Wirtschaft

Trump beschreibt die politische Agenda hinter dem Klimawandel-Aktivismus

31. Oktober 2018

Trotz Fake News des Gegenteils zeigte Präsident Trump in einem Interview in der Fernsehsendung 60 Minutes, dass er mehr von der Politik um die Klimawissenschaft und die Historie des Klimawandels versteht als das IPCC in seinem jüngsten Bericht.

(Von H. Sterling Burnett)

Beim Thema Klima im Interview mit Trump, brachte die Reporterin von 60 Minutes, Lesley Stahl, Trumps Statement aufs Tapet, wonach der Klimawandel ein Betrug sei. Dazu sagte Trump: „Ich denke, dass etwas vor sich geht. Etwas ändert sich, und es wird sich zurückändern. Ich glaube nicht, dass es ein Betrug ist…, aber ich weiß, dass nicht der Mensch die Ursache ist“.

Stahl, die sich eindeutig am Trank des klima-alarmistischen Gebräus berauscht hatte, war auf die Herausforderung ihrer Linie der Fragestellung seitens Trump nicht vorbereitet. Als Stahl begann: „Ich wünschte, Sie würden nach Grönland reisen, wo diese riesigen Eisstücke einfach in den Ozean fallen und den Meeresspiegel steigen lassen“, erwiderte Trump sofort und akkurat, „Und Sie wissen nicht, ob dass mit oder ohne Einwirkung des Menschen passiert wäre. Sie wissen es nicht!“ Dann versuchte Stahl zu behaupten, dass alle Wissenschaftler darin übereinstimmen, dass der Mensch einen gefährlichen Klimawandel verursacht und Trump erwiderte: „Wir haben Wissenschaftler, die dieser Behauptung widersprechen. Ich leugne nicht den Klimawandel. Aber es könnte sich sehr gut auch in die andere Richtung ändern. Verstehen Sie, wir reden hier über Jahrmillionen“.

Auf die Stahl’sche Behauptung, dass Katastrophen wie Hurrikans schlimmer denn je werden, wies Trump darauf hin: „Es gab schon Hurrikans, die viel schlimmer waren, als wir es gerade mit dem Hurrikan Michael erlebt haben“. Das ist eine unbestreitbare Tatsache. Stahl machte aber weiter: „Ja, aber was ist mit den Wissenschaftlern, die sagen, es ist schlimmer denn je?“ Trump forderte sie auf, einen Wissenschaftler namentlich zu benennen, der dies behauptet, aber sie musste einräumen, dass sie um keinen Namen wusste. Trump folgerte: „Sie müssen mir die Wissenschaftler nennen, weil sie eine sehr große politische Agenda haben. (…) Schauen Sie, Wissenschaftler haben auch eine politische Agenda!“

Trumps letzter Punkt traf den Nagel auf den Kopf. Seit den Anfängen des IPCC war dieses eine politische, keine wissenschaftliche Organisation, geleitet und beauftragt von Politikern, ausschließlich die „menschlichen Ursachen“ des Klimawandels zu untersuchen – als ob die Natur, beispielsweise in Gestalt von Sonne, Wolken und ozeanischen Zyklen – beim Klima plötzlich keine Rolle mehr spielen soll. Schon die Namensgebung des IPCC zeigt dies, enthält die Bezeichnung doch den Terminus „regierungsamtlich“ und nicht „wissenschaftlich“. Außerdem ist dessen jüngste „Summary for Policymakers“ im Sinne der Wünsche der Bürokraten nach einer immer stärkeren Einmischung in die Wirtschaft und in das Leben der Menschen abgefasst, nach immer mehr Geldzuflüssen für Regierungsbeamte und für anti-kapitalistische Nichtregierungs-Organisationen. Um dies zu erreichen, wurden im Bericht 2018, wie in jeder Summary zuvor, signifikante wissenschaftliche Unsicherheiten heruntergespielt oder ignoriert hinsichtlich der Ursachen und Folgen der gegenwärtigen Klimawandel-Periode.

