Bild: Kindernothilfe, Josephine Vossen, Kinder auf der Müllhalde in Bhalswa-Dairy
Politik & Aktuelles

Es geschieht jetzt: Die Corona-Maßnahmen erzeugen nach und nach überall Hungersnot (+Videos)

15. Juli 2021

Die Welthungerorganisationen hatten frühzeitig gewarnt: Die Eindämmungsmaßnahmen gegen Covid würden den Hunger auf der Welt massiv verstärken. Schon Anfang letzten Jahres war von 150 Millionen mehr Hungernden und Millionen Hungertoten die Rede. Das ging aber im Geschrei der Corona-Hysterie unter. Nun offenbart ein UN-Bericht, dass bereits jetzt die Zahl der Hungernden um 18 Prozent gestiegen ist. Im Jahr 2020 waren rund 118 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger betroffen – und das ist erst der Anfang.

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Die Organisation Alliance2015 zum Beispiel, ein Netzwerk aus acht nichtkirchlichen, europäischen Hilfswerken hat sich zu dem Ziel zusammengetan, den Hunger und die Armut zu besiegen. Eine der teilnehmenden Organisationen ist die „Welthungerhilfe“. Sie ist war schon dabei, als die Alliance2015 sich im Jahr 2000 zusammentat. Diese Allianz gegen den Welthunger hat eine Umfrage auf der Südhalbkugel der Welt gemacht und die Befürchtungen bestätigten sich: Fast die Hälfte der Befragten sagte, dass die Qualität der Ernährung nachgelassen habe. 42 Prozent sagten sogar, dass auch die Quantität geschrumpft sei. Ein furchtbares Fazit: Über vierzig Prozent der Menschen auf der Südhalbkugel haben weniger zu essen und schlechteres Essen als „vor Corona“. Viele hungern sogar. In Kenia sind es Neunzig Prozent, die angeben, dass sich ihre Ernährungssituation seit der Pandemie verschlechtert hat, im Kongo sind es achtzig Prozent.

Das Problem ist aber nicht die Pandemie selbst. Afrika, das besonders stark betroffen ist, war lange überhaupt kein Pandemie-Gebiet. Im Mai 2020 gab es in Afrika ca. 49.000 registrierte Corona-Fallzahlen, der niedrigste Wert weltweit, das im Verhältnis zum riesigen Afrika kleine Europa zählte damals 1,7 Millionen registrierte Infektionen – und auch das war hier nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Afrika hatte im Prinzip so gut wie kein Covid. Aber die Corona-Eindämmungsmaßnahmen waren von Anfang an eine Katastrophe für die Menschen.

Der Grund liegt in der völlig verschiedenen Gesellschaftsstruktur der Länder. Die sozialen Netze sind dort kaum ausgebaut, die Menschen arbeiten nur zu einem kleinen Teil in festen Anstellungsverhältnissen, und auch da haben sie selten Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall oder gar Kündigungsschutz. Homeoffice ist für die meisten gar nicht möglich, denn die Art von Arbeit, die sie machen, ist nichts, was digital geht. Lagerarbeiter, Sanitäter, Bauarbeiter, Landarbeiter, Erntehelfer, Fahrer, Reinigungskräfte, Straßenverkäufer, Köche usw. … all das geht nicht per Homeoffice. Und auch in den Berufen, wo es theoretisch ginge, verfügen noch lang nicht alle über ein stabiles Netz und die nötige Hard- und Software. In den afrikanischen Ländern sind es zwischen 60 und 90 Prozent der Menschen, die einen Job machen, der ihre Anwesenheit und körperliche Arbeit erfordert. Die Löhne sind in der Regel sehr niedrig und Ersparnisse haben nur wenige.

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Viele leben „von der Hand in den Mund“. Sie geben das, was sie am Tag verdient haben für ihr Essen aus. Vorratshaltung daheim geht auch für die, die ein kleines bisschen mehr haben, nur mit Nahrungsmitteln, die nicht leicht verderben. Die Hitze lässt alles schnell verrotten und einen Kühlschrank haben auch nur Bessergestellte. Es ist auch nie nötig gewesen, muss man dazu sagen. In diesen Ländern steht alle 30 Meter und an jeder Ecke ein Essensstand oder ein Verkaufsstand, bei dem man auf dem Nachhauseweg fertig zubereitetes Essen oder frisches Obst und Gemüse vom Marktstand kaufen kann. Überall laufen Verkäuferinnen herum, die Körbe mit Lebensmitteln tragen und auf der Straße Essen verkaufen. Von Bonbons und Kaugummi, Nüssen, Gebäck, von Wasser und kalter Cola bis Klopapier ist alles ständig überall zu haben. All diese Stände und fliegenden Verkäufer mussten im Lockdown daheimbleiben, was für sie einen Sofortausfall ihres Einkommens bedeutet.

Die Not, das Eingesperrtsein und die Wut über den sozialen Abstieg hat eine Welle von Gewalt und Vergewaltigungen erzeugt, hauptsächlich zu Hause von männlichen Verwandten an minderjährigen Mädchen, die nun schwanger sind und deren Leben zerstört ist. Auf den Müllkippen liegen seitdem  viele abgetriebene Babys oder getötete Neugeborene. So wird die Menschlichkeit, die Familie und die Gesellschaft zerstört. Die Erfolge von Jahrzehnten des Aufbaus zunichte gemacht.

