ÜBER DAS BESTREBEN, BARGELD ABZU­SCHAFFEN UND DIGI­TALES ZEN­TRAL­BANKGELD EINZUFÜHREN

[Der fol­gende Beitrag wurde Mitte Mai 2022 als Vortrag auf der Gott­fried Haberler Kon­ferenz in Liech­ten­stein gehalten.]

Gleich zu Beginn möchte ich Ihnen die Schluss­fol­ge­rungen meiner Über­le­gungen mitteilen:

Das Bargeld zurück­zu­drängen oder aus dem Verkehr zu ziehen und digi­tales Zen­tral­bankgeld aus­zu­geben, sind äußerst pro­ble­ma­tisch, weil

(1.) die Miss­brauchs­mög­lich­keiten und Fehl­ent­wick­lungen des staat­lichen Fiat-Geld­mo­nopols gewaltig erhöht werden, ohne dass sich dagegen wirksame Abwehr­me­cha­nismen auf­bieten ließen; und weil

(2.) der Weg in den digi­talen Über­wa­chungs- und Len­kungs­staat befördert wird (Stich­worte „Great Reset“ und „Große Trans­for­mation“), eine Ent­wicklung, die das frei­heit­liche, fried­volle und pro­duktive Zusam­men­leben der Men­schen auf dieser Welt ernstlich bedroht.

Die Lösung, die ich mit Blick auf die genannten Pro­bleme vor­bringen werde, lautet:

Been­digung des staat­lichen Geld­mo­nopols, indem ein freier Markt für Geld, ein Wäh­rungs­wett­bewerb, die Pri­va­ti­sierung des Geldes, ermög­licht wird; also den Weg beschreiten, den die Ver­treter der Öster­rei­chi­schen Schule der Natio­nal­öko­nomie, wie ins­be­sondere Ludwig von Mises (1881–1973), Friedrich August von Hayek (1899–1992) und Murray N. Rothbard (1926–1995), bereits vor geraumer Zeit über­zeugend gewiesen haben.

Zudem werde ich die The­matik nicht nur geld­theo­re­tisch beleuchten, sondern sie vor allem auch in einen gesell­schafts­theo­re­ti­schen Kontext stellen; weil nur so ihre besondere Brisanz ersichtlich wird.

Lassen Sie uns zunächst über die Geldart sprechen, die die meisten Men­schen nur zu gut aus ihren tag­täg­lichen Geschäften kennen: und zwar das Bargeld in Form von Münzen und Banknoten.

II.

Bargeld wird … ganz offen­sichtlich stark nachgefragt.

Auf der fol­genden Graphik (Abb.1) sehen Sie von 1959 bis Ende 2021 die US-Dollar-Bar­geld­be­stände in Prozent der US-Wirt­schafts­leistung. Wie sie sehen, sind sie seit den frühen 1990er Jahren ange­stiegen und befindet sich derzeit nahe einem Rekordhoch. Das gilt auch für die Euro-Bar­geld­be­stände in Prozent der Euroraum-Wirtschaftsleistung.

Bargeld wird also ganz offen­sichtlich stark nach­ge­fragt. Die fal­lenden Zinsen in den letzten Jahr­zehnten haben ver­mutlich dazu bei­getragen. Zudem auch die Eigen­schaft des Bar­geldes, einen Schutz vor Ban­ken­pleiten zu gewähren. In jedem Fall gibt es ganz offen­sichtlich Gründe, warum die Men­schen Bargeld halten wollen, und Trans­ak­tionen, die die Men­schen gern bar begleichen (zum Bei­spiel Geschenke für die Ehefrau kaufen; steu­er­freie Trink­gelder gewähren; den Enkel­kindern einen Schein zustecken; die Kol­lekte in der Kirche zahlen).

Abb. 1. – Bar­geld­be­stände in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Quelle: Refi­nitiv; eigene Berechnungen.

Periode: Q1 1959 bis Q4 2021. Euroraum: Beginn Q1 1999.

Folglich mag es Sie ver­wundern, dass das Bargeld viele und vor allem auch sehr ein­fluss­reiche Feinde hat – obwohl es nach­weislich auch heute noch sehr populär und nahezu überall im Einsatz ist.

Es herrscht kein Mangel an Argu­menten, mit denen den Men­schen ihr Bargeld madig gemacht werden soll.

So ist zu hören und zu lesen: Mit Bargeld werden kri­mi­nelle Trans­ak­tionen durch­ge­führt – wie Dro­gen­ge­schäfte, Geld­wäsche und Terrorismusfinanzierung.

Oder: Bargeld lockt Ver­brecher an. Immer wieder werden Banken über­fallen, Bar­geld­au­to­maten gesprengt.

Oder: Bargeld hilft dabei, Trans­ak­tionen durch­zu­führen, die der Staat nicht besteuern kann. Dem Staat ent­gehen dadurch Einnahmen.

