Bild Pixabay.com Autor tiburi

Wis­sen­schaft ist tot: 20 Mil­lionen Euro für poli­tische Zuträgerdienste

Es wirkt wie ein Strick um den Hals freier For­schung, ein Strick, den Regie­rungen immer enger ziehen, einfach nur dadurch, dass bestimmte For­schungen gefördert werden, andere nicht. Und natürlich ist es in demo­kra­ti­schen Gesell­schaften nicht so, dass For­schung ver­boten, unter­bunden wird. Sie wird einfach nicht gefördert.

Findet sich dennoch ein Wis­sen­schaftler, der es schafft, For­schungs­gelder für von Regie­rungen nicht geför­derte For­schung ein­zu­werben, dann wird diese For­schung nicht ver­boten. Der Wis­sen­schaftler wird dif­fa­miert. Seine finan­zi­ellen Men­toren werden dif­fa­miert. Die For­schung wird als unwis­sen­schaftlich dar­ge­stellt. Die Geld­geber als rechts­extrem. In der Wiki­pedia wird der Name des Wis­sen­schaftlers durch den Dreck gezogen. Seine Hoch­schule distan­ziert sich von ihm. Er wird von Über­zeu­gungs­tätern, die sich an Hoch­schulen ein­ge­schlichen haben, als Beauf­tragter für irgend­einen Junk juris­tisch ver­folgt, muss sich vor Gericht ver­ant­worten, weil er es gewagt hat, wis­sen­schaft­liche Erkenntnis über ideo­lo­gi­schen Shit zu stellen.

Das Schau­spiel bleibt nicht ohne Wirkung.
Die­je­nigen, die noch einen Funken Wis­sen­schaft in sich hatten, werden abge­schreckt. Sofern sie über­haupt noch for­schen, for­schen sie konform, zu etwas, das von der Regierung und ihren Schergen finan­ziert wird, zu ideo­lo­gisch genehmen Themen, die zwar kei­nerlei Erkenntnis bringen, aber auch keinen Ärger.

Als Folge driftet die Wis­sen­schaft in den Bereich der Pseudo- und After-Wissenschaft.

Niemand strebt mehr nach Erkenntnis.

Die Legi­ti­mation des poli­tisch Vor­ge­ge­benen hat Erkenntnis ersetzt.
Alle For­schung dreht sich darum, die Regie­rungs­vor­haben zu unter­stützen, die Bedin­gungen für Regie­rungs­vor­haben zu opti­mieren, den Durch­griff der Regierung auf Bürger und deren täg­liches Leben zu ver­stärken, das Netz, die Schlinge um den Hals freier For­schung mit jedem neuen “Projekt” enger zu ziehen, bis sich niemand mehr findet, der den Mut hat, nach Erkenntnis, nach etwas Neuem, nach Unbe­kanntem, das sich als in Wider­spruch zur herr­schenden Ideo­logie erweisen kann [Gott bewahre…] zu streben.

Wis­sen­schaft ist tot.
Zur Gebrauchsware für Regie­rungen geworden.
Voller Leute, die sich darum drängen, der Regierung gefällig zu sein, deren Themen zu ihren Themen, deren Poli­tiken zu ihren Themen, deren Wünsche zu ihren Wün­schen zu machen.

Das, was For­schung sein soll, startet kon­se­quenter Weise bei den von Regie­rungen und ihren Hand­langern gesetzten Prämissen:

Es gibt von Men­schen ver­ur­sachten Kli­ma­wandel und deshalb muss gesell­schaftlich umver­teilt werden, von vielen zu wenigen, viele werden verarmt, wenige stink­reich. Das ist nicht populär, ergo müssen Bürger dazu gebracht werden, sich frei­willig zu ver­armen. Ver­meint­liche Wis­sen­schaftler werden nun zu Hand­langern, die her­aus­finden sollen, wie man Bürger am besten so beschwätzen kann, dass sie sich frei­willig ver­armen lassen.

