12. Juni 1999: Wie knapp die Welt an dem Tag am 3. Welt­krieg vor­bei­ge­schrammt ist

Vor zwanzig Jahren hat ein Ereignis Geschichte geschrieben, dessen Wich­tigkeit und Dra­matik kaum bekannt, obwohl es damals fast zu einem Zusam­menstoß rus­si­scher und ame­ri­ka­ni­scher Sol­daten mit sehr bösen Folgen gekommen wäre. Die Rede ist vom „Vorstoß auf Pristina“. Über diese rus­sische Mili­tär­ope­ration sind nun geheime Doku­mente ver­öf­fent­licht worden und die Betei­ligten haben Inter­views gegeben. Was damals geschah und warum das Thema bis heute wichtig ist, lesen Sie hier.

Das rus­sische Fern­sehen hat schon vor einer Woche das erste Mal über die frei­ge­geben Infor­ma­tionen berichtet und auch an diesem Sonntag gab es in der Sendung „Nach­richten der Woche“ darüber einen langen Beitrag. Ich habe ihn jedoch dieses Mal nicht über­setzt, denn er ist als Text – also ohne die Bilder – kaum zu ver­stehen. Dennoch will ich darüber berichten und schreibe deshalb aus­nahms­weise eine eigene Zusam­men­fassung, anstatt den rus­si­schen Bericht eins zu eins zu übersetzen.

Hinter Jelzins Rücken

Um zu ver­stehen, warum diese Ope­ration damals, im Jahre 1999, so wichtig war und warum sie bis heute nach­wirkt, müssen wir uns zurück­ver­setzen in die 1990er Jahre.

Damals lag Russland am Boden, die Olig­archen beherrschten das Land, der selten nüch­terne Prä­sident Jelzin wurde von nie­mandem wirklich ernst genommen und die USA hatten ihre Ver­treter in jedem rus­si­schen Minis­terium und sie schrieben für den Kreml gleich ganze Gesetze. Russland war damals ein bank­rottes Land, das im Grunde aus Washington regiert wurde, in etwa so, wie die Ukraine heute.

Die Nato hat 1999 Jugo­slawien bom­bar­diert. Der Krieg war illegal, es gab kein Mandat des UNO-Sicher­heits­rates, und er war auf Lügen auf­gebaut, wie man schon 2001 in einem sehr sehens­werten Doku­men­tarfilm der ARD sehen konnte. Aber das wurde von der Presse nicht auf­ge­griffen und der Film wurde nicht oft gezeigt. Und obwohl der damalige Kanzler Schröder längst offen zuge­geben hat, dass der Krieg ein Verstoß gegen das Völ­ker­recht war, haben Medien und Politik diesen ersten Krieg, an dem Deutschland nach 1945 teil­ge­nommen hat, nie kri­tisch auf­ge­ar­beitet und die Grünen, die den Krieg mit ver­ant­wortet haben, sind immer noch stolz darauf.

Jugo­slawien hat am 10 Juni 1999 kapi­tu­liert und der Kosovo wurde von Serbien abge­trennt. Am 12. Juni sollten Nato-Truppen den Kosovo besetzen, aber das klappte nicht wie geplant, weil nur Stunden vorher wie aus dem Nichts rus­sische Truppen den Flug­hafen in Pristina besetzt hatten, sodass die Nato-Truppen keine Lan­de­platz mehr hatten.

1999 war das Jahr, als Russland sich auf der Welt­bühne zurück­meldete, nachdem es in den 1990er Jahren schon abge­schrieben war. Die Medien im Westen haben damals die Aktion der Russen als eine Art Trotz­re­aktion des betrun­kenen Jelzin belä­chelt und sich – trotz der Blamage für die Nato – noch darüber lustig gemacht. Was niemand im Westen wusste: Jelzin hatte damit gar nichts zu tun. Er hatte nur grobe Infor­ma­tionen und wurde davon genauso über­rascht, wie die Nato. Aller­dings fand er – im Gegensatz zur Nato – die Sache gut.

Wie kam es dazu?

