By Bundesarchiv, Bild 146-1998-006-34 / Wolf, Helmut J. / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5419692
Politik

Bundeswehr ohne Tradition und Vorbild

31. Oktober 2017

Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat aus für ihr Verständnis zugänglichen Gründen eine „Säuberung“ der Bundeswehr angeordnet. In deren Verlauf soll die Bundeswehr von den letzten noch vorhandenen Erinnerungen und Vorbildern an die Wehrmacht entsorgt werden, wie z.B. den Namen hoher früherer Wehrmachtsoffiziere und dort noch verwahrten Erinnerungsstücken an die Wehrmacht, wie z.B. Stahlhelmen, die den kasernierten Soldaten der Bundeswehr noch als Erinnerung und Vorbild dienten. Nach dieser letzten großen „Säuberung“ werden die Soldaten der Bundeswehr und die Bundeswehr selbst weiter existieren ohne Tradition und Vorbilder.

Waren die deutsche Wehrmacht und ihre Soldaten der Bundeswehr und deren Soldaten schädlich als Tradition und Vorbild? Wir erinnern uns: Die Militärgeschichtliche Abteilung der Israelischen Armee hatte Ende der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mehr als eintausend Militär-Spezialisten der ganzen Welt befragt danach, welche Armee sie als die beste der Welt betrachten würden, welche Soldaten die tapfersten, die kampfgewandtesten, die diszipliniertesten, die anpassungsfähigsten, die initiativsten und geschicktesten gewesen seien. Diese weltweite Befragung der internationalen Militärexperten durch die Israelis hatte ergeben, dass die deutschen Soldaten als die besten der Welt eingestuft wurden, sowohl für den 1. als auch für den 2. Weltkrieg, die Weltkriegssoldaten der Wehrmacht noch punkthöher als die des 1. Weltkrieges. Die Bewertung nach Punkten, die eine Höchstzahl von 100 Prozent zuließ, ergab für die Reichswehr des 1. Weltkrieges 86 Punkte, für die Soldaten der Wehrmacht des 2. Weltkrieges 93 Punkte. Keinen Einfluß auf diese Bewertung nahmen Regierungssystem und Politik Deutschlands zu der Zeit, in welcher die Wehrmacht und ihre Soldaten im 2. Weltkrieg für Deutschland kämpften. Die gewachsene Art der Menschen und ihre Qualifikation sind – ebenso wie die Leistung von Wissenschaftlern – unabhängig von der Politik eines Landes, in dem sie leben. Hitler hatte sich – wie bekannt – darüber beklagt, dass es ihm nicht gelungen sei, seinen Geist in die Deutsche Wehrmacht einzubringen.

Lange zuvor hatte dies bereits der britische Diplomat und persönliche Sekretär Chamberlains und Churchills, John Colville, der die Graue Eminenz der englischen Politik war und „heimlicher Premier“ genannt wurde, wie folgt zu Papier gebracht: „Die deutschen Soldaten waren die besten der Welt.“ Kein Wunder, dass der israelische Militärhistoriker, Martin van Creveld, konstatierte, dass die Wehrmacht „besser als jede andere moderne Streitkraft die Verbindung von Initiative und Disziplin verkörperte, sie ferner insgeheim das Vorbild der israelischen Armee war, ohne dass diese die Qualitäten ihres Vorbildes je erreicht habe“. Feldmarschall Lord Allenbrooke (1883 – 1963), Chef des britischen Generalstabes urteilte: „Die Deutschen sind ohne Frage die wunderbarsten Soldaten.“ Der britische Jurist, Abgeordneter des Unterhauses und Militärschriftsteller, Sir Reginald Page, verlautbarte: „Ob wir in Afrika, in Italien oder in Frankreich auf die deutsche Wehrmacht stießen, immer fanden wir in ihr einen anständigen Gegner.“ Reginald Paget, britischer Jurist und Parlamentsmitglied, äußerte: „Der deutsche Soldat hat unter Verhältnissen unvorstellbarer Grausamkeit seiner Gegner ein großes Maß an Zurückhaltung und Disziplin an den Tag gelegt.“ Der ehemalige Botschafter der USA in Bonn, Vernon Walters, schrieb den Deutschen ins Stammbuch: „Vor den deutschen Soldaten ziehe ich meinen Hut. Ich habe bei Anzio und in der Normandie gegen Euch gekämpft und kann nur sagen: Eure Soldaten waren erstklassig. Was Ihr Deutschen braucht ist mehr Selbstachtung und Patriotismus………..“

