Die US-Prä­si­den­tenwahl und ihre Folgen: Jan van Helsing im Interview mit Michael Morris

11. November 2016

Über Wahl­ma­ni­pu­la­tionen, die „Geheime Welt­re­gierung“ und wie wir alle den Wandel voll­ziehen können!

Jan van Helsing: Donald Trump ist neuer US-Prä­sident. Der Ausgang der Wahl war für viele Men­schen sehr über­ra­schend, vor allem in Europa. Auch für Sie?

Michael Morris: Ja und nein. „Nein“, weil es mitt­ler­weile immer mehr Ame­ri­kaner gibt, die das alte kor­rupte System in Washington leid sind, die von Obamas leeren Ver­sprechen des Wandels, von der zuneh­menden Ungleichheit, der wach­senden Armut und von der Schön­fär­berei der Medien die Nase voll haben.Viele von ihnen sahen Hillary Clinton als Gal­li­ons­figur dieses ver­rot­teten, kor­rupten alten Systems an und sie waren so sauer, dass sie dachten, dass nur jemand von außen, jemand ohne Ver­stri­ckungen mit dem Sumpf in Washington, dieses System würde zu Fall bringen können.

Und „ja“, ich war über­rascht, dass Trump so klar und ein­deutig gewonnen hat, weil ich nicht gedacht hätte, dass die „Geheime Welt­re­gierung“ und ihre Hand­langer, die dieses Netzwerk aus Mani­pu­lation, Kor­ruption und Ver­brechen zu ihrem Vorteil geschaffen haben, einen Wahlsieg des unbe­re­chen­baren Quer­ein­steigers Donald Trump zulassen würden (Prä­sident Trump – wir sind Zeugen einer Zei­ten­wende).

JvH: Wie hätten sie das denn genau ver­hindern sollen?

MM: Das US-Wahl­system ist äußerst kom­pli­ziert und undurch­sichtig. Es gibt seit vielen Jahren deut­liche Hin­weise darauf, dass die Wahlen zumindest in Teil­be­reichen mani­pu­liert werden.

JvH: In welcher Form? Können Sie das genauer erläutern?

MM: Es gibt Wahl­kreise, in denen sich die Wähler nicht aus­weisen müssen. Es gibt seit Jahren immer wieder Berichte darüber, dass in manchen Bezirken Men­schen dafür bezahlt wurden, dass sie mit gechar­terten Bussen von Wahl­lokal zu Wahl­lokal fuhren, um mehrfach Stimmen abzu­geben. Es gab immer wieder Berichte über Wahl­au­to­maten, die Stimmen dem fal­schen Kan­di­daten zuord­neten und es gab Beweise dafür, dass zumindest bei der Wahl im Jahr 2000 bei jenen Stimmen, die von Hand aus­ge­zählt wurden, gemau­schelt wurde.

JvH: Das ist spannend, dass Sie das sagen. Ich bekam letzte Woche Leserpost von einer Dame aus der Nähe von Norfolk, Vir­ginia (USA), die mir am 24.10.2016 Fol­gendes schrieb: „Gestern hat uns mein Schwie­ger­vater, der in North Carolina lebt, erzählt, dass er ange­sprochen wurde, dass er in der kom­menden Wahl im November doch mehrmals wählen könnte. Natürlich für Hillary! Wenn er in einem anderen County (Wahl­bezirk) für Hillary wählte (der Wahl­zettel würde bereits aus­ge­füllt sein, so dass niemand für Trump wählen könnte), dann erhielte er $ 75,00 und ein freies Mit­tag­essen. Mein Schwie­ger­vater hat natürlich abgelehnt!“

MM: Ja, aber das ist jetzt nicht weiter ver­wun­derlich. So genannte „Unre­gel­mä­ßig­keiten“ gibt es ja auch in Europa immer wieder.

JvH: Ja, in Öster­reich muss des­wegen die Bun­des­prä­si­den­tenwahl wie­derholt werden – wobei mitt­ler­weile schon wieder unklar ist, ob der nächste Wahl­termin im Dezember halten wird. Aber wenn Sie davon aus­gehen, dass die Mäch­tigen hinter den Kulissen Clinton bevorzugt haben, wieso konnte Trump dann trotzdem gewinnen? Ist die „Geheime Welt­re­gierung“ doch nicht so mächtig?

