Chinas Geheim­nisse der Gesichts­er­kennung und Über­wa­chung in großem Umfang durch­ge­si­ckert (+Videos)

In China findet eine Säu­be­rungs­welle gegen Reli­gi­ons­ge­mein­schaften statt. Nachdem ein unab­hän­giges Tri­bunal fest­stellte, dass die Tötung von Häft­lingen in China wegen Organ­trans­plan­ta­tionen anhält, und dass zu den Opfern inhaf­tierte Anhänger der ver­folgten Falun-Gong-Bewegung gehören und nachdem auf­ge­deckt wurde, dass ein grau­samer Völ­kermord an den Uiguren statt­findet, Zwangs­ab­treibung, Ste­ri­li­sation und Kon­zen­tra­ti­ons­lager inklusive, wurde jetzt auch die voll­komme Über­wa­chung der Tujia- und Miao-Stämme aufgedeckt.

Ähnlich wie die Uiguren und Tibeter werden die Tujia- und Miao-Stämme als eth­nische Min­der­hei­ten­gruppen bezeichnet. Sie sind streng christlich und darum seit langem durch die chi­ne­sische Regierung ver­folgt. Obwohl in China Christen ver­folgt  und ver­haftet werden, Kreuze abge­rissen, ganze Kirchen zer­stört und dem Erd­boden gleich­ge­macht werden, hat Papst Fran­ziskus trotz Protest die diplo­ma­ti­schen Bezie­hungen zwi­schen Peking und dem Hei­ligen Stuhl erneuert und die acht chi­ne­si­schen Bischöfe, die von Peking ohne seine Zustimmung ernannt worden waren, aner­kannt. Der Vatikan ist Taiwans ein­ziger diplo­ma­ti­scher Partner in Europa und es wird befürchtete, dass China das Ende der Beziehung zu Taiwan fordern wird. Mehr als 400 Orga­ni­sa­tionen der Zivil­ge­sell­schaft aus mehr als 60 Ländern  haben bereits ihre tiefe Besorgnis über Miss­bräuche der chi­ne­si­schen Regierung geäußert und warnten vor Chinas mas­siven Men­schen­rechts­ver­let­zungen in Hongkong, Tibet und Xin­jiang und Angriffen auf Rechts­ver­tei­diger, Jour­na­listen, Anwälte und Regie­rungs­kri­tiker im ganzen Land. Jetzt ist Chinas Geheim­nisse der Gesichts­er­ken­nungs- und Über­wa­chung in großem Umfang durch­ge­si­ckert. Die chi­ne­sische Regierung ver­folgt die Iden­tität jedes Bürgers – auch der Kinder – bei der Ankunft und beim Ver­lassen ihrer Häuser. Sie ver­wandeln die Häuser der Men­schen in Gefängnisse.

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Über­wa­chungs­wahnsinn China!

Dass China alle seine Bürger durch eine gezielte Über­wa­chung anhand eines Punkt­systems klas­si­fi­ziert, darüber haben wir bereits berichtet. Das „social credit“-System, das erstmals 2014 ange­kündigt wurde, wird bereits ange­wendet. Ist ein Chinese plötzlich ver­schwunden, ist es durchaus möglich, dass dieser sich in einem der vielen chi­ne­si­schen „Umer­zie­hungs­lager“ befindet. Sollten Sie sich gefragt haben, warum die Pro­tes­tie­renden in Hong Kong gegen ein Aus­lie­fe­rungs­gesetz nach China sind, so sollte damit diese Frage beant­wortet sein. Alle, die in Hong Kong pro­tes­tieren, werden nie im Ranking vorne dabei sein, und sind sie erst einmal auf chi­ne­si­schem Festland, wartet sicher ein Umer­zie­hungs­lager auf sie, wie schon auf Mil­lionen Men­schen vor ihnen. China macht daraus auch kein Geheimnis. Als hätte die chi­ne­sische Regierung die Anleitung aus George Orwells Roman „1984“ umge­setzt, so die Beschreibung bei der Ein­führung des Sozi­al­re­gisters. Denn „Ver­trauen zu bewahren ist herrlich und Ver­trauen zu brechen ist eine Schande“, so die chi­ne­sische Regierung im Regie­rungsplan, „wir ent­scheiden, ob du ein guter oder ein schlechter Mensch bist.“

