Symbolbild

München – Kata­stro­phale Bilanz nach 1 Woche Mas­ken­pflicht in Fuß­gän­gerzone – Deutschland blutet aus (+Video)

Selbst, wenn man nicht glauben möchte, dass die Politik die Wirt­schaft vor die Wand fahren will, es kommen selbst braven Schafen langsam Zweifel. Auto­in­dustrie, Hotel- und Gast­stät­ten­ge­werbe, die dro­hende Insol­venz­welle durch den Lockdown … und nun eine Woche strenge Mas­ken­pflicht unter freiem Himmel in der Münchner Laden­meile. Die Händler machen Kas­sen­sturz und stellen fest: Es ist eine Katastrophe.

Hier bestellen!

Der Grund: „Der Sieben-Tage-Inzi­denzwert“ (das sind die „Neu­in­fek­tionen“ pro 100.000 Ein­wohnern). Dieser war über 50 gestiegen. Natürlich waren es nicht echte Neu­in­fek­tionen, sondern zum aller­größten Teil die wohl­be­kannten posi­tiven PCR-Tests. Von den positiv Getes­teten wie­derum ist nur ein sehr kleiner Teil wirklich erkrankt. Die Zahl der echt Kranken und Corona-Toten ist minimal. Aber: Die Alt­stadt­fuß­gän­gerzone durfte nur mit Mund-Nasen-Bede­ckung (vulgo „Maske“, im Volksmund auch gern „Maulkorb“ oder „Goschn­fetzn“ genannt) betreten werden, sonst gab‘s saftige Strafen. Und so waren in der ver­gan­genen, eigentlich teil­weise warmen und son­nigen Woche, die durchaus zum Fla­nieren und Shoppen ein­ge­laden hätte, die Laden­meilen Mün­chens fast leer. Ob Stachus, Alt­stadt Fuß­gän­gerzone am Mari­en­platz, Send­linger Straße, hinterm Send­linger Tor oder am Vik­tua­li­en­markt, bis Don­nerstag ging nix ohne den ver­hassten Goschnfetzn.

Das ver­ha­gelte Münchnern, wie auch Tou­risten, restlos die Kauf­laune. Die Mas­ken­pflicht trat in Kraft und die Kunden blieben daheim. Seit dem gest­rigen Montag ist die Mas­ken­pflicht im Freien wieder auf­ge­hoben, aber der Schaden für die Geschäfts­leute ist nicht wieder gut­zu­machen. Auch die gezählten Pas­san­ten­zahlen, die die Ver­ei­nigung der Innen­stadt­händler „City Partner“ hat vor­nehmen lassen, belegen das. Es waren 75 % weniger Besucher zwi­schen dem 24. Sep­tember und dem 1. Oktober, als im Vorjahr zur selben Zeit! Die Münchner „tz“ berichtet sogar, dass am Freitag, den 2. Oktober noch weniger Men­schen in die Innen­stadt kamen, als am Sonntag, an dem die Geschäfte geschlossen waren. Das gab‘s noch nie.

Diese ver­schärfte Maß­nahme hat alles zunichte gemacht, was gerade vor­sichtig wieder ange­fangen hatte. Am 19. Sep­tember, dem ersten Wies’n‑Samstag schien es wieder auf­wärts zu gehen, die Stimmung war gut, die Geschäfts­leute hofften auf spürbare Bes­serung. Sogar einige Tou­risten, die trotz Wies‘n‑Lockdown gekommen waren, gingen in der Innen­stadt Shoppen.

Doch die Hoffnung starb einen jähen Tod, als OB Dieter Reiter (SPD) die Mas­ken­pflicht in der Innen­stadt ver­hängte. Schon zwei Tage vorher dünnte sich der Kun­den­verkehr deutlich aus. Manche Geschäfts­leute machten in dieser Mas­kenzeit 80–90% Minus im Ver­gleich zum Vorjahr. Viele Laden­be­treiber sagen, dass sie so viel Verlust gemacht haben, dass sie eigentlich Per­sonal ent­lassen müssten.