MM: Nun, sie scheinen zunehmend geschwächt und unter­ein­ander zer­stritten zu sein. Ich werte Trumps klaren Sieg aber vor allem als Zeichen dafür, dass er sehr, sehr viele Stimmen mehr bekommen hat, als alle erwartet haben. Ich denke, es ist nicht sehr schwer, ein knappes Rennen in die eine oder andere Richtung zu drehen, aber ein ein­deu­tiges Ergebnis zu ver­fäl­schen, ist schon sehr schwierig. Zumal sich alle Betei­ligten darüber im Klaren waren, wie ange­spannt und heikel die gegen­wärtige Situation war und ist. Jeder wusste, dass ein kleiner Funke aus­reichen könnte, um einen Flä­chen­brand zu entfachen.

JvH: Sie meinen damit, dass die Stimmung auf Grund des sehr derben und emo­tio­nalen Wahl­kampfs bereits so auf­ge­heizt war, dass es hätte zu Aus­schrei­tungen kommen können, wenn Wahl­ma­ni­pu­lation offen­kundig geworden wäre?

MM: Ja, und es ist immer noch nicht sicher, ob die nächsten Wochen und Monate friedlich ver­laufen werden, weil die Gräben zwi­schen den beiden poli­ti­schen Lagern mitt­ler­weile so tief sind, dass es kei­nerlei Annä­herung und Kom­promiss mehr gibt. Wir blicken auf acht Jahre Barack Obama zurück. Er war ange­treten, um die USA zu erneuern. Er hat allen das ver­sprochen, was sie hören wollten. Von San Diego bis Berlin haben ihn die Massen wie den neuen Messias gefeiert, weil er smart war und den Men­schen ein gutes Gefühl ver­schaffte. Er behauptete, er würde die US-Kriege beenden und Guan­tanamo schließen.

Das wollten die Men­schen hören und auch glauben. Dafür hat man ihm umgehend den Frie­dens­no­bel­preis auf­ge­drängt. Nach acht Jahren George W. Bush vor ihm dachten nicht nur die Ame­ri­kaner, sondern die ganze Welt, dass sich nun mit Obama alles zum Guten wenden würde. Vor allem die schwarzen und his­pa­ni­schen Bevöl­ke­rungs­gruppen haben große Stücke auf ihn gesetzt, weil sie ihn für einen der ihren hielten. Doch das Gegenteil von all dem ist eingetreten.

Obama war der US-Prä­sident, der mehr Kriege als all seine Vor­gänger geführt hat. Unter ihm ist der Ras­senhass in den USA erst so richtig auf­ge­flammt, es  ging wirt­schaftlich bergab, die soziale Ungleichheit wurde immer extremer, es gibt mehr Obdach- und Arbeitslose. Die meisten Ame­ri­kaner sind bitter ent­täuscht, viele sogar wütend. Denn wenn man selbst Barack Obama nicht glauben konnte, wem sollte man dann noch glauben?

JvH: Ja, aber waren die hohen Erwar­tungen in Barack Obama nicht von vorn herein zum Scheitern verurteilt?

MM: Ja, für jeden ver­nünftig den­kenden Men­schen schon, aber die meisten US-Ame­ri­kaner sind wie große Kinder, man konnte ihnen lange alles ein­reden, wenn man sie nur begeistert hat. Es brauchte nur ein paar blau-rot-weiße Fahnen, ein paar tan­zende Cheer­leader und etwas schmalzige Musik, und schon standen viele stramm und wären für ihr Land in den Tod gegangen. Sie wollten so gern das Märchen vom Land der unbe­grenzten Mög­lich­keiten, vom Land der Freiheit und des Hel­den­mutes glauben, aber die meisten sind eben mitt­ler­weile vom Glauben abgefallen.