  1. H. Liddel Hart, englischer Militärhistoriker, schrieb: „Es war eine überraschende Erscheinung des nächsten Krieges, dass sich die deutsche Armee in Bezug auf menschliches Verhalten einen besseren Ruf erwarb als 1870 und 1914; man hätte eigentlich erwarten sollen, dass die Addition von „Nazismus“ und „Preussentum“ verschlechtert hätte…………. Reiste man nach dem Krieg durch die befreiten Länder, so hörte man allenthalben das Lob der deutschen Soldaten und nur zu oft wenig freundliche Betrachtungen über das Verhalten der Befreiungstruppen.“

General Dwight D. Eisenhower, Kommandeur amerikanischer Streitkräfte im 2. Weltkrieg, später NATO-Befehlshaber in Europa, gab folgende Ehrenerklärung für den deutschen Soldaten der Wehrmacht am 22.1. 1951 ab: „Ich war 1945 der Auffassung, dass die Wehrmacht, insbesondere das deutsche Offizierscorp, identisch mit Hitler und den Exponenten seiner Gewaltherrschaft sei und deshalb auch voll mitverantwortlich für die Auswüchse dieses Regimes. Inzwischen habe ich eingesehen, dass meine damalige Beurteilung der Haltung des deutschen Offizierscorps und der Wehrmacht nicht den Tatsachen entspricht, und ich stehe daher nicht an, mich wegen meiner damaligen Auffassungen, sie sind ja auch aus meinem Buch ersichtlich, zu entschuldigen. Der deutsche Soldat hat für seine Heimat tapfer und anständig gekämpft. Wir wollen alle für die Erhaltung des Friedens in Europa, das uns allen ja die Kultur geschenkt hat, gemeinsam eintreten.“

Von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer, hörte man am 3.12.1952 im Deutschen Bundestag: „Wir möchten heute vor diesem Hohen Haus im Namen der Regierung erklären, dass wir alle Waffenträger unseres Volkes, die im Rahmen der hohen soldatischen Überlieferungen ehrenhaft zu Lande, zu Wasser und in der Luft gekämpft haben, anerkennen. Wir sind überzeugt, dass der Ruf und die Leistung des deutschen Soldaten trotz aller Schmähungen während der vergangenen Jahre in unserem Volk noch lebendig geblieben sind und auch bleiben werden. Es muß auch gemeinsame Aufgabe sein, und ich bin sicher, wir werden sie lösen, die sittlichen Werte des deutschen Soldatentums mit der Demokratie zu verschmelzen.“ Diese seine Erklärung ergänzte er in einem Brief vom 17.12.1952 an den Generaloberst der Waffen-SS a.D. Paul Hausser, dahingehend, dass die von ihm in seiner Rede vom 3.12.1952 vor dem deutschen Bundestag abgegebene Erklärung für Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht auch die Angehörigen der Waffen-SS umfasse, soweit sie ausschließlich als Soldaten ehrenvoll für Deutschland gekämpft hätten.

So verlautete auch der britische Generalmajor a.D. Michael Reynolds: „Die Bereitwilligkeit der Männer der Waffen-SS auch dann weiter zu kämpfen, als der Krieg offensichtlich verloren war, kann für die heutigen Generationen nur Anlaß zur Bewunderung sein…………. Sie waren bemerkenswerte Soldaten, dergleichen werden wir wohl niemals wieder sehen……..“

Urteile und Erklärungen dieser Art, die ich der Broschüre von Alfred Zips über die „Kriegsursachen Kriegsschuld Kriegsverbrechen Kriegsfolgen“ entnommen habe, würden sich seitenlang weiter fortsetzen lassen. Ich will sie beschließen mit der Äußerung des US-amerikanischen Generals und Politikers, George Marshall, über die deutschen Soldaten der Wehrmacht: „Die Basis ihrer Disziplin war unerschütterlich.“

Dies alles hinderte Herrn Reemtsma nicht daran vor Jahren die sog. Wehrmachtsausstellung zu finanzieren, die das Ziel verfolgte, das bisherige Ansehen der Deutschen Wehrmacht wegen in ihr oder angeblich in ihr begangener Verbrechen herabzusetzen und zu beschmutzen. Die damalige Präsidentin des deutschen Verfassungsgerichts, Frau Jutta Limbach, hatte es sich nicht nehmen lassen, diese Wanderausstellung seinerzeit in Karlsruhe zu eröffnen.

