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Grüne Windenergie: Tonnenweises Verbrennen giftigen Sondermülls statt Klimaneutralität und Umweltschutz

23. Januar 2020

Sie roden hektarweise Wälder für Windparks, die den Boden zubetonieren, Grundwasserprobleme schaffen, den Boden austrocknen, Insekten, Fledermäuse und Vögel tonnenweise schreddern. Jetzt zeigt sich, dass die Rotorenflügel auch noch ein hoch problematisches Material sind, das kaum recycelt werden kann und daher einfach verbrannt wird. Naturvernichtung, CO2 und giftige Emissionen zuhauf: Das ist grüne Politik.

Die Niedersachsen sind nicht glücklich. 27.000 Windanlagen stehen in dem windreichen Bundesland. Viele davon sind schon ziemlich alt und schlicht schrottreif. Andere fallen aufgrund ihrer Laufzeit aus der EEG-Förderung. Nach zwanzig Jahren ist Schluss mit den Fördergeldern und 2020 bedeutet das für 6.000 Windräder den Abriss. Und das ist nur die erste Marge. Die Windenergie entwickelt sich zum Umweltproblem und ökonomischen Desaster.

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Problem Nummer 1: Die Betonfundamente
Der „Rückbau“ der Betonfundamente, der gesetzlich vorgeschrieben ist, geht richtig ins Geld. 3.000 Tonnen Stahlbeton bis zu zwanzig Meter tief aus dem Boden zu holen ist ein unglaublicher Aufwand an Gerät und Manpower. Allein der Abtransport des Betons ist schon eine Freude für die Anwohner, vom Krach beim Aufstemmen der Mega-Beton-Klötze ganz zu schweigen. So ein Rückbau kann mehr als 100.000 Euro kosten, und das ist nur der Sockel. Die Windkraftbetreiber haben aber in der Regel keine Rücklagen für den Fall des Entfernens der Windanlagen gebildet.

Eine wirtschaftliche Katastrophe bahnt sich in solchen Fällen bei kleineren Gemeinden an, die sich als Einkommensquelle ein paar Windräder auf den Hügel hinterm Dorf haben bauen lassen und selbst Betreiber sind. Die Fördergelder haben dann zwanzig Jahre den Haushalt der Gemeinde aufgepolstert, der Rückbau würde sie aber ruinieren. Da bleibt eigentlich nur die Flucht nach vorn und die Investition in neue Vogelschredder-Mühlen auf den alten Fundamenten und neue Fördergelder.

Das widerspricht zwar den Vorschriften des Baugesetzbuches, das einen kompletten Rückbau samt Fundamenten zwingend vorschreibt, aber wo kein Kläger, da kein Richter. Man wird kaum riskieren wollen, Tausende Gemeinden in den Bankrott zu treiben.

Immerhin werden die 6.000 (in diesem Jahr) abzureißenden Windanlagen den Firmen, die den Rückbau betreiben, die Auftragsbücher füllen. Das wird ein gutes Geschäft für Jahre geben.

(Riesen-)Problem Nummer zwei: Die Rotorflügel
Verbautes Stahl, Kupfer, Stromleitungen und die Motoren der Turbinen stellen kein Problem dar. Das Material ist gut verwertbar. Bei den Rotorblättern sieht es schon anders aus. Die bestehen aus einer fest verklebten Mischung aus Glasfasern, Kohlefasern und Polyester-Harz. So ein Rotorblatt ist ca. 60 Meter lang und muss aufwändig und teuer mit Diamantsägen zerkleinert werden. Ab dem Zeitpunkt, wo solche Windparks stillgelegt werden, könnten jedes Jahr 20.000 Tonnen Rotorblätter anfallen. Bisher werden weltweit (!) jährlich „nur“ 50.000 Tonnen davon entsorgt. Michael Schneider vom Recyclingunternehmen Remondis lässt keine Zweifel:
«Wir laufen auf ein Riesenproblem zu. Es ist kaum möglich, die mit Harz verklebten Fasern wieder zu trennen. Wir kriegen die nicht mehr auseinander.»
Bisher werden die Rotorblätter „energetisch verwertet. Das bedeutet: „Verbrennung“. Die Rückstände des Rotormaterials verstopfen aber die Filter der Verbrennungsanlagen und können nur in kleinen Chargen dem Brennmaterial zugesetzt werden. Von der CO2-Emission ganz zu schweigen.

Selbst spezialisierte Recyclingbetriebe müssen sich jetzt etwas einfallen lassen, um mit diesem hochproblematischen Sondermüll in diesen Massen fertig zu werden. Auch die Recyclingfirma NeoComp, die mit dem GreenTech Award ausgezeichnet wurde, sieht sich da vor Herausforderungen. Immerhin haben sie ein Verfahren entwickelt, wie man die Glasfaserverbundstoffe der Rotoren in winzige Teile zerlegen kann, die in der Zementindustrie als Ersatz für Sand verwendet werden können. Bei den in Zukunft anfallenden Mengen wird das dennoch kaum zu bewältigen sein.