Etwa die Hälfte der Ame­ri­kaner ist nach Umfragen davon über­zeugt, dass ihr poli­ti­sches System völlig korrupt ist und es in ihrem Land keine echte Demo­kratie gibt. Des­wegen dachten viele Ame­ri­kaner, dass nur ein Außen­seiter, einer der nicht mit Washington ver­bandelt ist, der niemand etwas schuldig ist, dazu in der Lage sein könnte, den Laden umzu­krempeln und auf Vor­dermann zu bringen.

JvH: Und, haben sie damit recht? Wird Donald Trump dazu in der Lage sein oder wird er seine Ver­sprechen genau so brechen, wie die meisten Prä­si­denten vor ihm, weil der Prä­sident in Wahrheit nicht annä­hernd so viel Macht hat, wie alle glauben?

MM: Nun, ich denke, dass er ver­suchen wird, mit dem Filz in Washington auf­zu­räumen, das hat er ja nun seit Jahr­zehnten ange­kündigt. Man muss wissen, dass Trump von ver­schie­denen Seiten seit Jahr­zehnten als Prä­si­dent­schafts­kan­didat gehandelt wurde, doch er hatte immer abge­lehnt. Jetzt, wo er es doch gemacht hat, ist ihm sicher klar, dass ihm nun sehr viele Men­schen sehr genau auf die Finger schauen werden – im eigenen Land, aber auch im Ausland, wo man ihn ja bislang bes­ten­falls belä­chelt, meist eher ver­spottet oder ver­lacht hat.

JvH: Aber wird er das ein­lösen können, was er ange­kündigt hat?

MM: Den Filz in Washington zu ent­machten und die regio­nalen Behörden wieder zu stärken, wäre eine Her­ku­les­aufgabe. Die ange­kün­digte Annä­herung an Russland zu voll­ziehen und Kriege zu beenden, würde die Militärs und die Rüs­tungs­kon­zerne gegen ihn auf­bringen. Geplante Frei­han­dels­ab­kommen wie TTIP fal­len­zu­lassen und bereits unter­zeichnete wie TPP für ungültig zu erklären, würde ihm inter­na­tional Ärger ein­bringen. Wie er Steuern senken und mehr Jobs schaffen will, ist mir auch nicht klar. Die Grenze nach Mexiko abzu­riegeln, um Ver­brecher und Drogen draußen zu halten, wird sehr teuer werden.

Ich weiß nicht, ob das über­haupt zu schaffen ist, aber er hätte prin­zi­piell gute Karten, weil er noch nicht in die üblichen poli­ti­schen Lobbys und Seil­schaften ver­strickt ist. Es ist wirklich schwer zu sagen, wie schnell er sich in sein Amt ein­ar­beiten und das System durch­schauen kann. Hat er eine gute und erfahrene Mann­schaft hinter sich? Werden sie ihn über­haupt am Leben lassen?

Er hat sich mit seinen gewagten Aus­sagen im Wahl­kampf mit jenen mäch­tigen Männern angelegt, die ich in meinen Büchern die „Geheime Welt­re­gierung“ nenne. Er wird es nicht schaffen, die Kor­ruption und das Ver­brechen in Washington und an der Wall Street zu bekämpfen, ohne die Hilfe der Bevöl­kerung und der Exe­kutive. Wenn er da wirklich durch­greifen will, dann werden die Fetzen fliegen, dann wird das unschön werden, dann müssten viele reiche und ein­fluss­reiche Men­schen ins Gefängnis, und die werden nicht frei­willig gehen.

JvH: Also ist es aussichtslos?

MM: Nein, das glaube ich nicht. Nichts ist aus­sichtslos. Wäre es nach der Mehrheit der Pres­se­ver­treter rund um den Globus gegangen, hätten Hillary Clinton und ihre Demo­kraten mit großem Vor­sprung gewonnen. Die Medien haben ver­sucht, die Wähler in den USA massiv zu beein­flussen, und die Demo­kraten hatten wesentlich mehr Geld und mehr Medi­en­ver­treter hinter sich. Es hat trotzdem nicht gereicht. Statt­dessen hat Trump recht ein­deutig gewonnen, und nicht nur das: Es wurden ja gleich­zeitig auch Sitze im Kon­gress neu ver­teilt und bei diesen Wahlen haben auch die Repu­bli­kaner die Mehrheit in beiden Kammern gewinnen können.

