Woher kommt der Strom? Rege­ne­rative brechen ein

War die Strom­erzeugung in der ver­gan­genen KW 21 rege­ne­rativ über­durch­schnittlich stark, so brach sie in der aktuell ana­ly­sierten Woche KW 22 regel­recht ein. Von 67,9% (Summe CO₂-Äq. Emis­sionen = 2,1 Mio t) auf 44,4% (Summe CO₂-Äq. Emis­sionen = 3,1 Mio t) rege­ne­ra­tiver Anteil am Strom­bedarf. Ursache ist die ins­gesamt schwache Wind­strom­erzeugung in der 22 KW.  Die etwas stärkere PV-Strom­erzeugung der KW 22 (=1,731 TWh, KW 21 = 1,469 TWh) konnte die Wind­strom­schwäche bei weitem nicht ausgleichen.

(von Rüdi Stobbe)

Ein Blick auf die Strom­preis­ent­wicklung belegt die immer wie­der­keh­rende Auf- und Ab-Bewegung der schwarz-gepunk­teten Strom­preis-Kurve. Immer dann, wenn Deutschland über Tag Strom benötigt und diesen impor­tiert, steigt der Preis. Gene­relle Aus­nahme: Am frühen Morgen ist auch der Preis von Import­strom niedrig. Das liegt an dem geringen Strom­bedarf zu dieser Zeit. Die nach Deutschland expor­tie­renden Nach­bar­länder haben wegen des auch dort nied­rigen Eigen­be­darfs viel Strom, den sie günstig abgeben müssen. Genau, wie Deutschland bei son­nigem Wetter um die Mit­tags­spitze. Da wird ins­gesamt zu viel Strom pro­du­ziert, obwohl die Kon­ven­tio­nellen ihre Pro­duktion so weit wie möglich redu­zieren. Es muß, weil die PV-Strom­erzeugung (selbst­ver­ständlich auch die Wind­strom­erzeugung) immer kom­plett in das Netz ein­ge­speist werden muß, zu einer mehr oder weniger starken Strom­über­pro­duktion: Der Strom­preis sinkt. Dieses Mal (KW22) fällt er nur am Wochenende unter die 100€/MWh-Grenze. Es gab aber bereits des Öfteren negative Strom­preise und Preise nahe an der 0€/MWh-Marke. Das und vieles mehr zeigt der Chart des bis­he­rigen Jahres 2022.

Die aktuelle Ana­ly­se­woche KW22 als Factsheet im Über­blick.

Detail­ana­lysen

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus gene­rierten Chart handelt es sich um Werte der Net­to­strom­erzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten aus­führlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst emp­feh­lens­werten vir­tu­ellen Ener­gie­wende-Rechner (Wie viele Wind­kraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kern­kraft­strom zu ersetzen? Zumindest im Jah­res­durch­schnitt.). Ebenso wie den bewährten Ener­gie­rechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine ange­nommene Ver­dop­pelung (Ori­ginal-Excel-Tabelle) bzw. Ver­drei­fa­chung (Ori­ginal-Excel-Tabelle) des Wind- und Pho­to­voltaik (PV)-Stroms aus­wirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei ent­spre­chender Kenn­zeichnung im Chart (= 1) oft eben nur im Tages­durch­schnitt aus­reicht. Das ist vor allem dann der Fall, wenn, wie an allen Tagen zum Bei­spiel der 18. Kalen­der­woche, die PV-Strom­erzeugung stark bei gleich­zeitig schwacher Wind­strom­erzeugung ist. Da würde Strom zur Deckung des Bedarfs in Zeit­räumen fehlen, an denen nur (schwacher) Wind­strom zur Ver­fügung steht. Ins­be­sondere des Nachts. Auch bei einer Ver­dop­pelung oder Ver­drei­fa­chung würde es nicht reichen. In der Ver­gan­genheit war, aktuell ist die rege­ne­rative Strom­erzeugung zur kom­pletten Bedarfs­de­ckung „Strom in Deutschland“ prak­tisch immer unzu­rei­chend. Dieser Chart belegt den Sach­verhalt ein­drucksvoll. Man erkennt darüber hinaus, dass zum Bei­spiel knapp 50 Prozent rege­ne­rative Strom­erzeugung im Jahr 2020 eben auch nur ein Durch­schnittswert ist. In der Jah­res­über­sicht 2020 zum Bei­spiel schwankt der Tageswert rege­ne­rative Erzeugung zwi­schen 16,6 Prozent am 10. Dezember 2020 und 92,2 Prozent am 16. Februar 2020.