Die Vor­ge­schichte

Russland und Serbien sind tra­di­tionell sehr enge Freunde. Schon der Erste Welt­krieg begann, weil die Russen Serbien gegen eine Straf­aktion Öster­reichs nach der Ermordung des öster­rei­chi­schen Thron­folgers zur Hilfe kamen.

Als die Nato Serbien 1999 bom­bar­diert hat, war die Empörung in Russland groß, aber man hatte Russland in der Nato damals schon abge­schrieben und meinte, auf Russland keine Rück­sicht mehr nehmen zu müssen.

Wie erbost die Russen waren, wurde jedoch sofort klar. Als die Nato begann, Serbien zu bom­bar­dieren, war der damalige rus­sische Pre­mier­mi­nister Pri­makow gerade auf dem Weg nach Washington. Als er vom Beginn der Bom­ben­an­griffe auf Belgrad erfuhr, ließ er sein Flugzeug über dem Atlantik umdrehen und flog zurück nach Hause. Mit den Ame­ri­kanern gab es zu diesem Zeit­punkt für ihn nichts mehr zu besprechen.

Als es dann, nach über 70 Tagen Dau­er­bom­bar­de­ments, um die Besetzung des Kosovo ging, das in Zonen (eine deutsche, eine fran­zö­sische und eine ame­ri­ka­nische) auf­ge­teilt werden sollte, wollte Russland – zum Schutz der ser­bi­schen Bevöl­kerung dort – auch eine Zone haben, was die USA aber ablehnten. Über das Gespräch berichtete der damalige Chef des rus­si­schem Gene­ral­stabes dem rus­si­schen Fern­sehen. In dem Bericht heißt es:

„General Kva­schnin kon­tak­tierte sofort den NATO-Gene­ral­stabschef Wesley Clark: „Nach meinem Gespräch mit ihm wurde der gesamte Luftraum des Bal­tikums, Polens und Ungarns geschlossen. Und sogar über dem Schwarzen Meer wurde er geschlossen“, erinnert sich Kvaschnin.
„Sie haben ihm gesagt: „Wenn Ihr uns nicht her­ein­lasst, kommen wir eben selbst?““
„Ja, absolut richtig. Ich habe gesagt, dass gleich­zeitig mit ihren Kräften auch unsere kommen werden.“

Es waren nur zwei Tage Zeit zwi­schen dem Ende der Angriffe auf Jugo­slawien und der geplanten Besetzung des Kosovo und es bestand das Risiko, dass ame­ri­ka­nische und rus­sische Sol­daten dabei gegen­ein­ander kämpfen würden. Das ist lange nicht bekannt gewesen. Die USA hatten die ost­eu­ro­päi­schen Länder ange­wiesen, ihre Luft­räume für rus­sische Maschinen zu sperren, so wollten die USA die Russen aus dem Kosovo heraushalten.

Über die nun fol­genden Vor­gänge in Moskau berichtete das rus­sische Fernsehen:

„General Kva­schnin hat nicht ris­kiert, mit irgend­je­mandem aus der obersten Führung des Landes über die Details der Ope­ration zu sprechen, außer mit dem Vor­sit­zenden des Sicher­heits­rates. Diesen Posten hat zu dem Zeit­punkt Wla­dimir Putin innegehabt.
„General Kva­schnin kam zu mir und sagte, dass es die Idee gäbe, diesen Flug­hafen zu über­nehmen. Auf die Frage, warum, sagte er, dass wir ihn wieder räumen müssen, aber so hätten wir etwas bei den Ver­hand­lungen in der Hand. Ich weiß, dass er mit nie­mandem darüber gesprochen hat. Es wurde dann getan“, erinnert sich Wla­dimir Putin.
„Warum der Ver­tei­di­gungs­mi­nister und der Außen­mi­nister nichts davon wussten? Ich hatte Angst vor undichten Stellen. Es gab da zu viele Leute um sie herum, die ich Ein­fluss­agenten nannte.“, erklärte Kvaschin.

