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Vorsicht: Coronavirus als Argument für Bargeldabschaffung?

29. März 2020
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Die Pandemie gibt Befürwortern der Bargeldabschaffung neue Argumente an die Hand, weil Viren durch den Geldaustausch übertragen werden können. Doch auch bei der Zahlung mit Kredit- oder Bankkarten können Viren übertragen werden.

Die Chinesen haben während des Höhepunktes der dortigen Coronavirus-Krise angefangen, Banknoten zu desinfizieren. Bargeld wurde aus dem Verkehr gezogen, desinfiziert, eingelagert und nach 14 Tagen wieder in Umlauf gebracht. Auf diese Weise sollte die Verbreitung des Virus über Geldscheine vermindert werden.

Klar ist: Wenn Geld von Hand zu Hand wandert, können Viren und Bakterien übertragen werden. Deshalb sollte man sich die Hände waschen, wenn man Bargeld in der Hand hatte. Doch das ist seit Jahren bekannt und gilt nicht erst seit dem Coronavirus-Ausbruch. Wer das weiß, kann damit umgehen.

Das Tippen der Geheimzahl bei Kreditkartenzahlungen kann auch zur Virenübertragung führen

Befürworter der Bargeldabschaffung haben neben der Kriminalitätsbekämpfung auch immer wieder Hygiene-Argumente ins Feld geführt. Hier sind jetzt Tor und Tür geöffnet, dass das Beispiel Chinas als neues Argument herangezogen wird, um eine mögliche Abschaffung des Bargeldes bei uns zu rechtfertigen.

Doch infizieren kann man sich an allen Gegenständen im öffentlichen Raum. Daher sollten sich Gegner der Bargeld-Abschaffung nicht von solchen Argumenten beeindrucken lassen. Die Wirtschaft lebt vom Warenaustausch. Und das bedeutet, dass alle möglichen Gegenstände von Hand zu Hand wandern.

Außerdem kann man sich auch mit einem Virus infizieren, wenn man im Geschäft mit seiner Kreditkarte oder Bankkarte zahlt. Denn dann muss man in der Regel seine Geheimzahl eingeben, und das auf einer Tastatur, die täglich von Hunderten von Menschen mit ihren Fingern berührt wird.

Bargeld ist gelebte bürgerliche Freiheit, gerade in Zeiten der Überwachung und der Null- und Minuszinsen. Daher sollten alle Bürger, denen diese Freiheit lieb und teuer ist, sich nicht von angeblichen Hygieneargumenten hinters Licht führen lassen.


Quelle: freiewelt.net