JvH: Das bedeutet, dass Trump – anders als Obama vor ihm – tat­sächlich die Mög­lichkeit hätte, neue Gesetze zu erlassen und Grund­le­gendes zu ver­ändern, weil er die Mehrheit im Par­lament hat?

MM: Theo­re­tisch ja. Er hat aber wegen mancher Sprüche und Aus­sagen im Wahl­kampf auch inner­par­tei­liche Gegner. Es wird also darauf ankommen, ob er die Partei einen und die gesamte Mann­schaft hinter sich bringen kann oder ob er damit wei­ter­macht, sich Feinde im eigenen Lager zu schaffen. Wenn er das tut, dann wird er sich in Klein­kämpfen auf­reiben und wieder nichts wei­ter­bringen. Wenn er aber klug ist und mutig vorgeht, dann hat er ver­mutlich auch andere Behörden wie ver­schiedene Poli­zei­ab­tei­lungen und das FBI hinter sich, die im Wahl­kampf ange­deutet haben, dass sie Clinton im Gefängnis sehen wollen, und im Fall der Fälle hinter Trump und hinter der Bevöl­kerung stehen würden.

JvH: Sie glauben wirklich, dass Hillary Clinton ins Gefängnis muss, obwohl man sie bisher hat laufen lassen?

MM: Es gab einen Macht­kampf zwi­schen ver­schie­denen US-Bun­des­be­hörden und US-Geheim­diensten und der Kampf ist noch nicht zu Ende. Man wird abwarten müssen, welches Momentum durch diesen deut­lichen Sieg von Donald Trump ent­stehen wird. Auf jeden Fall wird der Familie Clinton nicht nur Kor­ruption und Amts­miss­brauch vor­ge­worfen, sondern die eMail-Affäre brachte sie auch mit schweren sexu­ellen Ver­gehen in Zusam­menhang, auf die ich hier gar nicht näher ein­gehen möchte. Aber ich denke, dazu ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Da wird noch einiges kommen.

JvH: Ist es nicht auch erstaunlich, dass die meisten Pro­gnosen und Ein­schät­zungen soge­nannter „Experten“ völlig falsch waren und alle, trotz all der Vor­würfe gegen sie, von einem klaren Sieg Clintons ausgingen?

MM: Ja, ich denke, das ist zum einen der unge­heuren Arroganz und Selbst­über­schätzung der „Geheimen Welt­re­gierung“ und ihres Hof­stabes geschuldet, weil die es gewohnt waren, mit allem durch­zu­kommen. Zum anderen war da aber auch Kalkül dabei, weil man die Trump-Anhänger ent­mu­tigen wollte. Die ver­meintlich klare Führung sollte ihnen sagen: Ihr braucht gar nicht wählen zu gehen, denn eure Stimme wird ohnehin nichts ver­ändern. Doch der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

JvH: Es hieß im Vorfeld der Wahl oft, würde Trump gewinnen, dann wäre das kata­strophal für die Wirt­schaft und den US-Dollar und die inter­na­tio­nalen Bezie­hungen. Ist das so?

MM: Das welt­weite Finanz­system hängt an einem sei­denen Faden und keiner weiß, wann die Anlei­he­b­lasen platzen oder die Schul­den­berge alles unter sich begraben werden. Das hat jedoch nichts mit Trump zu tun. Ein Kollaps der Finanz­märkte kann heute jederzeit pas­sieren und kein US-Prä­sident könnte ihn auf­halten. Er oder sie könnte bes­ten­falls der Aus­löser sein, nicht aber der Grund dafür.

Die Sache ist die: Bei Hillary Clinton hätte man genau gewusst, was man bekommt: Sie ist eng mit der Wall Street und dem mili­tä­risch-indus­tri­ellen Komplex ver­bandelt. Sie hätte die aggressive Außen­po­litik und die US-Wirt­schafts­kriege weiter for­ciert, es womöglich sogar auf einen Krieg mit Russland hin­aus­ge­laufen. Alles wäre so wei­ter­ge­gangen, wie bisher. Die Börsen und Finanz­märkte haben an der bis­he­rigen Politik gut ver­dient und sie lieben Berechenbarkeit.