Das Punk­te­system ent­scheidet darüber, ob ein Mensch in China einen Job bekommt, wen man ken­nen­lernen soll und wen nicht. Es ent­scheidet sogar darüber, ob man das Land ver­lassen darf oder ob die Kinder stu­dieren können oder nicht. Genau so ein Punk­te­system wird in China umgesetzt.

Nicht nur durch die Sozialen Medien oder über Smart­phones über­wacht die chi­ne­sische Regierung ihre Bürger, sondern auch durch hun­derte Mil­lionen Kameras mit  Gesichts­er­kennung, Bodyscanner und Geo-Tracking.

Siehe: Über­wa­chungs­wahnsinn China! Punk­te­system, Umer­zie­hungs­lager incl. – China is spying us!

Wer nicht Freund – der ist Feind!

Kritik an dem Beschluss zum Sicher­heits­gesetz in Hongkong, Taiwan, dem Süd­chi­ne­si­schen Meer oder die Nähe zu WHO sind nicht erwünscht und China ver­sucht, sie zu unter­drücken. Unter dem Motto, wer nicht Freund ist, der ist Feind, setzt China nicht nur die eigenen Beamten unter Druck, sondern auch Länder weltweit. Um zu ver­hindern, dass China in Kritik gerät, nutzt China nicht nur die Medien, sondern auch die Social-Media-Kanäle und ver­sucht, die poli­ti­schen Füh­rungen west­licher Länder zu diskreditieren.

Doch viele Länder lassen sich nicht mehr unter Druck setzen und haben China auch wegen Hongkong und der Behandlung von der uigu­ri­schen Muslime kri­ti­siert. Die Erklärung des Men­schen­rechts­rates zu der Men­schen­rechts­si­tuation in China wurde auch von Japan, Neu­seeland und einer Reihe euro­päi­scher Länder Anfang Juli 2020 unter­zeichnet. Die For­derung nach einer „drin­genden“ Unter­su­chung der Men­schen­rechts­si­tuation in China, ins­be­sondere für Min­der­heiten, wächst. Am 6. Oktober 2020 wie­der­holten 39 Staaten diese For­de­rungen in einer gemein­samen Erklärung bei den Ver­einten Nationen, in der tiefe Besorgnis über Miss­bräuche der chi­ne­si­schen Regierung geäußert wurde. Human Rights Watch hat auch Chinas sys­te­ma­tische Ver­suche doku­men­tiert, die Men­schen­rechts­me­cha­nismen der Ver­einten Nationen zu untergraben.

„Wir sind zutiefst besorgt über die Men­schen­rechts­si­tuation in Xin­jiang und die jüngsten Ent­wick­lungen in Hongkong“, sagte der deutsche Bot­schafter Christoph Heusgen in einer Erklärung im Namen der Gruppe vor dem Dritten Aus­schuss der Gene­ral­ver­sammlung der Ver­einten Nationen . „Wir fordern China auf, die Men­schen­rechte zu respek­tieren.“ Zu den Befür­wortern der von Deutschland geführten Erklärung zählen Groß­bri­tannien, Kanada, die Ver­ei­nigten Staaten, viele Mit­glied­staaten der Euro­päi­schen Union, Albanien, Bosnien-Her­ze­gowina, Haiti, Hon­duras, Palau und die Marshallinseln.

Gesichts­er­ken­nungs- und Überwachung

Im äußersten Westen Chinas haben die Behörden einen digi­talen Poli­zei­staat ein­ge­führt, in dem Gesichts­er­ken­nungs­scanner und Über­wa­chungs­ka­meras jede ihrer Bewe­gungen ver­folgen und Tau­sende von Mus­limen ohne Gerichts­ver­fahren in Umer­zie­hungs­lagern ver­schwinden. Niemand weiß, was mit dem uigu­ri­schen Stu­denten pas­siert ist, nachdem er aus Ägypten nach China zurück­ge­kehrt und von der Polizei weg­ge­bracht wurde. Nicht seine Nachbarn, nicht seine Klas­sen­ka­me­raden, nicht seine Mutter, so ein Bericht aus 2017. 

