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Gesundheit, Natur & Spiritualität

„The Zoo Of Death“ Karachi Zoo in Pakistan muss geschlossen werden (+Videos)

12. Januar 2022

Dieser „Horror-Zoo“ hätte schon längst geschlossen werden müssen. Nur ein Blick auf den Zustand dieser Tiere erzeugt Gänsehaut. Erst die schreckliche Nachricht, dass der  Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Rashid Al Maktoum, einem Zoo in Pakistan fünf weiße Tiger, sechs bengalische Tiger und acht afrikanische Löwen für einen Zoo in Pakistan schenkte, obwohl zuvor im Zoo drei Tiger an einer Parasitenerkrankung gestorben sind.

Schon da waren auch die schrecklichen Zustände im Zoo Karachi bekannt, jetzt starb schon wieder ein Tier im „The Zoo Of Death“, diesmal ein seltener weißer Löwe. Es sind erschütternde Bilder, in denen die Großkatze verhungert und vernarbt zu sehen ist. Das Tiere von Regierungen verschenkt werden, ist keine Seltenheit. Auch der Elefant Kaavan war ein Geschenk und zwar von der srilankischen Regierung an einen Zoo in Pakistan. Der schrecklich vernachlässigter Elefant Kaavan konnte 2020  endlich befreit werden. Zur gleichen Zeit, kam die Nachricht, dass  Pakistan 10 Elefanten aus Afrika importieren will, um Zoos attraktiver zu machen. Welches Schicksal diese Elefanten aus Afrika erwartet, zeigt der Leidensweg von Kaavan oder die verhungerten Löwen im Karachi Zoo.

Karachi Zoo muss geschlossen werden , nachdem der seltene weiße Löwe gestorben ist

Update 28.November 2021- Der deutsche Tierarzt Dr. Frank Georitz und sein Expertenteam vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung werden eine Gesundheitskontrolle der vier Elefanten im Zoo und Safaripark von Karatschi vornehmen und einen Bericht über den Zustand der Tiere  am Dienstag, den 30. November, dem Obersten Gerichtshof von Sindh vorlegen. 

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Ushna Shah und Ayesha Omar haben die Behörden öffentlich aufgefordert, den Zoo von Karachi , nachdem dort am 24.Novemer 2021 ein seltener weißer Löwe an einer Lungenentzündung gestorben ist. Bilder und Videos des afrikanischen weißen Löwen, der unter erbärmlichen Bedingungen gehalten wurde, sorgt weltweit für Entsetzen.

Ayesha teilte die gleichen Bilder auf Twitter und schrieb: „Beschämt, um herauszufinden, wie Tiere im #KarachiZoo gehalten werden, anscheinend aus Geldmangel.“

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Sie wies auch darauf hin, dass der inzwischen verstorbene Löwe im selben Gehege wie eine Löwin mit einer potenziell ansteckenden Krankheit gehalten wurde.

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Die Regierung von Sindh soll den Tieren kein Futter und keinen Tierarzt zur Verfügung stellen. Außerdem sollen sie bestätigt haben, dass der weiße Löwe aufgrund seiner Nachlässigkeit gestorben ist. Er litt  an Lungenentzündung und Tuberkulose. Sein Todeskampf dauerte 13 Tag, da er keinerlei Behandlung bekam.

Wie am 26.November 2021 mitgeteilt wurde, soll der Direktor des Zoos von Karachi wegen Tod des weißen Löwen suspendiert worden sein. Außerdem wurde eine  Untersuchung gegen ihn angeordnet.

Die Zoos in Pakistan stehen schon lange in der Kritik

This is Lahore Zoo – Juli 2019 – Syeda Habibah Hussain Rizvi

Auch der  Zoo Lahore war bereits mehrfach in die Kritik geraten, trotzdem verkündete der Zoo im September 2018, dass man Tiere im Wert von Millionen Rupien importieren wolle, um das Erholungsniveau für die breite Öffentlichkeit zu verbessern.

Und obwohl bekannt war, dass  drei Tiger an einer Parasitenerkrankung starben und zwei Löwen eingeschläfert werden mussten, schenkte Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Rashid Al Maktoum  Pakisten 18 Löwen und Tiger im Wert von 100 Millionen Rupien für den Zoo Lahore in Pakistan. Die VAE verschenken diese Tiere zur Zucht an das Punjab Wildlife Department, um das Aussterben zu verhindern. Zu den Tieren gehören fünf weiße Tiger, sechs bengalische Tiger und acht afrikanische Löwen, erklärte der Klimaberater Amin Aslam.