Bei Donald Trump weiß keiner, woran er ist, da der Geschäftsmann ein poli­tisch unbe­schrie­benes Blatt ist. Er hat angeblich seinen gesamten Vor­wahl­kampf mit eigenem Geld finan­ziert und musste erst in der End­phase auf Spen­den­gelder zugreifen. Er ist niemand etwas schuldig, außer seinen Wählern und seinem Gewissen. Daher ist er unbe­re­chenbar. Das mögen die Spe­ku­lanten nicht, daher ist es sehr wahr­scheinlich, dass es an den Börsen und Finanz­märkten in den kom­menden Tagen, viel­leicht auch Wochen, sehr volatil werden könnte, dass es also große Schwan­kungen geben und an den Börsen zu Ver­lusten kommen könnte, vor allem bei Bank- und Tech­no­lo­gie­aktien. Gold und Gold­aktien werden hin­gegen ver­mutlich steigen.

JvH: Wieso werden Tech­no­lo­gie­aktien fallen? Was hat das mit Trump zu tun?

MM: Neben den großen Playern an der Wall Street und Hol­lywood waren die Mil­li­ardäre im Silicon Valley die dritte große Macht, die sich gegen Trump gestellt hat.

JvH: Wieso? Was haben die damit zu tun?

MM: Mit Com­putern und Mobil­te­le­fonen können die großen Kon­zerne südlich von San Fran­cisco nicht mehr so viel Geld ver­dienen, weil der Markt gesättigt ist. Sie fokus­sieren seit kurzem ihre gesamte Auf­merk­samkeit auf das Cloud-Com­puting, auf die Robotik und auf die Ent­wicklung künst­licher Intel­ligenz, worüber ich aus­führlich in meinem nächsten Buch berichten werde. Sie beschäf­tigen sich gemeinsam mit dem Militär damit, künst­liches Leben zu schaffen, den natür­lichen Men­schen immer weiter zurück­zu­drängen und ihn tech­nisch aufzupeppen.

JvH: Wir sprechen von Chips und Implan­taten? Was hat das mit Donald Trump zu tun?

MM: Ganz einfach. Es geht dabei weit über das Chippen hinaus, wenn wir von Cyborgs, dem Klonen von Men­schen und von künst­licher Intel­ligenz sprechen. An all dem wird derzeit fie­berhaft im Silicon Valley gear­beitet. All das ist aber den religiös Kon­ser­va­tiven und vor allem den reli­giösen Fun­da­men­ta­listen in den USA ein Dorn im Auge, denn sie sind dagegen, dass der Mensch Gott ins Handwerk pfuscht (Mensch 2.0: Wie uns die schöne neue Cyborg-Welt schmackhaft gemacht werden soll (Videos)).

Trump wurde aber auch von genau diesen tief reli­giösen Men­schen gewählt, und diese werden Trump Druck machen, den Herren Bezos, Zuckerberg, Gates und Kurzweil das Handwerk zu legen. Deshalb hat der Amazon-Chef und ‑Gründer Jeff Bezos auch im Jahr 2013 für 250 Mil­lionen Dollar die Washington Post gekauft. Er wollte damit poli­ti­schen Ein­fluss nehmen. Die Washington Post hat nach eigenen Angaben im Wahl­kampf zwanzig Redak­teure allein dafür abge­stellt, um Schmutz­ge­schichten über Donald Trump aus­zu­graben und ihn zu diskreditieren.

Facebook hat ver­sucht, Clinton zu unter­stützen, andere Tech­no­logie-Mil­li­ardäre haben sich klar für sie aus­ge­sprochen und ihren Wahl­kampf mit­fi­nan­ziert. Doch da all das nach hinten los ging, wird es für die Tech­no­logie-Könige in nächster Zeit viel­leicht nicht mehr ganz so einfach sein, bestimmte Geneh­mi­gungen oder Aus­nah­me­re­ge­lungen für ihre For­schungen zu bekommen.