Und 2018 stellte eine lange, ein­ge­hende Unter­su­chung der Ver­wendung von Gesichts­er­ken­nungs- und anderer Über­wa­chungs­software in China fest. Der Umfang der Ope­ration ist atem­be­raubend. Selbst Orwell hätte sich so etwas nie vor­stellen können, so die Financial Times.

Auf der China Public Security Expo in Shenzhen haben Besucher die Gesichts­er­ken­nungs­tech­no­logie ausprobiert

Die Idee der stän­digen Über­wa­chung ist in China nicht bei­spiellos. In der Tat geht der Name des 2020-Pro­jekts der Regierung –  Xue­liang oder „scharfe Augen“ – auf den Slogan der kom­mu­nis­ti­schen Partei zurück. „Die Men­schen haben scharfe Augen“, der auf den tota­li­tären Trick ver­weist, Nachbarn zu ermu­tigen, ihre Nachbarn aus­zu­spio­nieren.  Unter Mao Zedong wurden Städte in Gitter sozia­lis­ti­scher Arbeits­ein­heiten auf­ge­teilt, in denen der Zugang zu Rationen, Wohnraum und anderen Leis­tungen von lokalen Spionen erzwungen wurde, die von ihren Nachbarn eigen­sin­niges Ver­halten berich­teten. Dieses System der sozialen Kon­trolle war wie­derum auf einem Modell der kom­mu­nalen Selbst­kon­trolle auf­gebaut, das Jahr­hun­derte zuvor während der Song-Dynastie ein­ge­führt worden war.
Heute wurde das Netz­system wie­der­belebt und mit einem umfang­reichen Netzwerk von Frei­wil­ligen- und Teilzeit-Aus­gu­ckern besetzt. In unru­hi­geren Regionen wie  Xin­jiang und Tibet befinden sich bewaffnete Poli­zei­stände an Stra­ßen­ecken. Laut staat­lichen Medien patrouil­lieren in Peking rund 850.000 „Infor­manten“ auf den Straßen. Die Erneuerung dieser Taktik der alten Schule ist eine bewusste Ent­scheidung: Die Regierung weiß, dass die Über­wa­chungs­tech­no­logie zwar rasch vor­an­schreitet, aber alles andere als perfekt ist.

Cheetah Mobile ist ein chi­ne­si­sches Unter­nehmen, dessen Gesichts­er­ken­nungs­au­tomat der Toch­ter­ge­sell­schaft  bei einem von Microsoft Research gespon­serten inter­na­tio­nalen Gesichts­er­ken­nungstest die höchste Punktzahl erzielt hat.

Die Polizei in Zhengzhou trägt  eine KI-gesteuerte Smart-Brille mit Gesichtserkennungsfunktion

Die auf­dring­liche Gesichts­er­kennung ist nur eines der Instru­mente, mit denen die Behörden die Bewohner über­wachen.  Bereits 2017 wurde die Polizei ange­wiesen,  DNA-Tupfer , Iris-Scans und Blut­un­ter­su­chungen mit einer spe­ziell ent­wi­ckelten mobilen App und Gesund­heits­checks durch­zu­führen, um eine regionale bio­me­trische Datenbank auf­zu­bauen, so die Financial Times.  Neben dem Einsatz in der Straf­ver­folgung wird die AI-gestützte Über­wa­chung auch als Instrument für die Industrie ange­priesen. Hanwang Tech­nology, hat sein Über­wa­chungs­system an Bau­stellen ver­kauft, damit Arbeit­geber ver­folgen können, wie viele Stunden Arbeiter vor Ort sind und wer nach­lässt. Ein Unter­nehmen in Shenzhen, das Drohnen mit Gra­naten her­stellt, sagte voraus, dass die Behörden von Xin­jiang ihr größter Kunde werden.