Oder: Die Bar­geld­ver­wendung ist unhy­gie­nisch, erleichtere es, Viren zu ver­breiten und stelle damit ein Gesund­heits­risiko dar.

Oder: Die Bar­geld­ver­wendung ist teuer, die Kosten des Zah­lungs­ver­kehrs ließen sich senken, wenn nur noch elek­tro­nisch bezahlt wird.

Ich will auf diese Argu­mente nicht näher ein­gehen. (Sie erkennen ver­mutlich bereits, wie ein­seitig und unaus­ge­wogen, ja wie zuweilen an den Haaren her­bei­ge­zogen und absurd einige sind.)

Fest­halten will ich an dieser Stelle nur Fol­gendes: Es herrscht kein Mangel an Argu­menten, mit denen den Men­schen ihr Bargeld madig gemacht werden soll.

Ein ganz besonders aus­ge­klü­geltes Argument gegen das Bargeld haben keyne­sia­nisch gesinnte Öko­nomen vor­ge­bracht. Ihnen zufolge kann angeblich der Fall ein­treten, dass die Zen­tralbank den Zins in den Nega­tiv­be­reich absenken muss, um die Wirt­schaft aus einer Rezession her­aus­zu­führen. Aber das kann nicht gelingen, denn es gibt eine soge­nannte Nullzinsuntergrenze.

Niemand, der bei Sinnen ist, wird zu einem Nega­tivzins sein Geld ver­leihen: Ich leihe dir meine 100 Euro nicht für die Dauer eines Jahres, wenn ich dafür einen Zins von, sagen wir, minus 5 Prozent erhalte. Dann gebe ich Dir heute 100 Euro und in einem Jahr gibst Du mir 95 Euro zurück. Wenn der Marktzins negativ ist, ist es besser für mich, mein Geld in der Kasse zu halten als es zu verleihen.

Was würde also pas­sieren, wenn die Geschäfts­banken einen Nega­tivzins der Zen­tralbank wei­ter­geben und Nega­tiv­zinsen auf Bank­gut­haben erheben, damit die Geld­haltung weniger attraktiv wird und die Men­schen dazu gedrängt werden, ihr Geld viel­leicht doch zu nega­tiven Zinsen zu verleihen?

Antwort: Die Bank­kunden werden sich ihre Gut­haben in Bargeld aus­zahlen lassen und es unter der Matratze horten. Mit der Flucht ins Bargeld können sie den Ver­lusten ent­kommen, die ihnen die Banken mit dem Nega­tivzins auf­zu­er­legen ver­sucht. Besteht eine Flucht­mög­lichkeit der Bank­kunden in das Bargeld, lässt sich die Nega­tiv­zins­po­litik nicht durchsetzen.

Öko­nomen, die meinen, ein nega­tiver Zins sei eine gute Sache, zumindest in bestimmten Phasen, sehen folglich im Bargeld etwas Schlechtes, fordern seine Abschaffung.

III.

Ich möchte an dieser Stelle kurz inne­halten und die Idee, der gleich­ge­wichtige Marktzins könne negativ sein, als falsch zurück­zu­weisen ver­suchen – also das ausgeklügel(s)te Argument der Keyne­sianer gegen das Bargeld zu Fall zu bringen; zur aus­führ­lichen Erklärung sei an dieser Stelle auf die wei­ter­füh­rende Lite­ratur verwiesen.

Der Zins ist eine Kate­gorie (ein nicht weg­zu­den­kender Grund­be­griff) des mensch­lichen Han­delns. Er erklärt sich aus der Logik des mensch­lichen Han­delns. – Dass der Mensch handelt, lässt sich nicht wider­spruchsfrei ver­neinen. (Wer sagt „Der Mensch handelt nicht, der handelt – und wider­spricht dem Gesagten.)

Handeln erfordert den Einsatz von Mitteln. Mittel sind knapp. Zeit ist ein Mittel und damit knapp. Weil Handeln Zeit erfordert (zeit­loses Handeln lässt sich nicht wider­spruchsfrei denken), bevorzugt der Han­delnde eine kürzere War­tezeit bis zur Erfüllung seiner Ziele gegenüber einer längeren.

Folglich wertet er das Gegen­wartsgut höher als das Gut in der Zukunft (unter sonst gleichen Umständen). Der Wert­ab­schlag, den das Zukunftsgut gegenüber dem Gegen­wartsgut erleidet, ist der Urzins.

Der Urzins ist immer und überall positiv. Er kann nicht – und zwar aus hand­lungs­lo­gi­schen Gründen – auf null oder gar unter null fallen. Und daher kann auch der Marktzins nicht auf null oder gar unter null fallen.

In einem freien Markt, in dem die Men­schen frei­willig mit­ein­ander koope­rieren, ließe sich ein nega­tiver Marktzins nur durch geistige Umnachtung der Markt­ak­teure erklären; oder aber durch Lug und Betrug oder durch Zwang und Gewalt erklären bezie­hungs­weise her­bei­führen (wobei man sich dann aber nicht mehr in einem freien, sondern in einem gehemmten Markt befindet).