Die Charts mit den Jahres– und Wochen-Im-/Ex­port­zahlen sowie der Vortrag von Pro­fessor Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Der Mann folgt nicht der Wis­sen­schaft. Er betreibt Wis­sen­schaft. Sehr bemer­kenswert ist auch der Bericht des ZDF zum aktu­ellen Wind­kraft­ausbau, welcher in der Reihe ZOOM+ gezeigt wurde. Dass die Ener­gie­wende fak­tisch gescheitert ist, ver­an­schau­licht Prof. Fritz Vah­renholt in seinem aktu­ellen Vortrag beim „Ber­liner Kreis in der Union“.

Neuer Enexion-Artikel: Brand­ak­tuell vom 10.6.2022 ist der Rea­li­täts­check zur Ener­gie­wende von Prof. Sinn (Teil1) plus zusätz­licher Infor­ma­tionen zur Strom­ver­sorgung Deutsch­lands vom 1.5.2022 bis 6.6.2022 .Wei­terhin lesenswert ist der Artikel vom 3.6.2022 der Enexion Kolumne zur Ener­gie­wende: Ener­gie­wende & die Bun­des­netz­agentur, Politik und Gaswirtschaft.

Sehr zu emp­fehlen ist das aktuelle Kom­pendium für eine ver­nünftige Ener­gie­po­litik der Bun­des­in­itiative Ver­nunft­kraft e.V. Es kann auch als Nach­schla­gewerk genutzt werden.

Die Werte des bis­he­rigen Jahres 2022 belegen, dass die Ener­gie­wende kaum in den ange­strebten Zeit­räumen gelingen wird. Trotz wei­teren Zubaus von Wind­kraft- und PV-Anlagen in Sachen rege­ne­ra­tiver Strom­erzeugung, liegt die rege­ne­rative Strom­erzeugung immer noch bei nur gut 50 Prozent.  Auch im Bereich CO2 hat sich seit 2019 kaum etwas getan, wenn man vom ersten Corona-Jahr 2020 absieht. Es stellt sich die Frage, ob die deutsche Bevöl­kerung in der Mehrheit so leben will wie im Frühjahr 2020, dem Jahr mit wenig kon­ven­tio­neller Strom­erzeugung wegen des Lock­downs und deshalb auch weniger CO2-Ausstoß. Dafür mit Arbeits­platz­ver­lusten, viel Kurz­arbeit, Ver­ein­samung wegen man­gelnder Mobi­lität und solch´ unsäg­lichen “Mutmach-Infor­ma­tionen“ der Bundesregierung.

Beachten Sie bitte unbe­dingt die Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleiche möglich bis 2016 in der jewei­ligen Tages­analyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text ange­ge­benen Durch­schnitts­werte und vor allem auch die Im- und Export­werte. Falls Sie die Agora-Han­delstage ver­missen: Bitte die ver­linkte Agora-Chart­matrix auf­rufen. Der Ver­gleich beinhaltet einen Schatz an Erkennt­nis­mög­lich­keiten. Das Ana­ly­se­werkzeug stromdaten.info ein sehr mäch­tiges Instrument, welches mit dem Tool „Fakten zur Ener­gie­wende“ nochmals erweitert wurde.

Wichtige Info zu den ChartsIn den Charts von Strom­da­teninfo ist Solar­strom gelb mar­kiert und immer oben, oft auch über der Bedarfs­linie. Das bedeutet aber nicht, dass dies der Strom ist, der expor­tiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Ein­spei­se­vor­rangs wird dieser Strom, genau wie anderer rege­ne­rativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz ein­ge­speist. Zum Export bleibt prak­tisch nur kon­ven­tionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netz­sta­bi­li­sie­rungs­gründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätz­liche Strom­senken, umgangs­sprachlich Strom­ver­braucher genannt. Wär­me­pumpen und Elek­tro­fahr­zeuge zum Bei­spiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang rea­li­siert werden sollten. Der hierfür zusätzlich benö­tigte Strom wird aber durchaus nicht rege­ne­rativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätz­licher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benö­tigte Strom aktuell immer zusätzlich kon­ven­tionell erzeugt. Jeden­falls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneu­er­baren“ plus Speicher rea­li­siert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durch­schnitt, sondern auch tat­sächlich zur Ver­fügung steht, wenn er benötigt wird.