Noch beängs­ti­gender ist, was als nächstes kommt und genau das ist jetzt The Aus­tralian gelungen. Sie konnten ent­hüllen, dass die Kom­mu­nis­tische Partei Chinas Gesichts­er­ken­nungs­software in Wohn­ge­bäuden instal­liert hat, in denen Ange­hörige der Tujia- und Miao-Stämme im Auto­nomen Kreis Yuping Dong in der Nähe der Stadt Tongren in der süd­west­lichen Provinz Guizhou leben.

Wie Sharri Markson, eine inves­ti­gative Autorin, berichtet, wurde die Über­wa­chung eth­ni­scher Min­der­hei­ten­gruppen durch die chi­ne­sische Regierung in ihren eigenen Häusern, in ihren Autos und über ihre Mobil­te­lefone  durch eine größere Sicher­heits­lücke aufgedeckt.

The Aus­tralian konnte ent­hüllen, dass die Kom­mu­nis­tische Partei Chinas Gesichts­er­ken­nungs­software in Wohn­ge­bäuden instal­liert hat, in denen Ange­hörige der Tujia- und Miao-Stämme im Auto­nomen Kreis Yuping Dong in der Nähe der Stadt Tongren in der süd­west­lichen Provinz Guizhou leben.

Ähnlich wie die Uiguren und Tibeter werden die Tujia- und Miao-Stämme als eth­nische Min­der­hei­ten­gruppen bezeichnet. Sie sind streng christlich und darum seit Langem durch die chi­ne­sische Regierung verfolgt.

Foto­grafien zeigen, wie die Über­wa­chungs­ka­meras die Iden­tität jedes Bürgers – sogar von Kindern – bei der Ankunft und beim Ver­lassen ihrer Häuser ver­folgen und auch ihre Besucher über­wachen, wobei einige Bilder Gruppen junger Men­schen zeigen, die zusammen im Haus sitzen und mit ihren Mobil­te­le­fonen SMS schreiben.

Chi­ne­sische Akti­visten haben Behaup­tungen über die Existenz eines Über­wa­chungs­zen­trums in Tongren ver­öf­fent­licht, das Infor­ma­tionen über die sozialen Bezie­hungen und das Ver­halten der Men­schen sammelt.

Die Datenbank der Gesichts­er­kennung der chi­ne­si­schen Regierung mit dem Namen „Tongren City Security Facial Reco­gnition System for Building Con­trols“ (Gesichts­er­ken­nungs­system für Gebäu­de­kon­trollen der Stadt Tongren) war Gegen­stand eines Sicher­heits­ver­stoßes durch chi­ne­sische Akti­visten, die ver­suchten, die über­grifige Behandlung von Min­der­heiten aufzudecken.

Die Akti­visten ließen die Echtzeit-Gesichts­er­ken­nungs­daten an eine inter­na­tionale Gruppe von auf China spe­zia­li­sierten Cyber-Sicher­heits­ana­lysten durch­si­ckern, während die Datenbank noch in Betrieb war und per Live-Streaming über­tragen wurde.

The Aus­tralian hat den Beweis für die Ver­folgung von Min­der­hei­ten­gruppen durch die Über­wa­chungs­ka­meras in Form von Hun­derten von Stand­bildern aus dem Live-Feed der Kameras sowie von Meta­daten und Tracking­daten aus der Zeit von Mai bis Mitte August erhalten.

Zum Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung war die Über­wa­chungs­da­tenbank noch live.

Ein Mit­glied der inter­na­tio­nalen Gruppe, der ehe­malige aus­tra­lische und US-ame­ri­ka­nische Cyber­si­cher­heits-Unter­nehmer Robert Potter, sagte, dass die Über­wa­chungs­ka­meras im Rahmen dieses spe­zi­ellen Über­wa­chungs­pro­gramms etwa 110.000 Per­sonen über­wachten, wobei mehr als eine Million Ein­zel­da­ten­sätze auf vier Server ver­teilt waren und zahl­reiche Wohn­häuser abdeckten.

