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Martin Sellner – oder wie die Zensur die Oppositionellen zu neuen Strukturen beflügelt

16. Januar 2018

Das Auto Andersdenkender abfackeln, sie samt Familie im eigenen Heim bedrohen und belagern, sie einzuschüchtern oder sogar zusammenzuschlagen – das sind die Terror- und Unterdrückungsmethoden, die diejenigen anwenden, die sich für tolerant, gut, moralisch überlegen und demokratisch halten und politisch Andersdenkende kraft eigener Selbstüberheblichkeit zu Untermenschen erklären und bestrafen.

Man mag zu Martin Sellner von den Identitären stehen, wie man will. Doch das, was die „Toleranten“ mit diesem Mann machen, ist auch nicht besser, als der Naziterror gegen Regimegegner im Dritten Reich. Ein Bankkonto nach dem anderen wird ihm aufgrund von Denunziationen und Drohbriefen an die betreffenden Banken gekündigt, seine Videos auf Youtube andauernd geflagt, gelöscht, sein Kanal gesperrt, das Auto seiner Eltern angezündet, sein eigenes Auto abgebrannt … Schikanen und Quälereien – gegen jedes international geschützte Menschenrecht – gehört zum Alltag all jener, die diesem System unangenehm sind.

 

 

Das Kalkül des Systems: Man glaubt, die verhassten Aktivisten abwürgen zu können, ihnen das freie Wort verbieten, ihre Existenzgrundlage zu vernichten, sie mundtot zu machen, sie einzuschüchtern, bis hin zur Aufgabe. Es trifft mittlerweile dank NetzDG praktisch jeden, zigtausendfach. Schon jede etwas gereizte Bemerkung auf den sozialen Medien, jede auch nur missliebige, irgendwie politisch inkorrekte Aussage führt zu Sperrungen.

Europa Der Vaterländer: Eine Unabhängigkeitserklärung von [Willinger, Markus]Doch das Kalkül geht nicht auf. Die Leute werden immer zorniger und jeden Tag begreifen auch unter den Gutmenschen mehr und mehr, wohin die Reise geht. Jeden Tag tritt das hässliche Gesicht der rechtswidrigen Schikane, der Zensur, Bevormundung, Volkserziehung und Unterdrückung schärfer und klarer zutage. Jeden Tag wird die Masse der Unzufriedenen größer. Jeden Tag driftet das System der selbstgerechten Tolerantisten ein Stückchen mehr in Richtung DDR 2.0. Wie damals wird eine von oben oktroyierte, politisch korrekte Sprache in den Medien gepflegt. Offiziell musste es im DDR-Sprech „geflügelte Jahresendfigur“ heißen und blieb doch ein Weihnachtsengel. Ein „Schokoladenhohlkörper“ wurde im Volk nach wie vor Schoko-Nikolaus genannt und ein „Grilletta“ blieb ein Hamburger.

Und so ist es auch jetzt, in der DDR 2.0: „Die, die schon länger hier leben“ sind trotzdem Deutsche und wissen, dass „die, die noch nicht so lang hier leben“ eben keine Deutschen sind. „Fake News“ ist alles, was alternative oder russische Medien berichten und dem System nicht passt. Und wer noch eine kritische, eigene Meinung hat weiß, dass er „Modernisierungsverlierer“ ist – oder auch Pack. „Hassprediger“ sind nicht etwa Leute, die wirklich Hass predigen, wie es zum Beispiel manche Geistliche tun, die Freitags den Schutzsuchenden die Koransuren erläutern, denen zufolge Ungläubige niedrige und unwerte Menschen sind. Hassprediger sind „die-schon-länger-hier-Lebenden“, die vor allem noch länger am Leben bleiben wollen und es wagen, das laut zu sagen.

Der Mensch ist aber ein sehr anpassungsfähiges und zähes Wesen. Er findet immer einen Weg, um die Schikanen zu unterlaufen, egal, wie viele Zwangsmaßnahmen und Folterwerkzeuge sich das System der Tolerantisten ausdenkt.

Es gibt immer Möglichkeiten, Spenden an den Empfänger zu leiten, gleichgültig, wie viele Bankkonten gesperrt werden. Und im Gegensatz zur Schlägertruppe des Systems, der Antifa, die ohne die Zuwendungen vom Links-Staat und den NGOs sofort mittellos dasteht und aufgeschmissen ist, werden die Systemkritiker und Patrioten vom Volk unterstützt und getragen.

Die identitäre Generation von [Willinger, Markus]So haben sich beispielsweise die „Modernisierungsverlierer“ aufgemacht und zwei neue Möglichkeiten schon ziemlich weit entwickelt, um die Zensur-Plattform Youtube zu ersetzen: D-Tube und BitChute. Beide Videoplattformen haben den Vorteil, dass sie keinem Konzern gehören, unerreichbar für den staatlichen Zugriff sind und der Allgemeinheit gehören. Die aufgespielten Videos sind quer durch die Welt gespeichert und können nicht von irgendwelchen staatlich gedungenen, privatwirtschaftlichen Administratoren aus dem Ausland gesperrt oder gelöscht werden, sei es durch Blockchain oder Verteilen auf allen teilnehmenden Rechnern. Viele große Youtuber sind bereits bei Bitchute. Bei D-Tube kann man sogar mit seinen Videos Geld verdienen.

Gerd Lothar Reschke erzählt hier ein bisschen mehr über die neuen Video-Plattformen.

Kommen wir zurück zu Martin Sellner. Auch hier sehen wir, dass, je mehr Druck und Sabotage gegen ihn, die Identitären und andere Oppositionelle ausgeübt wird, umso gewitzter und unangreifbarer werden deren Methoden, umso intelligenter wird ihr Angriff, umso mehr Alternativen und helfende Unterstützerstrukturen bilden sich. Eine ganz neue, eigenständige, bestens vernetzte Welt entsteht und bietet wahrscheinlich sehr bald sogar noch bessere Möglichkeiten, als es sie vorher gab. Diese neuen Medienalternativen werden unter Hochdruck von richtig schlauen Modernisierungsverlierern getestet und entwickelt. Sie werden in nicht allzuferner Zukunft die alten, staatlich gegängelten Zensur-Systemdinosaurier überholt haben.

Alternativen für Facebook gibt es auch schon. War „V-Kontakte“ lange Zeit nur ein wenig gefragter Notbehelf, steigen die Userzahlen jetzt dort beständig – dank massenhaften Facebook-Sperrungen und -Löschungen. Die Alternative aus Fake-Land arbeitet auch an der Qualitätssteigerung. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, und sie wetteifern miteinander, man braucht sich nur im Netz umzusehen.

Sicher wird das System versuchen, auch hiergegen vorzugehen. Aber es wird immer hinterherlaufen. Facebook und Youtube vergraulen immer mehr Kunden, die zu anderen Anbietern abwandern, die ihnen Zensurfreiheit und Meinungsfreiheit bieten. Die „Maas-Nahmen“ beginnen, einen Innovationsschub für das breite Spektrum der Systemkritiker zu zünden.