Die grundlegendste Hypothese in den Klimamodellen lautet, dass Kohlendioxid und andere Treibhausgase Temperaturänderungen auslösen. Folglich sind die fundamentalen Projektionen der Klimamodelle, dass bei steigenden Treibhausgas-Emissionen auch die Temperatur des Planeten steigen wird. Zahlreiche begutachtete Studien weisen jedoch nach, dass die Klimamodelle die bislang auf der Erde erfolgte Erwärmung durch steigenden Kohlendioxidgehalt drastisch überschätzen. Außerdem haben diese Modelle nicht einmal ansatzweise den nunmehr 18 Jahre dauernden Stillstand bzgl. steigender Temperaturen mitbekommen und wie zuvor schon einmal detailliert gezeigt, hatte der atmosphärische Kohlendioxidgehalt während der letzten 522 Millionen Jahre keine kausale Relation zur Temperatur oder zu Klimabedingungen.

Das Scheitern der IPCC-Temperaturprojektionen, tatsächlich gemessene Temperaturen zu reflektieren, ist ein starker Grund, jedweder anderen Projektion der Organisation nicht zu trauen. Falls das IPCC nicht grundlegende Temperaturmessungen richtig darstellen kann, warum sollte man dann deren Projektionen bzgl. Krankheiten, Dürren, Aussterben von Spezies, Hungersnöte, Überschwemmungen, Hurrikane und Meeresspiegel trauen, vor allem, wenn die Daten der realen Welt zeigen, dass IPCC-Prophezeiungen der Vergangenheit zu diesen Dingen konsistent falsch waren?

Ein in verschiedenen begutachteten Studien genannter Grund für die permanente Übertreibung der IPCC-Temperaturprojektionen ist die Annahme der Klimamodellierer, dass das Erdklima viel empfindlicher auf Änderungen des Treibhausgas-Niveaus reagiert als es tatsächlich der Fall ist. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Modellierer davon ausgehen, dass verschiedene vermeintliche Rückkopplungen im Klimasystem eine Erwärmung verstärken oder vergrößern. Diese Annahmen sind in vielen Fällen nichts weiter als Schätzungen oder einfache Vermutungen.

Ein zweiter wahrscheinlicher Grund für die Diskrepanz zwischen den IPCC-Projektionen und der Realität ist jüngst in einem Audit ans Licht gekommen, mit welchem der australische Forscher John McLean einen der primären Datensätze, nämlich HadCRUT4, unter die Lupe genommen hat. Das IPCC nutzt diesen Datensatz für seine Klimaprojektionen. McLean fand zahlreiche Datenlücken, unglaubwürdige und sogar völlig falsche Daten in dem Datensatz [das EIKE berichtete darüber hier und hier. Im nächsten Absatz folgt eine Kurzdarstellung der übelsten Fehler, der hier nicht noch einmal übersetzt wird. Anm. d. Übers.]

Das Klima der Erde war in der gesamten Erdgeschichte noch nie konstant. Ob die Klimaänderungen der Erde gegenwärtig die Folge menschlicher Einwirkungen sind oder ob sie natürlichen Faktoren oder einer Kombination von beidem geschuldet sind und ob die jüngste moderate Erwärmung im Endeffekt positiv oder negativ für gegenwärtige oder zukünftige Generationen sind, ist alles Gegenstand offener Diskussionen.

Präsident Trump versteht diese Tatsache. Warum versteht das IPCC diese nicht? Kann es sein, wie Trump feststellte, dass Politik einschließlich des Trachtens nach immer mehr Geld und Macht die Motivation des IPCC ist – und nicht die Suche nach Wissen und Wahrheit?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden, denn zu diesem Punkt gibt es keinen „Konsens“.

— H. Sterling Burnett

SOURCES: Breitbart; Jo Nova.com; Robert Boyle Publishing (behind paywall); CBS News

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/trump-points-out-political-agenda-behind-climate-change-activism

Übersetzt von Chris Frey EIKE


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