Seit einer Woche bombardieren uns alle Medien mit einem angeblichen Facebook-Skandal um den Wahlkampf von Donald Trump. Was wirklich dahintersteckt ist noch viel erschreckender, schreibt
(Von Collin McMahon)
Was war passiert? Steve Bannon und Milliardär Robert Mercer hatten mithilfe der Datenkrake Cambridge Analytica die Facebook-Daten von bis zu 230 Millionen Amerikanern ausgewertet und für den Trump-Wahlkampf genutzt. (wir berichteten). Das war spätestens seit dem ausführlichen Bericht im schweizer „Magazin“ 2016 bekannt.
Dies sollte eigentlich kein Skandal sein, denn das ist das Geschäftsmodell von Facebook: Wir müssen nichts dafür zahlen, die weltgrößte Social Media Plattform zu nutzen, dafür werden unsere Daten gesammelt und zu Werbe- und Marketingzwecken benutzt – oder „gehackt“ und „missbraucht“, im hysterischen Tonfall des aktuellen, künstlich aufgebauschten „Skandals“.
Alle politischen Kampagnen machen das heute. Erfunden hat es Barack Obama. Der linke UK „Guardian“ hatte noch 2012 wohlwollend geschreiben: „Barack Obamas Wiederwahlkampagne baut ein riesiges digitales Datenunternehmen auf, das mithilfe einer einheitlichen Datenbank und der Macht von Facebook mehr als je zuvor auf individuelle Wähler zugeschnitten ist.“ Damals wurden die Republikaner nach ihrer Niederlage sogar dafür kritisiert, weil sie nicht so modern und zukunftsfähig mit Big Data umgegangen waren wie der Nobelpreisträger Barack Obama.
Jetzt im Falle von Cambridge Analytica, die genau dasselbe gemacht haben wie Obamas Team, nur vielleicht etwas geschickter, soll es also ein Riesenskandal sein, und Mark Zuckerberg soll vor Untersuchungsausschüssen zitiert werden, weil dem UK Guardian plötzlich aufgefallen ist, dass Facebook unsere Daten sammelt. Warum?
Der konservative Kommentator Ben Shapiro liefert einen Teil der Antwort: „Alle sammeln bei Facebook Daten. So funktioniert das. Wenn du Farmville bei Facebook spielst, werden deine Daten gesammelt. Was haben sie denn gedacht, wie Facebook funktioniert? Das ist albern.“ Shapiros Erklärung: „Die Linken wollen hier Facebook unter Druck setzen, damit sie machen, was die Linke will. Das ist alles worum es geht.“
Seit einem Jahr hörten wir nur über „Fake News“, sagte Shapiro am 20.3. in seiner Sendung: „Trump habe nur wegen ‚Fake News‘ gewonnen. Was ist ‚Fake News‘? Das sind alle konservativen Meinungen. Es geht nicht um offensichtliche Falschmeldungen, niemand will die. Weg damit. Aber Mark Zuckerberg hat jetzt angekündigt, sein Netzwerk von allen konservativen Meinungen zu säubern. Wired hat eine Titelausgabe darüber gebracht, wonach Zuckerberg sich mit Barack Obama nach der Wahl getroffen hat. Nach der Wahl, als Obama nicht mehr im Amt war! … Und warum? um Obama zu versprechen, dass er gegen den ‚Missbrauch’ seiner Plattform vorgehen werde. Angeblich ging es beim ‚Missbrauch’ um ‚Fake News‘ und ‚russische Manipulation‘. Was sie wirklich meinten war, dass die Rechten plötzlich erfolgreicher in den sozialen Netzwerken waren, denn das waren wir ja. Ich selber habe eine ganze Abteilung dafür. Im Februar kündigte Zuckerberg an, die Algorithmen seiner Plattform zu ändern, um Inhalte zu bevorzugen, die Facebook als ‚vertrauenswert, informativ und lokal’ einstuft. ‚Vertrauenswert, informativ und lokal’. Das bedeutet: ‚Links, links und links.’“
Nach einer Studie des Western Journal haben seitdem konservative Seiten erheblich an Reichweite eingebüßt, so Shapiro. Amerikaner würden heute 50% ihrer Nachrichten über Facebook bekommen. Die linke New York Daily News sah einen Anstieg in Facebook-Traffic um +25%, während die Zugriffe von Facebook auf die rechte New York Post um ‑12% abnahmen. „Das ist das Ziel. Hier geht es einzig und allein darum, den sozialen Medien einen Linksruck aufzuzwingen,“ so Shapiro.
