Geld Zei­ten­wende — Vom Ent­eig­nungsgeld zurück zum gedeckten Geld

LvMID: Herr Mudlack, in Ihrem Buch „Geld Zei­ten­wende – vom Ent­eig­nungsgeld zurück zum gedeckten Geld“ legen sie umfang­reiche logische, aber auch empi­rische Belege vor, wie das Fiat-Geld-System dazu führt, dass „der Staat“ wächst, die Ver­schuldung ansteigt, Wirt­schafts­krisen her­auf­ziehen, Ver­mögen von unten nach oben umver­teilt wird und so weiter. Was hat Sie auf die Idee gebracht, dieses Buch zu schreiben?

Mudlack: Seit der Finanz­krise 2007 und der nahezu unmit­telbar dar­auf­fol­genden Euro­krise beschäftige ich mich intensiv mit dem Geld­system und den damit ver­bun­denen durchaus kom­plexen, aber medial oft vereinfacht/verfälscht dar­ge­stellten Zusam­men­hängen. Im wei­teren Verlauf stellte ich fest, dass viele Men­schen in meinem Umfeld und darüber hinaus einfach unge­prüft das nacherzählen/adaptieren und für zutreffend halten, was Politik und Medien sehr ein­seitig darstellen.

Die ten­den­ziöse Bericht­erstattung ist nur logisch, denn es geht darum, gewisse Nar­rative zu mani­fes­tieren, damit die poli­ti­schen Ent­scheider u. a. über die staatlich finan­zierten Medien Mehr­heiten für ihren Weg ver­sammeln können. Ich ver­misste gerade bei der Euro-Politik, bei­spiels­weise zu Zeiten der Pleite Grie­chen­lands, eine kri­tische fak­ten­ba­sierte Aus­ein­an­der­setzung. Ein Prozess des Abwägens, der Dis­kussion und des Durch­gehens ver­schie­dener Sze­narien war nicht zu erkennen. Statt­dessen waren aus dama­ligen Regie­rungs­kreisen popu­lis­tische nicht empi­risch zu bele­gende Aus­sagen wie „scheitert der Euro, scheitert Europa“ zu ver­nehmen. Über­setzt heißt das: Wenn es nicht gelingt das Euro-Projekt fort­zu­führen, dann ist der Frieden in Europa gefährdet.

Seit den soge­nannten Ret­tungs­maß­nahmen sind die Schul­den­stände explo­diert, die Wirt­schafts­leistung der Eurozone ist bereinigt um das Geld­men­gen­wachstum dyna­misch rück­läufig und die Pro­duk­ti­vität läuft selbst in Deutschland und trotz der Digi­ta­li­sierung und den damit ver­bun­denen eigentlich zu erwar­tenden Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritten seit­wärts. Diese Fakten wurden weniger häufig wie­derholt als die Alter­na­tiv­lo­sigkeit des Fort­be­stands der Gemein­schafts­währung. Leider bleibt ten­den­ziell das in den Köpfen der Men­schen, was öfter wie­derholt wird. So eta­blierte man, zumindest auf Basis meiner Beob­ach­tungen, innerhalb der Gesell­schaft eine Art Euro-Nar­rativ und baute eine Bar­riere zu den Kri­tikern auf.

Die Medien und die poli­ti­schen Rädels­führer gingen noch weiter und dif­fa­mierten kri­tische Zeit­ge­nossen zum Bei­spiel als Euro-Abweichler, Quer­köpfe und sogar als „schlechte Europäer“. Anstatt zu dis­ku­tieren, wurde dif­fa­miert; eine Her­an­ge­hens­weise, die ich in meinen Jugend­zeiten nur mit tota­li­tären Herr­schafts- und Gesell­schafts­sys­temen ver­bunden habe.

Mein Ziel war es, mit dem Buch den Men­schen unauf­geregt und auf Basis von Fakten die ver­schie­denen Zusam­men­hänge mög­lichst einfach und ein­gängig anhand von über 80 Gra­fiken begreiflich zu machen. Ich wollte es, um eine Ziel­grup­pen­er­wei­terung her­bei­zu­führen, anders erklären als andere her­vor­ra­gende Autoren, die schon über das Thema Geld geschrieben haben. Daher auch der unkon­ven­tio­nelle Name Geld-Zei­ten­wende. Nach meiner Beob­achtung gab es immer schon Zei­ten­wenden, wenn es um das Thema Geld ging. Leider waren diese Geld-Zei­ten­wenden sehr oft zum Nachteil der breiten Masse der Bevölkerung.

Schauen wir uns die Ent­wicklung an, dann stellen wir fest, dass diese Zei­ten­wenden nicht durch eine evo­lu­ti­ons­be­dingte Ent­wicklung der dezentral han­delnden Men­schen her­bei­ge­führt wurden. Was meine ich damit? Hätten die Men­schen die Wahl zwi­schen gutem (hält die Kauf­kraft) und schlechtem Geld (wird ver­schlechtert und büßt Kauf­kraft ein), so würde das schlechte dem guten Geld weichen. Es hätte mangels Ver­wendung keine Exis­tenz­be­rech­tigung mehr und würde vom Markt ver­schwinden. Aus Annehmen, wie auch Ablehnen ver­schie­dener „Geld­arten“ und unter Ein­bezug des tech­no­lo­gi­schen Fort­schritts würde sich auto­ma­tisch eine Wei­ter­ent­wicklung und damit Evo­lution ergeben.

