Dumm. dümmer, Antifa – Foto: O24

50 jes­si­dische Frauen ent­hauptet — Ter­ro­risten gefördert, Opfer ignoriert

Eine Gruppe von Jes­siden, die am 15. März eine Demons­tration vor dem Weißen Haus abhielt, for­derte die Trump-Regierung auf, die geschätzten 3.000 Frauen und Kinder, die von ISIS-Ter­ro­risten gefangen genommen, fest­ge­halten oder getötet wurden, zu loka­li­sieren oder zu retten.
Die Demons­tranten wiesen auf den jüngsten Vorfall hin, bei dem ISIS-Kämpfer, die aus einer ihrer letzten Hoch­burgen im Osten Syriens fliehen, 50 jes­si­dische Frauen ent­haup­teten, die von den ISIS-Ter­ro­risten als Sex­skla­vinnen ein­ge­setzt worden waren.
Die meisten Teil­nehmer der Kund­gebung waren Über­le­bende der völ­ker­mör­de­ri­schen Angriffe von ISIS auf Jes­siden, eine ver­folgte nicht-mus­li­mische Min­derheit, die im Irak, in Syrien und in der Türkei ihre Heimat hat.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2017, die in der Wochen­zeit­schrift PLOS Medicine ver­öf­fent­licht wurde, geschah innert weniger Tage im August 2014 Folgendes:
“Schät­zungs­weise 3.100 Jes­siden wurden [im Irak] getötet, von denen fast die Hälfte hin­ge­richtet wurde — ent­weder erschossen, ent­hauptet oder lebendig ver­brannt — während der Rest auf dem Berg Sinjar durch Hunger, Dehy­drierung oder Ver­let­zungen während der ISIS-Bela­gerung starb. Die geschätzte Anzahl der Ent­führten beträgt 6.800. Geflüchtete erzählten von den Miss­bräuchen, die sie erlitten hatten, dar­unter reli­giöse Zwangs­kon­ver­sionen, Folter und Sex­skla­verei. Mehr als ein Drittel der mut­maß­lichen Ent­führten fehlte zum Zeit­punkt der Umfrage noch. Alle Jes­siden, unab­hängig von Alter und Geschlecht, wurden ins Visier genommen, aber Kinder waren über­pro­por­tional betroffen. Sie wurden genauso oft hin­ge­richtet wie Erwachsene, machten aber 93,0% der­je­nigen aus, die auf dem Berg Sinjar starben. Außerdem machten Kinder nur 18,8% der­je­nigen aus, denen es gelang, aus der Gefan­gen­schaft zu entkommen.”
Solche Hor­ror­ge­schichten sollten auf der ganzen Welt Schlag­zeilen machen, aber leider wurden sie igno­riert. Im Gegensatz dazu wurde über Shamima Begum, eine in Groß­bri­tannien geborene Frau, die 2015 Groß­bri­tannien verließ, um sich in Syrien ISIS anzu­schließen und die im Februar dieses Jahres nach Hause zurück­kehren wollte, aus­führlich berichtet. Der Fall Begum hat eine breite Debatte über den Status und den Umgang mit Dschi­ha­disten aus dem Westen aus­gelöst, die ver­suchen, ihren Wohnsitz wieder auf­zu­nehmen und die Staats­an­ge­hö­rigkeit in ihren Her­kunfts- oder Ein­bür­ge­rungs­ländern zu behalten.
Manche Experten haben Begum als Opfer der “Pflege” und “Gehirn­wäsche” durch die ISIS-Ter­ro­risten, denen sie bei­getreten ist, gezeichnet. In einem Interview mit Sky News im Februar sagte Begum jedoch, dass sie sich der Ent­haup­tungen und anderer Gräu­el­taten von ISIS vor ihrer Reise nach Syrien voll bewusst gewesen sei. “Ich wusste von diesen Dingen und ich war damit ein­ver­standen”, sagte sie. “Weil ich, weißt du, kurz bevor ich ging, religiös wurde. Nach dem, was ich gehört habe, ist das isla­misch gesehen alles erlaubt.”