Beachten Sie bitte die aktu­ellen Zulas­sungs­zahlen zur Elek­tro­mo­bi­lität nach den Tages­ana­lysen, die Peter Hager freund­li­cher­weise zusam­men­ge­stellt hat.

Tages­ana­lysen

Montag, 30.5.2022: Anteil erneu­erbare Ener­gie­träger an der Gesamt­strom­erzeugung 39,01 Prozent, davon Wind­strom 4,34 Prozent, PV-Strom 20,86 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,82 Prozent. Quelle der pro­zen­tualen Aus­wertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chart­matrix mit Han­delstag „Strom-Impor­t/­Export“.

Der Montag liefert fast keinen Wind­strom. Es muss fast über den ganzen Tag Strom impor­tiert werden. Als Deutschland etwas Strom expor­tiert, ist der Preis tief. Nur am frühen Morgen liegt der Preis aus oben erläu­terten Gründen nied­riger. Die Im- und Export­werte Deutsch­lands und die von Deutsch­lands Nachbarn können hier ana­ly­siert werden.

Belege für Werte und Aus­sagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Ver­gleichs­mög­lich­keiten bietet der Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleich zum 30. Mai ab 2016.

Dienstag, 31.5.2022: Anteil erneu­erbare Ener­gie­träger an der Gesamt­strom­erzeugung 38,45 Prozentdavon Wind­strom 4,53 Prozent, PV-Strom 20,95 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,98 Prozent. Quelle der pro­zen­tualen Aus­wertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts.Die Agora-Chart­matrix mit Han­delstag „Strom-Impor­t/­Export“.

Auch heute ist die Wind­strom­erzeugung sehr schwach. Aller­dings ist die PV-Strom­erzeugung so stark, dass erheblich mehr Strom expor­tiert werden kann als am Vortag. Dass der Preis gegenüber dem Import­preis nied­riger ist, ist der Nor­malfall. Die Im- und Export­werte Deutsch­lands und die von Deutsch­lands Nachbarn können hier ana­ly­siert werden.

Belege für Werte und Aus­sagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Ver­gleichs­mög­lich­keiten bietet der Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleich zum 31. Mai ab 2016.

Mittwoch, 1.6.2022: Anteil erneu­erbare Ener­gie­träger an der Gesamt­strom­erzeugung 42,90 Prozent, davon Wind­strom 11,27 Prozent, PV-Strom 19,24 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,39 Prozent. Quelle der pro­zen­tualen Aus­wertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chart­matrix mit Han­delstag „Strom-Impor­t/­Export“.

Der Mittwoch wartet mit mehr Wind­strom­erzeugung auf als an den Vor­tagen. Es fällt auf, dass die Off­shore-Wind­strom-Erzeugung ab 14:00 Uhr anzieht. Das Preisbild ist das gleiche wie an den Tagen zuvor. Die Im- und Export­werte Deutsch­lands und die von Deutsch­lands Nachbarn können hier ana­ly­siert werden.

Belege für Werte und Aus­sagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Ver­gleichs­mög­lich­keiten bietet der Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleich zum 1. Juni ab 2016.

Don­nerstag, 2.6.2022: Anteil erneu­erbare Ener­gie­träger an der Gesamt­strom­erzeugung 48,33 Prozent, davon Wind­strom 14,20 Prozent, PV-Strom 22,11 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,01 Prozent. Quelle der pro­zen­tualen Aus­wertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chart­matrix mit Han­delstag „Strom-Impor­t/­Export“.