Das heute vor­herr­schende Geld wurde jedoch per Diktat durch den Staat bzw. eine Zen­tralbank und unter Aus­schaltung des Wett­be­werbs eta­bliert. Das heutige Geld­system ist, wie die Leser des Ludwig von Mises Instituts Deutschland wissen, zwangs­mo­no­po­lis­ti­scher Natur. Ein mono­po­lis­ti­scher Anbieter hat – mangels Alter­na­tiven – keine Hem­mungen das Geld schlei­chend oder auch mal auf extremere Art und Weise zu Lasten der­je­nigen, die es verwenden/halten, zu ver­schlechtern. Nach der Abschaffung des Gold­stan­dards im Jahre 1914 ent­sprach eine Unze Gold exakt 20 US-Dollar. Es folgte der kre­dit­ba­sierte Boom vor 1929 und der Bust nach 1929. Im Jahre 1934 wurde die Relation per Diktat und im Rahmen des soge­nannten New Deals auf 35 US-Dollar ver­ändert. Eine Geld­ver­schlech­terung von 75 Prozent, gemessen in Gold. Nach Auf­hebung der ohnehin nur formal bestehenden Gold­bindung 1971 ero­dierte die Gold­kauf­kraft des US-Dollar. Zwi­schen­zeitlich (Anfang März 2022) notierte eine Unze Gold bei über 2.000 US-Dollar und jetzt nach der Kor­rektur liegt der Tauschkurs schwankend bei um die 1.700 US-Dollar. Würden alle Men­schen der west­lichen Welt diese fatale Ent­wicklung logisch und bewusst nach­voll­ziehen, wäre es schwierig, die Men­schen ruhig zu halten. Dass es über­haupt noch funk­tio­niert, hat meiner Ein­schätzung nach mit den Glau­bens­sys­temen der Men­schen zu tun und nicht mit empi­ri­schem beleg­barem Wissen; auch darüber habe ich in der Ein­leitung des Buches geschrieben.

Die Aussage vom durch das Geld­system wach­senden Staat lässt sich anhand der Ent­wicklung der Staats­quote (Anteil des Staates an der Jah­res­wirt­schafts­leistung) belegen. Seit 1914 mit der Ein­führung des unge­deckten Geldes und der Abkehr vom Gold­standard sind dyna­mische Zuwächse zu beob­achten. Mittels Besteuerung der Bürger wären diese hohen Staats­quoten sicherlich nicht finan­zierbar, das funk­tio­niert nur über Geld­men­gen­aus­weitung via Staats­ver­schuldung. Und auch wenn ein Markt­teil­nehmer gewillt ist, dem Staat durch Sparen liquide Mittel zur Ver­fügung zu stellen, wären der Ver­schuldung natür­liche Grenzen gesetzt. Darüber hinaus wären viele Kriege im letzten Jahr­hundert in einem Umfeld des gedeckten Geldes nicht finan­zierbar gewesen. Es ist also kein Zufall, dass unmit­telbar vor dem ersten Welt­krieg die kom­plette west­liche Welt vom Gold­standard zum unge­deckten Kre­ditgeld (Fiat-Geld) über­ge­gangen ist.

Grafik aus dem Buch Geld-Zeitenwende
Daten­quellen: Sta­tista und Bun­des­mi­nis­terium für Finanzen

LvMID: Momentan führt die Fiat-Geld-Aus­weitung zu einer hohen Preis­in­flation. Wie wirkt sich das auf das Spar­ver­mögen der Durch­schnitts-Anleger aus? Denken Sie, dass Lohn­er­hö­hungen im momen­tanen Dauer-Krisen-Modus der Wirt­schaft durch­setzbar wären und wieso würde der Fiskus davon über­pro­por­tional profitieren?

Mudlack: Seit Ein­führung des Euro­systems im Jahre 1999 bis Ende 2021 wurde die Geld­menge per Kre­dit­vergabe, also durch die Schaffung neuen Geldes, weit mehr als ver­drei­facht. Die durch­schnitt­lichen Net­to­löhne (ledig, kin­derlos) sind laut Sta­tista nicht einmal um 60 Prozent gestiegen. Die Wir­kungs­grade der durch­schnitt­lichen Arbeits­ein­kommen wurden folglich massiv her­ab­ge­setzt. Oder anders und leicht pro­vokant gesagt: Das neu geschaffene Geld ist ganz offen­sichtlich nicht bei der arbei­tenden und durch­schnittlich ent­lohnten Bevöl­kerung angekommen.

