Vince Ebert: “Warum sollte ich am 24. Sep­tember Feig­lingen und Anpassern meine Stimme geben?”

Wer sich in der letzten Zeit öffentlich regie­rungs­kri­tisch äußert, läuft schnell Gefahr, einen main­stream-medialen Shit­storm zu erleiden. Dies gilt vor allem dann, wenn der sich Äußernde eine Art Pro­mi­nen­ten­status genießt. Wer das System Merkel oder allgmein den Zustand der bun­des­deut­schen Demor­kratie kri­ti­siert, wird, wie z.B. im Fall der Schau­spie­lerin Silvana Hei­ßenberg sys­te­ma­tisch beruflich und privat zer­stört. Das hat Methode bekommen und ist in der Geschichte dieses Landes leider nicht ein­zig­artig. Wer das System nicht huldigt, malt sich schnell ein Faden­kreuz auf die Stirn. Letz­teres selbst dann, wenn er sich, wie z.B. die Schla­ger­sän­gerin Helene Fischer, einfach gar nicht zu poli­ti­schen Themen äußert, denn selbst dann kommen Sys­tem­linge, wie in diesem Fall sehr ein­drücklich der Möch­tegern-Punk und Merkel-Bewun­derer Campino, Front­schreier der Band “Die Toten Hosen”, und fordern zumindest ein Lip­pen­be­kenntnis zum System. Und das alles nur, um dem kri­ti­schen Michel zu demons­trieren, dass er gefäl­ligst auf­hören soll selbst­ständig zu denken und dass er sich anzu­passen hat, wie es auch seine Stars und Sternchen tun.

Umso erfreu­licher ist es, wenn es doch den einen oder anderen gibt, der offen­sicht­liche Pro­bleme beim Namen nennt und öffentlich kri­tisch Stellung bezieht. Der Kaba­rettist und u.A. Autor des Buches “Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie” Vince Ebert tat dies dieser Tage sehr ein­drücklich auf seinem Facebook-Profil und bekam dafür über 1000 “Gefällt mir”:

 

Aber nicht nur “Likes” erhielt der Kaba­rettist, der bis 2013 mit einem Pro­gramm namens “Freiheit ist alles!” tourte, auf seine offenen Worte. Sebastian Hansen, Bei­sitzer im Vor­stand der “Grünen Jugend Bayern” und Sprecher der­selben in Würburg — dessen Titelbild “Can­nabis lega­li­sieren — Wir ziehen das durch” auf seiner Titel­seite schon sehr für sich spricht — ver­sucht den Gleich­schritt der par­la­men­ta­ri­schen Gilde sofort zu legi­ti­mieren und ent­tarnt sich (Über­ra­schung, Über­ra­schung) als Etatist par excellence:

 

Und ein­drücklich weiter macht hier der Sys­temling Stefan Reker, Geschäfts­führer (Kom­mu­ni­kation) bei Verband der Pri­vaten Kran­ken­ver­si­cherung e.V und ehe­ma­liger Redak­ti­ons­leiter der Rhei­ni­schen Post:

 

 

Die Kom­mentare dieser poli­tisch-öffentlich beschäf­tigten Per­sonen zeigen sehr ein­drücklich, wie Recht Vince Ebert mit seiner ein­ge­henden Ein­schätzung gehabt hat. Die Staats-Gläu­bigen — man könnte sie auch Staatzis nennen — müssen ihr System mit aller Gewalt am Laufen halten, dazu gehört auch die “Erneuerung” dieser Gewalt­le­gi­ti­mierung alle paar Jahre durch die Wahl zwi­schen Pest und Cholera.

Mein Vater sagte dazu gerne: Die Tröge beiben die­selben — nur die Schweine wechseln.

Dies ist ein wei­terer Fall, der meine These unter­streicht, dass die Öffent­lichkeit eigentlich danach ruft, dass sich Per­sonen des öffent­lichen Lebens auch poli­tisch in kri­ti­scher Weise posi­tio­nieren sollen und auch dürfen müssen. In Deutschland gibt es beschä­mender Weise aber nur noch eine Richtung, in der man dies unge­straft darf, ohne dass gleich aus allen Ecken irgend­welche Staatzis auf sie ein­hacken und mit allen Waffen einer Dif­fa­mie­rungs­kam­pagne ver­suchen, den “Que­ru­lanten” mundtot zu machen. Ich hoffe für Vince Ebert, dass ihm dies erspart bleibt.

 

In diesem Sinne:

li(e)bertäre Grüße an Vince Ebert

 

Hanno Vol­lenweider

 

PS: Er lohnen sich auch weitere Blicke auf die Face­book­seite von Vince Ebert:

 

Bild: Screenshot Youtube
Text­bilder: Screenshot der Face­book­seite von Vince Ebert
Youtube Kanal von Vince Ebert: https://www.youtube.com/user/vinceebert
Homepage: http://www.vince-ebert.de/