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Pro­fitgier! Die schmut­zigen Machen­schaften – Wer pro­fi­tiert vom Hunger in der Welt? (+Videos)

Die Macht der Kon­zerne ist weit­rei­chend. Wenn Unter­nehmen Markt­macht haben, werden sie poli­ti­schen Ein­fluss suchen und erlangen und umge­kehrt. 15 Jahre nach dem Lehman-Crash scheint für viele die Krise schon wieder ver­gessen. Die Lehman-Krise hatte sich von Amerika rund um den Globus aus­ge­breitet und letztlich die gesamte Welt­wirt­schaft lahm­gelegt. Hatte man damals mit Immo­bilien spe­ku­liert, was sie übrigens immer noch tun, pro­fi­tiert die gigan­tische Zocker-AG jetzt von der enormen Preis­stei­gerung von Öl, Erdgas, Getreide und sogar von dem knapp­wer­denden Wasser. Seit damals wurde, ent­gegen den Behaup­tungen seitens Politik und Noten­banken, die Krise jedoch nicht gelöst, sondern mit frag­wür­digen Mitteln in die Zukunft ver­schoben. Und statt  die Ver­ant­wort­lichen aus Politik und Wirt­schaft  hinter Schloss und Riegel zu bringen, durfte der Steu­er­zahler die Zeche bezahlen. 

Wenn es um ethi­sches Ver­halten geht, warten Sie nicht auf die Regierung! Die Regie­rungen sind uner­träglich langsam bei der Änderung der Gesetz­gebung und werden stark von mäch­tigen Lob­by­gruppen beein­flusst und so darf wei­terhin an der Börse gezockt werden, auch mit Nah­rungs­mit­telen. Sogar der Gou­verneur der Bank of England warnte vor einem „apo­ka­lyp­ti­schen“ Anstieg der Lebens­mit­tel­preise. Doch der Krieg in der Ukraine, der Kli­ma­wandel und die Inflation fordern bereits überall auf der Welt ihren Tribut. War Ihnen bekannt, dass nur vier Kon­zerne den welt­weiten Agrar­handel domi­nieren? Immer weniger und größere wer­dende Kon­zerne weiten ihre Kon­trolle über Land­wirt­schaft und Ernährung aus, mit schlimmen Folgen. Immer mehr Nah­rungs­mit­tel­kon­zerne, Banken und Invest­ment­fonds pachten lang­fristig Ackerland, sogar in den afri­ka­ni­schen Ent­wick­lungs­ländern. Weltweit steigen die Agrar­preise. Und nicht nur die Agrar­preise, sondern auch die Preise für Öl und Erdgas. War Ihnen bekannt, dass nur einige wenige Kon­zerne den Ener­gie­markt kon­trol­lieren? Und es sind immer die gleichen Invest­ment­banken, die mit der Spe­ku­lation von Immo­bilen, Getreide, Öl und sogar vom Wasser pro­fi­tieren. Am Anfang steht der Roh­stoff – Die Schweiz ist mitt­ler­weile Europas wich­tigste Dreh­scheibe im Roh­stoff­handel. Mehr als 500 Han­dels­häuser sind hier dank nied­riger Steuern und schwacher staat­licher Kon­trolle tätig. Während die Roh­stoff­händler Mil­li­arden ver­dienen, bleiben die Men­schen der För­der­länder arm und haben mit  Men­schen­rechts­ver­let­zungen und Umwelt­schäden zu kämpfen. Sie werden von ihrem Land ver­trieben oder umge­bracht. Und für das Gewissen, gibt es Ent­wick­lungs­hilfe, doch nicht für die Ärmsten dieser Welt, sondern für Kon­zerne, die sich in den Ländern der Ärmsten nie­der­lassen und sie aus­rauben. Monopoly im wahren Leben! Zocken auf Kosten der Ärmsten. Und während die Zahl der Hun­gernden dieser Welt steigt, steigen auch die Akti­en­kurse dieser Welt. Oder wie es bereits Jean Ziegler for­mu­lierte: „Es kommt nicht darauf an, den Men­schen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.“ Wer pro­fi­tiert vom Hunger in der Welt?