Das Argument, man müsse Bargeld abschaffen, um der Geld­po­litik den nötigen Spielraum für eine Nega­tiv­zins­po­litik zu ver­schaffen, mag viel­leicht auf den ersten Blick plau­sibel klingen, kann aber einer hand­lungs­lo­gi­schen Über­legung nicht stand­halten; es eignet sich nicht, die Bar­geld­ab­schaffung zur Ermög­li­chung einer Nega­tiv­zins­po­litik zu rationalisieren.

Bargeld ver­dient vielmehr einen beson­deren Schutz. Es ist so etwas wie geprägte Freiheit, hat wichtige Eigen­schaften wie ins­be­sondere die Anony­mität. Bargeld schützt in beson­derer Weise vor staat­lichen Über­griffen, bezie­hungs­weise erlaubt es den Bürgern, ihnen aus­zu­weichen. Auf die Dienste des Bar­geldes, vor allem seine Schutz­funktion, können freie Men­schen nicht verzichten.

IV.

Im Zeit­alter der Digi­ta­li­sierung gerät das Bargeld aus einem wei­teren Grund unter Druck. Man sagt rich­ti­ger­weise, dass es nicht digital (ein­deutig), sondern analog (mehr­deutig) ist, dass es nicht vir­tuell (durch Com­puter erzeugt, der Mög­lichkeit nach vor­handen), sondern real ist (es befindet sich in der phy­si­schen Lebens­wirk­lichkeit). Bargeld haftet daher das Etikett „alt­her­ge­bracht“ und „nicht mehr zeit­gemäß“ an.

Mit Blick auf „Indus­trielle Revo­lution 4.0“ und „Smart Economy“ gibt es ver­stärkten Bedarf nach voll­au­to­ma­ti­schen, pro­gram­mier­baren Zahlungsdiensten.

Zu nennen sind hier zum Bei­spiel Anwen­dungen im Bereich des „Internet of Things“ (IoT), inno­va­tiver Geschäfts­mo­delle („Pay-per-Use“) oder Machine-to-Machine-Pay­ments (M2M).

Pro­gram­mierbare Zah­lungs­dienste stellen Effi­zi­enz­ge­winne und neue Geschäfts­mo­delle und Märkte in Aus­sicht, und es wird daher nach einem pas­senden digi­talen Geld gerufen (auch wenn noch gar nicht abschließend klar ist, welchen Anteil der­artige Zah­lungen am gesamten ‚her­kömm­lichen‘ Zah­lungs­vo­lumen erreichen werden).

Der größte Funk­ti­ons­nutzen bei der Abwicklung pro­gram­mier­barer Zah­lungen wird derzeit toke­ni­siertem Geschäfts­ban­kengeld, vor allem aber digi­talem Zen­tral­bankgeld beigemessen.

Der Grund: Der Markt für Geld ist staatlich mono­po­li­siert. Der Staat setzt ein Regelwerk, dem die Kon­kurrenz zum staat­lichen Geld zu gehorchen hat, und das bislang erfolg­reich Geld-Inno­va­tionen fernhält.

Die staat­lichen Zen­tral­banken haben es daher recht einfach, die neuen Trans­ak­ti­ons­er­for­der­nisse eigen­mächtig dahin­gehend zu inter­pre­tieren, dass vor allem die Ausgabe eines – und zwar ihres eigenen – digi­talen Zen­tral­bank­geldes wün­schenswert und vor­an­zu­treiben sei.

Derzeit arbeiten Zen­tral­banken in 87 Ländern (die etwa 90 Prozent der glo­balen Wirt­schafts­leistung reprä­sen­tieren) daran, Bürgern und Firmen digi­tales Zen­tral­bankgeld zugänglich zu machen. Neun Länder haben bereits digi­tales Zen­tral­bankgeld emittiert.

Was ist digi­tales Zen­tral­bankgeld? Im Kern handelt es sich um nichts anderes als ein Geld­gut­haben, das Pri­vatmann und Pri­vatfrau (direkt oder indirekt) bei der Zen­tralbank unter­halten. Bisher bekommen nur Aus­ge­wählte Konten bei der Zen­tralbank: Geschäfts­banken, staat­liche Stellen, manchmal auch Groß­un­ter­nehmen. Mit digi­talem Zen­tral­bankgeld öffnet sich die Zen­tralbank gewis­ser­maßen für das Massengeschäft.

Das Adjektiv „digital“ klingt ver­mutlich für viele Ohren positiv, als Synonym für inno­vativ, zukunfts­trächtig, modern. Anders ist die Zustimmung, die von vielen Seiten dem digi­talen Zen­tral­bankgeld ent­ge­gen­ge­bracht wird, wohl nicht zu erklären.

Digi­tales Zen­tral­bankgeld ist jedoch keine wirk­liche „Inno­vation“. Es unter­scheidet sich kate­gorial von digi­talen Kryp­to­ein­heiten (wie Bitcoin und Ethereum oder Sta­ble­coins wie Tether, USD Coin oder Binance USD).