Woher kommt also plötzlich diese Kampagne gegen Facebook, die von allen deutschen Medien ohne Kritik und ohne Reflexion nachgeplappert wird? Beim Weltwirtschaftgipfel in Davos im Januar hielt der linke Aktivist George Soros eine etwas weniger beachtete Rede, während sein Erzfeind Donald Trump die deutschen Wirtschaftsbosse begeisterte. Soros blies zum Angriff auf die Sozialen Medien, die nicht streng genug gegen konservative Meinungen vorgingen: „Die Social-Media-Giganten würden das Verhalten der Menschen verändern, ohne dass sie es mitbekämen mit weitreichenden Konsequenzen für das Funktionieren der Demokratie, mit ganz speziellen Auswirkungen für die Wahlen“, zitierte ihn Die Welt.
Der UK Guardian, der die Anti-Facebook-Kampagne losgetreten hat, arbeitet eng mit George Soros zusammen – auch als Autor: Am 15.2. schrieb Soros im Guardian, „Nur die EU kann die Macht von Facebook und Google brechen“. Die Autorin des Guardian, die die „Skandalgeschichte“ um Facebook und Cambridge Analytica schon seit dem Brexit verfolgt, Carole Cadwalladr, arbeitet außerdem mit der linken Stiftung Open Democracy zusammen, die von der UK Labour Party und den Open Society Stiftungen von George Soros finanziert wird. Ihre Darstellung eines angeblichen Skandals wird nun ungefragt von allen deutschen Medien, der Bundesregierung und der EU wiedergekäut, um weitere Zensur von konservativen Meinungen im Internet zu fordern.
Viele große deutsche Medien gehören zum „Recherche-Netzwerk“ Correct!v, das von George Soros und der SPD-nahen Brost-Stiftung (WAZ-Gruppe) finanziert wird. Correct!v wurde nach dem Vorbild der US-Lobbygruppe Media Matters gegründet, welches Soros und Clinton-Stratege John Podesta 2004 nach der Lewinsky-Affäre ins Leben riefen, um den Nachrichten den richtigen „Spin“ (Linksdrall) zu geben. Zu den Unterstützern von Correct!v gehören die Chefredakteure Giovanni di Lorenzo („Die Zeit“), Klaus Brinkbäumer („Der Spiegel“), Christian Lindner („Rhein-Zeitung“), Mathias Müller von Blumencron („FAZ“) und Wolfgang Krach („Süddeutsche Zeitung“). Die Süddeutsche Zeitung gehört zum internationalen Recherchekollektiv ICIJ, das von Soros finanziert wird, die SZ wiederum betreibt ein umstrittenes Recherchekollektiv mit den SPD-nahen „öffentlichen“ Sendern WDR und NDR.
Die Anwälte von Cambridge Analytica schrieben dem Observer/Guardian, „Es ist klar, dass Frau Cadwalladr eine konzertierte Kampagne führt, um uns und unseren Klienten maximalen Schaden zuzufügen.“
Die Lektion aus dem „Facebook-Skandal“ ist also tatsächlich, dass die Meinungsfreiheit und die Demokratie in Gefahr sind, bestimmte dunkle Mächte uns manipulieren wollen und die Medien dazu instrumentalisieren. Aber diese dunklen Mächte sind nicht Donald Trump und Steve Bannon.
Ben Shapiro über die Anti-Facebook-Kampagne:
George Soros kündigt in Davos seine bevorstehende Kampagne gegen Google und Facebook an:
EU-Parlament: Nigel Farage fordert Soros-Untersuchungsausschuss
Lesen Sie außerdem:
Finanzierte George Soros einen Geheimplan, der den Brexit „zurückdrehen“ sollte?
Der EU-Sumpf: Schmierte George Soros 226 EU-Abgeordnete?
AfD untersucht Verbindungen zwischen Merkel-Regierung und George Soros
Farage im EU-Parlament: „George Soros gefährlichster Mann der Welt“
Paradise Papers – Nigel Farage fordert Soros-Untersuchungsausschuss
Wie George Soros 1944 den Nazis geholfen hat
Sigmar Gabriel, George Soros und der NGO-Eklat
Die Zeit, der Soros und der Israelhass
Quelle: JouWatch
Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump und die konservative Revolution, das im Mai im Antaios Verlag erscheint. Lesen Sie dort die ganze Geschichte.
Der Autor distanziert sich von allen rassistischen und antisemitischen Kommentaren. jouwatch glaubt nicht an Verschwörungstheorien, sondern an Fakten. George Soros ist einfach ein linker Milliardär, der bestimmte Gruppen unterstützt, so wie die Koch Brüder die Republikaner oder Robert Mercer die Trump-Kampagne.