Politik & Aktuelles

Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag von Karl Marx: Wann wird Hitler zum Ampelmännchen?

21. März 2018

Zum 129 Geburtstag von Adolf Hitler hat sich die Stadt Braunau am Inn etwas Besonderes einfallen lassen. Ganz in der Nähe der Stelle, an der Ende April eine große Statue errichtet werden soll, wurde eine Ampel mit einer Adolf-Hitler-Schablone ausgerüstet. Dort leuchtet Hitler von nun an lustig, manchmal rot und manchmal grün.

Nein, lieber Leser – ich gestehe: Das sind lupenreine Fake News! In Deutschland und Österreich ist nichts dergleichen geplant. Anstelle dessen ehrt man aber völlig unbefangen keinen Geringeren als Karl Marx auf die beschriebene Art und Weise. Anlässlich seines nahenden 200.Geburtstags ehrt die Stadt Trier ihren berühmten Sohn. Oberbürgermeister Wolfram Leibe(SPD) sagte unbekümmert zum Anschalten der Ampel am 19.03.2018:

„Wir zeigen Flagge für Karl Marx.“

2018 sollte man aber vielleicht doch etwas sensibler und kritischer sein, wenn man „Flagge zeigen“ will. Karl Marx war der Gründervater des Kommunismus, also eben jener Ideologie, der weltweit bisher mehr als 100 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind! Ob eben jener berühmte und berüchtigte Sohn der Stadt Trier jemals selbst einen Menschen getötet hat, kann ich nicht sagen. Nach unserem heutigen Verständnis muss er aber definitiv als Hetzer und geistiger Brandstifter angesehen werden, dem zumindest ganz entschieden Mitverantwortung angelastet werden muss! Dennoch gibt es in z.B. Deutschland zahlreiche Straßen und Plätze, die nach Karl Marx (und auch anderen Kommunisten) benannt sind.

Dass ein Bild von Karl Marx an einer Ampel in Trier angebracht wurde und dort abwechselnd grün und rot leuchtet, kann nur als unfreiwillige Komik angesehen werden: Die rot-grün-versiffte Republik wird dort quasi mit Leuchteffekten in einer minimalistischen Kunstinstallation symbolisiert.

Genau von dieser Art Schizophrenie berichte ich auch in meinem neuen Buch „Linksversifft“. Während sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Republik (zu Recht) von allen Personen und Symbolen des Nationalsozialismus distanziert hat, begannen schon zu damaligen Zeiten der rote Filz und die dazugehörige Folklore an allen Ecken und Enden zu wuchern. Die BRD und ihre Organe waren niemals auf dem rechten Auge blind, dafür herrschte und herrscht aber ein Totalausfall auf der linken Seite!

Das Bewusstsein für die Gefahr von links wurde weder durch die Gewaltexzesse beim letzten G20-Gipfel in Hamburg verändert und wird auch wahrscheinlich ebenso durch die Sprengstofffunde bei der Antifa in Thüringen nicht tangiert.

Das Gegenteil ist der Fall: „Der Kampf gegen Rechts“ wird von staatlicher Seite nicht nur toleriert, sondern sogar oftmals ganz direkt finanziert. Dabei wird die Kampfzone auch gerne auf alles Konservative erweitert, denn das ist ja schließlich der natürliche Fressfeind der Linken!

Wenn in Deutschland am 5. Mai der 200. Geburtstag des geistigen Brandstifters Marx gefeiert wird und man ihm sogar Statuen setzt, sollte das für alle selbstständig denkenden Menschen ein Zeichen sein. Entspricht ein solcher Umgang mit Sozialisten und Kommunisten tatsächlich dem deutschen Selbstbild? Wollen wir tatsächlich Gründerväter von Ideologien verehren, die zahllose Menschenleben gekostet haben?