Die Lohn­er­hö­hungen waren natürlich höher als 60 Prozent, aber durch die pro­gressive Besteuerung pro­fi­tiert eben leider zu einem großen Teil der Fiskus. Der Staat wird also nicht nur durch die Inflation bei der Tilgung seiner Schulden begünstigt, sondern auch indem die arbei­tende Bevöl­kerung durch die höheren Bezüge in eine höhere durch­schnitt­liche pro­zen­tuale Besteuerung rutscht. Diese soge­nannte kalte Pro­gression sollte nach Aus­sagen der poli­ti­schen Akteure, solange ich das poli­tische Schau­spiel beob­achte, beseitigt werden. Aber an die Ver­sprechen konnte sich nach erfolg­reicher Wahl keine der letzten Regie­rungs­par­teien erinnern.

Es gab jetzt schon Gehalts­er­hö­hungen im Bereich von 5 Prozent. Aber da kommt beim Gehalts­emp­fänger eh schon nur die Hälfte an und durch die deutlich höheren Preis­stei­ge­rungen bei Konsum- aber vor allem auch Ver­mö­gens­gütern sinken die Real­löhne. Ins­be­sondere die kleinen und mit­tel­stän­di­schen Unter­nehmer sind, gerade jetzt auf­grund der gestie­genen Ener­gie­preise und Kosten für Vor­pro­dukte, auf­grund man­gelnder Preis­durch­set­zungs­macht nicht in der Lage ihre Preise nach­zu­ziehen, um die Gewinn­spanne zu halten. Übrigens müsste man die Gewinn­marge auch um die Aus­dehnung der Geld­menge erweitern, um auch an der Stelle den Tauschwert (Kauf­kraft) des Gewinns zu halten. Natürlich werden Arbeit­neh­mer­ver­treter Lohn­er­hö­hungen fordern, aber wenn die Margen zurück­gehen, dann gefährdet man Arbeits­plätze, wenn man durch stei­gende Löhne die Kosten der Unter­nehmen noch weiter in die Höhe treibt. Überdies könnte sich eine soge­nannte Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen. Die stei­genden Löhne würden nach dieser These die Nach­frage nach Gütern ankurbeln und dieser ver­knap­pende Effekt hätte wie­derum auch stei­gende Preise zur Folge, sodass die Lohn­er­hö­hungen durch die stei­genden Preise wieder zunichte gemacht würden.

LvMID: Heute ent­steht Fiat-Geld durch Kre­dit­vergabe und Ankauf von Ver­mö­gens­werten durch Banken. Welchen Beschrän­kungen beim „Geld­drucken“ unter­liegt das Zentral- und Geschäfts­ban­ken­system und wie haben sich diese verändert?

Auch die D‑Mark hat, gemessen in Kon­sum­gü­ter­preisen, ungefähr 75 bis 80 Prozent ihres Tausch­wertes verloren.

Mudlack: Grund­sätzlich ist die Aufgabe der Zen­tralbank, wenn es denn über­haupt eine der­artige Insti­tution geben muss, die Sta­bi­lität der Kauf­kraft zu gewähr­leisten. Diesem Ziel ist fol­ge­richtig alles unter­zu­ordnen, denn es handelt sich um das einzig wirk­liche Mandat der selbst ernannten Wäh­rungs­hüter. Auch zu Zeiten der Deut­schen Bun­desbank vor 1999 hat das, wenn auch in den Denk­struk­turen der Men­schen anders hin­terlegt, nicht richtig gut funk­tio­niert. Auch die D‑Mark hat, gemessen in Kon­sum­gü­ter­preisen, ungefähr 75 bis 80 Prozent ihres Tausch­wertes verloren.

Mit dem Verweis auf den her­vor­ra­genden Artikel von Prof. Dr. Antony P. Mueller ver­trete auch ich die Ansicht, dass es sich bei der Infla­ti­ons­be­rechnung um eine beliebig ver­än­derbare sta­tis­tische Illusion handelt. Denklo­gisch und auf­grund des Befan­gen­heits­kon­fliktes gut nach­voll­ziehbar, wenn es das Ziel ist, den Men­schen eine lockere Geld­po­litik zu „ver­kaufen“. Die Men­schen sind gut beraten, sich das Wachstum der gesamten Geld­menge (als Geld­menge M3 in der Eurozone und M2 in den USA) anzu­schauen. Das Auf­blähen (Latein: inflare) der Geld­menge ist das, was ursächlich als Inflation zu bezeichnen ist und die stei­genden Preise sind dann die Folge hiervon, indem es zu einer Her­ab­setzung des Tausch­wertes des Geldes kommt. Man könnte auch sagen: Das Gut Geld ist durch die quan­ti­tative Erwei­terung weniger knapp im Tausch oder in Relation zu anderen relativ knapp geblie­benen Gütern.