Betrachten wir zu Bei­spiel Bitcoin, so stellen wir fest, dass er dezentral orga­ni­siert ist, dem Zugriff des Staates ent­zogen und men­gen­mäßig begrenzt ist. Der Bitcoin ist somit ein kon­zep­tio­neller Gegen­entwurf zum staat­lichen Geld­mo­nopol bezie­hungs­weise zum staat­lichen Fiat-Geld.

Ein genauer Blick auf die Folgen, die mit der Ausgabe von digi­talem Zen­tral­bankgeld ver­bunden sein werden, muss vielmehr für Ernüch­terung sorgen.

Man sollte nicht meinen, digi­tales Zen­tral­bankgeld sei „bes­seres Geld“. Es ist vielmehr Fiat-Geld. Und das Fiat-Geld leidet bekanntlich unter einer Reihe von öko­no­mi­schen und ethi­schen Defekten: (1.) Es ist infla­tionär; (2.) es begünstigt wenige auf Kosten vieler (ist „sozial unge­recht“); (3.) es ver­ur­sacht Finanz- und Wirt­schafts­krisen; (4.) es treibt die Volks­wirt­schaften in die Über­schuldung; und (5.) es lässt den Staat über alle Maße anwachsen auf Kosten der Freiheit von Bürgern und Unternehmern.

Die Pro­bleme, für die das Fiat-Geld sorgt, werden daher nicht durch die Ausgabe von digi­talem Zen­tral­bankgeld gelöst – weil digi­tales Zen­tral­bankgeld Fiat-Geld ist. Nicht nur bleiben die Fiat-Geld­pro­bleme ungelöst, vielmehr werden dadurch neue, gewichtige Pro­bleme her­auf­be­schworen. Ich komme darauf gleich noch zu sprechen. Zunächst noch einige Anmer­kungen zur Aus­ge­staltung des digi­talen Zentralbankgeldes.

V.

Es gibt ver­schiedene Mög­lich­keiten, digi­tales Zen­tral­bankgeld zu gestalten. Bei­spiels­weise kann es in Form von Kon­to­gut­haben (bei der Zen­tralbank oder bei Finanz­in­ter­me­diären) oder als Token (in „Wallets“) bereit­ge­stellt werden; es kann mit oder ohne Zins ver­sehen werden; Zah­lungen in digi­talem Zen­tral­bankgeld können betrags­mäßig begrenzt oder unbe­grenzt sein; jeder kann Zugang zum digi­talen Zen­tral­bankgeld erhalten oder nur Aus­ge­wählte; der Wech­selkurs zwi­schen digi­talem Zen­tral­bankgeld und Bargeld und Geschäfts­ban­kengeld kann auf 1:1 oder auch auf einen anderen poli­tisch bestimmten Kurs fest­ge­setzt werden.

Eine besonders wichtige Frage lautet an dieser Stelle: Wie kommen Sie und ich in den Besitz von digi­talem Zen­tral­bankgeld? Auf zwei Wegen.

Der erste Weg: Sie zahlen ihr Bargeld bei ihrer Bank ein. Das so erhaltene Giro­gut­haben tau­schen sie 1:1 in digi­tales Zen­tral­bankgeld. Ent­weder indem sie es an die Zen­tralbank oder an einen Finanz­in­ter­mediär über­weisen, die ihnen digi­tales Zen­tral­bankgeld gut­schreiben, ent­weder auf dem Konto, das sie bei der Zen­tralbank oder beim Finanz­in­ter­mediär unter­halten, oder indem sie ihnen das digitale Zen­tral­bankgeld direkt in ihre „Wallet“, in ihr digi­tales Por­te­maine, über­weisen. Ganz ähnlich läuft es ab, wenn sie ihr Geschäfts­ban­kengeld in digi­tales Zen­tral­bankgeld eintauschen.

Der zweite Weg: Die Zen­tralbank gibt zusätz­liches digi­tales Zen­tral­bankgeld aus. Bei­spiels­weise ver­schuldet sich der Staat bei der Zen­tralbank und erhält digi­tales Zen­tral­bankgeld, das er dann auf die Konten bezie­hungs­weise in die Wallets der Geld­ver­wender überweist.

Digi­tales Zen­tral­bankgeld erleichtert den Noten­banken die Ausgabe von „Heli­ko­ptergeld“. Heli­ko­ptergeld steht für die Idee, dass die Zen­tralbank die Geld­menge in der Volks­wirt­schaft direkt aus­weitet – sprich­wörtlich durch den Abwurf von Bank­noten aus Hubschraubern.

Nehmen wir an, die Men­schen halten Konten bei der Zen­tralbank. Die Zen­tralbank kann dann quasi per Knopf­druck, nach dem Heli­ko­pter­prinzip, die Konten mit digi­talem Zen­tral­bankgeld befüllen. Auf diese Weise lassen sich die Ein­kommens- und Ver­mö­gens­ver­hält­nisse in der Gesell­schaft geradezu auf den Kopf stellen.