Spe­ku­lation mit Nah­rungs­mittel – Die Spe­ku­lation mit Agrar­roh­stoffen gelten als zusätz­licher Preistreiber

Die Gründe für stei­gende Nah­rungs­mit­tel­preise sind viel­fältig und wie bei jedem Preis geht es zunächst um Angebot und Nach­frage: Schlechte oder zer­störte Ernten durch Wet­ter­ereig­nisse, stei­gende Erd­öl­preise, weniger Anbau­flächen als Folge des Kli­ma­wandels, aber auch zuneh­mende Flä­chen­kon­kurrenz etwa durch Bio­kraft­stoffe – all das wirkt sich auf die Preise aus. Hinzu kommt die Spe­ku­lation mit Nah­rungs­mittel an den Börsen.

 

Nah­rungs­mittel sind zum Essen da? Von wegen – es werden Grund­nah­rungs­mittel wie Weizen, Soja, Mais & Co. innerhalb des Roh­stoff­seg­mentes als eigene Anla­ge­klasse gehandelt. Die Spe­ku­lanten erklären auch warum, denn zum einen werden Grund­nah­rungs­mittel wie Weizen, Mais, Raps, Soja… nahezu immer benötigt, zum anderen pro­fi­tiert man von einer sich ver­schlech­ternden Welt­wirt­schaft. Es ist sogar möglich, den Preis für Getreide zu manipulieren.

Abge­rufen am 09.Juni 2022

„Heute ist die Agrar­in­dustrie ein großes Geschäft. Die für den Betrieb erfor­der­liche Grö­ßen­ordnung hat dazu geführt, dass sich die Markt­macht auf eine Handvoll Titanen kon­zen­triert hat. Diese Unter­nehmen – viele davon mit enormen Gewinnen, Cash­flows und Divi­denden – bieten her­vor­ra­gende Chancen für Inves­toren,“ so die  Ana­lysten.  Auf­grund der aktu­ellen Situation, werden fol­gende Kon­zerne empfohlen:

 

Da Kon­zerne immer größer und pro­fi­tabler werden, wächst auch die Macht und damit der Ein­fluss, den sie ausüben: Mul­ti­na­tionale Kon­zerne beschäf­tigen riesige Armeen von Lob­by­isten, Anwälten und PR-Leuten. Sie ver­fügen über enorme Res­sourcen, um Gesetze zu ihren Gunsten von gewählten Ver­tretern auf der ganzen Welt erlassen zu lassen. Um sicher zu gehen, wurden die gewählten Ver­treter von den Kon­zernen in die jewei­ligen Regie­rungen „geschickt“.

Vier Kon­zerne domi­nieren den Im- und Export der benö­tigten Agrarrohstoffe!

Archer Daniels Midland, Bunge, Cargill und die Louis Dreyfus Company. Die große Markt­macht ermög­licht den ABCD-Kon­zernen, die Welt­agrar­märkte zu beein­flussen und bei der Aus­handlung von Preisen ihre enorme Ver­hand­lungs­macht gegenüber Erzeugern aus­zu­spielen. Siehe: Nah­rungs­mit­tel­knappheit? Bizarre Situation weltweit!

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Die Macht der Mega­kon­zerne Bayer, Syn­genta, Dow­DuPont und Basf

Die Macht der Agrar­kon­zerne nimmt dra­ma­tische Formen an. Der Schweizer Che­mie­gigant Syn­genta wurde vom Che­mie­gi­ganten Chem­China für 43 Mrd. $ über­nommen. Bayer kaufte Mon­santo für 66 Mil­li­arden Dollar und nachdem der Che­mie­gigant Dupont  mit Dow Chemical fusio­niert hat, ent­stand ein rie­siger Welt­markt­führer mit einem Bör­senwert von 130 Mil­li­arden Dollar. Bis Dato war der Che­mie­gigant BASF der weltweit größte Che­mie­konzern. Diese Che­mie­gi­ganten sind auch gleich­zeitig die welt­weit­größten  Agrar­multis und ver­seuchen nicht nur mit Pes­tizide die Umwelt, sondern ihnen gehört das gen­tech­nisch ver­än­dertes Saatgut. Und sie wollen nicht nur das Saatgut paten­tieren, sondern gleich die kom­plette Lebens­mit­tel­kette! Wie mächtig diese Kon­zerne sind, sehen Sie daran, dass sogar das umstrittene Gly­phosat nach 2022 in der EU ver­längert werden soll, so wollen es die Chemiegiganten.

