Italiens neuer Innenminister Matteo Salvini (Screenshot Facebook)

Klare Bot­schaft von Ita­liens neuen Innen­mi­nister Salvini an alle Ille­galen: „Packt Eure Sachen!!!“

Bei einer Ver­an­staltung im Norden Ita­liens hatte der neue ita­lie­nische Innen­mi­nister Matteo Salvini eine klare Bot­schaft an die ille­galen Ein­wan­derer, die sich im Land auf­halten: „Eure gute Zeit ist vorbei. Fangt schon mal an, Eure Koffer zu packen“, so der Führer der Lega. Damit erneuerte er sein Ver­sprechen, hun­dert­tau­sende soge­nannte Flücht­linge aus dem Nahen Osten und aus Afrika aus Italien zu schaffen.
(Von Marilla Slominski)

„Ein Traum wird wahr“ und „Wir atmen eine andere Luft…es fühlt sich fast festlich an. Man kann es den Ita­lienern ansehen, dass sie dieser Regierung ver­trauen. Endlich sind die rich­tigen Leute am rich­tigen Platz“, feiern Anhänger den Poli­tiker auf seiner Facebook Seite. Salvini tourt gerade durch den Norden Ita­liens und wird in den Städten begeistert gefeiert.

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Am gest­rigen Natio­nal­fei­ertag Festa della Repubblica nahmen die Poli­tiker des neuen Regie­rungs­bünd­nisses  am der prunk­vollen Mili­tär­parade teil und ver­sprachen dann, sich an die Arbeit zu machen, Arbeits­plätze zu schaffen und Migranten zu ver­treiben, so Mai­lOnline. Obwohl sich die Finanz­märkte nach der Ver­ei­digung der in Europa so unbe­liebten Regierung sta­bi­li­siert haben, geben sich die euro­päi­schen Nach­bar­länder wei­terhin ent­setzt über die Ent­scheidung der Wahl­ent­scheidung der ita­lie­ni­schen Bürger. sie äußern ihre Besorgnis  über die euro­skep­tisch­eHaltung und die hohe Aus­ga­ben­planung der neuen Führung im Süden Europas. Ganz vorne dabei bei der Bür­ger­schelte, das Kanz­le­rinnen-Blatt Der Spiegel, der es sich nehmen läßt, mit dem Titel „Italien zer­stört sich selbst und reißt Europa mit“ sowie einer Nudel-Schlinge, die von einer Gabel hängt, Stimmung zu machen. 
Der aktuelle Spiegel-Titel zu Italien (screenshot Spiegel)

Ein Großteil der Ita­liener sieht das natürlich anders. „Viele Men­schen in Italien sind gerade sehr glücklich. Denn sie haben ein neues Selbst­be­wusstsein gewonnen. “Ich denke, dass die neue Regierung sehr wichtige Themen angeht: Die Bekämpfung der ille­galen Ein­wan­derung, Steu­er­sen­kungen und Europa. So wie es jetzt ist, funk­tio­niert Europa nicht. Das Dublin-Abkommen muss über­prüft werden. Denn wir Ita­liener haben ein enormes Problem mit der Ein­wan­derung. Italien ist zusammen mit Grie­chenland das süd­liche Tor Europas und es gibt einfach zu viel illegale Migration. Doch nun hat die Wahl klar gezeigt: Viele wollen keine Mas­sen­ein­wan­derung mehr.“, meint Marco Schiesaro, der einen Master in Euro­päi­scher Inte­gration macht und ein Unter­nehmen, das Tief­kühl­pro­dukte her­stellt, leitet. „Auch wurde in den letzten Tagen in der deut­schen Presse zum Teil sehr abfällig über Italien gesprochen. Und das haben viele Men­schen hier sehr schlecht auf­ge­nommen. Diese Art von Umgang ist nicht gerade wün­schenswert. Deutschland bleibt ein sehr wich­tiger Han­dels­partner. Dennoch darf es sich nicht in das poli­tische Innen­leben eines anderen Landes ein­mi­schen.“, so der 31-Jähige aus Padua gegenüber Jetzt.

Bun­des­kanz­lerin Merkel habe am Samstag mit dem neuen Minis­ter­prä­si­denten Giu­seppe Conte tele­fo­niert und ihn zu einem bal­digen Besuch ein­ge­laden. Gleich­zeitig ver­kündete sie, der von Italien gewünschte Schul­den­schnitt in Höhe von 250 Mil­li­arden komme nicht in Frage. Soli­da­rität dürfe „nie in eine Schul­den­union münden“, so die all­mächtige deutsche Regie­rungs­chefin. Diese Aussage ist nichts weiter als Sand in die Augen der deut­schen Wähler, denn die „Schul­den­union“ haben wir längst, meint zumindest der deutsche Ökonom, Autor und Blogger Daniel Stelter ange­sichts der  gewal­tigen For­de­rungen, die die Deutsche Bank ange­häuft hat. „Deshalb ist es auch ver­logen, wenn unsere Poli­tiker vor einer ‘Schul­den­union’ in Europa warnen. Wir haben sie schon und wir haben dabei die dümmste Rolle über­nommen, die man haben kann: die des Gläu­bigers. Egal wie das Spiel wei­tergeht, am Ende wird und muss der Gläu­biger ver­lieren“, erklärt er in seinem Artikel vom Dezember auf t‑online.


Quelle: Jou­Watch