Die Schrott-Busse, die bereits in Dresden für Proteste gesorgt hatten, kommen nun auch nach Berlin. (Screenshot: YouTube)

“Kunst” gegen den Krieg — Dresdner Schrott-Busse kommen vors Bran­den­burger Tor

Ab Freitag stehen die drei Schrott-Busse aus Dresden nun für zwei Wochen auch vor dem Bran­den­burger Tor in Berlin. Die Instal­lation des Syrers Manaf Hal­bouni gilt als ein Kunstwerk gegen den Krieg. 

(Von Michael Müller)

Die Instal­lation aus drei senk­recht ste­henden Schrott-Bussen wird ab Freitag gut zwei Wochen lang bis Sonntag, den 26. November vor dem Bran­den­burger Tor stehen. Dies teilte das Ber­liner Maxim-Gorki-Theater mit.

Das zwölf Meter hohe Kunstwerk sym­bo­li­siert Bar­ri­kaden aus Bussen, die angeblich im syri­schen Aleppo 2015 während der Kampf­hand­lungen in der Stadt Zivi­listen auf­ge­richtet hatten, um sich vor Scharf­schützen zu schützen. Tat­sächlich waren sie in Aleppo von einer bekannten Ter­ror­miliz auf­ge­stellt worden.

Schirmherr der Aktion ist Berlins Kul­tur­se­nator Klaus Lederer. Nach Ansicht des Linken-Poli­tikers soll das Kunstwerk „uns in Gespräche und Aus­tausch bringen darüber, wie Zer­störung, Leid und Krieg über­wunden werden können und Ver­söhnung möglich ist.“

Die Skulptur hatte von Anfang Februar bis April dieses Jahres bereits vor der Dresdner Frau­en­kirche gestanden und dort massive Pro­teste her­vor­ge­rufen. Viele Dresdner sahen damals etwa das all­jähr­liche Gedenken an die Zer­störung der Stadt am 13. Februar 1945 gestört.

https://youtu.be/3M2hJSu-iMg

Michael Müller / BerlinJournal.biz