 

Die größten Lebens­mit­tel­un­ter­nehmen der Welt

Da kein Mensch oder Tier ohne eine Nah­rungs­quelle leben kann, haben Kon­zerne, die diese pro­du­zieren und liefern, immer die Chance, ein pro­fi­tables Geschäft zu machen. Die Unter­nehmen haben sich diese Maxime zu eigen gemacht und ihr Unter­nehmen  auf die heute übliche Weise durch län­der­über­grei­fende Expansion durch Über­nahmen und Fusionen aus­gebaut, dar­unter Nestle, Cargill, PepsiCo, Archer Daniels Mid­lands Company, Bunge, Mars, JBS, um einige zu nennen. 

Apo­ka­lypse jetzt?

Der Gou­verneur der Bank of England warnte im Mai 2022 vor einem „apo­ka­lyp­ti­schen“ Anstieg der Lebens­mit­tel­preise. Apo­ka­lypse ist ein beängs­ti­gender Begriff, der gemeinhin für eine kata­stro­phale Zer­störung steht, die das Ende der Welt ankündigt. Im grie­chi­schen Ori­ginal bedeutet apo­ká­lypsis jedoch eine Offen­barung oder eine Ent­hüllung. Eine umgangs­sprach­liche Defi­nition lautet: „den Deckel von etwas nehmen“.

Letz­teres ist genau das, was Andrew Bailey, Gou­verneur der Bank von England – mög­li­cher­weise unbe­ab­sichtigt – erreicht hat, als er andeutete, Groß­bri­tannien stehe vor einer „apo­ka­lyp­ti­schen“ Inflation bei den Lebensmittelpreisen. 

Tat­sächlich sprach Bailey auch über die dras­ti­schen Aus­wir­kungen der durch den Ukraine-Krieg ver­ur­sachten stei­genden Lebens­mit­tel­kosten und der Lebens­mit­tel­knappheit auf die Men­schen in den ärmeren Ländern. „Auch für die Ent­wick­lungs­länder ist das eine große Sorge … Ent­schul­digen Sie, dass ich kurz apo­ka­lyp­tisch werde, aber das ist eine große Sorge“, sagte er. Mona­te­lange War­nungen vor einer welt­weiten Hun­ger­welle, die durch die Ukraine noch dring­licher geworden ist, wurden weit­gehend ignoriert.

Viele Regie­rungen hätten ihre finan­zi­ellen und mate­ri­ellen Reserven im Kampf gegen Covid auf­ge­braucht und sich hoch ver­schuldet, so der aktuelle Bericht.

Doch wer hat wirklich von den Ver­schul­dungen profitiert?

Anfang März 2020 begann es, dass die Akti­en­märkte der Ver­ei­nigten Staaten auf den nied­rigsten Stand seit der Finanz­krise Ende der 2000er Jahre fielen. Das Virus beendete die längste Gewinn­spanne für ihre Aktien seit 2009. Auch die asia­ti­schen und euro­päi­schen Märkte ent­wi­ckelten sich nicht besser. Im Laufe der Woche fielen die Märkte in Groß­bri­tannien und Europa um etwa sieben Prozent. Es drohte ein welt­weiter Crash, also „füt­terten“ die jewei­ligen Regie­rungen die Akti­en­märkte, aber nicht die Bevölkerung.