Nach einem Mini-Zwi­schenhoch lässt die Wind­strom­erzeugung wieder nach. Die Kon­ven­tio­nellen können gar nicht so schnell die Pro­duktion vari­ieren, um die rege­ne­ra­tiven Strom­dif­fe­renzen aus­zu­gleichen. Außer dem müssen die großen Gene­ra­toren der kon­ven­tio­nellen Kraft­werke das Stromnetz stabil halten. Der Preis aller­dings, der passt sich umgehend an. Der Preis belegt das Dilemma. Die Im- und Export­werte Deutsch­lands und die von Deutsch­lands Nachbarn können hier ana­ly­siert werden.

Belege für Werte und Aus­sagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Ver­gleichs­mög­lich­keiten bietet der Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleich zum 2. Juni ab 2016.

Freitag, 3.6.2022: Anteil erneu­erbare Ener­gie­träger an der Gesamt­strom­erzeugung 47,26 Prozent, davon Wind­strom 10,96 Prozent, PV-Strom 23,49 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,86 Prozent. Quelle der pro­zen­tualen Aus­wertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chart­matrix mit Han­delstag „Strom-Impor­t/­Export“.

Trotz etwas stär­kerer Wind­strom­erzeugung am Vor­mittag und ab Spät­nach­mittag ist zwecks Deckung des deut­schen Strom­be­darfs erheb­licher Import­strom nötig. Aus öko­no­mi­schen Gründen ver­zichten die kon­ven­tio­nellen Erzeuger auf das Schließen der Lücken. Der Import­strom kostet sie nichts. Den bezahlt der Strom­kunde. Den in Deutschland erzeugten Strom selbst­ver­ständlich auch. zum aus­ge­wor­fenen Preis! Die Im- und Export­werte Deutsch­lands und die von Deutsch­lands Nachbarn können hier ana­ly­siert werden.

Belege für Werte und Aus­sagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Ver­gleichs­mög­lich­keiten bietet der Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleich zum 3. Juni ab 2016.

Samstag, 4.6.2022: Anteil Erneu­erbare an der Gesamt­strom­erzeugung 52,65 Prozent, davon Wind­strom 12,97 Prozent, PV-Strom 24,63 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,05 Prozent. Quelle der pro­zen­tualen Aus­wertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chart­matrix mit Han­delstag „Strom-Impor­t/­Export“.

Ein echter Preis­ein­bruch über Tag. Zur starken PV-Strom­erzeugung gesellt sich der geringere Wochen­end­bedarf des Samstags. Am Abend zieht die Wind­strom­erzeugung bereits an, so dass mit viel rege­ne­ra­tivem Strom am Sonntag zu rechnen ist. Die Im- und Export­werte Deutsch­lands und die von Deutsch­lands Nachbarn können hier ana­ly­siert werden.

Belege für die Werte und Aus­sagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Ver­gleichs­mög­lich­keiten bietet der Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleich zum 4. Juni ab 2016.

Sonntag, 5.6.2022: Anteil erneu­erbare Ener­gie­träger an der Gesamt­strom­erzeugung 59,10 Prozent, davon Wind­strom 27,85 Prozent, PV-Strom 17,73 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 13,52 Prozent. Quelle der pro­zen­tualen Aus­wertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chart­matrix mit Han­delstag „Strom-Impor­t/­Export“.

Tat­sächlich ist der Sonntag der Tag mit der stärksten rege­ne­ra­tiven Strom­erzeugung der Woche plus dem geringsten Bedarf. Fol­ge­richtig ist kein Strom­import not­wendig; fol­ge­richtig fällt der Export­preis auf das ins­gesamt nied­rigste Niveau der Woche. Die Im- und Export­werte Deutsch­lands und die von Deutsch­lands Nachbarn können hier ana­ly­siert werden.

Belege für die Werte und Aus­sagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Ver­gleichs­mög­lich­keiten bietet der Strom­da­teninfo-Tages­ver­gleich zum 5. Juni ab 2016.