JvH: Es wird also an den Börsen und in der Wirt­schaft erst einmal ziemlich rumpeln?

MM: Die Bör­sianer haben sich natürlich vor dem Wahltag gegen Kurs­ver­luste abge­si­chert. Wenn jedoch bestimmte Schwellen unter­schritten werden, könnte das eine starke Ver­kaufs­welle aus­lösen und den Abwärts­trend noch ver­stärken, was für sehr viel Unruhe und Ver­wirrung auf den Finanz­märkten sorgen könnte – die ohnehin nur noch an einem sei­denen Faden hängen. Doch am Ende des Tages wollen alle Spe­ku­lanten Geld ver­dienen, also werden sich die Märkte irgendwann wieder fangen und es wird wieder langsam bergauf gehen. Alle werden sich an die ver­än­derte Situation anpassen. Es sei denn, Trump greift wirklich so hart durch, wie er es ange­kündigt hat, dann muss man sehen, was das Estab­lishment sich ein­fallen lässt, um ihn zur Räson zu bringen.

JvH. Was könnte das sein?

MM: Skandale, Unruhen, Auf­stände, ich weiß es nicht. Die FEMA-Camps wurden sicher nicht umsonst geschaffen. Er wäre nicht der erste Prä­sident, der eines unna­tür­lichen Todes stirbt, aber ich will all das gar nicht mani­fes­tieren. Ich denke, dass wir in sehr her­aus­for­dernden Zeiten leben, weil sich im Moment alles auf diesem Pla­neten ver­ändert. Wir werden derzeit auf Grund unserer Umlaufbahn, durch die erhöhte Akti­vität unserer Sonne und auf Grund von Ereig­nissen in anderen Son­nen­sys­temen mit höchst inten­siver kos­mi­scher Energie bombardiert.

Dr. Paul LaVio­lette, der Prä­sident der Stardust Foun­dation, nennt dies die „Galak­tische Super­welle“. Diese ver­än­derten Energien bringen vieles auf diesem Pla­neten – ein­schließlich seiner Bewohner – durch­ein­ander und sie fördern alle Leichen im Keller ans Tages­licht. Deshalb gibt es auch in letzter Zeit so viele Zombie-Filme. Sie stehen sym­bo­lisch dafür, dass hier kein Stein auf dem anderen bleiben und alles an die Ober­fläche kommen wird.

Diese ver­än­derte Energie in unserem Son­nen­system ist der wahre Grund für die vielen Wet­ter­ex­treme – was ich in meinem letzten Buch sehr aus­führlich beschrieben habe. Es ist aber auch der Grund für all die wach­senden sozialen Span­nungen und für die Auf­de­ckungen und Ent­hül­lungen der letzten Jahre. Wir bewegen uns all­mählich in höhere Fre­quenzen, Raum und Zeit ver­ändern sich, und alles Alte wird auf den Prüf­stand gestellt. Diese Fre­quenz­er­höhung wird manchmal auch als „Auf­stieg“ bezeichnet. Doch ist es egal, wie wir diese Ver­än­derung nennen, denn sie findet statt. Wir alle wissen oder spüren zumindest, dass sich derzeit vieles um uns herum ver­ändert, poli­tisch, sozial, wirt­schaftlich – aber eben auch in uns. Wir sind – wie die ame­ri­ka­nische Bevöl­kerung auch – mit dem alten System unzu­frieden, weil es unge­recht, aggressiv und unter­drü­cke­risch und für die meisten von uns schon lange nicht mehr stimmig ist.

Daher sollten wir unsere Energie auf die Vision dessen lenken, was wir statt­dessen wollen! Wenn das alte System nicht mehr passt, wie sollte das neue aus­sehen? Wo soll es hin­gehen? Wer wollen wir sein? Es reicht nicht, wie viele Angst­hasen einfach nur „lieb“ oder „gut“ sein zu wollen. Ver­än­de­rungen brauchen Mut und Ent­schlos­senheit. Donald Trump hat diesen Mut und diese Ent­schlos­senheit im Wahl­kampf gezeigt, aber das hatte Barack Obama auch. Es liegt letztlich an uns allen, den ange­strebten Wandel, den wir uns wün­schen, her­bei­zu­führen, indem wir ein klares Bild davon ent­werfen, was wir wirklich wollen! Wir dürfen unsere Poli­tiker nicht mehr vom Haken lassen!