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Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) warnt, dass das Einkommen von gut 1,6 Milliarden Menschen aus diesem Sektor ausgelöscht wird, wenn sie zum Schutz vor Covid-19 dauerhaft zu Hause bleiben müssen.“

Die Not dieser Länder heißt nicht Corona, sondern die Maßnahmen dagegen. Grausamerweise macht aber die Not, die Mangelernährung und die Sorgen die Menschen dort schwach – und daher anfällig für Infektionskrankheiten. Corona könnte sich also sehr wohl gerade aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen in diesen Ländern ausbreiten.

Auch der Kampf gegen den Hunger, der langsame Fortschritte machte, aber immerhin in die richtige Richtung ging, ist praktisch verloren. Die „Food and Agriculture Organization of the Unites Nations“ stellt in einem Bericht  fest:

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„Die wirtschaftlichen Einbrüche als Folge der Corona-Maßnahmen auf der ganzen Welt haben zu einem der schlimmsten Anstiege des weltweiten Hungers in Jahrzehnten geführt. (…) Fast jeder dritte Mensch auf der Welt hatte 2020 keinen Zugang zu angemessener Ernährung – ein Anstieg von fast 320 Millionen Menschen in nur einem Jahr.“

Mehr als die Hälfte der unterernährten Menschen lebt in Asien. Es sind fast 420 Millionen, über ein Drittel in Afrika (282 Millionen, dabei sind durch die Corona-Eindämmungsmaßnahmen 46 Millionen dazugekommen), Lateinamerika und Karibik (60 Millionen). Berichte direkt aus den Ländern zeigen, dass es die Lockdowns sind und waren, die den Leuten die Lebensgrundlagen genommen haben.

Die Welthungerhilfe berichtet beispielsweise aus Indien, dass die Ernte auf den Feldern verdirbt, weil der Weg zu den Märkten versperrt ist, die Millionen von Wanderarbeitern als Erntehelfer aus Angst vor Corona nicht zur Ernte erschienen sind. Die Lebensmittel wären da, aber sie verfaulen, weil sie wegen des Lockdowns und der Panik nicht auf den Markt kommen:

„… die Landwirtschaft lief schon weiter, zumindest die Erzeugung. Aber wegen der Kampagne ‚Break the chain‘ und den Ausgangssperren konnte die Ernte nicht vermarktet und verkauft werden wie sonst. So blieben viele Landwirte auf ihrer Ware sitzen und mussten überschüssige Feldfrüchte wieder unterpflügen, weil es keine Abnehmer gab. Das traf vor allem den Anbau von Blumen und Pflanzen, aber auch verderbliche Früchte und Gemüse, oder Fisch und exotische Produkte.“

All diese Informationen und davon noch so viel mehr, kann man innerhalb von ein zwei Stunden im Internet finden. Wenn man dann noch englisch- und französischsprachige, afrikanische Medien im Netz liest, weiß man schon im Großen und Ganzen, was da vorgeht. Man sollte meinen, dass die Weltherrscher und Eliten das auch wissen, wie auch die United Nations. Also, was werden sie nun tun, um dieses Elend schnellstmöglich abzustellen? Sofortige Öffnung? Medikamente im großen Stil verteilen, die die Ansteckungsgefahr herabsetzen, Schulen öffnen, die Wirtschaft öffnen, zu retten, was noch auf den Feldern zu retten ist?  Sofort die Lieferketten wieder in Gang setzen? Den Coronazirkus sofort beenden?

N-tv sagt uns, was man beabsichtigt zu tun, um die brennende, von der WHO und den Weltenlenkern höchstselbst durch den Lockdown angerichtete Not abzuwenden oder zumindest sofort zu lindern. Lieber Leser, bitte setzen sie sich hin und lassen Sie das auf sich wirken:

„Das Ziel der Staatengemeinschaft, den Hunger bis zum Jahr 2030 zu stoppen, kann den aktuellen Prognosen zufolge nur unter ‚enormen Anstrengungen‘ erreicht werden. Dazu müssten insbesondere drastische Maßnahmen getroffen werden, durch die Ungleichheiten beim Zugang zu Nahrungsmitteln beseitigt werden. Als Beispiele nannten die Experten etwa humanitäre Hilfe in Konfliktgebiete oder Unterstützungsprogramme in Form von Sach- oder Geldleistungen, um Nahrungsmittel-Preisschwankungen abzumildern. Auch ein breiterer Zugang zu Klimarisikoversicherungen für Kleinbauern wurde genannt.“

Und weil das alles so dringend ist, und jeden Tag Menschen an Hunger sterben, beeilt man sich auch gaaaaanz doll:

„Die beteiligten Organisationen verwiesen auf die Chance, diese Themen bei zwei großen internationalen Lebensmittel- und Ernährungsgipfeln sowie bei der UN-Klimakonferenz in diesem Jahr anzugehen. An dem Bericht beteiligt waren die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung, das Kinderhilfswerk Unicef, das Welternährungsprogramm sowie die Weltgesundheitsorganisation.

„Nur net huudele“, sagt der Schwabe (nur nicht hudeln