Euro­päische Zen­tralbank pumpt weitere 500 Mil­li­arden Euro in Anleiheankäufe

Die EZB pumpt weitere 500 Mil­li­arden Euro in Anlei­he­an­käufe. Die ver­deckte Staats­fi­nan­zierung wurde im ver­gan­genen Frühjahr vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt als teil­weise ver­fas­sungs­widrig erklärt. Des­wegen dekla­riert EZB-Chefin Lagarde den rechts­wid­rigen Schritt um und ummantelt ihn mit dem Begriff des Corona-Hilfsprogramms.

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Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hatte im ver­gan­genen Frühjahr die EZB-Geld­po­litik ins­be­sondere bezüglich der Ankäufe von Staats­an­leihen massiv kri­ti­siert und das mil­li­ar­den­schwere Anlei­he­kauf­pro­gramm PSPP der Euro­päi­schen Zen­tralbank für teil­weise ver­fas­sungs­widrig erklärt. Die von der EZB ange­führte Ver­hält­nis­mä­ßigkeit dieser Politik, so die Richter, sei nicht aus­rei­chend begründet. Sollte die EZB nicht innerhalb von drei Monaten diese Begründung nach­liefern, hieß es damals, dürfe die Bun­desbank bei dem Kauf­pro­gramm nicht mehr mitmachen.

Die EZB unter ihrer Chefin Christine Lagarde ließ sich aber von dem Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richtes nicht bremsen und machte in ihrer fatalen Geld­po­litik weiter. Lediglich der Name des Anlei­he­kauf­pro­gramms wurde geändert. Jetzt heißt es PEPP und soll offi­ziell den Aus­wir­kungen der Corona-Pan­demie ent­ge­gen­wirken. Bisher wurden 1,35 Bil­lionen (1.350.000.000.000) Euro in das Pro­gramm gepumpt, nun schiebt die EZB weitere 500 Mil­li­arden Euro nach. Ursprünglich war eine Summe von »nur« 750 Mil­li­arden Euro und ein zeit­liches Limit bis Ende des lau­fenden Jahres vor­ge­sehen. Jetzt wurde nicht nur die Summe fast ver­drei­facht, auch das Zeit­fenster wurde bis min­destens Ende 2023 verlängert.

Mit dem Geld, für das der deutsche Steu­er­zahler min­destens mit einem Viertel haftet (Anteil Deutsch­lands am Euro), sollen vor allem Staats­an­leihen der schwä­chelnden Süd­länder der Euro-Zone künstlich gestützt werden. Wie groß genau die Garan­tie­summe, für die Deutschland — also der deutsche Steu­er­zahler — im Falle eines Aus­falls der ent­spre­chenden Anleihen haften muss, ist im Detail nicht bekannt.

Von den 440 Mil­li­arden Euro, für die die Euro-Länder für das Ret­tungs­paket der Schul­den­krise bürgen mussten, fielen alleine auf Deutschland 123 Mil­li­arden Euro, also fast ein Drittel. Plus weitere fast 25 Mil­li­arden Euro, falls ein anderer Bürge aus­fällt. Nimmt man die dama­ligen Zahlen als Grundlage, so beträgt der Anteil Deutsch­lands an dem Geld­ver­nich­tungs­paket PEPP knapp 620 Mil­li­arden Euro. Der Bun­des­haushalt der Merkel-Regierung beträgt für 2020 lediglich 362 Mil­li­arden Euro!


Quelle: freiewelt.net