Mitt­ler­weile haben die Zen­tral­banken der west­lichen Welt, inklusive Japan, die eigentlich „man­dats­ferne“ soge­nannte monetäre Staats­fi­nan­zierung über­nommen. In einer tat­säch­lichen Markt­wirt­schaft ein nicht vor­stell­barer Vorgang. In einer real exis­tie­renden Markt­wirt­schaft würden die Staaten über die Kapi­tal­märkte um Kapital werben. Je nach Kre­dit­wür­digkeit zahlen die Staaten dann ent­spre­chend Risi­ko­auf­schläge und somit höhere Zinsen bei schlech­terer Bonität. Aus höheren Zinsen würden sich dann auch limi­tie­rende Fak­toren ergeben, denn ab einem bestimmten Schul­den­stand stößt die Kapi­tal­dienst­fä­higkeit der Staaten an gewisse Grenzen. Weil aber ein Großteil der alten und auch neuen Staats­schulden bei den Zen­tral­banken plat­ziert werden, ist dieser begren­zende Effekt nicht mehr zu beob­achten. In der Folge ist eine zügellose Staats­ver­schuldung fest­zu­stellen. Welche Dimen­sionen erreicht wurden, belegt die nach­fol­gende Grafik.

Daten­quelle: Macrobond

Mehr als 100 Prozent heißt nichts anderes, als dass auch ältere Anleihen aus den Port­folios von Banken, Ver­si­che­rungen, Kapi­tal­sam­mel­stellen oder Ähn­lichem her­aus­ge­kauft wurden.

Bezogen auf das erste Halbjahr 2021 wurden 115 Prozent der Staatschulden der Eurozone auf der Ver­mö­gens­seite (Aktiva) der Bilanz der Euro­päi­schen Zen­tralbank plat­ziert. Mehr als 100 Prozent heißt nichts anderes, als dass auch ältere Anleihen aus den Port­folios von Banken, Ver­si­che­rungen, Kapi­tal­sam­mel­stellen oder Ähn­lichem her­aus­ge­kauft wurden. Ganz offen­sichtlich sind den Markt­teil­nehmern die Risiken der Euro­länder in Bezug auf Zah­lungs­aus­fälle zu hoch und sie stoßen die Papiere ab.

Würde die Zen­tralbank nicht kaufen, würde das Angebot an Staats­an­leihen der Euro­staaten die Nach­frage massiv über­steigen. In der Folge würden die Anleihen im Kurs massiv abstürzen, die Zinsen würden ins für die Staaten Untragbare ansteigen und die Haus­halte der Euro­länder würden unter Druck geraten. Die daraus resul­tie­renden mas­siven Liqui­di­täts­lücken könnten in Staats­pleiten münden. Eine Markt­wirt­schaft sieht der­artige Ent­wick­lungen auch zwingend das wirt­schaft­liche Scheitern von Wirt­schafts­sub­jekten und auch Staaten vor. Fal­lende Kurse und stei­gende Zinsen und Ren­diten wären eine Warnung und deu­teten deutlich auf erhöhte Risiken hin. Die Ver­gütung für das Risiko eines Gläu­bigers wäre dann eine ent­spre­chend höhere und es gäbe markt­ge­rechte Zinsen.

Die Anlei­he­käufe werden nicht mit durch Kon­sum­ver­zicht ersparten liquiden Mitteln getätigt, sondern durch die Schaffung neuen Geldes.

Die EZB greift also aktiv in den Anlei­he­markt ein, schaltet wichtige markt­wirt­schaft­liche Funk­tionen aus und hält so ein eigentlich dys­funk­tio­nales System auf Basis einer geld­plan­wirt­schaft­lichen Struktur künstlich „am Leben“. Die Anlei­he­käufe werden nicht mit durch Kon­sum­ver­zicht ersparten liquiden Mitteln getätigt, sondern durch die Schaffung neuen Geldes. Wies die EZB in ihrer Eröff­nungs­bilanz zu Beginn des Euro­systems im Jahre 1999 etwas über 690 Mrd. Euro als Saldo aus, so erreicht sie in Kürze die 9.000 Mrd. Euro Marke. Wir sprechen von dem Faktor 13! Mit jedem Euro, der für die Staa­ten­fi­nan­zierung neu geschaffen wird, setzt die EZB den Tauschwert des Geldes herab und unter­mi­niert ihr Mandat der Geldwertstabilität.

Um die Frage zu beant­worten: Die Zen­tralbank ist mitt­ler­weile nahezu in Gänze aus­ge­richtet auf die Staa­ten­fi­nan­zierung. In Fach­kreisen spricht man fol­ge­richtig von einer fis­ka­lori­en­tierten oder fis­kal­do­mi­nierten Zen­tral­bank­po­litik. Das Nar­rativ, den Euro zwingend zu erhalten, wiegt bedau­er­li­cher­weise deutlich schwerer als der eigent­liche Auftrag, das Geld nicht zu verschlechtern.

LvMID: Mehrere Staaten und ihre Zen­tral­banken üben sich in der Ein­führung von Fiat-Geld 2.0, also digi­talem Zen­tral­bankgeld (CBDC), oder haben bereits damit begonnen. Welche Gefahren sehen Sie darin? Könnten hier nicht auch die letzten Hemm­schwellen beim Geld­drucken fallen, sodass in Krisen einfach „Heli­ko­ptergeld“ auf die Konten der (sich ordentlich ver­hal­tenden) Bürger gebucht werden könnte?

… je mehr Bürger in die Abhän­gigkeit von staat­lichen Zuwen­dungen geraten, desto höher der Wir­kungsgrad dieser Verknechtung.