Warum? Nun, die Ausgabe von digi­talem Zentralbank-„Helikoptergeld“ erfordert die Ent­scheidung, wer wann wieviel neues Geld auf sein Konto über­wiesen bekommt.

Im heute vor­herr­schenden Geld­system gibt es (immer noch) einen Bezug zwi­schen wirt­schaft­licher Leis­tungs­fä­higkeit des Kre­dit­nehmers und Geld­men­gen­aus­weitung: Nur wer ein ren­tables Inves­ti­ti­ons­objekt hat, oder wer Ver­mögen hat, bekommt Kredit und damit neues Geld.

Ein solcher Bezug wird bei der Ausgabe von digi­talem Zentralbank-„Helikoptergeld“ auf­ge­hoben. Vielmehr sind es hier (rein) poli­tische, will­kürlich bestimmte Kri­terien, die die Zuteilung der neu erschaf­fenen Geld­menge leiten.

Bei­spiel: Die Zen­tralbank sieht die Not­wen­digkeit, die Geld­menge um, sagen wir, 10 Prozent aus­zu­weiten. Soll jeder Kon­to­in­haber 10 Prozent mehr Geld erhalten? Oder sollen die Ein­kom­mens­schwachen mehr als 10 Prozent bekommen und ent­spre­chend weniger die­je­nigen mit höherem Ein­kommen? Oder soll es viel­leicht pro Kopf den gleichen abso­luten Geld­betrag geben?

Man steht hier vor dem zen­tralen Problem des Sozia­lismus: Wer bekommt was wann und wieviel? Man kann sich das poli­tische Gerangel vor­stellen, das ent­steht, wenn digi­tales Zen­tral­bankgeld nach der Heli­kopter-Methode aus­ge­geben wird. Doch jede Regel ist hier will­kürlich, einen „neu­tralen Ver­tei­lungs­schlüssel“ gibt es nicht.

Mit der Ausgabe von Heli­ko­ptergeld begibt sich die Volks­wirt­schaft in den mone­tären Zutei­lungs­staat, der die Ein­kommens- und Ver­mö­gens­ver­teilung maß­geblich (mit-)bestimmt. Das ist anfänglich so etwas wie ein Semi-Sozia­lismus, aber die Volks­wirt­schaft wird unter diesen Bedin­gungen unauf­haltsam nach und nach in ein voll-sozia­lis­ti­sches System verwandelt.

Viel­leicht sagen sie: „Na, soweit wird es wohl nicht kommen“. Und selbst wenn sie damit Recht haben, bleibt in jedem Fall jedoch zu befürchten, dass der direkte Zugriff der Zen­tralbank auf die Geld­menge, den das digitale Zen­tral­bankgeld eröffnetdie Fehler- und Miss­brauchs­mög­lich­keiten der Geld­po­litik gewaltig erhöht.

Bei­spiels­weise könnten die Zen­tral­bankräte in Kri­sen­zeiten kopflos über­re­agieren und die digitale Zen­tral­bank­geld­menge in kür­zester Zeit gewaltig aus­dehnen und damit ein großes Infla­ti­ons­problem erzeugen.

Oder: Der Zen­tral­bankrat nutzt den direkten Zugang zu den Konten der Bürger und Firmen und weitet die Geld­menge stark aus, um ganz gezielt eine Infla­ti­ons­po­litik in Gang zu setzen, die die Staats­schulden ent­werten soll.

Ich per­sönlich sehe keine Mög­lichkeit, wirksame insti­tu­tio­nelle Bar­rieren gegen der­artig gestei­gerte Fehler- und Miss­brauchs­mög­lich­keiten zu errichten, die mit dem digi­talen Zen­tral­bankgeld geschaffen werden.

VI.

Führt man sich vor Augen, wie das weltweit vor­zu­fin­dende Fiat-Geld­system funk­tio­niert, wird deutlich, dass die Ausgabe von digi­talem Zen­tral­bankgeld weitere, sehr weit­rei­chende Folgen haben wird.

Das heutige Fiat-Geld­system ist ein ein­stu­figes Misch-Fiat­geld­system.

Die staat­liche Zen­tralbank hat das Monopol für das Zen­tral­bankgeld: Nur sie kann es (in Form von Bank­noten und Zen­tral­bank­geld­gut­haben) pro­du­zieren. Eine Zen­tralbank kann folglich nicht zah­lungs­un­fähig werden: Sie kann das Geld, mit dem sie ihre Rech­nungen (Zah­lungen für Löhne, Pen­sionen, Immo­bi­li­en­erwerb, Mieten etc.) bezahlt, jederzeit selbst erzeugen.