Was mit den Glasfaser-Rotorblättern noch möglich ist, kann selbst NeoComp mit den kohlefaserverstärkten Kunststoffen nicht mehr leisten. Das Problem ist die elektrische Leitfähigkeit der Kohlefasern in dem Verbundmaterial. Da fallen die Filter der Verbrennungsanlagen aus.
Nur ein kleiner Betrieb, der sich auf solche Problemfälle spezialisiert hat, die Firma CFK Valley, kann zurzeit kleine Mengen dieser kohlenstoffhaltigen Materialien verbrennen. 20.000 Tonnen pro Jahr sind da ein Ding der Unmöglichkeit.

Diese 20.000 Tonnen Hochproblem-Müll fallen zwar JETZT an, aber die Technologie sie zu recyceln gibt es noch nicht. Das Umweltbundesamt will jetzt erst überhaupt die Recycling-Forschung intensivieren und Lösungen finden. Soviel zur Kompetenz der Politik der Energiewende und Klimaneutralität.

Die Kosten explodieren
Das Ganze ist nicht zuletzt auch eine Frage der Kosten. Während Materialien aus Metall noch einen gewissen Profit erbringen – zwischen 200 und 500 € pro Tonne, wobei Kupfer sehr wertvoll ist und derzeit 6.000 – 8.000 € pro Tonne erzielt, muss für das Recycling der Glasfaser-Verbundmaterial-Rotorflügel noch kräftig draufgezahlt werden. Das liegt bei 200 € pro Tonne. Bei 20.000 Tonnen sind das 4.000.000 € (vier Millionen Euro). Bei den Kohlefaser-Rotorflügeln schätzen Experten die Kosten auf 1.200 € pro Tonne. Wenn nur 5.000 Tonnen solcher Flügel in 2020 recycelt werden, kommt da eine Summe von 6.000.000 € zusammen. Wer bezahlt das?

Die wahren Kosten eines Windrades sind also weit höher als angenommen. Was sich in Zukunft auf den Strompreis auswirken wird. Und das wird die „Energie-Armut“ in Deutschland bis in die Mittelstandsfamilien tragen. Die Deutschen werden möglicherweise die welthöchsten Strompreise bezahlen – oder eben nicht mehr bezahlen können.

Denn irgendjemand muss die Zeche ja bezahlen. Zurzeit stehen die Betreiber der Windanlagen in der Verantwortung. Auf Gemeinden, die sich ein paar Windräder zugelegt haben, kommt also nicht nur der Rückbau der Betonfundamente zu, sondern auch die Recyclingkosten der Rotorflügel. Man muss nicht allzu viel Fantasie aufbringen um zu ahnen, dass wahrscheinlich viele Rotorenflügel einfach irgendwie „kleingemacht“ und illegal verbrannt werden. Die Kohlefaserflügel brennen sicher besonders gut. Was das noch mit klimaneutraler Energiewirtschaft zu tun hat, darf sich jeder selbst überlegen, von den giftigen Gasen beim Verbrennen des Kunstharzes der Flügel abgesehen.

Natürlich hat die Politik eine ganz geniale Idee hierzu. Petra Weißhaupt vom Umweltbundesamt findet, die Rückbaukosten könnten doch die Hersteller tragen. Dass man damit nur bewirkt, dass es kaum noch Unternehmen in Deutschland geben wird, die solche Rotorenflügel herstellt, darauf kommen sie nicht. Die Branche steckt sowieso tief in der Krise.

Ist aber eh egal, denn die Produktion dieser Verbundmaterialien erfordert sehr viel Energie. Die teuren Maschinen, die das Zeug zu stabilen 60 Meter langen Windradflügeln zusammenbacken, verbrauchen Unmengen Strom. Wenn wir in Deutschland dank der Energiewende aber keinen garantierten, grundlastfähigen Energielieferanten haben, müssen diese Hersteller ins Ausland ausweichen, wo es noch zuverlässigen Strom in Massen gibt. Wenn ein Stromausfall länger als zwei Stunden dauert, sind diese teuren Maschinen nämlich „nur noch Schrott“.

Die Wale stranden und verrecken an den Küsten, weil die Windmühlen mit ihren Vibrationen den Orientierungssinn der Tiere stören. Der Meeresboden und seine Flora und Fauna werden durch die Betonsockel stark geschädigt. Zu Wasser und zu Land wird das Luftgetier zerfetzt. Wälder werden gerodet, Natur zerstört, Naturlandschaften zubetoniert. Der Strom wird unsicher und unbezahlbar. Die Industrien wandern teilweise ab. Die Unternehmen, die noch da sind, kämpfen gegen hohe Strompreise, Umweltauflagen und CO2-Emissionskosten an. Jeden Monat setzen sie Tausende Arbeitnehmer auf die Straße. Die Menschen verarmen und werden an jeder Ecke mit Verboten und Auflagen gegängelt. Städte verbieten Dieselautos. E-Autos sind unerschwinglich, feuergefährlich und unpraktikabel. Fliegen ist unmoralisch. Selbst Holzöfen sind bald ein teures Riesenproblem.
Das ist grüne Politik.