeschriebenes Blatt. Die Whistleblower-Seite „The Intercept“ entlarvte ihn 2014 als CIA-Komplizen, der gezielt Informationen im Interesse der CIA durchsticht. Nach dieser Enthüllung wurde Ken Dilanian bei der Washington Tribune und der Los Angeles Times gefeuert. Beide Zeitungen distanzierten sich von dem nicht mehr tragbaren Journalisten. Zumindest in einem Fall sollen die Anweisungen der CIA an Dilanian dazu geführt zu haben, dass Dilanian eine Story nach den Wünschen und Anweisungen der CIA umgeschrieben hat. Die Los Angeles Times veröffentlichte damals diese „frisierte“ Geschichte.

Seitdem veröffentlicht Ken Dilanian dennoch ständig Beiträge, bei denen ehemalige CIA-Beamte die Feder führen. In diesen Artikeln wird zum Beispiel immer noch die “Trump-Russland”-Kollusionsgeschichte verbreitet – ohne Rücksicht auf Fakten – wie das z.B. in Steven Halls Artikel in der „Washington Post“ war. Der Titel des Machwerks: “Ich war in der CIA. Wir würden einem Land nicht trauen, dessen Anführer das macht, was Trump gemacht hat.”

Ohne jeden belastbaren Beweis seitens der CIA, mit dem sie ihre Behauptungen zu Nordkorea belegen könnten, zitierte Ken Dilanian die Meinung von Joel Wit, einem ehemaligen Regierungsbeamten unter Clinton, sowie Reports von 38north.org,  einem Projekt des Henry L. Stimson Center. Im Board of Directors des Stimson Center sitzen Leute, die über beste Beziehungen und Verbindungen mit Organisationen verfügen, wie Northrop Grumman, der Boeing Company, Warburg Pincus, der Carnegie Endowment, Mercy Corps, The Council on Foreign Relations, dem Verteidigungsministerium, der CIA und dem US-Finanzministerium, das Who is Who des militärisch-industriellen-politischen Komplexes. Zu den Partnern gehören die George C. Marshall Foundation, das Gulf Research Center in Saudi-Arabien und das Jinnah Institute.

Satellitenbilder, die von 38north in Umlauf gebracht wurden und die angeblich Verbesserungsarbeiten am nordkoreanischen Forschungszentrum Yongbyon Nuclear Scientific Research Center zeigen sollen, wurden offenbar von „Airbus Defense“ und „Space SAS“, einer Tochtergesellschaft des europäischen multinationalen Konzerns Airbus Group SE, bezogen. (Airbus war die Idee von DaimlerChrysler Aerospace und British Aerospace.) Der Zusammenschluss einer deutsch vernetzten, transnationalen Gruppe zur Hintertreibung koreanischer Friedensverhandlungen ist angesichts der tiefen Verflechtungen mit der südkoreanischen Regierung von Park Geun-Hye höchst interessant.

Überraschen kann es auf diesem Hintergrund also nicht, dass sich eine Denkfabrik mit Verbindungen zum militärisch-industriellen Komplex und zu internationalistischen Interessengruppen an einer Website beteiligt, deren Aufgabe es ist, das Vertrauen der USA in Nordkorea zu untergraben. Sowohl Northrop Grumman als auch Boeing mussten nach Trumps Treffen mit Kim Jong Un in Singapur einen Kursverlust ihrer Aktien einstecken. Analysten werteten das als Rückschlag für Aktien der Rüstungsindustrie schlechthin. Dass solche Unternehmen ihre Verbindungen zu Institutionen wie dem Stimson Center dazu benutzen, um mit der CIA zusammen ein Friedensabkommen zwischen den beiden Koreas und den Vereinigten Staaten zu torpedieren, markiert einen neuer Tiefpunkt westlicher Amoral.

Allen Anstrengungen der CIA zum Trotz blieb Präsident Trump dabei, dass von Nordkorea derzeit keine nukleare Bedrohung ausgeht. Und dass der Gipfel von Singapur ein gutes Einvernehmen mit dem Führer des sogenannten “hermetisch abgeschirmten Königreichs” bewirken konnte. Trump unterstrich mehrfach die Chancen für den Vorsitzenden Kim, sich der Welt zu öffnen und eine neue Ära der “Sicherheit und des Wohlstands” für Nordkorea einzuläuten.

Nordkorea zerstörte im Vorfeld des US-Nordkorea-Gipfels am 12. Juni Teile seines Nuklear-Testgeländes in Punggye-ri vor den Augen einer Gruppe ausländischer Journalisten.