  • Für TUI wurde ein Finan­zie­rungs­paket im Gesamt­vo­lumen von 1,8 Mil­li­arden Euro geschnurrt.
  • Der Staat half der Luft­hansa mit einem Ret­tungs­paket im Umfang von neun Mil­li­arden Euro.
  • Die EU beschloss ein Finanz­paket in der gigan­ti­schen Höhe von 1,8 Bil­lionen Euro das größte Finanz­paket, welches die EU je beschloss.
  • Die Euro­päische Zen­tralbank (EZB) kauft sogar Unter­neh­mens­an­leihen und drückt damit die Finan­zie­rungs­kosten für die Kon­zerne. Seit 2016 hat die EZB Fir­men­bonds im Volumen von mehr als 180 Mil­li­arden Euro gekauft. Auch hier pro­fi­tieren die Kon­zerne, nicht die Menschen.

Bereits 2020 bezif­ferten die Ana­lysten von Bloomberg  die Wahr­schein­lichkeit einer Rezession in den Ver­ei­nigten Staaten innerhalb der nächsten 12 Monate auf 53 %, „den höchsten Wert seit dem Aus­bruch der Großen Rezession in den USA im Juni 2009. Ob Zen­tral­banken und inter­na­tionale Finanz-Insti­tu­tionen einen Weg finden können, den Rück­schlag für die Welt­wirt­schaft zu mildern, ist unklar, hieß es. Der IWF ermög­lichte Schnell­kredite und andere eben­solche Finan­zie­rungs-Instru­mente, um die Mit­glieds­länder bei der Bewäl­tigung der wirt­schaft­lichen Folgen der Pan­demie zu unter­stützen. Es wurde dar­aufhin gewiesen, sich auf eine welt­weite Wirt­schafts­re­zession vorzubereiten.

Die grausame Wahrheit hinter den Pro­dukten, die Sie kaufen

Etwa 90 Prozent der in Deutschland ver­kauften Mode stammen zum größten Teil aus China, Ban­gla­desch, der Türkei oder aus Myanmar. Eigentlich, denn was viele Ver­braucher nicht wissen, ist, dass China in anderen Ländern nähen lässt, und zwar von „modernen Sklaven“. Genau zu dem Zeit­punkt, als Ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller den „Grünen Knopf“ vor­stellte, wurde in Thailand auf­ge­deckt, dass dort Flücht­linge aus Myanmar nähen. Fairer Lohn? Fehlanzeige!

Dass nicht nur in Thailand Flücht­linge für billige Mode nähen, haben bereits Recherchen aus der Türkei gezeigt, denn in tür­ki­schen Aus­beu­ter­be­trieben nähen syrische Kinder, um zu über­leben. In Äthiopien nähen „moderne Sklaven“ in chi­ne­si­schen Fabriken „Made in China“ und in Thailand Flücht­linge aus Myanmar für große Kon­zerne. Und viel­leicht sind es „moderne Sklaven“, die dann das Label „Grüner Knopf“ in ein Klei­dungs­stück nähen. Beklei­dungs­firmen sind Nomaden, sie gehen dorthin, wo es für sie am bil­ligsten ist. Steigen Löhne und Neben­kosten in Ländern zu stark, zieht die Karawane weiter.

The MAP Foun­dation, a non-profit, says many garment factory worke

Während die Welt eher nach Ban­gla­desch schaut, seit bei einem Ein­sturz der Fabrik Rana Plaza über 1130 Men­schen ihr Leben ver­loren und mehr als 2000 teil­weise schwerst ver­letzt wurden, ist die soge­nannte Karawane schon längst weiter gezogen. 

Am Anfang steht der Rohstoff

Die Schweiz ist mitt­ler­weile Europas wich­tigste Dreh­scheibe im Roh­stoff­handel. Mehr als 500 Han­dels­häuser sind hier dank nied­riger Steuern und schwacher staat­licher Kon­trolle tätig. Während die Roh­stoff­händler Mil­li­arden ver­dienen, bleiben die Men­schen der För­der­länder arm und haben mit Kor­ruption, Men­schen­rechts­ver­let­zungen und Umwelt­schäden zu kämpfen.