Mudlack: Ein Blick auf China und das dort eta­blierte Sozi­al­kre­dit­system beant­wortet die Frage recht schnell. Dabei beschränkt sich das nicht nur auf neu geschaf­fenes Heli­ko­ptergeld, sondern auch auf eigenes Erspartes. Verhält man sich nicht mehr konform oder poli­tisch korrekt, wird die Wochen­ration der eigenen gesparten liquiden Mittel gekürzt. Durch ein der­ar­tiges System bekommt man die Men­schen in eine gewisse Richtung gelenkt, und je mehr Bürger in die Abhän­gigkeit von staat­lichen Zuwen­dungen geraten, desto höher der Wir­kungsgrad dieser Verknechtung.

Auch Kre­dit­ver­ga­be­kri­terien könnte man an gewisse Bedin­gungen knüpfen. Abermals: All das ent­spricht nicht dem ursprüng­lichen Mandat der Zen­tralbank. Final abge­schlossen wäre dieser perfide Plan, indem man die Geschäfts­banken aus dem Kredit- und Geld­schöp­fungs­prozess aus­schließt. Es könnte dann alles über die Zen­tralbank abge­wi­ckelt werden und aus den aktuell zwei Kreis­läufen würde ein Kreislauf werden. Ein denk­bares Sze­nario wäre eine Ban­ken­krise, die sich auf Basis einer rezes­siven Phase ent­wi­ckeln könnte. Unter­nehmen wie auch Pri­vat­haus­halte könnten in einer der­ar­tigen Krise ihren Kapi­tal­dienst nicht mehr leisten. In der Folge mas­siver Kre­dit­aus­fälle müssten die Banken Wert­be­rich­ti­gungen und Abschrei­bungen vor­nehmen. Sobald die Bilanzen einiger Banken in Schieflage gerieten, könnte man einen Bailout durch­führen und einige oder even­tuell sogar alle Banken ver­staat­lichen und in der EZB auf­gehen lassen. Dann haben wir einen Zustand der abso­luten Geld­zen­tra­li­sation und über­haupt keinen Wett­bewerb mehr. Das von Karl Marx for­mu­lierte Ziel der staatlich-zen­tralen Geld­ordnung wäre end­gültig erreicht.

… der Name grund­loses (weil leis­tungslos) Bedin­gungs­ein­kommen (weil an poli­tisch gewollte Kri­terien geknüpft) [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[wäre]

sicherlich treffender.

Natürlich sollte man auch über das bedin­gungslose Grund­ein­kommen sprechen. Eine epische Krise oder eine große Depression mit Mas­sen­ar­beits­lo­sigkeit könnte den Ruf nach einer staat­lichen Grund­ver­sorgung für alle Bürger laut werden lassen. Es ist aber auch klar, dass die Vergabe sehr schnell an gewisse Kri­terien und das Wohl­ver­halten der Emp­fänger geknüpft werden würde. Dann wäre der Name grund­loses (weil leis­tungslos) Bedin­gungs­ein­kommen (weil an poli­tisch gewollte Kri­terien geknüpft) sicherlich tref­fender. Nebenbei bemerkt, wäre eine der­artige Ent­wicklung ver­mutlich auch das Ende der Arbeits­teilung. Wie wichtig die Arbeits­teilung für die Wohl­stands­ent­wicklung der Menschheit ist, wird vielen Men­schen ver­mutlich erst dann klar werden.

LvMID: Wir hören von den poli­ti­schen Unter­nehmern, „uns“ ginge es eigentlich zu gut, wir lebten im „besten Deutschland aller Zeiten“ und so weiter. Stimmt das his­to­risch gesehen im Hin­blick bei­spiels­weise darauf, wieviel Ein­kommen Men­schen für ein Auto aus­geben müssen oder für Immobilien?

Gerade nach der Abkehr von der for­malen Gold­de­ckung im Jahre 1971 lässt sich eine Fehl­ent­wicklung zu Lasten der arbei­tenden Klasse beobachten.

Mudlack: Ein Satz, der eher popu­lis­ti­scher Natur ist und den man unter Kenntnis der Fakten- und Datenlage so nicht stehen lassen kann. Gerade nach der Abkehr von der for­malen Gold­de­ckung im Jahre 1971 lässt sich eine Fehl­ent­wicklung zu Lasten der arbei­tenden Klasse beob­achten. In den Ver­ei­nigten Staaten von Amerika waren bei­spiels­weise 1970 ungefähr 2,4 Durch­schnitts­ge­hälter zu sparen, um ein durch­schnitt­liches Ein­fa­mi­li­enhaus zu erwerben. Bis Mitte 2021 wurde die US-Geld­menge M2 (analog zum Geld­men­gen­ag­gregat M3 in der Eurozone) um den Faktor 30 auf­ge­bläht. Im Zuge dieser Geld­ver­schlech­terung wurde der Wir­kungsgrad der Arbeits­ein­kommen der US-Ame­ri­kaner deutlich her­ab­ge­setzt. Wie der nach­fol­genden Grafik zu ent­nehmen ist, sind nunmehr fast 7 durch­schnitt­liche Jah­res­ge­hälter not­wendig, um ein Durch­schnitts-Ein­fa­mi­li­enhaus zu erwerben. Diese Ent­wicklung wird mit hoher Wahr­schein­lichkeit an Dynamik gewinnen und zu Lasten der Lohn- und Gehalts­emp­fänger gehen. Allein von Anfang 2020 bis Mai 2022 wurde die Gesamt­geld­menge (M2) in den USA um mehr als 40 Prozent aus­ge­dehnt und fol­ge­richtig um diesen Pro­zentsatz, bezogen auf den ange­ge­benen Zeitraum, ver­schlechtert. Die Arbeits­ein­kommen werden nur in den sel­tensten Fällen diese Stei­ge­rungsrate im iden­ti­schen Zeitraum erfahren haben.