JvH: Wie sollen wir das am Besten anstellen?

MM: Das muss jeder für sich ent­scheiden. Man kann zum Bei­spiel eine Liste machen, auf die man alles drauf­schreibt, was einem am eigenen Leben und an dieser Welt nicht gefällt. Dann kann man eine Liste mit allem machen, was einem gefällt. Und dann sollte man sich darauf kon­zen­trieren, dieses Positive in unserem Leben zu ver­stärken, indem wir Dinge weg­lassen und meiden, die für uns per­sönlich negativ sind. Wenn wir unsere Energie auf das lenken, was wir wollen, anstatt auf das, was wir nicht wollen, dann merken wir sehr rasch positive Ver­än­de­rungen in unserem Leben. Doch dafür müssen wir uns klar darüber sein, was wir wollen und was nicht. Wir müssen auf­hören, uns mani­pu­lieren und bevor­munden zu lassen. All die­je­nigen, die auf Hillary Clinton gesetzt haben, wollten das alte System auf­recht erhalten, aber das geht nicht mehr. Es ist ein Auslaufmodell.

Nicht, dass Trump auto­ma­tisch alles besser machen wird, viel­leicht wird er die absolute Kata­strophe. Aber er könnte zumindest einen Anstoß geben. Am Ende werden Erfolg oder Miss­erfolg von uns allen abhängig sein. Wenn ihm alle Welt Vor­ur­teile und Hass gegenüber bringt, dann wird er nichts bewegen können. Wenn wir aber alle unsere Regie­rungen mit Nach­druck davon über­zeugen, dass wir das alte System nicht mehr wollen, dass wir keinen Kon­flikt oder Krieg mit Russland möchten, dass wir auch all die anderen Kriege, die schließlich die leidige Flücht­lings­welle aus­gelöst haben nicht wollen, dann werden sie Trump viel­leicht den Rücken gegen dessen eigene Rüs­tungs­in­dustrie und gegen seine anderen mäch­tigen Gegner stärken, was ihm einen Aus­stieg aus den Kriegen ermög­lichen könnte.

Wenn man jetzt aber, wie der über­wie­gende Teil der west­lichen Presse, mit Ent­setzen, ja teils auch mit Ver­achtung auf Amerika und seinen neuen Prä­si­denten schaut, dann stärkt man wieder das alte System, den Filz und Sumpf, die Vor­ur­teile und den Still­stand. Der deut­liche Wahl­erfolg Trumps war auch eine klat­schende Ohr­feige an die west­liche Presse und an all die­je­nigen, die glaubten, mit gefälschten Umfragen zum Wahl­ausgang Stimmung für Clinton machen zu können. Wir dürfen nicht am alten System fest­halten, denn dann werden wir wie zahl­reiche andere Kul­turen vor uns unter­gehen (Agenda 2030: Das Leucht­turm­projekt der Neuen Welt­ordnung).

JvH: Das wollen wir nicht! Wir wollen den Wandel. Wir wollen die Ver­än­derung und eine Welt in Frieden, denn all das ist überfällig!

MM: Genau, also geben wir Trump eine Chance und zwingen wir unsere Regie­rungen ihre Unter­stützung für die US-Kriege auf­zu­geben. Geben wir die unsin­nigen Sank­tionen gegen Russland auf, die sowohl der rus­si­schen als auch der euro­päi­schen Bevöl­kerung schaden. Schauen wir nach vorn! Lenken wir unsere Energie auf das Positive, auf genau die Zukunft, die wir haben wollen! Der Wandel ist möglich, wir müssen ihn nur voll­ziehen – jeder Ein­zelne von uns!

JvH. Das ist ein schöner Schlusssatz. Herz­lichen Dank für das Gespräch!