20 Mil­lionen Euro ist der Spaß der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft wert, eine einst unab­hängige Orga­ni­sation, die längst zum ideo­lo­gi­schen Wurm­fortsatz der Regierung ver­kommen ist. 20 Mil­lionen Euro fließen über 12 Jahre an die Uni­ver­si­täten in München (LMU) und Leipzig und Kai­sers­lautern, damit die dort ver­be­am­teten Staats­diener ihren poli­ti­schen Herren die Infor­ma­tionen beschaffen, die letztere benö­tigen, um ihre Bürger zu mani­pu­lieren, zu steuern, dazu zu zwingen, bewegen oder über­tölpeln, der eigenen Ver­armung begeistert zuzu­stimmen:

“GLEN ist eine auf zwölf Jahre ange­legte, halb­jährlich statt­fin­dende Befragung der in Deutschland lebenden Bevöl­kerung ab 18 Jahren mit einer Aus­gangs­stich­probe von über 20.000 Personen.”

Wis­sen­schaftler als Hand­langer der Regierung, die unter­suchen, wie es der Regierung gelingen kann, ihre Bürger genau so zu steuern, wie es gewünscht ist. Einst waren Wis­sen­schaftler kri­tisch, haben Regie­rungs­po­li­tiken hin­ter­fragt, Pro­bleme auf­ge­zeigt, die Prä­missen, auf denen Poli­tiken auf­gebaut haben, in Frage gestellt. Heute fressen sie die Prä­missen mit Stumpf und Stil, machen sich die Sache der Regierung zu eigen, finden sich auf der Seite der Regierung ein, enga­gieren sich GEGEN ihre Mit­bürger:

“Der Umbau von Wirt­schaft und Gesell­schaft hin zu mehr öko­lo­gi­scher Nach­hal­tigkeit und CO2-Neu­tra­lität stellt Politik, Wirt­schaft und Bevöl­kerung vor große Herausforderungen.

Doch wie denken die Men­schen darüber?

Ein neues Lang­frist­projekt soll Ant­worten auf solche zen­tralen gesell­schaft­lichen Fragen liefern:

  • Welche Fak­toren ver­ändern Umwelt­ein­stel­lungen und ‑ver­halten?
  • Welche Dyna­miken stehen hinter der Akzeptanz umwelt­po­li­ti­scher Initia­tiven und dem Protest für oder gegen Klimapolitik?
  • Welchen Ein­fluss haben Maß­nahmen der Kli­ma­po­litik auf die CO2-Emis­sionen von Haushalten?
  • Welchen Ein­fluss auf das Umwelt­be­wusstsein und ‑handeln haben Umwelt­be­din­gungen am Wohnort, etwa Lärm­be­lastung und Luft­ver­schmutzung, aber auch Ver­füg­barkeit von Ver­kehrs­in­fra­struktur und Grünflächen?
  • Gibt es struk­tu­relle Bedin­gungen, die kli­ma­freund­liches Handeln ermög­lichen, und welche Rolle spielen dabei Unter­schiede in sozio­de­mo­gra­phi­schen Merkmalen?”

Nichts davon ist eine wis­sen­schaft­liche Fragestellung.
Alle Fragen richten sich auf einen Ver­wen­dungs­zu­sam­menhang: Politikberatung.
Es gibt keinen Ent­de­ckungs­zu­sam­menhang, denn die Fra­ge­stellung ist vor­ge­geben: Sei Deiner Regierung zu willen. Glaube an den von Men­schen gemachten Kli­ma­wandel! Mani­pu­liere Deine Mitbürger!

Folglich gibt es auch kei­nerlei Begrün­dungs­zu­sam­menhang, denn es muss nichts begründet werden. Hey, die Regierung hat gesagt, es gibt von Men­schen ver­ur­sachten Kli­ma­wandel. Wir sind die Cheer­leader der Regierung. Äffen nach, was uns vor­ge­geben wird. For­schen die­je­nigen, die nicht nach­äffen, aus, um sie zum Nach­äffen zu bewegen. Das ist, was aus Sozi­al­wis­sen­schaften geworden ist: Arsch­krie­chende Legi­ti­ma­ti­ons­be­schaffer, die sich für ihre Regierung ver­dingen und den Chor der Nach­äffer unter Bürgern als Diri­genten ein­trai­ni­neren wollen.