Nachdem selbst aus dem Ausland, wie z.B. Polen, die Fälschungen und Unwahrheiten dieser Ausstellung angegriffen worden waren, schrieb Helmut Markwort, Chefredakteur und ehemaliger Herausgeber des „Focus“ im „Focus“-Tagebuch 43/1999: „Jetzt steht fest, dass vor der ganzen „(Wehrmacht-Ausstellung)“ gewarnt werden muß…………. Warum hat kein deutscher Historiker die vielen Fehler und Täuschungen aufgedeckt? Die Antwort geben Geschichts-Professoren nur, wenn unsereiner verspricht, seinen Namen nicht zu nennen: Jeder Historiker hat sofort gesehen, wie schlampig und suggestiv die Ausstellung eingerichtet war, aber wer hat schon Lust, sich öffentlich fertigmachen zu lassen?“ So sehr fürchteten deutsche Historiker die Macht der linkslastigen Massenmedien.

Mit meinen heute bereits 91 Jahren hatte ich seinerzeit noch Ehre und Vorzug als Soldat im 2. Weltkrieg in der Wehrmacht dienen zu dürfen. Nach knapp einem Jahr als Marinehelfer in einer schweren Marine-Flakbatterie in Mönkeberg an der Kieler Förde, führte die Schließung der Luftkriegsschule I in Dresden-Klotzsche wegen der herannahenden russischen Truppen zur Beendigung meiner dort so erfolgreich begonnenen, fast beendeten Ausbildung zum Luftwaffen-Offizier und Jagdflieger mit der Folge, dass ich das Ende des Krieges als Soldat eines Fallschirmjäger-Regiments in Österreich und der Tschechei erlebte. Wir, die Schüler der Luftkriegsschule, hatten dort die vom Krieg gerissenen Lücken der früheren Fallschirmjäger-Cassino-Kämpfer aufgefüllt. Über diese hatte der britische Feldmarschall, Sir, Harold Alexander, nach den Kämpfen in Monte Cassino im Mai 1944 an Churchill geschrieben: „Die deutschen Fallschirmjäger waren die besten und ritterlichsten Soldaten der Welt – in der besten Division aller Fronten.“

Auch wenn ich nach russischer Gefangenschaft , in die ich nach Kriegende geraten war, und den Abwürfen von Atombomben durch die Amerikaner auf Hiroshima und Nagasaki bis heute überzeugter Pazifist geworden und geblieben bin, verletzt es mich persönlich stark, in welcher Weise in der Bundesrepublik Deutschland Andenken und Ansehen der Deutschen Wehrmacht und ihren besten Soldaten der Welt herabgesetzt und verteufelt werden. Haben das die Millionen gefallener deutscher Soldaten des 2. Weltkrieges, der besten Soldaten der Welt, verdient? Dürfen die Wehrmacht, ihre Soldaten und Helden heute nicht mehr Vorbild der Bundeswehr und ihrer Soldaten sein?

Als deutscher Staatsbürger und Patriot, der den 2. Weltkrieg – keineswegs als Nazi – noch miterlebt hat, schäme ich mich zutiefst, in welcher Weise das deutsche Volk und seine Politiker das Andenken an die Wehrmacht, ihre Soldaten, Helden und Millionen Gefallener verurteilen und auslöschen. Gilt die Äußerung von Joseph (Joschka) Fischer, ehemaliger Außenminister der Regierung Schröder, die er 1982 in der Postille „Pflasterstrand“ machte: „Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“

Sicherlich unterscheidet sich die Bundeswehr in vielen Punkten von der Wehrmacht. Indessen: Obwohl die Wehrmacht des 2. Weltkrieges sich in vielerlei Hinsicht von der Reichswehr des 1. Weltkrieges unterschied, mit dieser nicht identisch war, hatte sie zu keiner Zeit Schwierigkeiten, sich auf die Tradition der Reichswehr und das Vorbild ihrer tapferen Soldaten und Helden als Vorbilder zu berufen. Niemand fühlte sich veranlasst, diesen Teil deutscher Geschichte völlig auszulöschen – wie das heute mit der Wehrmacht und ihren Soldaten geschieht!

Die Deutsche Bundeswehr wäre gut beraten, wenn sie sich der Tradition der Wehrmacht und ihrer Soldaten als Vorbilder bewusst bliebe! Ein Soldat, der sich die beste Armee der Welt und deren Soldaten zum Vorbild nimmt, braucht sich dessen sicherlich nicht zu schämen. Wir Deutschen haben allen Grund dazu, auch auf diesen Teil unserer Geschichte stolz zu sein.


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