Es ist bekannt, dass die Innen­städte allent­halben einen lang­samen Tod sterben. Da wird der Schrei nach Staats­geldern zur Rettung der Innen­städte nichts nutzen. Das Problem liegt tiefer. „Corona“ und die über­zo­genen Maß­nahmen legen die wahren Pro­bleme nur offen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzep­tieren Sie die Daten­schutz­er­klärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Politik hat nämlich schon sehr viel früher ange­fangen, die Bürger aus­zu­pressen und die Wirt­schaft zu erwürgen, nicht erst seit „Corona“. Die Ein­kommen der Bürger sind spürbar gesunken. Wir haben jetzt etwa 10 Mil­lionen Kurz­ar­beiter, die nur noch einen Teil ihres Gehaltes bekommen. Davon lässt es sich nicht ent­spannt Shoppen gehen. Leider werden viele davon in die Arbeits­lo­sigkeit fallen. Auch das steigert weder die Kauf­laune noch das Ein­kaufs­ver­gnügen. Mitt­ler­weile ist die Ein­kom­mens­si­tuation für viele Deutsche „prekär“ geworden. Fast sieben Mil­lionen Deutsche sind über­schuldet. Aber meistens nicht, weil sie über ihre Ver­hält­nisse leben, sondern weil es einfach nicht mehr reicht.

Kli­ma­panik und Benach­tei­ligung der mit­tel­stän­di­schen Unter­nehmen führte schon vor „Corona“ zu einem Nie­dergang der Auto­in­dustrie und unzäh­liger Zulie­ferer. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht in den Medien lesen, wie viele Tausend Arbeits­plätze hier und da abgebaut werden. Arbeitslose können keine Steuern zahlen, sondern müssen von den Steu­er­zahlern ver­sorgt werden, die aber durch Kurz­arbeit und Kün­di­gungen ständig weniger und weniger werden.

Die Deut­schen ver­armen seit län­gerem schon: Sie ver­dienen nur durch­schnittlich 1.869 Euro netto. Aber man tut so, als sei Deutschland ja so reich und Deutschland mit seiner „schwarzen Null“ unter der Haus­halts­bilanz doch prima gestellt. Die NZZ schreibt dazu:

„Die «schwarze Null» wurde auf Kosten der Bürger erreicht. Erstens, weil die Null­zins­po­litik die Schul­denlast von Bund, Ländern und Gemeinden stark gedrückt hat, derweil der kleine Sparer ins­geheim ent­eignet wurde. Und zweitens, weil den Bürgern Steuer- und Abga­ben­sen­kungen vor­ent­halten wurden, als dies dank spru­delnden Ein­nahmen (2019 fast 800 Mil­li­arden Euro) möglich gewesen wäre.
(…) Im angeblich so «reichen Deutschland» sieht man nun viel Nacktheit: Von zig Tau­senden Solo-Selb­stän­digen über den Klein­un­ter­nehmer bis zum Groß­konzern hat ein Run auf staat­liche Hilfs­gelder und Kredite ohne Boni­täts­prüfung ein­ge­setzt. Wenn die selbst­er­klärten Exis­tenznöte berechtigt sind, so zeigt dies vor allem, wie dünn der Firnis des Wohl­stands zwi­schen Flensburg und Kon­stanz in Wahrheit ist. Zwei Wochen Umsatz­ein­bruch und dro­hender Ver­dienst­ausfall genügen, schon schnellt die Zahl der Anträge auf «unbü­ro­kra­tische Sofort­hilfen», Kurz­ar­beiter- und Arbeits­lo­sengeld nach oben.
(…) Denn das deutsche Job-Wunder wurde vor allem mit Bil­lig­löhnern erkauft. Deshalb errechnet der Welt­wohl­stands­be­richt der Credit Suisse für 2019 für die Deut­schen ein Netto-Medi­an­ein­kommen von gerade einmal 1.869 Euro. 41 Prozent der Deut­schen hätten mit weniger als 10.000 Dollar kein nen­nens­wertes Vermögen.“

Außerdem, ana­ly­siert die NZZ, prä­sen­tiere sich Deutschland — konkret: die deutsche Regierung — immer als Leuchtturm im euro­päi­schen „Zusam­men­wachsen“. Und immer wieder macht Deutschland die größten Bei­trags­zah­lungen und über­nimmt große Teile der Haf­tungen. Doch in Wirk­lichkeit, so schreibt die NZZ, fehlen zu vielen Bürgern und Unter­nehmen die Reserven.

Auf diesem Hin­ter­grund ist das Agieren der Politik mit den Anti-Corona-Maß­nahmen geradezu unglaublich brutal. Damit wird noch die letzte Luft abge­würgt. Selbst der Umsich­tigste und Flei­ßigste kann da nicht mehr auf ein noch so kleines, grünes Zweiglein kommen. Der Tod der Innen­städte ist nur ein Symptom (von vielen) eines aus­blu­tenden Volkes. Ent­weder ist die Politik zu dumm, das zu sehen oder es ist gewollt.