Wie die USA die Ope­ration ver­hindern wollten

Natürlich wussten die USA nach dem Gespräch zwi­schen den Gene­rälen Kva­schnin und Clark, dass die Russen etwas im Schilde führten. Den Luftraum zwi­schen Russland und dem Kosovo hatten sie zwar gesperrt, aber zu dem Zeit­punkt gab es auch rus­sische Frie­dens­truppen in Bosnien. Also haben die USA sich etwas aus­ge­dacht, um die rus­sische Führung zu lähmen, damit diese in der ent­schei­denden Nacht ihre Truppen nicht kom­man­dieren konnte.

Was die USA zu dem Zeit­punkt nicht wussten: Rus­sische Fall­schirm­jäger von den Frie­dens­truppen in Bosnien hatten sich auf den Weg nach Pristina gemacht. Das wussten sie viel­leicht, aber sie ahnten nicht, wie schnell die Russen waren. Dank ser­bi­scher Unter­stützung hatten sie völlig freie Fahrt und bewegten sich mit ihren schweren gepan­zerten Fahr­zeugen mit einer – für solche Kolonnen – unglaub­lichen Durch­schnitts­ge­schwin­digkeit von 80 km/h durch das zer­bombte Jugoslawien.

In der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1999, Stunden vor der geplanten Besetzung des Kosovo durch Nato-Truppen, besuchte der stell­ver­tre­tende US-Außen­mi­nister Moskau. Das rus­sische Fern­sehen berichtet nun über diesen Besuch:

„Der stell­ver­tre­tende US-Außen­mi­nister Strobe Talbott flog in die Haupt­stadt. Er bat um ein Treffen mit dem Außen­mi­nister, dem Vor­sit­zenden des Sicher­heits­rates, dem Ver­tei­di­gungs­mi­nister und dem Chef des Gene­ral­stabs. Während der ermü­denden Ver­hand­lungen erhielt Armee­ge­neral Kva­schnin ope­rative Infor­ma­tionen von General Kor­a­bel­nikov über den Vor­marsch der rus­si­schen Fall­schirm­jäger. Der schrieb Kva­schnin Notizen, dass alles nach Plan lief. Auf den Straßen Ser­biens wurde die unge­hin­derte Durch­fahrt des Konvois vom Mili­tär­at­taché, General Jewgeni Bar­my­antsev, sicher gestellt. Gleich­zeitig tauchen Infor­ma­tionen über Nato-Akti­vi­täten in der Nähe der Grenzen des Kosovo auf.
„Es war 0:20 Uhr, das weiß ich noch ganz genau. Ich bekomme eine Notiz: „Pio­nier­auf­klärer sind ange­kommen.“ An der Grenze. Die NATO. Aus Maze­donien und Albanien. Nun konnte ich mich nicht mehr zurück­halten. Ich sagte zu Talbott: „Was quat­schen Sie uns die Ohren voll ? Sie haben die Grenze bereits über­schritten.“ Er sagte: „Das kann nicht sein, das ist eine Pro­vo­kation““, erzählt Kvaschin.
Die rus­si­schen Fall­schirm­jäger im Kosovo wurden bereits von den welt­weiten Medien gezeigt, aber die ame­ri­ka­nische Dele­gation im rus­si­schen Gene­ralstab wusste das nicht und setzte das Spiel fort, das, wie sie meinten, die mili­tä­rische Führung Russ­lands blo­ckierte. Eine halbe Stunde vor dem Ein­rücken der NATO-Truppen meinte Strobe Talbott, er hätte seine Aufgabe erfolg­reich abgeschlossen.
„Sie sind gerade aus den Türen des Gene­ral­stabs gegangen, da liefen Mit­ar­beiter der Bot­schaft zu Talbott: „Was sitzen Sie hier rum, die Russen sind schon in Pristina!“ Unser Ver­tei­di­gungs­mi­nister wusste nichts davon, er stand ziemlich unter Schock“, lacht Anatoly Kvaschnin.“

Die Folgen der Operation

Die Nato war ziemlich bla­miert, denn ihre Pläne, Sol­daten ein­zu­fliegen, waren gescheitert, nachdem die Russen den einzig dafür geeig­neten Flug­hafen besetzt hatten.

