Bildunterschrift: Gina Carano, Wikimedia Commons, Gage Skidmore, Bildlizenz: CC BY-SA 2.0
Verschwörungen, Enthüllungen & Unglaubliches

„The Mandalorian“-Star Gina Carano gefeuert wegen politisch inkorrekten Postings

18. Februar 2021

Die Hexenjäger haben wieder jemanden zur Strecke gebracht: Die Schauspielerin und Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carano. Die blitzhübsche, selbstbewusste und wehrhafte Frau war lange in dem Serial „The Mandalorian“ als Ex-Rebellen-Allianz-Soldatin „Dara Dune“ für viele Mädchen ein Vorbild. Aber offensichtlich war sie zu selbstbewusst und machte keinen Hehl aus ihren Meinungen. Proteste von Fans der Disney+ Serie sollen ausschlaggebend dafür sein, dass sich das „Disney StarWars“-Studio von ihr trennte, weil sie angeblich „Personen aufgrund ihrer kulturellen und religiösen Identität verunglimpft“ habe. Das sei „abscheulich und nicht akzeptabel“. 

Das Filmstudio setzte sich aber offensichtlich nicht mit Gina Carano auseinander. Die Schauspielerin erfuhr aus den Sozialen Medien, dass sie gefeuert war. Kein guter Stil. „Wie alle anderen habe ich über die Sozialen Medien erfahren, dass ich entlassen worden war“, sagte die Schauspielerin in einem Interview mit der Journalistin Bari Weiss. Dort erzählt sie, dass schon kurz vor dem Erscheinen der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ Ende Oktober 2020, Disney sie dazu drängte, sich für in die Kritik geratenen Posts zu entschuldigen. Weil Disney ihr den genauen Wortlaut dieser Entschuldigung aber vorschreiben wollte, habe sie sich darauf so nicht einlassen wollen. Danach sei sie von allen Presseterminen ausgeschlossen worden. „Das war das letzte Mal, dass ich von Disney hörte“, sagt die 38-Jährige in dem Interview. Nicht nur das, auch ihre Agentur ließ die vorher gefragte und gefeierte Schauspielerin einfach fallen.

Das alles ist das Ergebnis einer Hetzjagd unter dem Hashtag #FireGinaCarano (Feuert Gina Carano), die bestimmte Kreise auf die Schauspielerin eröffnet hatten. Wie sich zeigt, werden solche Hexenjagden immer erfolgreicher.

Die Begründung für ihren fristlosen Rausschmiss lautet:

„Gina Carano ist derzeit nicht bei Lucasfilm angestellt, und es ist auch nicht geplant, dass sie es in Zukunft sein wird. Nichtsdestotrotz sind ihre Social-Media-Posts, in denen sie Menschen aufgrund ihrer kulturellen und religiösen Identität verunglimpft, abscheulich und inakzeptabel.“

Nun, was Hat die Frau denn so abgrundtief Abscheuliches gepostet? Der Post ist zwar gelöscht, aber es gibt einen Screenshot im Netz, den man sich ansehen sollte:

Der Text in dem Tik Tok-Post heißt übersetzt:

„Juden wurden auf den Straßen verprügelt, nicht von Nazi-Soldaten, sondern von ihren Nachbarn … sogar von Kindern. 

Weil man die Geschichte überarbeitet, verstehen die meisten Menschen heute nicht, dass die Regierung zuerst ihre  eigene Nachbarn dazu brachte, sie zu hassen, einfach, weil sie sie Juden waren – um den Punkt zu erreichen, an dem Nazi-Soldaten ganz leicht Tausende Juden zusammentreiben konnten. Wie unterscheidet sich das davon, jemanden wegen seiner politischen Ansichten zu hassen?“

Das ist aus Sicht von Gina Carano klar eine Mahnung, eine Sorge, eine Beobachtung, zu welchen Grausamkeiten und Unrecht es kommt, wenn man Gruppen von Menschen „ent-menschlicht“. Sie hat ganz offensichtlich grundsätzlich genau davor warnen wollen, „Menschen aufgrund ihrer kulturellen und religiösen Identität zu verunglimpfen“. Sie beabsichtigte sichtlich das Gegenteil davon, was ihr bei dem öffentlichen Rausschmiss vorgeworfen wird. Was sie zeigen wollte war, dass so etwas Ungeheuerliches, Schreckliches und Abscheuliches, wie es bei der Verfolgung der Juden geschehen ist, in irgendeiner Weise wieder geschehen könnte, wenn man bestimmten Menschengruppen ihre Menschlichkeit und ihre Menschenrechte abspricht und sie verfolgt, jagt oder gar am Ende tötet.

