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Politik

Nannymedien out? Deutsche Ausgabe der Huffington Post stellt ihr Erscheinen ein

13. Januar 2019

Nach mehr als 5 Jahren Hoffen auf den großen Durchbruch und enormen Kosten für die Aufbauarbeit, soll Ende März Schluss sein: Heute hat das Haus BurdaForward bekanntgegeben, dass die deutsche Ausgabe der News-Seite Huffington Post zum 31. März 2019 eingestellt wird.

Damit hat nun auch bei den Onlinemedien das große Sterben der Mainstreampresse begonnen. Während auf der anderen Seite die freien Medien jeden Monate enorme Zuwächse bei Zugriffen und dem Social Impact verzeichnen können.

Kurz nach Gründung der deutschen Ausgabe bin ich selbst bei der Huffington Post als Gastautor eingestiegen, habe die Redaktion und auch den Chefredakteur persönlich als sehr freundliche Menschen kennengelernt. Sehr schnell intensivierte sich die Zusammenarbeit, sodass mir kurze Zeit später auch das Ressort Gay der HuffPost anvertraut war.

Cherno Jobatey für Islam-Appeasement verantwortlich

Aber bereits hier bekam die Freundschaft erste Risse. In einer Telefonkonferenz mit dem damaligen Chefredakteur und dem Herausgeber Cherno Jobatey fiel von letzterem die Bemerkung: Bei der Ausgestaltung des LGBT-Ressorts dürfe auf keinen Fall der Eindruck entstehen, als ob hier „ein katholischer Theologe einen Kreuzzug gegen den Islam führen würde“.

Da ich bereits kurz zuvor als Chefredakteur bei einem Printmagazin wegen „Islamophobie“ entlassen worden war, hielt sich meine Lust, bei der HuffPost weiterzuschreiben, in Grenzen.

Und auch bei der HuffPost zeigte man mir, dass man zwar Artikel zu Themen wie „5 Gründe, warum mir als schwulem Mann das Zwiebelschneiden ohne Tränen in den Augen leichter fällt“, schätzte. Aber sobald einer meiner religionskritischen Beiträge den Islam betraf, wurde dieser erst nach mehrmaligem Nachfragen widerwillig freigeschaltet. Bei aktuellen Themen war das besonders nachteilig.

Aras Bacho ging voran

Als die HuffPost dann ab 2015 voll auf das Programm „Deutschland kann nichts Besseres passieren als offene Grenzen und maximal viele Einwanderer“ umschaltete und eine mehr als zweifelhafte Figur wie Aras Bacho zum Vorzeigeblogger machte, war für mich klar: Nie wieder! Da ich zudem feststellte, dass ich mit meinen Beiträgen auf PP mehr Leser erreichte als mit Publikationen bei der HuffPost, fiel mir dieser Wechsel nicht schwer.

Nach dem Abgang der Heldenfigur Aras Bacho dürfen wir uns nun ab Ende März auch von einem seiner Lieblingsspielplätze verabschieden. Das klingt gut, wenn viele sich auch fragen, ob uns aus dem Haus BurdaForward bald eine ähnliche Nachricht bezüglich des Focus ins Haus flattert – oder besser, wann sie flattert.

Wir sehen: Die Zeiten sind nicht nur schlecht!

 


Dieser Beitrag von David Berger wurde erstveröffentlicht auf dem Blog des Autors www.philosophia-perennis.com


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