Der Euro zer­stört Europa und unseren Wohlstand!

Mitt­ler­weile dämmert es immer mehr Bürgern, dass der Euro uns offen­sichtlich nicht das bringt, was uns von der Politik ver­sprochen wurde. Dennoch halten die Prot­ago­nisten in Brüssel, Stras­bourg und Berlin krampfhaft an einem Wäh­rungs­ex­pe­riment fest, welches scheitern wird. Für die Rea­li­täts­ver­wei­gerung der Poli­tiker in ihren Elfen­bein­türmen, werden die Bürger der Eurozone in Zukunft noch bitter bezahlen.
Zur Bewäl­tigung der Krise hat die EZB diverse Kauf­pro­gramme auf­gelegt. Sie haben das Ziel, Zinsen zu drücken und Geld leichter ver­fügbar zu machen. Dadurch sollten die Wirt­schaft und die Inflation ange­kurbelt werden. Allein im Rahmen des Teil­pro­gramms PSPP hat die EZB, seit März 2015, Wert­pa­piere des öffent­lichen Sektors im Volumen von über 2.500 Mil­li­arden gekauft. Mitt­ler­weile ist die Bilanz­summe der EZB auf ein Rekordhoch von 4,66 Bil­lionen Euro ange­stiegen. Dies ent­spricht irr­sin­nigen 41,6 Prozent der jähr­lichen Wirt­schafts­leistung der  kom­pletten Euro-Zone. Die EZB und somit auch indirekt die Bun­desbank — welche zu 18,37 Prozent an der EZB beteiligt ist – sind dank des EZB-Kauf­pro­gramms mitt­ler­weile zum größten Gläu­biger der Euro-Staaten aufgestiegen.
Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hatte nicht den Mumm
Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karlsruhe hatte nicht den Mumm dem zum Scheitern ver­ur­teilten Treiben der EZB ein Ende zu setzen, sondern hat sich anstatt dessen aus der Affäre gezogen, indem es den Euro­päi­schen Gerichtshof (EuGH) um eine recht­liche Bewertung gebeten hat. Nicht nur aus Sicht des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts könnte das Pro­gramm das Mandat der EZB sowie Zustän­dig­keiten der EU-Staaten ver­letzen. Die Kläger kri­ti­sieren, dass die EZB durch das Kauf­pro­gramm massiv die Staats­ver­schuldung finanziert.
Euro­päi­scher Gerichtshof hält den EZB-Wahnsinn am Laufen
Laut dem Urteil — Az: EugH C‑493/17 — des obersten EU-Gerichts sind die in großem Stil getä­tigten Anlei­hen­käufe der Euro­päi­schen Zen­tralbank (EZB) rechtens. Die EZB ver­stößt damit nicht gegen das Verbot der Staats­fi­nan­zierung und nicht gegen ihr Mandat. Dem EuGH zur Folge gebe es an dem Kauf­pro­gramm nichts zu bean­standen, denn die EZB habe als oberste Prä­misse die Preis­sta­bi­lität im Euroraum zu gewähr­leisten und eine Infla­ti­onsrate von knapp zwei Prozent zu erreichen. Dafür seien die Anlei­hen­käufe gerecht­fertigt. Ferner würden keine Staaten bevorzugt. Das Kauf­pro­gramm ist nach den Finan­zie­rungs­be­dürf­nissen der Länder aus­ge­richtet und die Käufe erfolgen über einen fest­ge­legten Schlüssel. Ergänzend sei der Kauf von Papieren mit einem hohen Risiko nicht erlaubt.
Wir haben in diesem Fall auch keine andere Ent­scheidung erwartet, denn wer sägt schon auf dem Ast, auf dem er sitzt. Die Ankäufe mögen nun viel­leicht rechtens sein aber sie sind Irre, da sie die volks­wirt­schaft­liche Scha­dens­ma­xi­mierung vor­an­treiben. Dieses Urteil ist für uns ein wei­terer Indi­kator, dass mit allen Mitteln an einer zum Scheitern ver­ur­teilten Währung fest­ge­halten wird.
Euro­päi­scher Gerichtshof leidet unter Realitätsverlust
Wir sehen den Sach­verhalt grund­legend anders. Italien bei­spiels­weise kommt nicht aus der Krise heraus. Das Land leidet weiter unter hoher Arbeits­lo­sigkeit, extrem hoher Jugend­ar­beits­lo­sigkeit und ist ver­schuldet bis unter das Dach. Dennoch kann sich das Land Dank der EZB und der Mit­glied­schaft in der Eurozone wesentlich güns­tiger ver­schulden als vor 20 Jahren. Dies ist volks­wirt­schaft­licher Wahnsinn.

Das Land wird mit immer nied­ri­geren Zinsen dafür belohnt, dass die Ver­schuldung exor­bitant steigt und die Indus­trie­pro­duktion sich mitt­ler­weile auf einem Niveau von vor knapp 20 Jahren befindet. Damit lassen sich kei­nes­falls die Schulden von 2018 bezahlen. Nor­ma­ler­weise wäre das Land – ohne die Hilfe der EZB ‑längst bankrottgegangen.

