Wirtschaft & Finanzen

Tatsächlich: EZB plant weitere 600 Milliarden Euro für Corona-Anleihen

12. Juni 2020

Es war befürchtet worden und ist nun eingetreten: Insgesamt ist das Anleihe-Ankauf-Paket im Rahmen des Corona-Wiederaufbau-Programms der EZB auf nun 1,35 Billionen Euro angehoben worden.

Erst hatten Angela Merkel und Emmanuel Macron von rund 500 Milliarden Euro gesprochen. Dann setzte die EU noch einen drauf: Ursula von der Leyen sprach von 750 Milliarden Euro. Doch auch das würde nicht ausreichen, befürchteten Experten und sagte weitere Aufstockungen des EZB-Anleihe-Aufkauf-Programms im Rahmen des PEPP (»Pandemic Emergency Purchase Program«) voraus.

Das was befürchtet wurde, ist nun eingetreten: Die Europäische Zentralbank EZB hat ihr Anleihe-Aufkauf-Programm um weitere 600 Milliarden Euro erhöht [siehe Bericht »Tagessschau.de«]. Damit ist das Aufkaufprogramm nun bei insgesamt 1,35 Billionen Euro angekommen. Der Nullzins bleibt weiterhin bestehen.

Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte bereits vor einem Monat erklärt, man könne bis Ende des Jahres mehr als eine Billion Euro einsetzen.

Wie die »Welt« schreibt, haben viele Experten die Aufstockung auch als Statement in Richtung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gewertet. Diese hatte im Mai geurteilt, »dass die EZB mit ihrem regulären Anleihekaufprogramm APP möglicherweise ihr Mandat überschreitet, weil sie die Verhältnismäßigkeit der Käufe nicht ausreichend herausstellt«, heißt es in der »Welt«.

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Quelle: freiewelt.net