Ekla­tante Sprach­pro­bleme bei Ber­liner Poli­zei­an­wärtern! Jetzt gibts ver­ordnete Nachhilfe

Ein mitt­lerer oder höherer Schul­ab­schluss ist Vor­aus­setzung für eine Aus­bildung bei der Polizei, trotzdem wurden immer größere Defizite im Gebrauch der deut­schen Sprache bei Ber­liner Poli­zei­schülern fest­ge­stellt. Jetzt wird mit zusätz­lichem Deutsch­un­ter­richt reagiert.
Ab März dieses Jahres sollen Poli­zei­schüler in Berlin mehr Deutsch­un­ter­richt (drei statt zwei Semester) erhalten, um ver­stärkt aus­ge­machte sprach­liche Defizite aus­zu­gleichen. Das Erschre­ckende daran ist, dass man dieses Problem eigentlich schon zuvor beim Eig­nungstest hätte fest­stellen können. Es lässt Fragen auf­kommen, wie ohne aus­rei­chende Deutsch­kennt­nisse der mittlere oder höhere Schul­ab­schluss geschafft wurde, der Bedingung für die Aus­bildung bei der Polizei ist.
Darüber hinaus wird wieder das Fach Ethik und damit eine grund­le­gende Wer­te­er­ziehung für die Poli­zei­schüler ein­ge­führt. Ferner haben die Schüler künftig weniger Praktika und mehr Theorie. »Mir war es wichtig, dass wir nicht noch länger warten, sondern jetzt mit den Ände­rungen beginnen«, erklärte die Aka­de­mi­e­lei­terin Tanja Knapp. Bislang sahen die Pläne vor, Ver­än­de­rungen erst zum Sep­tember greifen zu lassen, doch der Hand­lungs­bedarf erscheint offen­sichtlich als groß.
Ab März müssen dann alle, die künftig ihre Aus­bildung an der Poli­zei­aka­demie beginnen, einen Deutsch-Ein­stu­fungstest absol­vieren. »Wir wollen früh­zeitig erkennen, wo För­der­bedarf besteht«, sagte Knapp. Es wurden immer wieder zum Teil ekla­tante Schwie­rig­keiten beim Ver­fassen von Texten und in der Aus­sprache fest­ge­stellt. Ebenso wird ein Nach­hol­bedarf bei den sport­lichen Leis­tungen und bei der all­ge­meinen Leis­tungs­be­reit­schaft gesehen.
 


Quelle: FreieWelt.net