Kin­der­arbeit auf Kaka­ko­plan­tagen in Burkina Faso, ver­schmutzte Flüsse im Kongo oder ver­giftete Bäue­rinnen und Bauern auf Baum­woll­feldern in Indien

Zahl­reiche Schweizer Unter­nehmen sind direkt oder über Toch­ter­firmen im Ausland tätig. Schon lange stehen die Kon­zerne in der Schweiz von Men­schen­rechts- und Umwelt­or­ga­ni­sa­tionen im Visier. Sechs der zehn umsatz­stärksten Schweizer Unter­nehmen sind Roh­stoff­kon­zerne mit reichlich Skan­dalen auf Kosten der Ärmsten dieser Welt. So brachte eine drei­jährige Recherchen von Public Eye  ein bis dann nur Insidern bekanntes glo­bales Geschäfts­modell ans Licht.

Die Roh­stoff­han­dels­firmen nutzten die laschen afri­ka­ni­schen Stan­dards sys­te­ma­tisch aus. So wurden aus Togo knapp sieben Tonnen Gold in die Schweiz ein­ge­führt, und das, obwohl Togo kaum Gold pro­du­ziert. Die Edel­me­talle wurden im Nach­barland Burkina Faso abgebaut. Nicht nur, dass die Men­schen dort in 12-Stunden-Schichten exis­ten­zi­ellen Sicher­heits- und Gesund­heits­ri­siken aus­ge­setzt sind, etwa 30 bis 50 Prozent dieses Goldes wurde von Kindern gefördert.

Durch den Schmuggel ent­gingen Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, zudem wichtige Ein­nahmen. Die Tes­siner Firma Val­cambi, wo das Gold aus Kin­der­händen raf­fi­niert wurde, wäre eigentlich durch einen Bran­chen­standard und ihren eigenen „Code of Conduct“ frei­willig zur Über­prüfung ihrer Lie­fer­kette ver­pflichtet gewesen.

Auch der Schweizer Nah­rungs­mit­tel­konzern Nestlé steht immer wieder wegen zahl­reichen Men­schen­rechts- und Umwelt­ver­stößen in der Kritik, doch Kon­zern­ver­ant­wortung sucht man ver­gebens, wie aktuelle Recherchen zeigen. Auch die vier größten Roh­stoff­händler der Welt mit zusammen mehr als 100 Mil­li­arden Dollar im Jahr erwirt­schaften ihre Umsätze auf Kosten der Ärmsten.

Kon­zerne sollen endlich gezwungen werden, ihre Lie­fer­ketten besser zu kon­trol­lieren und Ver­ant­wortung über­nehmen. Immer mehr Ver­braucher fordern von Kon­zernen mehr Trans­parenz in ihren Lie­fer­ketten und eine Haftung bei Men­schen­rechts- und Umweltverletzungen. 

Wenn wir in unserem echten Leben „Monopoly“ spielen, dann bedeutet das für die Ver­lierer den sicheren Tod!

Wer ist Eigen­tümer der Lebens­grund­lagen der Men­schen? – Das ist die wich­tigste Frage des Lebens; Denn wer die Lebens­grund­lagen der Men­schen besitzt, kon­trol­liert deren gesamtes Leben, ent­scheidet über Krieg und Frieden, über Leben und Tod.

Wie in den Vor­stands­etagen gear­beitet wird, zeigt das fol­gende Beispiel:

Wenn Sie irgendwann mal 10 Mil­li­arden Euro benö­tigen und die Bank gibt es ihnen nicht, müssen Sie wissen, wen Sie anrufen können. So machen es auch die Kon­zerne unter­ein­ander, denn man kennt sich.

Als Igor Set­schin, der Vor­sit­zende der Rosneft, ent­schied, TNK-BP zu kaufen, war der weltweit größte bör­sen­no­tierte Ölpro­duzent mit einem Problem kon­fron­tiert – die Banken waren nicht in der Lage, ihm die vollen $ 55 Mrd. zur Ver­fügung zu stellen. Herr Set­schin suchte eine andere Lösung und fand sie auch – er rief zwei der weltweit größten Titanen an: Ian Taylor und Ivan Gla­senberg, die Vor­stände von Vitol und Glencore. Die Vor­stände von Vitol und Glencore über­legten nicht lange und boten ihm ein $ 10 Mrd.-Dar­lehen an, das künftige Roh­öl­lie­fe­rungen vom staat­lichen rus­si­schen Unter­nehmen Rosneft garan­tiert. Dieser Deal ging als Größter seiner Art in die Geschichte der Ölbranche ein – Nutz­nießer sind Vitol und Glencore – wie gesagt, man kennt sich.