General Clark schäumte vor Wut und gab den Befehl, die Russen anzu­greifen. Die Welt stand am Rande des 3. Welt­krieges, aber die Öffent­lichkeit hat damals nichts davon mit­be­kommen. Eine inter­es­sante Episode am Rande ist, dass der Sänger James Blunt einen wich­tigen Anteil daran hatte, dass es nicht zu Kämpfen zwi­schen der Nato und Russland gekommen ist. 2010 konnte man darüber im Spiegel lesen:

„Blunt hat vor seiner Gesangs­kar­riere bei der bri­ti­schen Armee gedient und gehörte zu den 30.000 Nato-Sol­daten, die im Kosovo-Kon­flikt ein­ge­setzt waren.
Als füh­render Offizier habe er damals den Befehl erhalten, den Flug­hafen in der Nähe der Stadt Pristina zu erobern. Der sei jedoch bereits von etwa 200 rus­si­schen Sol­daten besetzt gewesen. Nato-Ober­be­fehls­haber US-General Wesley Clark habe über Funk das Kom­mando aus­ge­geben, „das Flugfeld zu erreichen und zu halten“, sagte Blunt in dem Radio-Interview.
Er habe Clark darauf hin­ge­wiesen, „dass uns bereits 200 schwer­be­waffnete rus­sische Sol­daten gegen­über­stehen“. Nichts­des­to­trotz habe Clark darauf beharrt, die Russen anzu­greifen. Dabei seien Worte gefallen wie „zer­stören“ und „über­wäl­tigen“.
„Es war eine ver­rückte Situation“, sagte Blunt der BBC. Er habe sich jedoch geweigert, dem Befehl nach­zu­kommen und sei sich bewusst gewesen, dass er dafür womöglich vor ein Kriegs­ge­richt gestellt werden könne, hob der Sänger in der BBC hervor.
Doch so weit kam es nicht. Blunt erhielt Rücken­de­ckung vom bri­ti­schen General Mike Jackson. Der habe Clark schließlich mit den Worten zur Ver­nunft gebracht: „Ich will nicht, dass meine Sol­daten für den Aus­bruch des Dritten Welt­kriegs ver­ant­wortlich sind.“
Der Vorfall beim Flug­hafen von Pristina ist his­to­risch doku­men­tiert. Lediglich Blunts-Rolle dabei wurde erst jetzt von ihm selbst öffentlich gemacht.“

Danach gab es zähe Ver­hand­lungen zwi­schen den USA und den Russen. Am Ende bekamen die Russen einen Sektor im Kosovo zuge­teilt, für den sie bis 2003 zuständig waren. Zu Pogromen gegen die ser­bische Bevöl­kerung im Kosovo kam es erst ab 2004, nachdem die Russen abge­zogen waren.

Über das Ver­hältnis zur Nato vor und nach der Ope­ration sagte General Kva­schin im Interview:

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„Es hat sich nicht nur einfach geändert. Wissen Sie, das ist wie mit Knet­gummi, kennen Sie das noch aus Ihrer Kindheit? Wenn man es aus der Ver­pa­ckung nimmt, ist es hart, aber wenn Du es knetest, wird es weich. Sie wurden uns gegenüber sofort weicher, gingen sofort zu einer Part­ner­schaft auf Augenhöhe über. Sie wollten uns aus der Welt­po­litik ver­drängen, aber das hat nicht geklappt“

Im rus­si­schen Fern­sehen wurde schon in der Ein­leitung zu dem Beitrag zusam­men­fassend gesagt:

„Tat­sächlich haben Russland und Serbien viel gemeinsam. Kürzlich haben wir in dieser Sendung an den berühmten Vorstoß rus­si­scher Fall­schirm­jäger auf Pristina und die Eroberung des Flug­platzes Slatin im Jahr 1999 erinnert. Damit machte Russland den NATO-Ländern klar, dass sie auf dem Kon­tinent nicht mehr tun können, was sie wollen. Seitdem wurde kein anderes Land in Europa mehr bombardiert.“

Ist das Selbst­über­schätzung der Russen? Fakt ist, es wurde tat­sächlich danach kein Land in Europa mehr bom­bar­diert und Fakt ist auch, dass die Russen den USA mit der Ope­ration deutlich gezeigt haben, dass man mit ihnen noch rechnen muss. Das hatte man im Westen in den fast zehn Jahren seit dem Ende der Sowjet­union schon prak­tisch vergessen.