Der Vergleich mag weit übertrieben sein. Man kann ihn als ganz und gar nicht angemessen kritisieren. Er mag als geschmacklos empfunden werden. Aber Gina Carano hat ihn offensichtlich nicht gegen die damaligen Opfer und nicht gegen jüdische Menschen gerichtet. Im Gegenteil. Das mag missraten sein, aber ihre gute Absicht dabei ist klar erkennbar.

Ben Shapiro, ein sehr bekannter Autor, Rechtsanwalt und konservativer, politischer Kommentator und Anchorman der Ben Shapiro Show, war laut einer Studie der Anti-Defamation League, die antisemitische Tweets zwischen dem August 2015 bis zum Juli 2016 zählte, mit über 7.400 Tweets gegen ihn der am meisten angegriffene jüdische Journalist. Er sagte zu dem Gina-Carano-Skandal:

“I know what antisemitism looks like, being one of the more prominent kippah-wearing people out there. This doesn‘t chart. I don’t like the meme, especially given its origins. But antisemitism, like racism — and contrary to the NYT’s executive editor’s dictum — requires intent. Gina obviously didn’t have any such intent. (…) Gina isn’t antisemitic. Period. This meme is being ‘resurfaced’ as a post-facto justification for an unjustifiable cancellation, Gina wasn’t aware of the origins of the original picture, and was devastated to hear about it, just as she has been devastated by the absurd and bad faith contention that she is antisemitic in any way.“ 

Übersetzung:

„Ich weiß, wie Antisemitismus aussieht, da ich zu den prominenteren Kippa tragenden Menschen da draußen gehöre. Das hier wird nicht richtig bewertet. Ich mag das Meme nicht, vor allem angesichts seiner Ursprünge. Aber Antisemitismus wie Rassismus – und im Gegensatz zum Diktum des NYT-Chefredakteurs – erfordert eine Absicht. Gina hatte offensichtlich keine solche Absicht. (…) Gina ist nicht antisemitisch. Punkt. Dieses Meme wird als eine postfaktische Rechtfertigung wieder hervorgekramt, um eine ungerechtfertigte Kündigung zu rechtfertigen. Gina war sich des Ursprungs des Originalbildes nicht bewusst und war am Boden zerstört, als sie davon hörte, genauso, wie sie von den absurden und böswilligen Behauptungen, sie sei in irgendeiner Weise antisemitisch, am Boden zerstört war.“

Eine Webseite, die sich hauptsächlich mit den Geschehnissen um die Hollywood-Celebrities beschäftigt und einen gewissen Insiderstatus hat, bringt etwas mehr Licht in die Sache. Gina Carano hatte ein paar politische Kommentare gepostet, die der linksgerichteten „Woke“-Filmindustrie und deren mit der Biden-Regierung verbandelten Bossen nicht passten. Im November 2020 veröffentlichte sie Tweets, in denen sie sich über das Maskentragen in der Corona-Pandemie lustig machte und einen Tweet, in dem sie den Wahlbetrug während der Präsidentschaftswahlen 2020 thematisierte. Der Hollywoodreporter berichtet, er habe dazu von einer Quelle innerhalb des Filmstudios Folgendes erfahren:

“They have been looking for a reason to fire her for two months, and today was the final straw,”

Übersetzung: „Sie haben zwei Monate nach einem Grund gesucht, sie zu feuern und heute war‘s der letzte Tropfen (der noch fehlte, um das Fass zum Überlaufen zu bringen).“

Bei Lichte betrachtet ist es also so, dass der wahre Grund für die Hexenjagd der angeblichen „Fans“ und die Kündigung der Filmbosse die politische Haltung von Gina Carano ist. Ihre Tweets aus dem November waren pro Trump und damit war die Jagd eröffnet. Genau das, was jetzt sehr viele Amerikaner fürchten: Es wird jetzt schwer für die Konservativen. Trump-Anhänger werden jetzt das erfahren, was die Linken in der McCarthy-Ära erleiden mussten: Ausgrenzung, Verfolgung, Arbeitsplatzverlust, Benachteiligung.

Man wollte das nur nicht so offen zugeben. Und dazu förderte man eben ein altes Posting zutage, das damals kaum beachtet wurde, jetzt aber als antisemitischen Rassismuskeule benutzt wird. Wir werden wahrscheinlich in Zukunft noch mehr solcher Hexenjagden und „Ketzerverbrennungen“ sehen. Nur ist die Zahl der Konservativen und Trump-Freunde zu groß und sie sind wehrhaft. Gina Carano wird für sie eine Heroine werden. Über kurz oder lang werden die USA sich nach gewaltsamen Feindseligkeiten zwischen den politischen Lagern entflechten – in neue, rechtskonservative „Südstaaten“ (Konföderierte) und linksgerichtete „Nordstaaten“ (Unionsstaaten). Und wahrscheinlich werden die „Konföderierten“ wieder die Sezessionisten sein.