Auf die Frage, ob sie irgend etwas davon hin­ter­fragt habe, ant­wortete Begum: “Nein, über­haupt nicht.”
Die Free Yezidi Foun­dation, die sich für die Gerech­tigkeit für Opfer und Über­le­bende des ISIS-Völ­ker­mordes ein­setzt, äußerte Wut und Frus­tration über die sym­pa­thische Auf­merk­samkeit, die Begum, die sich frei­willig dem ISIS ange­schlossen hat, von einigen Poli­tikern in Groß­bri­tannien erhält.
An die bri­tische Abge­ordnete Diane Abbott gerichtet, die sagte, dass es “gefühllos und unmenschlich” sei, Begum “staa­tenlos” zu machen, twit­terte die Foundation:
“Wussten Sie, dass einige unserer Mädchen, so jung wie SECHS JAHRE ALT, buch­stäblich auf Skla­ven­märkten auf dem Gebiet von #ISIS ver­kauft wurden? Als die Männer hin­aus­gingen, um zu kämpfen, war es #ISIS­Bride, die sie im Haus ein­sperren würde.”
“Darüber hinaus war es #ISIS­bride, die die Frauen & Mädchen #Yazidi#Yezidi duschen, kleiden, schminken würde, um sie darauf vor­zu­be­reiten, in Gruppen ver­ge­waltigt oder ver­kauft zu werden. Viele männ­liche und weib­liche Täter waren #Bri­tisch, viel­leicht können wir statt­dessen die Auf­merk­samkeit auf den unmensch­lichen und herz­losen Völ­kermord lenken, den sie begangen haben?…”
“… es ist ein Gräuel, dass das Wohl­ergehen dieser Frau und ihres Babys so große Auf­merk­samkeit erfährt, während die TAU­SENDEN von Frauen, die von ihrer Orga­ni­sation (unter Betei­ligung von ISIS-Frauen) ent­führt und in die Skla­verei gezwungen wurden, dies nicht tun.”
Einer der Teil­nehmer der Kund­gebung in Washington, Salim Shingaly, ein jes­si­di­scher Aktivist aus dem Irak, sagte zu Gatestone:
“Während wir hofften, uns wieder mit jes­si­di­schen Kindern und Frauen zu ver­einen, die von ISIS-Ter­ro­risten ent­führt wurden, erfuhren wir kürzlich von den 50 von ihnen, die ent­hauptet wurden. In der Zwi­schenzeit steht es den Men­schen, die unsere Frauen ver­ge­waltigt und getötet haben, frei, in ihre Länder zurück­zu­kehren und ein nor­males Leben zu führen. Das gibt uns das Gefühl, dass wir als Men­schen in den Augen der anderen keinen Wert haben; wir sind dabei, unseren Glauben an die Menschheit zu verlieren.”

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Shingaly fügte hinzu,
“Es sollte für west­liche Regie­rungen offen­sichtlich sein, dass ISIS-Ter­ro­risten ein großes Risiko für die Länder dar­stellen, die sie wieder hereinlassen.”
Dawood Saleh, ein Über­le­bender des jes­si­di­schen Völ­ker­mords und Autor von Walking Alone, sagte zu Gatestone:
“Es tut mir so leid für die Tau­senden von jes­si­di­schen Frauen und Kindern, die in den Händen von ISIS leiden, während einige Medien im Westen ver­suchen, die Hand­lungen derer zu ver­harm­losen, die unser Volk ver­ge­waltigt, gefoltert und getötet haben. Diese Pres­se­organe geben den Über­le­benden der Jes­siden nicht genug Stimme.”