Ver­fügen die Geschäfts­banken über Zen­tral­bankgeld (sie brauchen es, um Zah­lungen im Inter­ban­ken­markt abzu­wi­ckeln und Min­dest­re­serve-Vor­schriften zu erfüllen), können sie (weil sie staatlich dazu lizen­siert sind) per Kre­dit­vergabe ihr eigenes Geld, das Geschäfts­ban­kengeld, erzeugen.

Das ein­stufige Misch-Fiat­geld­system ist störanfällig.

Hat bei­spiels­weise eine Geschäftsbank nicht genügend Zen­tral­bankgeld (und das ist in einem Teil­re­ser­ve­system die Norm), kann sie zah­lungs­un­fähig werden, wenn die Kunden ihre Giro­gut­haben an eine andere Bank über­weisen oder wenn sie ihre Gut­haben in Bargeld aus­ge­zahlt haben wollen. Die Bank­kunden sind also einem Zah­lungs­aus­fall­risiko ausgesetzt.

Mit digi­talem Zen­tral­bankgeld ändert sich das. Niemand muss dann mehr befürchten, dass sein Geschäfts­bank­gut­haben ver­loren gehen könnte: Wenn Banken wanken, dann kann man sein Gut­haben per Maus­klick in digi­tales Zen­tral­bankgeld umbuchen.

Zwar können Bank­kunden sich schon heute ihre Gut­haben in Bargeld aus­zahlen lassen, wenn sie einer Geschäftsbank nicht mehr trauen. Doch das ist beschwerlich und mit Kosten ver­bunden (man denke an den Besuch der Bank­fi­liale, War­te­zeiten, Aufwand für Transport, Lagerung und Ver­si­cherung grö­ßerer Bargeldbeträge).

Die „Flucht­mög­lichkeit“ in digi­tales Zen­tral­bankgeld ist für die Bank­kunden recht einfach – und das Bargeld bekommt Kon­kurrenz, wird auch als Vor­sichts­kas­sen­medium weniger attraktiv.

Digi­tales Zen­tral­bankgeld kon­kur­riert auch des­wegen mit Bargeld, weil es ebenso aus­fall­sicher ist wie Münzen und Bank­noten. Das erhöht die Wahr­schein­lichkeit, dass es bei nichts­ah­nenden Bürgern und Firmen breite Akzeptanz findet und das Bargeld ver­drängt – im Zah­lungs­verkehr ebenso wie bei der Haltung von Vor­sichts­kasse.

Um es an dieser Stelle noch einmal zu wie­der­holen: Wird das Bargeld ver­drängt, aus dem Verkehr gezogen, ist das Geld der Men­schen in den Bank­bi­lanzen gefangen und der finan­zi­ellen Repression durch Nega­tiv­zinsen schutzlos ausgeliefert.

Der ein­zelne kann sich zwar von seiner Sicht­einlage trennen, indem er bei­spiels­weise damit Aktien kauft. Dann aber hat jemand anderes das Sicht­gut­haben, und dieser wird durch den Nega­tivzins enteignet.

VII.

Weil digi­tales Zen­tral­bankgeld aus­fall­sicher ist und Zah­lungen via Smart­phone oder PC bequem sind, kann die Zen­tralbank den Geschäfts­banken Markt­an­teile im Ein­lagen- und Zah­lungs­verkehr abnehmen.

Auch im Kre­dit­ge­schäft könnte sie den Geschäfts­banken Kon­kurrenz machen, indem sie Kon­su­menten und Unter­nehmen Dar­lehen (Über­zie­hungs­kredite) in digi­talem Zen­tral­bankgeld anbietet. Das macht digi­tales Zen­tral­bankgeld für die Bank­kunden natürlich attraktiv.

Die Zen­tralbank zieht immer mehr Zah­lungs- und Kre­dit­trans­ak­tionen an sich, und das Geschäfts­modell der pri­vaten Banken erodiert.

Die Bereit­schaft von Inves­toren nimmt dar­aufhin ab, Banken Eigen­ka­pital zur Ver­fügung zu stellen. Für den Staat öffnet sich damit ein Ein­fallstor: Er kann als Retter kapi­tal­schwacher Banken in Erscheinung treten und sie verstaatlichen.

Und damit wäre ein mar­xis­ti­sches Ziel erreicht: nämlich das Geld- und Kre­dit­system vollends zu verstaatlichen.

Im Kom­mu­nis­ti­schen Manifest aus dem Jahre 1848 listen Karl Marx und Friedrich Engels zehn „Maß­regeln“ auf, die „als Mittel zur Umwälzung der ganzen Pro­duk­ti­ons­weise unver­meidlich sind“. Maß­regel Nummer fünf lautet: „Zen­tra­li­sation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Natio­nalbank mit Staats­ka­pital und aus­schließ­lichem Monopol.“

Die Existenz von Zen­tral­banken ist in der Tat eine Idee im Sinne der Mar­xisten. Zwar sind sicherlich nicht alle, die eine staat­liche Zen­tralbank befür­worten, Mar­xisten. Aber sie reden einer „Maß­regel“ das Wort, die nach mar­xis­ti­scher Auf­fassung (und auch gemäß heu­tigen öko­no­mi­schen Erkennt­nissen) geeignet ist, um die Gesell­schafts­ver­hält­nisse umzu­stürzen, den Kom­mu­nismus zu errichten.

