Freitag, der 13.! — Witzige Aber­glauben aus aller Welt

Wir leben in einer auf­ge­klärten Welt voller Infor­ma­tionen und Wis­sen­schaften. Da sollte man meinen, dass die Men­schen Uner­klär­liches längst zu abso­lutem Humbug erklärt hätten. Aller­dings gibt es auch heute noch jede Menge Aber­glauben auf der Welt, die Men­schen in ihren Ver­hal­tens­weisen und Ent­schei­dungen beein­träch­tigen. Die 30 gru­se­ligsten Aber­glauben wurden im Video von MythenAkte bereits vor­ge­stellt, doch heute wollen wir uns einigen wit­zigen Aber­glauben aus aller Welt widmen. Von der Zahl 13 und vier über Ess­stäbchen bis hin zum Stricken sollen die scheinbar bedeu­tungs­los­testen Dinge im Leben eine gewaltige Macht auf das Leben haben. Lest selbst!

13 und 4

Dass Zahlen eine tief­grün­digere Bedeutung zuge­rechnet wird als ihr mathe­ma­ti­scher Wert, ist bereits seit jeher der Fall und auch hier­zu­lande gang und gäbe. Dies zeigt sich in den unter­schied­lichsten Bereichen des Lebens. In Deutschland ver­zichten Flug­linien auf die 13. Reihe im Flieger, Hotels lassen den 13. Stock einfach aus. Besondere Wich­tigkeit weist die Bedeutung von Zahlen auch beim Spielen im Casino auf. Dies lässt sich besonders beim Spielen des Casi­no­klas­sikers Rou­lette erkennen, welches bereits seit jeher eines der popu­lärsten Spiele im Casino ist und heute auch besonders gerne online gespielt wird. Sowohl beim Spielen von Rou­lette im Online Casino als auch in der Spielbank offline geht es darum, auf bestimmte Zahlen oder Zah­len­gruppen zu setzen, während die Kugel im Kessel ent­scheidet, welche Zahl gewinnt. Wer würde sich trauen, auf die ver­ruchte Zahl 13 zu setzen? Doch wer sich jetzt denkt, die Zahl 13 ist weltweit die ulti­mative Unglückszahl, liegt falsch. In Italien und Bra­silien ist die Zahl 17 eine böse Zahl und wer nach China reist, wird hier auf einen Mangel an der Zahl vier stoßen. Beim Rou­lette bei­spiels­weise in Macau wird man kaum jemanden antreffen, der auf die vier setzt, während im Hotel der vierte Stock schnell über­gangen wird. Doch warum die vier? Tat­sächlich klingt die Zahl aus­ge­sprochen auf Chi­ne­sisch ähnlich wie „Tod“ und soll damit Unheil versprechen.

Mit Ess­stäbchen spielt man nicht

Auch in Japan kommt der Zahl vier eine wichtige Bedeutung zu, denn auch hier steht sie für den Tod und gilt, stets ver­mieden zu werden. Dies reicht sogar bis zu den Ess­ma­nieren am Tisch. Hier­zu­lande spricht man mit der Art und Weise, wie man sein Besteck auf den Tisch legt, eben­falls eine wahrlich eigene Sprache. Wer fertig ist, legt Messer und Gabel in einer 20-nach-4-Stellung ab, dabei hat die Schneide des Messers zur Gabel zu zeigen. Schon gewusst? In Japan dagegen darf man seine Ess­stäbchen nicht in den Reis stecken. Dem kommt dort eine viel größere Bedeutung zu als der Besteck­sprache bei uns. Stehen die Stäbchen aus dem Reis nach oben empor, sehen diese aus wie die Zahl vier. Damit ist es ein großes No-Go, seine Stäbchen in den Reis zu stecken. Außerdem sollen sie so auch aus­sehen wie die Räu­cher­stäbchen, die in Japan zur Beer­digung ein­ge­setzt werden. Damit hat man gleich eine dop­pelte Bedeutung von Tod. Auch in China gehen mit dem Ess­utensil einige Aber­glauben einher. Wer seine Ess­stäbchen fallen lässt, erfährt mit Sicherheit Unglück. Sollte außerdem ein Restaurant einmal einen Fehler begehen und man findet eine ungerade Zahl an Ess­stäbchen am Tisch vor, wird man seinen Zug, Flug oder sein Boot ver­passen. Macht ja Sinn!

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Strick­nadeln und das Wetter

Kommen wir von den Ess­stäbchen zu den Strick­nadeln, die eben­falls deutlich mehr Kräfte zu haben scheinen, als Strick­pullover und Co. ent­stehen lassen zu können. In Island bei­spiels­weise kann man mit seinem Stri­cku­tensil gar das Wetter beschwören. Man darf dort nur im Haus stricken. Wenn man seiner Strick­arbeit draußen nachgeht, bleiben die Tem­pe­ra­turen länger kalt und der Frühling bleibt fern. Zudem ist es ein ver­brei­teter Aber­glaube, dass man ein Strick­projekt nicht an einem Freitag beginnen darf. Wer das tut, läuft Gefahr, dass er es niemals zu Ende bringen wird. Außerdem soll man seine Strick­nadel niemals einem Freund über­reichen, denn damit „durch­sticht“ man die Freund­schaft und zer­stört diese. Das gilt übrigens auch für Scheren und Messer. Diese sollte man immer auf den Tisch legen, anstatt sie einem Freund direkt in die Hand zu über­reichen, da man damit die Freund­schaft rui­nieren würde – außer natürlich, wenn man den Freund sowieso nicht leiden kann.

Die Aber­glauben rund um den Globus, die die Men­schen in ihren Denk­weisen und Ver­hal­tens­weisen beein­flussen sind eine groß­artige Quelle der Unter­haltung und bieten eine Vielzahl an span­nenden Geschichten und Ritualen mit sich. Sich allen wit­zigen Aber­glauben der Welt zu widmen, würde jedoch den Rahmen eines Bei­trags sprengen.