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München – Katastrophale Bilanz nach 1 Woche Maskenpflicht in Fußgängerzone – Deutschland blutet aus (+Video)

6. Oktober 2020

Selbst, wenn man nicht glauben möchte, dass die Politik die Wirtschaft vor die Wand fahren will, es kommen selbst braven Schafen langsam Zweifel. Autoindustrie, Hotel- und Gaststättengewerbe, die drohende Insolvenzwelle durch den Lockdown … und nun eine Woche strenge Maskenpflicht unter freiem Himmel in der Münchner Ladenmeile. Die Händler machen Kassensturz und stellen fest: Es ist eine Katastrophe.

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Der Grund: „Der Sieben-Tage-Inzidenzwert“ (das sind die „Neuinfektionen“ pro 100.000 Einwohnern). Dieser war über 50 gestiegen. Natürlich waren es nicht echte Neuinfektionen, sondern zum allergrößten Teil die wohlbekannten positiven PCR-Tests. Von den positiv Getesteten wiederum ist nur ein sehr kleiner Teil wirklich erkrankt. Die Zahl der echt Kranken und Corona-Toten ist minimal. Aber: Die Altstadtfußgängerzone durfte nur mit Mund-Nasen-Bedeckung (vulgo „Maske“, im Volksmund auch gern „Maulkorb“ oder „Goschnfetzn“ genannt) betreten werden, sonst gab‘s saftige Strafen. Und so waren in der vergangenen, eigentlich teilweise warmen und sonnigen Woche, die durchaus zum Flanieren und Shoppen eingeladen hätte, die Ladenmeilen Münchens fast leer. Ob Stachus, Altstadt Fußgängerzone am Marienplatz, Sendlinger Straße, hinterm Sendlinger Tor oder am Viktualienmarkt, bis Donnerstag ging nix ohne den verhassten Goschnfetzn.

Das verhagelte Münchnern, wie auch Touristen, restlos die Kauflaune. Die Maskenpflicht trat in Kraft und die Kunden blieben daheim. Seit dem gestrigen Montag ist die Maskenpflicht im Freien wieder aufgehoben, aber der Schaden für die Geschäftsleute ist nicht wieder gutzumachen. Auch die gezählten Passantenzahlen, die die Vereinigung der Innenstadthändler „City Partner“ hat vornehmen lassen, belegen das. Es waren 75 % weniger Besucher zwischen dem 24. September und dem 1. Oktober, als im Vorjahr zur selben Zeit! Die Münchner „tz“ berichtet sogar, dass am Freitag, den 2. Oktober noch weniger Menschen in die Innenstadt kamen, als am Sonntag, an dem die Geschäfte geschlossen waren. Das gab‘s noch nie.

Diese verschärfte Maßnahme hat alles zunichte gemacht, was gerade vorsichtig wieder angefangen hatte. Am 19. September, dem ersten Wies’n-Samstag schien es wieder aufwärts zu gehen, die Stimmung war gut, die Geschäftsleute hofften auf spürbare Besserung. Sogar einige Touristen, die trotz Wies‘n-Lockdown gekommen waren, gingen in der Innenstadt Shoppen.

Doch die Hoffnung starb einen jähen Tod, als OB Dieter Reiter (SPD) die Maskenpflicht in der Innenstadt verhängte. Schon zwei Tage vorher dünnte sich der Kundenverkehr deutlich aus. Manche Geschäftsleute machten in dieser Maskenzeit 80-90% Minus im Vergleich zum Vorjahr. Viele Ladenbetreiber sagen, dass sie so viel Verlust gemacht haben, dass sie eigentlich Personal entlassen müssten.

Es ist bekannt, dass die Innenstädte allenthalben einen langsamen Tod sterben. Da wird der Schrei nach Staatsgeldern zur Rettung der Innenstädte nichts nutzen. Das Problem liegt tiefer. „Corona“ und die überzogenen Maßnahmen legen die wahren Probleme nur offen.