Sind erst einmal die letzten ver­blie­benen pri­vat­wirt­schaft­lichen Ele­mente aus dem Ban­ken­system gedrängt, werden die Kre­dit­kosten nicht mehr durch das freie Markt­ge­schehen, sondern nach staat­lichen Vor­gaben gesetzt. Kapi­tal­fehl­al­lo­ka­tionen größten Aus­maßes sind die abseh­baren Folgen, Wachstum und Beschäf­tigung werden beeinträchtigt.

VIII.

Wie steht es um die finan­zielle Pri­vat­sphäre der Geld­ver­wender, wenn digi­tales Zen­tral­bankgeld ver­wendet wird?

Die Zen­tral­banken wollen eine „Balance“ her­stellen zwi­schen Wahrung der Pri­vat­sphäre der Geld­ver­wender und dem Ziel, kri­mi­nelle Trans­ak­tionen durch Ver­hin­derung voll­stän­diger Anony­mität bei der Geld­ver­wendung zu ver­un­mög­lichen. Das heißt nichts anderes als: Eine voll­ständige Wahrung der Pri­vat­sphäre der Geld­ver­wender wie beim Bargeld soll und wird es nicht geben.

Hat das digitale Zen­tral­bankgeld erst einmal eine hin­rei­chend große Ver­breitung erfahren, kann es für weitere poli­tische Zwecke ein­ge­setzt werden.

China mit seinem Sozi­al­kre­dit­system zeigt, wie das geht. Das Ver­halten der Bürger lässt sich in staatlich vor­ge­gebene Bahnen lenken, indem der Zugang zu digi­talem Zen­tral­bankgeld an poli­ti­sches Wohl­ver­halten geknüpft wird.

Denkbar ist etwa, dass nur regie­rungs­treue Bürger ein Konto für digi­tales Zen­tral­bankgeld erhalten; und nur jene Unter­nehmen erhalten es, die ihre Pro­duktion auf CO2-min­dernde Tech­no­logien umstellen oder bei ihrer Per­so­nal­po­litik poli­tisch vor­ge­gebene Kri­terien anwenden.

Gleichsam lässt sich mit digi­talem Zen­tral­bankgeld Unlieb­sames bestrafen. Das Geld der Dis­si­denten lässt sich in promptu ein­frieren, ohne dass Zen­tralbank und Regierung sich mit Geschäfts­banken her­um­schlagen müssen. Poli­tische Gegner können so von der Regierung nicht nur zum Schweigen gebracht, sondern auch finan­ziell rui­niert werden.

Es sei an dieser Stelle her­vor­ge­hoben, dass auch Vor­schläge vor­ge­bracht wurden, durch die die Pri­vat­sphäre der Ver­wender von digi­talem Zen­tral­bankgeld erhalten werden soll.

Jedoch kann und sollte man darauf ver­trauen? Gewichtige Gründe für Skepsis bleiben. Vor allem weil die Erfahrung zeigt, dass der Staat sein Geld­mo­nopol, wenn es für ihn vor­teilhaft ist, für seine Zwecke ein­spannt, egal welche Spiel­regeln vorab ver­einbart wurden.

Dazu ein erhel­lendes Zitat von Friedrich August von Hayek: “Mit der ein­zigen Aus­nahme der 200 Jahre der Gold­währung haben prak­tisch alle Staaten der Geschichte ihr Monopol der Geld­ausgabe dazu gebraucht, die Men­schen zu betrügen und auszuplündern.“

Warum, so fragt man sich, sollte das anders sein mit digi­talem Zen­tral­bankgeld, wenn mit ihm das Aus­plündern sogar noch ein­facher wird? Doch es geht mitt­ler­weile um mehr als Inflation, und damit komme ich zum Schluss meines Referates.

IX.

Digi­tales Zen­tral­bankgeld wird die wenigen noch ver­blie­benen markt­wirt­schaft­lichen Ele­mente des Kredit- und Geld­systems noch weiter zurück­drängen, lahm­legen, abschalten.

Die Öffent­lichkeit sollte sich nicht von den Ver­hei­ßungen des digi­talen Zen­tral­bank­geldes blenden lassen. Es ist – wie kon­ven­tio­nelle US-Dollar, Euro & Co auch – Fiat-Geld, dem die bekannten öko­no­mi­schen und ethi­schen Defekte anhaften.

Digi­tales Zen­tral­bankgeld wird die wenigen noch ver­blie­benen markt­wirt­schaft­lichen Ele­mente des Kredit- und Geld­systems noch weiter zurück­drängen, lahm­legen, abschalten.

