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Politik & Aktuelles

Basti Fantasti – aus die Maus: Ein Kommentar aus deutscher Sicht zu Sebastian Kurz

15. Oktober 2021

Am Samstagabend zur besten Sendezeit versuchte ein Sebastian Kurz als österreichischer Bundeskanzler händeringend eine Erklärung für seine strafrechtlich relevanten Verfehlungen zu finden, sprach von Heimat und Verantwortung, wobei er beides durch sein Verhalten, indem er Medien und die Öffentlichkeit schamlos manipulierte, in den Dreck gezogen und hintergangen hat.

Der Musterknabe des tiefen Staates von Klaus Schwab hat versagt – und zwar auf der ganzen Linie.

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Kurz, der sich Medien und Gelder zu eigen gemacht haben soll, ist gescheitert, ganz einfach. Doch muss der Blick auch auf jene gerichtet werden, die sich haben missbrauchen lassen, wohlwollend Beifall klatschten, ob bei den gekauften Umfragen oder bei den anderen Manipulationen, was in Deutschland übrigens nicht anders ist. Umfragen dienen immer jenen, die sie in Auftrag gegeben haben.

Es steht zu vermuten, dass einige andere europäische Staatsleute mit in diesem dreckigen Sumpf stecken, eventuell auch in Deutschland, wo die „liebe Angela“ (O-Ton Kurz) ihre Gegner, wohlgemerkt innerparteilich, über die Klinge springen ließ. Das Verhalten von Kurz vermutete man in den 1970er- und 1980er-Jahren nur in Chile, Bolivien oder Argentinien, wo Despoten das Sagen hatten. Heute erscheinen diese Despoten als Muttis Liebling fein rasiert im Konfirmandenanzug, sind aber eiskalte Herrscher, für die Demokratie ein Fremdwort ist.

Was mag in den nächsten Tagen noch alles ans Tageslicht kommen? Vielleicht eine Kooperation mit dem Vatikan, der immer schon bei weltpolitischen Ereignissen die Fäden zog, oder die Verwicklung von „Basti Fantasti“ in dunkle Machenschaften, an die normale Menschen nicht zu denken wagen?

Wie dem auch sei, der kleinlaute Rücktritt von Kurz sorgt bei vielen europäischen Regierungen für deutliche Unruhe, denn auch ihnen kann es an den Kragen gehen, denn wer sagt denn, dass das „Modell Austria“ nicht auch anderen Regierungen gefallen hat? Wer will denn behaupten, dass die Idee ihren Ursprung in Österreich hat und nicht woanders?

Österreich und ganz Europa stehen vor einem Scherbenhaufen, weil der Musterschüler beim Lügen ertappt wurde, denn er hat seine Hausaufgaben von anderen erledigen lassen. Und zwar zu gut, das fiel auf, was übrigens den Angehörigen der Nomenklatura zu eigen ist. Sie kommen aus ihrem Gespinst aus Lügen, Irritationen und Verstrickungen nicht mehr heraus, was sie letztendlich stolpern lässt.

Roberto Calvi, der Bankier Gottes im Vatikan, ist ein gutes Beispiel dafür. Er jonglierte mit Millionen der Banco Ambrosiano und hing zum Schluss unter der Brücke der Prediger in London. Selbstmord wird ausgeschlossen.

Jetzt kamen auch noch verräterische Chateinträge (die gab es zu Zeiten Calvis noch nicht) heraus, in denen Kurz wie in Zeiten des Absolutismus Pöstchen verteilte habe. Der Günstling soll darüber so begeistert gewesen sein, dass er beinahe in sexuelle Ekstase verfiel („Ich liebe meinen Kanzler!“).

Sollten dabei tatsächlich, man wagt es kaum zu denken, sogar sexuelle Abhängigkeiten eine Rolle gespielt haben? Denn gewisse Damen und Herren hielten sich seit den Glanzzeiten Ägyptens und vor allem Roms im Dunstkreis der Macht auf. Das wird in Österreich und Deutschland nicht anders sein.

Wie dem auch sei: Das System Kurz ist aufgefallen, wir warten auf mehr Enthüllungen. Das System Merkel steht „kurz“ vor dem Ende. Mutti kann nur noch flüchten, wahrscheinlich nach Südamerika, wo Hitler hin wollte und Honecker war.

Wie man liest, erklärte Kurz seinen „zeitweiligen“ Rückzug vom Amt des Bundeskanzlers. Der Egomane hat einfach nicht begriffen, was die Stunde geschlagen hat.