Grafik aus dem Buch Geld-Zeitenwende
Daten­quellen: FRED und thepeopleshistory.com

Auch in Deutschland lässt sich ein Bei­spiel anführen. So kostete im Jahr 1974 der erste VW Golf in der Basis­va­riante umge­rechnet ca. 4.100 Euro. Das Durch­schnitts­net­to­ein­kommen (ledige Person ohne Kinder) lag bei 7.500 Euro. Der Bezieher eines Durch­schnitts­ein­kommens konnte folglich 1,83 Golf von seinem Net­to­ein­kommen erwerben.

Im Jahr 2019 lag das Durch­schnitts­net­to­ein­kommen laut Sta­tista bei 23.600 Euro und der Golf mit Basis­aus­stattung kostete in dem Jahr ca. 20.000 Euro. Alleine bezogen auf das Auto können wir folglich eine Preis­stei­ge­rungsrate von fast 400 Prozent errechnen. Die durch­schnitt­lichen Net­to­ein­kommen sind aber nicht im gleichen Maße gestiegen und so konnte sich der Durch­schnitts­ver­diener nicht mehr 1,83 Golf kaufen, sondern nur 1,18. Hinzu kommt, dass der Wert des Gutes eines Mit­tel­klas­se­wagens sich auch relativ zum Lebens­standard der Durch­schnitts­be­völ­kerung ver­ändert hat. Heute ist es „nor­maler“ ein Auto zu besitzen als zu der dama­ligen Zeit. Insofern hätten tech­no­lo­gische Fort­schritte und Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rungen eher eine zum Durch­schnitts­ein­kommen relative Ver­güns­tigung erwirken müssen. Der Wohl­stands­verlust durch das Geld­men­gen­wachstum ist also sogar höher als die Dif­ferenz der Kauf­kraft der Durchschnittseinkommen.

Der breiten Masse der Bevöl­kerung wurde sys­te­ma­tisch Wohl­stand vor­ent­halten. Ein Indiz für die leis­tungs­un­ge­rechte Ver­teilung von Ein­kommen in einem Fiat-Geld-Umfeld.

Loh­nenswert ist auch der Blick auf die Real­lohn­zu­wächse und die Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritte in den USA. Nach dem Krieg bis zum Ende der for­malen Gold­de­ckung wurden die Ange­stellten noch nahezu 1 zu 1 an den Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritten beteiligt. Nach der Schließung des soge­nannten Gold­fensters öffnete sich die Schere und die sozialen Ungleich­ge­wichte ver­grö­ßerten sich. Der breiten Masse der Bevöl­kerung wurde sys­te­ma­tisch Wohl­stand vor­ent­halten. Ein Indiz für die leis­tungs­un­ge­rechte Ver­teilung von Ein­kommen in einem Fiat-Geld-Umfeld.

Grafik aus dem Buch Geld-Zeitenwende
Divergenz Pro­duk­ti­vi­täts­wachstum und Lohn­zu­wächse (USA)
Daten­quelle: Eco­nomic Policy Institute

LvMID: Sie schreiben, dass hohe Preis­in­fla­ti­ons­raten die Kal­ku­lation von bei­spiels­weise Hand­werkern oder Bau­un­ter­nehmern erschwert bis ver­un­mög­licht. Wenn jetzt noch die Ener­gie­krise, Lie­fer­eng­pässe und weitere Zwangs­maß­nahmen, die mit Krank­heits­wellen oder Kli­ma­ver­än­de­rungen begründet werden, hin­zu­kommen, wie sehen Sie dann die Ent­wicklung des deut­schen Mittelstandes?

Mudlack: Große Teile des Mit­tel­stands haben sich bislang sehr tapfer geschlagen und alle Hürden der Büro­kratie, der Vor­schriften und staat­lichen finan­zi­ellen Belas­tungen durch unglaub­lichen unter­neh­me­ri­schen Geist, Ein­falls­reichtum, Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritt und auch Fleiß bewältigt. Die aktuelle Zeit ist gekenn­zeichnet von einer Poli­ti­sierung, wohin man auch blickt. Kaum etwas ist noch planbar und die Preise kennen nur eine Richtung. Vor­pro­dukte sind teil­weise gar nicht ver­fügbar und Preis­kal­ku­la­tionen können in einem Umfeld der Tages­preise nicht vor­ge­nommen werden.