Die Politik hat nämlich schon sehr viel früher angefangen, die Bürger auszupressen und die Wirtschaft zu erwürgen, nicht erst seit „Corona“. Die Einkommen der Bürger sind spürbar gesunken. Wir haben jetzt etwa 10 Millionen Kurzarbeiter, die nur noch einen Teil ihres Gehaltes bekommen. Davon lässt es sich nicht entspannt Shoppen gehen. Leider werden viele davon in die Arbeitslosigkeit fallen. Auch das steigert weder die Kauflaune noch das Einkaufsvergnügen. Mittlerweile ist die Einkommenssituation für viele Deutsche „prekär“ geworden. Fast sieben Millionen Deutsche sind überschuldet. Aber meistens nicht, weil sie über ihre Verhältnisse leben, sondern weil es einfach nicht mehr reicht.

Klimapanik und Benachteiligung der mittelständischen Unternehmen führte schon vor „Corona“ zu einem Niedergang der Autoindustrie und unzähliger Zulieferer. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht in den Medien lesen, wie viele Tausend Arbeitsplätze hier und da abgebaut werden. Arbeitslose können keine Steuern zahlen, sondern müssen von den Steuerzahlern versorgt werden, die aber durch Kurzarbeit und Kündigungen ständig weniger und weniger werden.

Die Deutschen verarmen seit längerem schon: Sie verdienen nur durchschnittlich 1.869 Euro netto. Aber man tut so, als sei Deutschland ja so reich und Deutschland mit seiner „schwarzen Null“ unter der Haushaltsbilanz doch prima gestellt. Die NZZ schreibt dazu:

„Die «schwarze Null» wurde auf Kosten der Bürger erreicht. Erstens, weil die Nullzinspolitik die Schuldenlast von Bund, Ländern und Gemeinden stark gedrückt hat, derweil der kleine Sparer insgeheim enteignet wurde. Und zweitens, weil den Bürgern Steuer- und Abgabensenkungen vorenthalten wurden, als dies dank sprudelnden Einnahmen (2019 fast 800 Milliarden Euro) möglich gewesen wäre.
(…) Im angeblich so «reichen Deutschland» sieht man nun viel Nacktheit: Von zig Tausenden Solo-Selbständigen über den Kleinunternehmer bis zum Großkonzern hat ein Run auf staatliche Hilfsgelder und Kredite ohne Bonitätsprüfung eingesetzt. Wenn die selbsterklärten Existenznöte berechtigt sind, so zeigt dies vor allem, wie dünn der Firnis des Wohlstands zwischen Flensburg und Konstanz in Wahrheit ist. Zwei Wochen Umsatzeinbruch und drohender Verdienstausfall genügen, schon schnellt die Zahl der Anträge auf «unbürokratische Soforthilfen», Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld nach oben.
(…) Denn das deutsche Job-Wunder wurde vor allem mit Billiglöhnern erkauft. Deshalb errechnet der Weltwohlstandsbericht der Credit Suisse für 2019 für die Deutschen ein Netto-Medianeinkommen von gerade einmal 1.869 Euro. 41 Prozent der Deutschen hätten mit weniger als 10.000 Dollar kein nennenswertes Vermögen.“

Außerdem, analysiert die NZZ, präsentiere sich Deutschland – konkret: die deutsche Regierung – immer als Leuchtturm im europäischen „Zusammenwachsen“. Und immer wieder macht Deutschland die größten Beitragszahlungen und übernimmt große Teile der Haftungen. Doch in Wirklichkeit, so schreibt die NZZ, fehlen zu vielen Bürgern und Unternehmen die Reserven.

Auf diesem Hintergrund ist das Agieren der Politik mit den Anti-Corona-Maßnahmen geradezu unglaublich brutal. Damit wird noch die letzte Luft abgewürgt. Selbst der Umsichtigste und Fleißigste kann da nicht mehr auf ein noch so kleines, grünes Zweiglein kommen. Der Tod der Innenstädte ist nur ein Symptom (von vielen) eines ausblutenden Volkes. Entweder ist die Politik zu dumm, das zu sehen oder es ist gewollt.