Fahndungsfoto des BKA
Islamismus & Terror

Sie stufte Anis Amri als »nicht gefährlich« ein: Jutta Porzucek soll Polizeidirektion 1 in Berlin übernehmen

7. Dezember 2018

Die Polizeidirektion 1 in Berlin ist etwa 1.700 Polizisten stark. Demnächst soll diese Direktion von Jutta Porzucek geführt werden. Das ist die Frau, die die Observation von Anis Amri einstellen ließ. Porzucek hatte Amris Gefährlichkeit als nicht besonders hoch eingestuft.

Die Polizeidirektion 1 (Reinickendorf und Pankow) in Berlin mit etwa 1.700 Kräften, bekommt eine neue Chefin. Jutta Porzucek wird in Kürze den derzeitigen Direktor Bernhard Kufka ablösen. Bekanntheit hatte Porzucek bei der Aufklärung des islamisch motivierten Terroranschlags vom 19. Dezmber 2016 durch Anis Amri erlangt. Sie war damals die Chefin der Mordkommission Berlin und unter ihrer Ägide wurde die bis dahin erfolgte Observation von Amri eingestellt. Porzucek begründete ihre Entscheidung damit, dass sie »die Gefährlichkeit des Amri bezüglich eines islamistischen Terroranschlages nicht als hoch eingeschätzt« habe.

Eine fatale Fehleinschätzung, die zwölf Menschen das Leben gekostet hat.

In den Kreisen der Polizei ist Porzucek höchst umstritten. Führende Beamte aus Porzuceks damaliger Behörde hatten der Darstellung ihrer Chefin bei der Aufarbeitung des Anschlags widersprochen. Man sei damals aus Personalmangel gezwungen gewesen, die Observation von Amri einzustellen. Der Senat habe die Personaldecke derart ausgedünnt, dass es keine Leute für weitere Beobachtungen gegeben habe.

Porzucek hat sich entschieden, das Versagen des Senats zu relativieren, hat sich mit den richtigen Seilschaften verknüpft und erntet nun das, was sie gesät hat. Das ist fast schon bezeichnend für Berlin: Wer immer in Verwaltung und Politik so richtig daneben greift – verknüpft in die richtigen Seilschaften -, fällt nach oben.


Quelle: freiewelt.net


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