Wis­sen­schaft­liche For­schung findet gemeinhin im Rahmen dessen, was als Begrün­dungs­zu­sam­menhang bezeichnet wird, statt. Eine For­schungs­frage, die auf welche Weise auch immer, “ent­deckt” wurde, begründet den Ent­de­ckungs­zu­sam­menhang, dem die wis­sen­schaft­liche For­schung, die wis­sen­schaft­liche METHODE folgt, die dazu dient, Licht in das For­schungs­dunkel zu bringen. Am Ende stehen Ergeb­nisse, die in welcher Weise auch immer ver­wertbar sind oder irgendwann sein mögen. Indes, der Ver­wer­tungs­zu­sam­menhang ist kein Bereich der Wissenschaft.

Poli­tik­be­ratung findet im Ver­wer­tungs­zu­sam­menhang statt. Poli­tik­be­ratung ist KEINE Wis­sen­schaft. For­schung wie die, die im Rahmen von GLEN statt­finden soll, zieht das Feld von hinten auf. Es gibt keine For­schungs­frage und ent­spre­chend keine Not­wen­digkeit, ein Ergebnis mit den Methoden der Wis­sen­schaft zu BEGRÜNDEN. Es gibt eine poli­tische Vorgabe, die per Miss­brauch wis­sen­schaft­licher Methoden umge­setzt werden soll.

Erkenntnis gestrichen.
For­schungs­frage gestrichen.
Hypo­thesen gestrichen.

Teleo­logie ersetzt sie alle.

Die Regierung hätte gerne X.
Bitte erfor­schen Sie, wie man Bürger mani­pu­lieren muss, um X zu erhalten.

Alle Fragen, die im Rahmen von GLEN beant­wortet werden sollen, mit 20 Mil­lionen Euro Steu­er­geldern beant­wortet werden sollen, dienen diesem Zweck. Kein Hin­ter­fragen, kein in-Frage-stellen, keine Wis­sen­schaft. Reines ideo­lo­gi­sches Arsch­kriechen und Legi­ti­mation beschaffen.

Die einzige Frage, die noch beant­wortet werden muss: Wie kann man der­ar­tiges vor sich selbst als “Wis­sen­schaftler” legitimieren?

So:

“„Nur mit guten Daten sind die Sozi­al­wis­sen­schaften in der Lage, zen­trale Impulse für Kli­ma­wis­sen­schaften durch ein bes­seres Ver­ständnis mensch­licher Ver­hal­tens­weisen zu setzen“, erklärt Prof. Dr. Katrin Auspurg, Pro­jekt­lei­terin an der LMU.”

Die Aufgabe von Sozi­al­wis­sen­schaften besteht also darin, “zen­trale Impulse” für die Herr­schafts­wis­sen­schaft derer von und zu Klima zu geben. Hilfs­dienste für ideo­lo­gi­schen BS.

“„Ohne die Per­spektive auf den Men­schen wird es kaum möglich sein, die Erfolgs­aus­sichten, die sozialen Folgen und die Ver­tei­lungs­wirkung von Kli­ma­schutz und Umwelt­po­litik abzu­sehen“, äußert sich Prof. Dr. Henning Best, Pro­jekt­leiter an der RPTU.”

Nicht, dass jemand auf die Idee kommt, hier würde irgend etwas hin­ter­fragt. Es geht aus­schließlich darum her­aus­zu­finden, wie man Bürger am besten mani­pu­liert und an der Nase her­um­führt, um erfolg­reichen Kli­ma­schutz zu bewerk­stel­ligen. Bleibt zu hoffen, dass die Sonne oder irgend ein Freak-Meteor, der sich ein “it” beschafft, keinen Strich durch den Erfolg des Kli­ma­schutzes macht. Indes, das wäre auch nicht schlimm, denn es geht nicht um Kli­ma­schutz. Es geht darum, das Mil­li­ar­den­ge­schäft “Kli­ma­schutz” aus­zu­bauen, zu mono­po­li­sieren und gegen Kon­kur­renten zu sichern. Inter­es­san­ter­weise lassen sich ver­meint­liche Wis­sen­schaftler für diese Zwecke instrumentalisieren.