Es spielt Staaten und den Son­der­in­ter­es­sen­gruppen, die sie für ihre Zwecke ein­zu­spannen suchen, in die Hände – zu Lasten der Frei­heiten von Bürgern so wie klei­neren und mitt­leren Unternehmen.

Das digitale Zen­tral­bankgeld ist eine Art Tro­ja­ni­sches Pferd, das weit­ge­spannte Kon­troll- und Über­wa­chungs­mög­lich­keiten erzeugt, die kol­lek­ti­vis­tisch-sozia­lis­ti­schen Eiferern in die Hände spielen – und damit eine Ent­wicklung begünstigt, die viele Men­schen ver­mutlich heute noch gar nicht erkennen und sich ver­mutlich auch nicht wünschen.

Das kol­lek­ti­vis­tisch-sozia­lis­tische Ereifern unserer Zeit kommt ver­mutlich am prä­gnan­testen in den Begriffen „Great Reset“ und „Große Trans­for­mation“ zum Aus­druck. Im Kern geht es bei diesen Ideen darum, dass die Men­schen ihre Geschicke auf dem Pla­neten nicht in einem System der freien Märkte gestalten, sondern dass sie von zen­traler Stelle bestimmt und gesteuert werden sollen.

Das ist eine sehr bedroh­liche Idee, wie die Öko­nomik zeigt. Denn sie kann erklären, dass kol­lek­ti­vis­tisch-sozia­lis­tische, ja schon inter­ven­tio­nis­tische Vor­haben – und diesen Geist atmen der „Große Reset“ und die „Große Trans­for­mation“ – von vorn­herein zum Scheitern ver­ur­teilt sind, dass sie den Men­schen Armut, Elend, Kon­flikte und Gewalt bringen.

Die Beschäf­tigung mit dem Für und Wider des digi­talen Zen­tral­bank­geldes sollte letztlich jedoch nicht den Blick auf das eigent­liche, das zen­trale Problem ver­stellen: und das ist das Problem des staat­lichen Geld­mo­nopols, des Fiat-Geldsystems.

Es gibt keine über­zeu­genden öko­no­mi­schen und ethi­schen Gründe, warum der Staat das Geld mono­po­li­sieren und Fiat-Geld – ob nun in Papierform oder in digi­taler Form, ob in Form von Zen­tralbank-Fiatgeld oder Geschäfts­banken-Fiatgeld – aus­geben sollte.

Vielmehr gibt es über­zeu­gende öko­no­mische und ethische Gründe für einen freien Markt für Geld, dass also die Men­schen die Freiheit haben, das Geld wählen zu dürfen, das ihren Zwecken am besten ent­spricht; und dass jeder die Freiheit hat, sich darin zu ver­suchen, seinen Mit­men­schen ein Gut anzu­bieten, das diese frei­willig als Geld zu ver­wenden wünschen.

Fun­dierte und detail­lierte Über­le­gungen dazu haben die Öko­nomen der Öster­rei­chi­schen Schule der Natio­nal­öko­nomie vor­ge­tragen; zu nennen sind hier ins­be­sondere die Arbeiten von Ludwig von Mises (1881–1973), Friedrich August von Hayek (1899–1992) und Murray N. Rothbard (1926–1995).

Wenn ich also in meinem Vortrag zum Ergebnis komme, dass das Abschaffen des Bar­geldes und das Ein­führen von digi­talem Zen­tral­bankgeld keine guten Ideen sind, dann ver­binde ich das mit dem in öko­no­mi­scher Hin­sicht über­zeu­genden Lösungs­vor­schlag der „Öster­reicher“, das staat­liche Geld­mo­nopol zu beenden und einen freien Markt für Geld zu schaffen.

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Pro­fessor Dr. Thorsten Polleit ist seit April 2012 Chef­volkswirt der Degussa, Europas größtem Edel­me­tall­han­delshaus. Davor war er als Ökonom 15 Jahre im inter­na­tio­nalen Investment-Banking tätig. Thorsten Polleit ist zudem Hono­rar­pro­fessor für Volks­wirt­schafts­lehre an der Uni­ver­sität Bay­reuth, Adjunct Scholar am Ludwig von Mises Institut, Auburn, Alabama, Mit­glied im For­schungs­netzwerk „ROME“ und Prä­sident des Ludwig von Mises Institut Deutschland. Im Jahr 2012 erhielt er den The O.P. Alford III Prize In Poli­tical Economy. Thorsten Polleit ist Autor zahl­reicher Auf­sätze und Bücher: „Vom Intel­li­genten Inves­tieren“ (2018), „Mit Geld zur Welt­herr­schaft“ (2020), „Der Anti­ka­pi­talist“ (2020) und „Ludwig von Mises. Der kom­pro­misslose Liberale“ (2022), „Der Weg zur Wahrheit. Eine Kritik der öko­no­mi­schen Ver­nunft“ (2022). Die Website von Thorsten Polleit ist: www.thorsten-polleit.comHier Thorsten Polleit auf Twitter folgen.

Quelle: misesde.org