“Meine Familie hat als Folge der Aktionen von ISIS-Monstern ihr Zuhause ver­loren und landete in einem Flücht­lings­lager, in dem sie seit fast fünf Jahren leben. ISIS hat unsere Dörfer und Tempel zer­stört und uns gezwungen, uns über die ganze Welt zu ver­teilen. Indem sie unsere Notlage igno­rieren und gleich­zeitig ISIS-Bräute oder Rück­kehrer in den Westen positiv behandeln, zer­stören einige west­liche Medien und Poli­tiker jeden Hoff­nungs­schimmer, den wir, die wir den Völ­kermord überlebt haben, hegen könnten.”
Adil Suliman, ein jes­si­di­scher Aktivist bei der Demons­tration, sagte zu Gatestone:
“Die Jes­siden im Irak haben immer noch Angst, dass sich alle Gräu­el­taten von ISIS wie­der­holen werden, weil die Jes­siden dort immer noch unter Mus­limen leben und die Muslime uns nicht als Men­schen sehen.”
Haji Ali Hameka, ein wei­terer Aktivist und Dol­met­scher der Jes­siden, zeigte sich bestürzt über den jüngsten Fall einer Über­le­benden des Völ­ker­mords an den Jes­siden, die ent­setzt war, als sie ihrem ISIS-Ent­führer und Ver­ge­wal­tiger in Kanada begegnete.
“Es ist sehr ent­täu­schend zu hören, dass west­liche Regie­rungen es Kri­mi­nellen, die unschuldige Men­schen ver­ge­waltigt und ent­hauptet haben, ermög­lichen, unge­straft zurück­zu­kehren”, sagte Hameka zu Gate­stone. Er betont:
“Ein Kri­mi­neller ist ein Kri­mi­neller, egal ob er aus dem Westen oder dem Nahen Osten stammt. Der Rechts­staat muss sich überall durch­setzen. Ich glaube nicht, dass es einen ISIS-Kämpfer gibt, der nicht ver­ge­waltigt oder getötet hat. Die Strafe für ihre Hand­lungen sollte streng sein. Wie kann Kanada diesen Ter­ro­risten erlauben, sich frei zu bewegen?”
Nawaf Ashur Yousif Haskan, ein jes­si­di­scher Gelehrter aus dem Irak, wie­der­holte das gleiche Sen­timent gegenüber Gatestone:
“Wir sind ent­schieden dagegen, dass der Westen irgend­welche dieser ISIS-Kämpfer und ihre Bräute zurück­bringt. Statt­dessen sollten sie im Irak von einem inter­na­tio­nalen Gerichtshof für das, was sie in Syrien und im Irak getan haben, ein­ge­sperrt und ver­folgt werden. Jeder von ihnen hat sich für eine gefähr­liche Ideo­logie ein­ge­setzt. Wir sagen dem Westen: Wenn ihr nicht erleben wollt, dass das, was mit den jes­si­di­schen Frauen pas­siert ist, auch den Frauen im Westen pas­siert, dann lass diese Täter nicht zurückkehren.”
Am Tag der Kund­gebung in Washington begannen die ira­kische Regierung und die UNO in Anwe­senheit der Frie­dens­no­bel­preis­trä­gerin Nadia Murad, deren getötete Ver­wandte ver­mutlich in der Gegend begraben wurden, ein Mas­sengrab in Sinjar zu exhu­mieren. Auf Murads offi­zi­eller Website hieß es, dies sei die erste Exhu­mierung eines Mas­sen­grabes mit den Über­resten von Jes­siden, die von ihren ISIS-Ent­führern getötet wurden.
Welche zusätz­lichen Beweise braucht der Westen, um die Opfer von ISIS-Ter­ro­risten als wür­diger für Bericht­erstattung und Sym­pathie zu betrachten als die “zurück­keh­renden” Ter­ro­risten und ihre wil­ligen Bräute?
 

Uzay Bulut, eine Jour­na­listin aus der Türkei, ist eine ange­sehene Senior Fellow am Gate­stone Institute. Sie hat derzeit ihren Sitz in Washington D.C.
Quelle: GatestoneInstitute.org