“Alle mit den GLEN-Daten pro­du­zieren Ergeb­nisse bilden schließlich die Grundlage für eine evi­denz­ba­sierte Poli­tik­be­ratung. „Mit GLEN und den GLEN+ Pro­jekten wird eine umfas­sende und kri­tische wis­sen­schaft­liche Eva­luation vieler poli­ti­scher Maß­nahmen möglich sein. Ins­be­sondere wird das Panel Ant­worten auf die Frage geben, welchen Ein­fluss Maß­nahmen der Kli­ma­po­litik auf die CO2-Emis­sionen von Haus­halten haben und welche sozialen Gruppen dadurch besonders belastet werden.“, erklärt Prof. Dr. Andreas Diekmann, Pro­jekt­leiter an der Uni­ver­sität Leipzig.”

“Evi­denz­ba­sierte Poli­tik­be­ratung” – klingt klasse.
“[U]mfassende und kri­tische wis­sen­schaft­liche Eva­luation” – klingt extra-Klasse.

Indes, die evi­denz­ba­sierte Poli­tik­be­ratung ist nichts anderes als Sozi­al­klemp­nerei, der uralte kom­mu­nis­tische Traum von den Bauern und Arbeitern, die man wie Schach­fi­guren über Felder schieben kann, mal hierhin mal dahin, bis man sie der grö­ßeren Sache opfert. Andreas Diekmann, der Mann hat auch schon bessere Zeiten gesehen, will dabei mittun.

“[U]mfassende und kri­tische Eva­luation” würde vor­aus­setzen, dass man die Prä­missen, die vor­ge­geben wurden, hin­ter­fragt. Aber genau das findet in diesem Projekt, dem 20 Mil­lionen Euro Projekt nicht statt. Statt kri­tisch zu hin­ter­fragen, wird unkri­tisch über­nommen, statt umfassend zu prüfen [wie ist die Beleglage dafür, dass Men­schen über ihre Emis­sionen DAS KLIMA ver­ändern?] gibt es blinden Gehorsam [Was tut man nicht alles für 20 Mil­lionen Euro]. Es geht eben nur darum, Bürger gefügig zu machen, die Bedin­gungen her­aus­zu­finden, unter denen man sie gefügig machen kann, zu prüfen, ob sie auch wirklich gefügig sind und sich darüber zu freuen, dass es gelungen ist, auf Basis eines Klima-Scams Steu­er­gelder in großem Stil umzu­ver­teilen. 20 Mil­lionen nach München, Leipzig und Kai­sers­lautern, min­destens das 1000fache in die Taschen der­je­nigen, die von diesem Scam profitieren.

Falls man Sie für dieses Projekt “rekru­tieren” will, emp­fehlen wir: BOYKOTT!

Und falls Sie sich gefragt haben, was GLEN+ ist…, das hier:

“Weiter wird mit dem GLEN+ Studien für lokale Akteure wie Gemeinden und Regionen die Mög­lichkeit geschaffen, die GLEN-Daten mit einer eigenen Stich­probe zu ergänzen und so mit einer deutsch­land­weiten Benchmark zu vergleichen.”


Den Bür­ger­meister von Bie­lefeld, sofern es Bie­lefeld gibt, beschleicht ein schreck­licher Ver­dacht: Seine Bürger sind weniger kli­ma­neutral als der bun­des­deutsche Durch­schnitt. GLEN+ macht es möglich, den Ver­dacht zu prüfen und die eigenen Bürger für ihre abtrün­nigen, von der bun­des­deut­schen Benchmark abwei­chenden Wege zu bestrafen.

Gleich­schaltung funk­tio­niert so.

Will­kommen in der Brave New Climate-World.
Jetzt müssen wir nur noch Leute finden, die in so einer Mist-Dys­topie leben wollen! Die käuf­lichen Schergen, die dabei helfen, sie auf­zu­bauen, die gibt es schon.

Der Artikel erschien zuerst bei ScienceFiles.org