Da Italien als Mit­glied der Eurozone seine Währung, wie zu Lira­zeiten möglich und kon­ti­nu­ierlich umge­setzt, nicht mehr abwerten kann, wird das Land wirt­schaftlich nicht auf die Beine kommen. Das gleiche gilt für Grie­chenland, Frankreich…
Rezession kommt und EZB wird weiter Geld drucken
Am 13.12.2018 hat die EZB beschlossen, ihr Auf­kauf­pro­gramm von Staats- und Unter­neh­mens­an­leihen zu beenden. Ver­bunden ist damit jedoch keine geld­po­li­tische Wende, denn die Zinsen werden weiter im Keller bleiben. Fraglich ist:

  1. Wer wird in Zukunft die Anleihen, von fak­tisch bank­rotten Staaten, auf­kaufen? Momentan finden sich außer der EZB und von der EZB, nicht uner­heblich am Leben erhal­tenen, ita­lie­ni­schen Banken keine Interessenten.
  2. Wer die Wert­pa­piere des öffent­lichen Sektors, von Ländern wie bei­spiels­weise Italien, jemals von der EZB kaufen wird, ist fraglich. Nicht einmal Export­welt­meister Deutschland zahlt aktiv seine Schulden zurück. Wer kann dies also von Ländern wie Grie­chenland, Italien, Frank­reich…, erwarten? Folglich wird die EZB den größten Anteil des Geldes vor­aus­sichtlich niemals wieder sehen.

Wir gehen davon aus, dass die EZB auch 2019 weiter massiv Geld drucken wird. Spä­testens wenn die Mil­li­ar­den­kredite für Italien aus­laufen im Jahr 2020 und 2021, wird die EZB wieder zugreifen müssen, um die Invest­quote stabil zu halten. Die EZB wird dann min­destens 170 Mil­li­arden pro Jahr zusätzlich in die Hand nehmen müssen. Auch erwarten wir nach wie vor eine Rezession. Bald werden nicht nur marode Banken jede Menge Geld von der EZB benö­tigen — und das nicht nur in Italien — sondern auch im bro­delnden Frank­reich (Marcon wird viel Geld ver­teilen müssen, welches er nicht hat, um sich an der Macht zu halten) und selbst­redend im bank­rotten Grie­chenland aber auch in Deutschland.
Deutsche bezahlen bitter für den Euro
Die EZB hat unter der Ägide Mario Draghis, mit ihrer rea­li­täts­fernen Politik („Wha­tever it takes“) erreicht, dass in Deutschland die Immo­bilien- und Akti­en­märkte explo­diert sind, Wohnen zum Luxus geworden ist, die Reichen noch reicher geworden sind, Sparer dank der Nied­rig­zins­phase und der Inflation bei mitt­ler­weile über 2 Prozent ent­eignet werden, jungen Men­schen die Mög­lichkeit einer adäquaten Alters­vor­sorge genommen wird und solide wirt­schaf­tende Banken wie Volks­banken, Raiff­ei­sen­banken und Spar­kassen suk­zessive zer­stört werden. Fakt ist: Super Mario hat mit seinen Worten damals die Euro­krise beendet aber nicht gelöst, sondern lediglich in die Zukunft ver­schoben und weiter aufgebläht.
Wann werden die Euro­be­für­worter endlich erkennen, dass der Euro viel zu schwach für Deutschland und viel zu stark für Süd­europa ist und dass sich dieser Sach­verhalt auch nicht ändern wird. Wann werden sie lernen, dass wirt­schafts­his­to­risch bisher alle Wäh­rungs­unionen gescheitert sind? Wann werden sie den teuren Fehler sich ein­ge­stehen und die Ver­armung der EU-Bürger beenden? Denn Europa zer­stört Europa anstatt es zu einen! Wie lange ist der Deutsche Bürger noch bereit für eine zum Scheitern ver­ur­teilte Währung zu bezahlen? Wie lange können die Euro­be­für­worter die Bevöl­kerung noch über diese Tat­sachen hin­weg­täu­schen? Brauchen wir weitere gelbe Westen in ganz Europa?


Die beiden Öko­nomen, Quer­denker, Redner und Hono­rar­be­rater Mat­thias Weik und Marc Friedrich schrieben gemeinsam die vier Best­seller “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Flei­ßigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“,  „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Ver­mögen retten“, „Kapi­tal­fehler — Wie unser Wohl­stand ver­nichtet wird und warum wir ein neues Wirt­schafts­denken brauchen“
und „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirt­schaft und Politik radikal neu denken müssen“. Weitere Infor­ma­tionen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei yt: https://www.youtube.com/friedrichweik,  bei Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/, www.instagram.com/friedrich_weik/ und bei Twitter www.twitter.com/FRIEDRICH_WEIK.