Kon­zern­ver­ant­wortung – Glencore: „Sie lassen uns hier langsam sterben“

Glencore Anta­paccay bei dem Versuch, Men­schen von ihrem Land aus ihrem Land zu vertreiben

Die Glencore plc ist die weltweit größte im Roh­stoff­handel tätige Unter­neh­mens­gruppe. Ihr ope­ra­tiver Hauptsitz befindet sich in Baar in der Schweiz.

Laut den Klein­bauern in Espinar, Peru, macht der Zuger Roh­stoff­multi ­Glencore sie krank. Wie im Work vom 20.11.2020) berichet wird,  baut die Berg­bau­ge­sell­schaft Anta­paccay für den Schweizer Roh­stoff­multi Glencore in der Region Kupfer ab. Dabei werden 17 ver­schiedene Schwer­me­talle frei­ge­setzt, die Gewässer und Böden ver­schmutzen und bei den Men­schen zu Organ­schäden, Lungen- und Pro­sta­ta­krebs, Osteo­porose und Blut­hoch­druck führen. Glencore weigert sich, die in einem Rah­men­ab­kommen fest­ge­legten Unter­stüt­zungs­gelder aus­zu­zahlen. Deshalb haben die Bewoh­ne­rinnen und Bewohner von Espinar am 15. Juli 2020 einen unbe­fris­teten Protest aus­ge­rufen. Sie blo­ckierten stra­te­gische Haupt­ver­kehrs­achsen und ver­an­stal­teten fried­liche Pro­test­märsche. Die staat­lichen Sicher­heits­kräfte gingen jedoch mit Gewalt gegen die Demons­trie­renden vor und schossen in die Menge. Nur durch Glück wurde diesmal – anders als bei frü­heren Pro­testen – niemand getötet. Auch der Jour­nalist Vidal Merma (37), der die Lage in Espinar seit 2005 doku­men­tiert, geriet in Lebensgefahr.

«Die Polizei hat auf mich geschossen, weil ich gefilmt und foto­gra­fiert habe, doch zum Glück hat mich die Kugel nicht getroffen. In Peru gibt es keine Pres­se­freiheit. Die Wahrheit zu berichten ist zu einem Delikt geworden.»

Cargill ist das schlimmste Unter­nehmen der Welt!

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Cargill ist das größte von nur sehr wenigen Agrar­un­ter­nehmen, die einen Großteil des glo­balen Agrar­handels domi­nieren. Cargill kon­trol­liert weite Teile des Handels mit zum Bei­spiel Soja­fut­ter­mitteln, Palmöl, Rind­fleisch und Kakao. Alles Agrar­pro­dukte, die mit groß­flä­chigen End­wal­dungen, Men­schen­rechts­ver­let­zungen, Kin­der­arbeit und Ver­trei­bungen ein­her­gehen. Cargill hat keine eigene Marke, die den Verbraucher*innen bekannt wäre, sondern ist immer nur der Zulie­ferer. Zum Bei­spiel beliefert Cargill den Fut­ter­mittel- und Hähn­chen­fleisch­pro­du­zenten, die dann wie­derum bekannte Super­märkte und Fast-Food-Restau­rants beliefert.

Kaum jemand kennt Cargill. Dabei mischt das Unter­nehmen überall mit: Ob Corn­flakes, Kat­zen­futter, Scho­kolade oder Wei­zenmehl – der US-Konzern kauft und ver­kauft weltweit Agrar­roh­stoffe. Doch Cargill wird vor­ge­worfen, die lokale Land­wirt­schafts­pro­duktion zu zerstören.