Putin und die USA

Die Rolle von Putin bei der Ope­ration war der Öffent­lichkeit bisher unbe­kannt. Aber den USA sicher nicht, denn Putin saß ja mit am Tisch, als Talbott in Moskau mit sinn­losen Ver­hand­lungen bis tief in die Nacht ver­sucht hat, die rus­sische Mili­tär­führung zu blo­ckieren. Und als Talbott an der Tür des rus­si­schen Gene­ral­stabes erfahren hat, dass die Russen schon in Pristina waren, wird er gesehen haben, dass der rus­sische Ver­tei­di­gungs­mi­nister unter einem leichten Schock stand, während andere – Kav­schin, Putin und der Chef des rus­si­schen Mili­tär­ge­heim­dienstes, General Kor­a­bel­nikov – sich ein zufrie­denes Grinsen nicht ver­kneifen konnten. Davon gibt es keine Bilder, aber ich vermute mal, dass es so war.

Talbott wird in dem Augen­blick erkannt haben, dass nicht er die Russen ver­äppelt hat, sondern umge­kehrt. Und spä­testens in dem Moment wird man in Washington gewusst haben, dass sie mit Putin kein leichtes Spiel haben würden.

Putin selbst hat immer wieder in Inter­views erzählt, dass er lange geglaubt hat, dass mit dem Ende der Sowjet­union die Gegen­sätze ver­schwunden wären und dass man mit den USA part­ner­schaftlich arbeiten könne. Das werden die USA gewusst haben, sie werden Putin zunächst für „unge­fährlich“ gehalten haben.

Putin selbst erzählt in Inter­views immer wieder, dass er erst, als er Chef des Geheim­dienstes und Chef des Sicher­heits­rates war, aus den ihm da zugäng­lichen geheimen Infor­ma­tionen erkannt hat, dass die USA nicht an Part­ner­schaft inter­es­siert waren, sondern an Dominanz. Sie wollten Russland klein halten, seine Schwäche ausnutzen.

Diese Ver­än­derung von Putins Ver­ständnis für das rus­sisch-ame­ri­ka­nische Ver­hältnis ent­wi­ckelte er also genau in jener Zeit, in die der Vorstoß auf Pristina fiel. Und es ist gut möglich, dass die USA diese Ver­än­derung in Putin in jener Nacht regis­triert haben.

Jeden­falls erklärt das, warum Putin vom ersten Tag als Prä­sident keine gute Presse im Westen hatte. Die USA wussten, dass es mit Putin anstelle von Jelzin schwerer wird, Russland zu kon­trol­lieren. Dazu habe ich auch Aus­sagen von Putin in meinem Buch über Putin über­setzt, in denen er von dem Prozess erzählt, als er begann zu ver­stehen, wie wichtig geo­po­li­tische Inter­essen sind und dass die USA nicht in Freund­schaft, sondern zur Durch­setzung ihrer Inter­essen handelten.

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Thomas Röper, Jahrgang 1971, hat als Experte für Ost­europa in ver­schie­denen Ver­si­che­rungs- und Finanz­dienst­leis­tungs­un­ter­nehmen in Ost­europa und Russland Vor­stands- und Auf­sichts­rats­po­si­tionen bekleidet, bevor er sich ent­schloss, sich als unab­hän­giger Unter­neh­mens­be­rater in seiner Wahl­heimat St. Petersburg nie­der­zu­lassen. Er lebt ins­gesamt über 15 Jahre in Russland und betreibt die Seite  www.anti-spiegel.ru. Die Schwer­punkte seiner medi­en­kri­ti­schen Arbeit sind das (mediale) Russ­landbild in Deutschland, Kritik an der Bericht­erstattung west­licher Medien im All­ge­meinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


Quelle: anti-spiegel.ru