Ludwig von Mises führte als zen­tralen Grund für das Scheitern des Sozia­lismus die Undurch­führ­barkeit der Wirt­schafts­rechnung an. An diesem Punkte stehen wir …

Ludwig von Mises führte als zen­tralen Grund für das Scheitern des Sozia­lismus die Undurch­führ­barkeit der Wirt­schafts­rechnung an. An diesem Punkte stehen wir und gerade der Mit­tel­stand kann die gestie­genen Preise für Vor­pro­dukte, Energie und Kraft­stoffe kaum auf die Ver­kaufs­preise auf­schlagen. Teil­weise bestehen Ver­trags­ver­hält­nisse, die erst noch gekündigt werden müssen oder gar eine längere Laufzeit auf­weisen. Die Marge schwindet und ins­be­sondere pro­du­zie­rende Unter­nehmen leiden immens unter den Preis­ent­wick­lungen in den Energiemärkten.

Da die Ener­gie­preise auf anderen Erd­teilen nicht oder kaum gestiegen sind, können unsere am Welt­markt tätigen Mit­tel­ständler nicht mehr mit den Wett­be­werbern von anderen Kon­ti­nenten konkurrieren.

Da die Ener­gie­preise auf anderen Erd­teilen nicht oder kaum gestiegen sind, können unsere am Welt­markt tätigen Mit­tel­ständler nicht mehr mit den Wett­be­werbern von anderen Kon­ti­nenten kon­kur­rieren. Sie sind schlichtweg zu teuer. Der Mit­tel­stand wird von der Politik eiskalt im Stich gelassen und zugunsten frag­wür­diger, teil­weise uto­pi­scher Ideo­logien geopfert. Man kann nur hoffen, dass all die Zwangs­maß­nahmen, Inter­ven­tionen und sinn- wie auch erfolg­losen Sank­tionen bald die Akzeptanz in der Bevöl­kerung ver­lieren. Der Mit­tel­stand hat ganz offen­sichtlich keine Lobby in der heu­tigen poli­ti­schen Land­schaft. Folglich ist es uner­lässlich, die Unter­stützung aus weiten Teilen der Bevöl­kerung zu erfahren. Eine Ver­än­derung von „oben“ ist sehr unwahr­scheinlich, sie wird von „unten“ aus der breiten Masse der Bevöl­kerung kommen müssen.

LvMID: Zum Abschluss noch die Frage nach dem Aus­blick. In Ihrem Buch machen Sie am Ende Lösungs­vor­schläge, um aus der Fiat-Geld-Misere her­aus­zu­kommen. Aber gerade im Kri­sen­modus scheinen viele Deutsche nicht weniger, sondern „mehr Staat“ zu wün­schen. Denken Sie, dass unser Lebens­standard in den nächsten Jahren eher zu- oder abnehmen wird? Auf was steuern wir Ihrer Meinung nach zu?

Mudlack: Gute Pro­dukte, zufrie­den­stel­lende Dienst­leis­tungen und Fort­schritt ent­wi­ckeln sich am besten in einem markt­wirt­schaft­lichen Umfeld und dem damit ver­bun­denen posi­tiven Druck bzw. Anreiz für die Anbieter. Leider haben wir in zen­tralen Märkten zu wenig bis gar keinen Wett­bewerb. Dabei spreche ich von dem Markt um das beste Geld und von dem Markt um die beste „Staats­dienst­leistung“, also der Gewährung von Sicherheit für Leib, Leben und Gesundheit und dem Besitz an den friedlich und freundlich erwor­benen Sachen. Infol­ge­dessen sehen wir in diesen besagten Märkten eine Art Kartell unter den Staaten und in jeg­licher Hin­sicht zwangs­mo­no­po­lis­tische Struk­turen und min­der­wertige Produkte/Güter (Geld) und Dienst­leis­tungen (Staat).

Gerade im Hin­blick auf das Geld und die schwin­dende Kauf­kraft stelle ich fest, dass viele Augen und Ohren geöffnet sind, die noch vor Jahren ver­schlossen waren.

Mehr Staat mutet bei einer Staats­quote (Anteil des Staates an der Wirt­schafts­leistung) von deutlich über 50 Prozent und unzäh­ligen Vor­schriften und Ein­schrän­kungen, die sich der Quan­ti­fi­zierung ent­ziehen, eher wie ein schlechter Scherz an. Offen gestanden habe ich Hoffnung, dass aus dieser Krise eine positive Ent­wicklung hin zu mehr Markt­wirt­schaft und frei­heit­lichen, wie auch dezen­tralen Struk­turen erwachsen kann. Gerade im Hin­blick auf das Geld und die schwin­dende Kauf­kraft stelle ich fest, dass viele Augen und Ohren geöffnet sind, die noch vor Jahren ver­schlossen waren. Damit ver­bunden werbe ich für eine Geld-Zei­ten­wende, die einen wett­be­werb­lichen und frei­heit­lichen Cha­rakter auf­weist. Mein Vor­schlag, um den Wett­bewerb zu eröffnen, wäre, neben der hoff­nungs­vollen Ent­wicklung um den BITCOIN, eine edel­me­tall­ge­deckte Kryp­to­einheit. Auch eine Deckung auf Basis von Pro­duk­tiv­ka­pital oder elek­tri­scher wie auch ther­mi­scher Energie halte ich für denk- und umsetzbar.