Die chi­ne­sische Regierung ver­folgt die Iden­tität jedes Bürgers – auch der Kinder – bei der Ankunft und beim Ver­lassen ihrer Häuser.

„Es ist die Aus­weitung der Gesichts­er­kennung, die in der Öffent­lichkeit aus­giebig genutzt wird, und sie wird jetzt auch auf die Haus­halte ange­wandt“, sagte er. „Dies ist defi­nitiv eine Mas­sen­über­wa­chungs-Datenbank in China. „Sie kon­trol­lieren den Ein- und Ausgang von Gebäuden. Sie ver­wandeln die Häuser der Men­schen in Gefäng­nisse. Das ist so eine Schande.“

Mr Potter, der vor kurzem mit dem US-Außen­mi­nis­terium in Washington zusam­men­ge­ar­beitet hat und eine Cyber-Ver­tei­di­gungs­firma in Can­berra, Internet 2.0, leitet, sagte, was an diesem Pro­gramm besonders beun­ru­higend sei, sei die Art und Weise, wie es jeden Bürger nach einem Risi­ko­profil klassifiziert.

„Es bedeutet, dass sie innerhalb des Systems den Eintrag einer Person als normal oder anormal kate­go­ri­sieren. Sie können das in den Meta­daten sehen“, sagte er.

Die Daten, die dem Gesichts­er­ken­nungs-Pro­gramm bei­gefügt sind, ent­halten den Namen jeder Person, zusammen mit ihrer ID-Nummer, ihrem Kenn­zeichen und den Angaben zum Mobiltelefon.

Über­wa­chungs­tech­no­logien, die in Tibet und in der Provinz Xin­jiang bereits aus­giebig ein­ge­setzt wurden, werden jetzt auch auf andere Min­der­heiten in ganz China aus­ge­weitet, sagte der Pro­fessor der Ful­bright-Uni­ver­sität, Chris­topher Balding, der auch Mit­glied der inter­na­tio­nalen Gruppe ist, die mit chi­ne­si­schen Akti­visten zusammenarbeitet.

„Was mir an den Daten auffiel, ist, wie viel breiter die Über­wa­chungs­mög­lich­keiten sind. Es ist ein wesentlich höheres Über­wa­chungs­niveau, das mit natio­nalen ID-Nummern ver­knüpft ist“, sagte er.

„Sie steht auch der Regierung zur Ver­fügung und gibt ihr die Mög­lichkeit, Ihre Bewe­gungen (und) Gäste, die sich bei Ihnen zu Hause auf­halten könnten, zu ver­folgen, und ich denke, dass sich das direkt auf die Akti­vi­täten der Haus­kirche auswirkt.

„Es gibt ihnen ein­deutig die Mög­lichkeit, zu sagen, dass diese Person fünf Per­sonen an einem Sonn­tag­morgen in ihr Haus gelassen hat, oder fest­zu­halten, wenn dies zu bestimmten Zeiten geschieht.

 

Chi­ne­sische Akti­visten haben Behaup­tungen über die Existenz einer Über­wa­chungs­zen­trale in Tongren ver­öf­fent­licht, die Infor­ma­tionen über die sozialen Bezie­hungen und Ver­hal­tens­ten­denzen der Men­schen sammelt und so ein „nach­rich­ten­dienst­liches Infor­ma­ti­ons­system“ schafft.

Auf der Grundlage von Berichten von Anwohnern behaupten sie, wenn Per­sonen, die auf einer „schwarzen Liste“ stehen, iden­ti­fi­ziert werden, würden Sicher­heits­per­sonal und Beamte durch eine Warnung benach­richtigt, wenn sie nach Hause kommen.

