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Politik

Der Krieg um die Meinungsfreiheit: Infowars ist nur der Anfang

9. August 2018

von MARILLA SLOMINSKI

Nachdem Spotify den Betreiber der amerikanische Webseite Infowars von seiner Plattform verbannt hat, zogen jetzt andere Internet-Giganten wie Facebook, YouTube und Apple nach. Nur Twitter sieht bisher noch keinen Verstoß gegen seine Richtlinien und lässt Alex Jones weiter mit seinen Anhängern kommunizieren. 

Für die einen ist Alex Jones ein Verschwörungstheoretiker, die anderen bezichtigen ihn der „Hass-Rede“ – das gängige Argument, um missliebige Meinungen aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Die 1999 gegründete und in Texas ansässige Webseite Infowars hat immerhin 10 Millionen Besucher pro Monat und belegt im SimilarWeb-Ranking Platz 959. Damit hat sie Mainstream-Publikationen wie The Economist (Platz 1533) und Newsweek (726) überholt.

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Infowars Verschwörungstheorien seien u.a., dass die US-Regierung an den Terror-Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen war,  der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden und dass der Klimawandel ein Schwindel sei, berichtet die NOZ..

Die Lösch-Orgie gegen Alex Jones und seiner Seite Infowars in den sozialen Netzwerken, die als Trump-freundlich gilt, sorgt auf Seiten der Mainstream-Presse für Jubel-Schlagzeilen wie „Internetriesen sperren Trumps größten Hetzer“ (n-tv), die Konservativen sehen dagegen darin den Beginn einer knallharten Beschneidung und Zensur der Meinungsfreiheit.

„Das ist wie in „1984“ oder in einer Kafka-Novelle. Du weißt eigentlich nicht, was du getan hast und weißt nicht einmal, wer Deine Ankläger sind. Dann wirst du mit Behauptungen von den Internet-Giganten diffamiert und dann verbannen sie dich“, so die Stellungnahmen von Alex Jones.

Bekannte konservative Aktivisten wie Tommy Robinson und Lauren Southern stellen sich auf die Seite von Alex Jones, obwohl sie seine Meinung nicht teilen und warnen vor dem Ende der freien Rede.

„Infowars ist nur das erste von vielen Unternehmen und Persönlichkeiten, die aus den sozialen Netzwerken rausgeschmissen werden. Sie haben mit Infowars angefangen, weil sie wissen, dass der Mainstream sie nicht verteidigen wird. Steht jetzt auf oder ihr verliert die Chance, es später zu tun“, so die Kanadierin Lauren Southern. „Meinungsfeiheit heißt auch, dass man das Recht hat, Blödsinn zu erzählen“ stellt sie in einem Interview mit dem neuseeländischen Fernsehen fest.

„Stellt Euch vor, O2, Vodaphone und andere fangen an, bei euren Gesprächen mitzuhören. Dann entscheiden sie, dass sie das, was ihr erzählt, nicht mögen und unterbinden eure Kommunikation mit anderen. Wenn so etwas gemacht wird, gäbe es einen Aufstand. Das ist genau das, was Facebook, Youtube, Apple and Spotify mit Alex Jones und Infowars gemacht haben. Es geht nicht darum, ob ihr Alex Jones zustimmt oder ihn ablehnt. Das ist die gewaltsame Unterdrückung oppositioneller Meinungen, die der linksgerichteten SiliconValley Elite nicht passen – besser bekannt auch als Faschismus“, meldet sich Tommy Robinson zu Wort.

Selbst Donald Trump Jr. befürchtet, dass nach Infowars weitere konservative Webseiten mundtot gemacht werden: „Wie lange wird es noch dauern, bis die Internet-Giganten und ihre demokratischen Freunde Seiten wie BreitbartNews, The DailyCaller und andere konservative Stimmen auf  ihren Plattformen zensieren und löschen werden“, fragt er sich auf Twitter.

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