Politik

„Und keinen interessiert es …“: Indigene Deutsche auf Wohnungssuche

24. Februar 2018

Anlässlich unserer Berichte über die rege Bautätigkeit unserer Politiker, die in Windeseile schicke Einfamilienhäuser für die, die „neu zu uns kommen“, haben wir den Brief von einer jungen Frau bekommen, die „schon länger da ist“. Zufällig wohnt sie ganz in der Nähe der 18 Reihenhäuser für Flüchtlinge, die derzeit mitten in einem Neubaugebiet entstehen, in dem so ein Reihenhaus sonst nicht unter 600.000€ zu haben ist.

In dem Brief heißt es:

„Hallo habe ihren Beitrag gelesen und bin fassungslos, ich wohne in der Nähe von Frankfurt und suche seit 1 Jahr eine Wohnung für meine Kinder, Hund, meinen Partner und mich. Wir sind beide berufstätig und zahlen Steuern. Wir müssen jetzt am 28. Februar ausziehen, weil unser Vertrag ausläuft.

Wir bekommen noch nicht mal eine Obdachlosen-Unterkunft. Uns wurde gesagt, dass man sich dafür schon ein Jahr zuvor anmelden muss. Das ist doch ein Witz. Keiner will uns helfen, wir sitzen ab dem 1. März regelrecht mit Kind und Kegel auf der Straße – und keinen interessiert es.“

 


David Berger auf philosophia-perennis.com


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