1619 wurde die Ham­burger Bank gegründet und über 250 Jahre war die Mark Banco zu 100 Prozent wert­stabil und somit ein echtes Erfolgs­modell auf dezentraler/regionaler Basis.

Ich ver­weise in meinem Buch im Lösungs­block auch auf das Bei­spiel der Ham­burger Mark Banco. Die Ham­burger Kauf­leute hatten ein ähn­liches Problem wie der heutige Mit­tel­stand. Man konnte im Zuge der aus­ar­tenden Geld­ver­schlech­terung der soge­nannten „Kipper- und Wip­p­erzeit“ (Münz­ent­wertung im 17. Jahr­hundert) nicht mehr kal­ku­lieren. Die Wirt­schafts­rechnung war, ähnlich wie heute, quasi unmöglich geworden. Und so schuf man die Mark Banco als reine Ver­rech­nungs­einheit mit einer Sil­ber­de­ckung von 8,66 Gramm Silber je Mark Banco. 1619 wurde die Ham­burger Bank gegründet und über 250 Jahre war die Mark Banco zu 100 Prozent wert­stabil und somit ein echtes Erfolgs­modell auf dezentraler/regionaler Basis. Sie ist nicht gescheitert, sondern bedau­er­li­cher­weise im Zuge der Zen­tra­li­sation im Rahmen der Gründung des Deut­schen Reiches nach 1871 in der Reichsbank auf­ge­gangen. Ein offen­kun­diger Evo­lu­ti­ons­irrtum, den nicht die Ver­wender durch ver­än­dertes Nach­fra­ge­ver­halten her­bei­ge­führt haben, sondern eine Obrigkeit.

Im schlech­testen Sze­nario wird der Weg so wie aktuell wei­ter­ge­gangen und dann sind tota­litäre Zustände mit voll­stän­diger Kon­trolle und wei­terer Ein­schränkung oder gar Abschaffung des Pri­vat­ei­gentums vor­pro­gram­miert. Wohl­stand­ver­luste unge­kannten Aus­maßes wären die Folge. Es braucht keinen wei­teren Versuch einer Befehls- und Len­kungs­wirt­schaft. Das damit ein­her­ge­hende Staats- und Gesell­schafts­modell ist im Ostteil Deutsch­lands nach dem Krieg, im dama­ligen Ost­block und auch in einigen anderen Ländern bereits zu Hauf gescheitert. Die Mensch­heits­fa­milie sollte nicht nur aus den wirt­schaft­lichen Schäden und Umwelt­schäden dieser Zeit lernen, sondern auch aus den Hun­derten Mil­lionen von Hun­ger­toten und Opfern staat­licher Gewalt die rich­tigen Rück­schlüsse ziehen.

LvMID: Sehr geehrter Herr Mudlack, herz­lichen Dank für dieses Interview!

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Ben­jamin Mudlack ist gelernter Bank­kaufmann und hat an der Fach­hoch­schule Dortmund das Diplom zum Wirt­schafts­in­for­ma­tiker erworben. Er ist Vor­stands­mit­glied der Atlas Initiative, Mit­glied der Friedrich August von Hayek Gesell­schaft und begleitet aktiv einige andere frei­heit­liche Pro­jekte, wie zum Bei­spiel das jüngst neu gegründete Free Eco­nomic Forum.

Zudem betreibt Ben­jamin Mudlack den YouTube-Kanal „Der öko­no­mische IQ“ mit der Ziel­setzung, mög­lichst vielen Men­schen die öster­rei­chische Schule der Natio­nal­öko­nomie anhand von tages­ak­tu­ellen Themen zugänglich zu machen.

Durch seine unter­neh­me­ri­schen Tätig­keiten, unter anderem auch in dem seit mehr als fünf Genera­tionen bestehenden mit­tel­stän­di­schen Fami­li­en­un­ter­nehmen, erhielt Ben­jamin Mudlack tiefe Ein­blicke in die reale Wirt­schaftswelt. Die theo­re­ti­schen Kennt­nisse und der prak­tische Bezug zum Mit­tel­stand haben ihn zu einem Befür­worter von kleinen effi­zi­enten Ein­heiten auf Basis dezen­traler („vor Ort“) Struk­turen werden lassen, mit den damit ver­bun­denen sinn­vollen emo­tio­nalen wie auch wirt­schaft­lichen Haftungsprozessen.

Ben­jamin Mudlack ist zudem Autor des im Licht­schlag Verlag erschienen Buches „Geld-Zei­ten­wende – vom Ent­eig­nungsgeld zurück zum gedeckten Geld.“ Neben einigen Inter­views sind zahl­reiche Artikel von ihm erschienen zum Thema Geld bzw. Geld­system und Mit­tel­stand wie bei­spiels­weise im Smart Investor, bei Tichys Ein­blick oder im Sachwert Magazin.


Quelle: misesde.org