James Leibold, außer­or­dent­licher Pro­fessor der La-Trobe-Uni­ver­sität, der sich auf eth­nische Politik und Über­wa­chung in China spe­zia­li­siert hat, sagte, die auto­nomen Regionen, die einst eth­ni­schen Min­der­heiten erlaubten, sich selbst zu regieren, seien nun „weit­gehend ein Fei­gen­blatt, das nur dem Namen nach existiert“.

Er sagte, die Moti­vation hinter diesem spe­zi­ellen Über­wa­chungs­pro­gramm könne zwar nicht mit Sicherheit bekannt sein, doch sei es wahr­scheinlich ent­weder die Erprobung einer neuen Tech­no­logie oder die Aus­richtung auf eine reli­giöse Gruppe.

„Die Über­wa­chung im All­ge­meinen wird in China eher in abge­le­genen Gebieten erprobt. Sie zögern, neue Über­wa­chungs­tech­no­logien in den großen städ­ti­schen Zentren zu erproben, weil sie besorgt sind, dass sich die Eliten der Mit­tel­klasse in Fragen der Pri­vat­sphäre beein­trächtigt fühlen könnten“, sagte er.

Tom Uren, lei­tender Analyst des Aus­tralian Stra­tegic Policy Institute im inter­na­tio­nalen Zentrum für Cyber­po­litik, beschrieb die im Rahmen dieses Gesichts­er­ken­nungs-Pro­gramms auf­ge­nom­menen Fotos als „beun­ru­higend“ und „voy­eu­ris­tisch“.

Er sagte, die chi­ne­sische Regierung setze Über­wa­chung und Gesichts­er­kennung auf zwang­hafte Weise ein.

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Exklusiv: Sky News-Mode­ra­torin Sharri Markson hat ein großes Sicher­heitsleck auf­ge­deckt, das die Über­wa­chung einer wei­teren eth­ni­schen Min­der­hei­ten­gruppe durch die chi­ne­sische Regierung „Ein Teil des Ganzen besteht darin, die Men­schen spüren zu lassen, dass sie über­wacht werden, und es ist wirklich dazu gedacht, das Ver­halten der Men­schen zu mani­pu­lieren“, sagte er. „Es wird dort ein­ge­setzt, wo Regie­rungen ver­suchen, ihre Bevöl­kerung zu kontrollieren.

„Wenn es sich um eine offene Über­wa­chung handelt, wenn Sie wissen, dass Sie über­wacht werden, haben Sie keine Chance, das zu tun, was Sie natürlich tun würden. Man tut nur Dinge, die einen nicht in Schwie­rig­keiten bringen und die die Frei­heiten der Men­schen einschränken.

Mr Potter sagte, die Unter­su­chungen seines Teams deu­teten darauf hin, dass es einen hohen Anteil von Christen innerhalb der anvi­sierten Min­der­hei­ten­gruppen gebe.

„Dies bewirkt direkt ein hartes Durch­greifen gegen reli­giöse Prak­tiken und die Pri­vat­sphäre in den eigenen vier Wänden“, sagte er. „Die Reli­gi­ons­aus­übung zu Hause ist eine normale Sache, die die Men­schen in China tun, um ihre Pri­vat­sphäre zu schützen.

Die chi­ne­sische Regierung wurde dafür ver­ur­teilt, Uiguren und andere mus­li­mische eth­nische Gruppen in Xing­jiang über­wacht zu haben.

Die Gesichts­er­ken­nungs- und Über­wa­chungs­systeme dienen dazu, Dis­si­denten zu iden­ti­fi­zieren, die dann in Umer­zie­hungs­lager in Xin­jiang geschickt werden, wo mehr als eine Million Uiguren inhaf­tiert sind.

Mr Potter sagte, dieses Gesichts­er­ken­nungs­system sei nicht von chi­ne­si­schen Akti­visten gehackt worden – sein „Backend“ sei „völlig offen“ gelassen worden.

Die Datenbank war noch live, und Infor­ma­tionen darüber wurden an die zustän­digen Regie­rungs­be­hörden wei­ter­ge­geben, bevor sie durch The Aus­tralian ver­öf­fent­licht wurden.

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Netz­frauen Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org