VAE schenkten Pakistan 18 Löwen und Tiger

Wie wir bereits in unserem Beitrag: Seltene Tiere als Ware! – Für die Unterhaltung importiert Zoo in Pakistan viele Wildtiere – VAE schenken 18 Löwen und Tiger! Lahore Zoo plans to import more animals – UAE gifts 18 lions and tigers to Lahore zoo – berichteten , sagte Amin Aslam, dass die Tiere vom Al-Nakheel Wildlife Center der Vereinigten Arabischen Emirate durch ein spezielles C-130-Flugzeug nach Lahore transportiert werden. Die Vereinigten Arabischen Emirate tragen auch die Zoll- und CAA-Gebühren für die Wildtiere.

Quellen zufolge soll die Abteilung für Wildtiere mithilfe der Vereinigten Arabischen Emirate auch ein Zuchtprogramm im Cholistan-Gebiet von Chankara beginnen, während den Vereinigten Arabischen Emiraten in Murree auch ein 25 Hektar großes Land zur Verfügung gestellt wurde, um eine Falkenfarm „zu Zuchtzwecken zu eröffnen.

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„Das Ministerium für Klimawandel sollte sein Interesse an der Investitionen in Zoos überdenken und stattdessen in die Natur investieren, um die Klima- und Umweltkrise zu bewältigen. Lassen Sie uns unsere Kinder über die Natur aufklären, indem wir sichere Zufluchtsorte für die biologische Vielfalt schaffen, Zoos schließen und uns auf den Schutz der Lebensräume der kostbaren kleinen Wildtiere in Pakistan konzentrieren. Zoos können in städtische Wälder und Naturkundemuseen verwandelt werden, in denen lokale Ökosysteme gezeigt werden. Lassen Sie uns akzeptieren, dass wilde Tiere in die Wildnis gehören und nicht in Käfige, denn das vergessen wir, wenn wir weiter auf Zoos drängen,“ so Mahera Omar, Dokumentarfilmer und Mitbegründer der Pakistan Animal Welfare Society.

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Pakistan will seine Zoos attraktiver machen und Wildtiere kaufen, darunter auch Elefanten. Im Jahr 2012 starb Saheli, ein wild gefangener asiatischer Elefant aus Sri Lanka, im Alter von 22 Jahren im Zoo von Islamabad. Sie wurde ihr ganzes Leben lang in Ketten gehalten und und war ihren  Betreuern ausgeliefert, deren Hauptinteresse darin bestand, Bargeld von Besuchern zu sammeln. Auch Anarkali, ein wild gefangener asiatischer Elefant aus Burma, war gezwungen, auf den asphaltierten Straßen des Karachi-Zoos die Zoobesucher zu unterhalten. Anarkali wurde immer wieder mit einem sogenannten „Bullenhaken“ misshandelt. Pakistan hat derzeit vier Elefanten in Karachi in Gefangenschaft  und einen in Islamabad. Kaavan ist ein 33-jähriger asiatischer Elefant im Islamabad-Zoo. Er ist ein Geschenk von Sri Lanka und seit seinem ersten Lebensjahr in Ketten gefesselt, schreibt Mahera Omar, Dokumentarfilmer und Mitbegründer der Pakistan Animal Welfare Society. Siehe auch: Endlich – Freilassung von Kaavan aus grausamen Zoo offiziell bestätigt! – Kaavan, Pakistan’s loneliest elephant, is free!

Omar berichtete, dass die pakistanische Regierung 10 afrikanische Elefanten aus Namibia importieren will. Ihr Antrag wird für eine Entscheidung geprüft, die Romeo Muyunda, Sprecher des namibischen Ministeriums für Umwelt und Tourismus, gegenüber The Namibian bestätigt hat. Mindestens zwei Elefanten sind für den Lahore-Zoo bestimmt. 

„Nach einer unbeschreiblichen Menge an Grausamkeiten, die in der Vergangenheit den Zooelefanten zugefügt wurden, will Pakistan zehn weitere bestellen, “ so Mahera Omar, Dokumentarfilmer und Mitbegründer der Pakistan Animal Welfare Society.

Afrikanische Elefanten in Namibia und Simbabwe sind im Anhang II von CITES, dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten wildlebender Pflanzen und Tiere, aufgeführt.

Mittlerweile soll der Elefanten- Deal zwischen Pakistan und Namibia aufgrund von Protest nicht zustande gekommen sein. Allerdings verkauft Namibia etwa 60 Elefanten an lokale und ausländische Käufer, wie Namibia im August 2021 bekannt gab.

„Leider ist mein Land … moralisch nicht dafür gerüstet, Zoos zu betreiben“, schrieb auch die Schauspielerin Ushna Shah, in einem Post auf Instagram und machte auf die erbärmlichen Zustände im Zoo von Karachi aufmerksam.„ „Pakistan hat gezeigt, dass es nicht in der Lage ist, sich um Tiere zu kümmern – seien es Straßenhunde oder Wildtiere. Die Zoos sollten sofort abgeschafft werden“, heißt es ihrem Post.

Eine Petition finden Sie HIER: KMC take action for provision of food and Vet for the karachi zoo and safari animals.

Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org


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