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Die profitabelste AWO-Abteilung: Frankfurts SPD

6. Dezember 2019

Noch gibt es einiges zu erklären und auch zu enthüllen in der Affäre um das Arbeitsverhältnis der Ehefrau von Frankfurts linkem SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann beim Sozialkonzern AWO („Arbeiterwohlfahrt“). Und weiterhin zu klären gelten auch die Geschäftspraktiken der aus Steuergeldern massiv finanzierten AWO selbst.

(von Wolfgang Hübner)

Die Informationen, die bislang an die Öffentlichkeit gelangt sind, sind schockierend genug. Schockierend allerdings nur für all jene, die sich noch nicht näher mit den Praktiken der Sozialindustrie in Deutschland befasst haben oder befassen wollten. Eine Gewissheit gibt es aber schon: Die SPD in Frankfurt ist die profitabelste Abteilung der AWO in Mainhattan.

Denn mit dem derzeit so umstrittenen wie provokativ schweigenden Oberbürgermeister Feldmann ist die AWO mit einem langjährigen, stets großzügig geförderten Angestellten im höchsten Amt der Stadt vertreten. Auch die SPD-Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung war bei der AWO beschäftigt. Ferner gehören junge SPD-Stadtverordnete, eine weitsichtige Investition in die Zukunft, zum Personal der AWO; zumindest im Fall einer weiblichen Nachwuchskraft ohne besondere Qualifikationen sogar zum außergewöhnlich gut dotierten Führungspersonal.

Vieles spricht dafür, dass in den nächsten Tagen und Wochen noch mehr über das spezielle Verhältnis SPD/AWO zum Vorschein gebracht werden könnte. Ironie des Schicksals: Ausgerechnet  das wertvollste AWO-Geschöpf im OB-Amt, also Feldmann, ist nun der Auslöser einer kritischen Betrachtung der AWO-Praktiken insgesamt, die zumindest in politischen Kreisen Frankfurts durchaus bekannt waren, aber bislang hingenommen wurden. Deshalb hält sich auch die Empörung bei den SPD-Koalitionspartnern im Römer, CDU und Grünen, in Grenzen. Immerhin verlangen nun unter dem öffentlichen Druck beide Parteien, Feldmann möge sich zu den schweren Vorwürfen endlich äußern, was er Mittwoch wohl – wie auch immer – endlich tun will.

Doch gibt es genügend Politiker bei CDU und Grünen, die beruflich und/oder politisch eng verbandelt sind mit den anderen großen Sozialkonzernen, nämlich der Caritas der katholischen und der Diakonie der evangelischen Amtskirche. All diese Riesen der Sozialindustrie leben finanziell fast ausschließlich von öffentlichen Geldern für den Unterhalt ihrer Einrichtungen, aber auch für den Führungs- und Verwaltungsapparat ihrer Konzerne. Deshalb ist es vor allem für die CDU, in schwächerem Maße für die Grünen, nicht besonders ratsam, allzu sehr auf die AWO einzuprügeln. Denn dort sowie in der SPD kennt man die personellen und finanziellen Verwicklungen der Konkurrenz nur zu genau.

Allerdings ist die Affäre in Frankfurt mittlerweile, nicht zuletzt durch die hervorragende Arbeit von zwei Journalisten, so spektakulär geworden, dass sowohl Feldmann als auch die örtliche AWO unter steigendem Druck stehen. Der linke Feldmann, Spezialität „Kinderarmut“ und „Mieterschutz“,  hat schon jetzt das wertvollste politische Kapital eines Politikers restlos verspielt, nämlich seine Glaubwürdigkeit als Freund der sogenannten „kleinen Leute“.  In dieser selbst angemaßten Rolle ist er nur noch eine totale Fehlbesetzung, in jeder anderen Rolle sowieso.

Spannend ist jetzt nur noch, ob und wann Feldmann zurücktritt. Für die linken und linksextremen Kreise in Frankfurt wäre das ein herber Schlag. Denn sie verlören in dem „Kein Platz für Rechts“-Hetzer ihren besten Förderer und Beschützer. Von der in Frankfurt schwachbrüstigen CDU ist allerdings nicht viel zu erwarten, eher noch von den Grünen, bei denen Feldmann unbeliebt ist. Für das Ansehen und die Realität der kommunalen Demokratie in Frankfurt wäre es verheerend, wenn sich der AWO-Mann im Amt halten könnte. Aber unmöglich ist in der buntesten Stadt Deutschlands schon lang nichts mehr…

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PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.


Ein Beitrag von PI-News.net