Islamismus & Terror

Zwei Jahre blutiger Breitscheidplatz – Ein polnisches Terroropfer zieht bittere Bilanz

23. Dezember 2018

Berlin – Die Unfähigkeit zu trauern ist laut Alexander Mitscherlich eine typisch deutsche Eigenschaft. Sie ist von der Nazigeneration zu hundert Prozent auf den linksgrünen Mainstream übergegangen. Wer idiologisch verblendet nicht einmal um die eigenen Mordopfer trauern kann, für die Täter sogar auf die Straße geht und die Kuscheljustiz gegen Kritik verteidigt, hat für ausländische Opfer noch weniger Empathie übrig. Fast zwei Jahre nach dem verheerenden Angriff auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz mit elf Toten, ausgeführt durch den Dschihadisten Anis Amri, hat der polnische Spediteur Ariel Zurawski immer noch keine Entschädigung für seinen gekidnappten und völlig zerstörten LKW erhalten. Zur Trauer um den ermordeten Cousin, dem Fahrer des Lastwagens, kommt die Wut auf ein Land, dass nicht nur den Attentäter gewähren lies, sondern auf skandalöse Weise die Hinterbliebenen abspeiste.

Während eine hohe Berliner Polizeikommissarin für ihr Versagen bei der Überwachung von Amri zur Polizeipräsidentin befördert wurde, wartet Zurawski noch immer auf eine Entschädigungszahlung der Bundesregierung. Vergeblich. 90 000 Euro hat der Verlust des nagelneuen Trucks zu Buche geschlagen und die kleine Firma fast an den Rand des Ruins getrieben. Inzwischen hat er resigniert aufgegeben. In einem Artikel der WELT macht er seiner berechtigten Wut über ein beispielloses Behördenversagen und eine herzlose Bürokratie Luft.

Schäbiges Berlin: Nicht mal die Überführungskosten bezahlt!

Der kaltblütig erschossene Cousin Lukasz Urban wurde nur 37 Jahre alt und hinterließ Frau und Sohn. Spuren in der Kabine deuteten auf einen kurzen heftigen Kampf hin. Kurz nach seiner Ermordung forderten daher 40 000 Deutsche, die noch an Ethik und Moral glaubten, in einer Onlinepetition ein posthumes Bundesverdienstkreuz für den tapferen Polen. Allen Anschein nach vergebens. Dafür kommen andere widerliche Details ans Licht, die seinem Verwandten auch zwei Jahre nach dem islamischen Massaker noch den Magen umdrehen:

„Sehr unfein“ habe sich Berlin ihm gegenüber verhalten. Und das sei noch milde ausgedrückt, berichtet der immer noch trauende Unternehmer der WELT. „Ich trage doch keine Schuld an dem Anschlag“. Er werde vom Nachbarland ungerecht behandelt, und das „nur, weil ich Pole bin“. Nicht einmal die Überführungskosten für den ermordeten Cousin habe die Bundesregierung bezahlt. Das haben die Polen übernommen. Ebenso wie die Beerdigung. Bei dem Begräbnis war sogar Staatspräsident Andrzej Duda zu Gast, während von deutscher Seite kein Landesvertreter kam. Die Familie des Fahrers bekam von Polens Regierung eine Spezialrente bewilligt. Einziger Obolus, des reichen Landes, dass im Vorfeld des Anschlages jämmerlich versagt hat: 10 000 Euro Schmerzensgeld.

„Ich will mich doch nicht bereichern“, betont Zurawski. „Für ein reiches Land wie Deutschland müsste die Entschädigung der Opfer eigentlich Ehrensache sein“.

Wie es um das Ehrgefühl deutscher Bürokraten und linksgrünen Berliner Eliten bestellt ist, konnte man bereits bei der Trauerfeier sehen, als SPD-Bürgermeister Müller zusammen mit bekennenden Islamisten der Terroropfer gedachte. (mopo). Negatives weis auch Zuraswki von den SPD-Opferbeauftragten zu berichten. Unter Edgar Franke tat sich in seinem Fall gar nichts, Kurt Beck half ebenfalls nicht weiter, versuchte allerdings den Verzicht des LKW-Herstellers Scania auf Leasingraten als Verdienst zu verbuchen. Laut dem Spediteur habe der Druck der Medien dies bewirkt.

Wenig würdevoll findet der Pole das Denkmal für die Terroropfer nebst „goldenen Riss“ und Schale. Bei der Gedenkfeier für die Terroropfer im vergangenen Jahr habe er einen Zigarettenstummel darauf liegen sehen. Berichtet er der Zeitung. In diesem Jahr will der Spediteur mit Mitarbeitern und Kollegen mit den Lkws vor den Friedhof fahren und zu Ehren seines ermordeten Cousins laut hupen. (KL)

 


Quelle: JouWatch


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