Cargill wurde 1865 gegründet, hat ca. 131.000 Mit­ar­beiter und ist in 67 Ländern mit einem Jah­res­umsatz von ca 115 Mil­li­arden Dollar viermal so groß wie Coca-Cola. 

Für Mighty Earth ist Cargill «das schlimmste Unter­nehmen der Welt». Dessen Spur führt – wie bei so vielen glo­balen  Kon­zernen – auch in die Schweiz.  Die Toch­ter­firma Cargill Inter­na­tional SA hat ihren Sitz in Genf.  Auf der Firmen-Website heißt es: «Die Schweiz ist ein wich­tiger Standort für Cargill weltweit durch den Handel mit Getreide und Ölsaaten in Genf; hier ist auch unser glo­baler Hauptsitz für den Fracht­handel und den Schiffsbetrieb.»

Die wich­tigsten Ergeb­nisse laut Mighty Earth.

  • Cargill ist bereit, an emp­find­lichen Öko­sys­temen in Bra­silien noch mehr ver­hee­renden Schaden anzu­richten und macht sich dabei die Zurück­nahme von grund­le­genden Umwelt­schutz­re­ge­lungen durch Prä­sident Bol­sonaro zunutze. 2014 ver­sprach Cargill, bis 2020 die Ent­waldung für alle Roh­stoffe in seiner Lie­fer­kette zu beenden. Ein Jahr vor diesem Termin schafft Cargill wei­terhin Anreize für die Ent­waldung und bleibt damit einer der schlimmsten Akteure auf der Welt­bühne. Nun steht das Unter­nehmen kurz davor, den Beginn einer von Bol­sonaro ein­ge­läu­teten Ära der Anarchie in den Wäldern Bra­si­liens auszunutzen.
  • Im November 2017 wurde Cargill von der Com­modity Futures Trading Com­mission mit einer Geld­strafe in Höhe von 10 Mil­lionen US-Dollar belegt, nachdem es jah­relang falsche Angaben zu den eigenen Han­dels­werten gemacht hatte – und zwar um bis zu 90 Prozent –, mit der Absicht, sowohl die Regierung als auch seine Han­dels­partner zu betrügen. Im Oktober 2018 wurde der für diese Ver­gehen ver­ant­wort­liche Direktor bei Cargill, David Dines, zum Chief Financial Officer befördert.
  • Mit Cargill ver­bundene Soja­plan­tagen in Bra­silien nehmen Land ein, das indi­genen Völkern gehört, die von den Wäldern abhängig sind. Sie werden von ihrem tra­di­tio­nellen Land ver­trieben und erfahren einen starken Anstieg an Krebs­er­kran­kungen, Geburts­fehlern, Fehl­ge­burten und anderen Krank­heiten, die mit im Soja­anbau ein­ge­setzten, häufig von Flug­zeugen direkt über ihren Köpfen ver­sprühten Pes­ti­ziden und Her­bi­ziden in Ver­bindung gebracht werden.
  • In der US-Lebens­mit­tel­in­dustrie ist Cargill mit mehr als einem Dutzend Umwelt­schad­stoffen, ein­schließlich Form­aldehyd, Blei, Asbest, Blau­säure und Queck­silber, in den Top Ten der Umweltverschmutzer.

Nestlé und die Konzerninitiative

 

Dass Nestlé nicht gerade begeistert sein wird, sollte die Kon­zern­in­itiative erfolg­reich sein, zeigte der Konzern bereits in Aus­tralien, denn dort kämpfte Nestlé gegen das Skla­verei-Gesetz. Wenn es um Unter­nehmen geht, die ohne Rück­sicht auf die mensch­liche Gesundheit und Sicherheit arbeiten, scheint das Nestle-Unter­nehmen wirklich in einer eigenen Liga zu spielen, denn eigentlich hätte Nestlé den neuen aus­tra­li­schen Geset­zes­vor­schlag gegen moderne Skla­verei tat­kräftig unter­stützen müssen. War es doch der Konzern selbst, der mehr Trans­parenz in seiner Lie­fer­kette haben wollte. Man stelle sich vor, da möchte ein Kon­tinent endlich ein Gesetz gegen moderne Skla­verei ver­ab­schieden und aus­ge­rechnet Nestlé hat etwas dagegen. Nestlè wurde bereits mehrfach wegen Bei­hilfe zur Skla­verei ange­zeigt und nicht nur wegen der „bit­teren Scho­kolade„, sondern auch wegen der Unter­stützung der Skla­verei in Thailand. Siehe Nestlé, das Wasser abgräbt – kämpft gegen Skla­verei-Gesetz und wird in den USA erneut ver­klagt! – Child Labour and Modern Slavery, the truth about Nestle

Zur Erin­nerung: Nestlé wurde vor­ge­worfen, in Teilen Asiens und in Teilen Afrikas Kin­der­sklaven beschäftigt zu haben. Es hat ver­sucht, überall, von Bra­silien bis nach Flint, Michigan, Wasser zu stehlen. Leider ist die Geschichte von Nestlé scheinbar immer noch nicht bei allen Men­schen ange­kommen. Ein Teil davon ist wahr­scheinlich auf die Tat­sache zurück­zu­führen, dass das von Nestlé kon­trol­lierte Unter­nehmen einen großen Teil unseres Essens pro­du­ziert, was es zu einem großen Wer­be­trei­benden in den Medien macht.

Zurzeit steht Nestlé wieder einmal in der Kritik wegen Palmöl und es will den Handel mit Palmöl, aber auch im Bereich „bittere Scho­kolade“ steigt die Kin­der­arbeit in Ghana und auf Kakao­farmen der Elfenbeinküste.

DIE GEHEIMEN DEALS DER ROHSTOFFHÄNDLER

„Die geheimen Deals der Roh­stoff­händler“ ist der erste Doku­men­tarfilm, der die Funk­ti­ons­weise des inter­na­tio­nalen Roh­stoff­markts mit Folgen auf wirt­schaft­licher, poli­ti­scher und welt­ernäh­rungs­tech­ni­scher Ebene auf­deckt. Er zeigt den Arbeits­alltag der Händler, die die Roh­stoffe vor Ort prüfen, erstehen und wei­ter­ver­kaufen, und durch­leuchtet das Business der Trader, die mit Ter­min­ge­schäften auf die Preis­ent­wicklung der kost­baren Güter spekulieren.

Von afri­ka­ni­schen Baum­woll­plan­tagen bis zu bra­si­lia­ni­schen Soja­feldern, von Import­firmen in Hongkong über die Han­dels­häfen von Porto de Santos und Le Havre bis zur Börse von Chicago – in auf­wän­digen Recherchen auf vier Kon­ti­nenten und auf hoher See ent­hüllt der Film die geheimen Gesetze des inter­na­tio­nalen Rohstoffgeschäfts.

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Billige Roh­stoffe = mehr Umsatz für die Giganten. Doch wollen wir Kon­su­menten diese Bedin­gungen akzep­tieren? Und was macht die Industrie? Weiß sie, woher ihre Roh­stoffe kommen? Hat sie über­haupt ein Interesse an „sau­beren“ Rohstoffen?

Fakt ist: Ob Wasch­ma­schine, Handys, Autos und Com­puter, Kleidung, Kos­me­tik­pro­dukte oder Nah­rungs­mitteln – für Profit nutzen die Kon­zerne Sklaven- und Kin­der­arbeit  – Die Nutz­nießer dieser Aus­beutung sind wir Ver­braucher. Ein hoher blu­tiger Preis!

Die Regie­rungen sind uner­träglich langsam bei der Änderung der Gesetz­gebung und werden leider auch stark von mäch­tigen Lob­by­gruppen beeinflusst.

Zocken auf Kosten der Ärmsten. Und während die Zahl der Hun­gernden dieser Welt steigt, steigen auch die Akti­en­kurse dieser Welt. Oder wie es bereits Jean Ziegler for­mu­lierte: „Es kommt nicht darauf an, den Men­schen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.“

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Netz­frauen Lisa Nat­terer und  Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org