PKW-Neu­zu­las­sungen Mai 2022

Auch Tesla schwächelt

Die Schwäche bei den PKW-Neu­zu­las­sungen geht weiter. So wurden mit 207.199 PKW 10,2 % weniger Fahr­zeuge als im Vor­jah­res­monat zuge­lassen. Gegenüber dem April 2022 bedeutet es ein Plus von 14,9 %.
Bei den Plug-In-Hybriden war es das dritte Monat in Folge mit nied­ri­geren Zulas­sungen im Ver­gleich zum jewei­ligen Vor­jah­res­monat. BEV-Modelle konnten wieder zulegen, wobei Tesla das zweite Monat in Folge sehr niedrige Zulas­sungen hatte (April: 650 Stück, Mai: 293 Stück). Hier dürfte der durch Corona bedingte drei­wö­chige Pro­duk­tions-Stopp in der Giga­factory Shanghai die Haupt­ur­sache sein.

Benzin: 74.591 (- 14,1 % ggü. 05/2021 / Zulas­sungs­anteil: 36,0 %)

Diesel: 42.000 (- 18,4 % ggü. 05/2021 / Zulas­sungs­anteil: 20,3 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 37.450 (0 % ggü. 05/2021 / Zulas­sungs­anteil: 18,1 %)
dar­unter mit Ben­zin­motor: 25.420
dar­unter mit Die­sel­motor: 12.030

Plug-in-Hybrid: 23.209 (- 14,7 % ggü. 05/2021 / Zulas­sungs­anteil: 11,2 %)
dar­unter mit Ben­zin­motor: 22.189
dar­unter mit Die­sel­motor: 1.020

Elektro (BEV): 29.182 (+ 8,9 % ggü. 05/2021 / Zulas­sungs­anteil: 14,1 %)

Der Zulas­sungs­anteil der Elektro-PKWs (BEV und Plug-in-Hybrid) stieg von 24,3 % im April auf 25,3 % im Mai 2022.

Quelle

Top 5 nach Herstellern

Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 194.080 (01–05/2022)

Audi (mit 10 Modellen): 19,9%
BMW (mit 12 Modellen): 14,5%
Mer­cedes (mit 9 Modellen): 11,4%
Toyota (mit 6 Modellen): 11,1%
Ford (mit 8 Modellen): 7,5%

Hybrid-PKW (mit Plug-in): 112.677 (01–05/2022)

Mer­cedes (mit 10 Modellen): 15,9%
BMW (mit 8 Modellen): 14,7%
Audi (mit 8 Modellen): 8,9%
Seat (mit 3 Modellen): 7,3%
VW (mit 6 Modellen): 7,0%

Elektro-PKW: 135.029 (01–05/2022)

Tesla (mit 2 Modellen): 11,4%
VW (mit 6 Modellen): 10,4%
Hyundai (mit 3 Modellen): 8,3%
Audi (mit 3 Modellen): 6,8%
BMW (mit 4 Modellen): 6,7%

Die belieb­testen zehn E‑Modelle in 05/2022 (Gesamt: 29.182)

Opel Corsa: 1.889 (Klein­wagen)
VW ID4: 1.849 (SUV)
Fiat 500: 1.834 (Minis)
VW ID3: 1.356 (Kom­pakt­klasse)
Hyundai Kona: 1.323 (SUV)
Skoda Enyaq: 1.173 (SUV)
Audi E‑Tron: 1.147 (SUV)
Smart ForTwo: 1.135 (Minis)
VW up: 1.123 (Minis)
Hyundai Ioniq5: 1.043 (SUV)

Auch im Mai gab es wieder viel Bewegung bei den belieb­testen BEV-Modellen. Der Opel Corsa ver­drängte den Fiat 500 vom ersten auf den dritten Platz. Platz 2 ging erstmals an den VW ID4. Unter die meist­zu­ge­las­senen BEV-Modelle kamen der VW ID3, der Hundai Ioniq5 und nach län­gerer Zeit der VW up. Her­aus­ge­fallen sind der BMW i3, der Renault Zoe und der Peugeot 208.

Neues Portal zur E‑Mobiltät

Vom ISEA Institut der RWTH Aachen wurden die inter­ak­tiven Mobility Charts – in Anlehnung an die Energy Charts des Fraun­hofer ISE – ver­öf­fent­licht, deren Inhalte monatlich aktua­li­siert werden.

Ent­halten sind derzeit für alle E‑PKWs in Deutschland (BEV und Plug-in) deren Bestands­zahlen, die ver­baute Bat­te­rie­ka­pa­zität sowie die fahr­zeug­seitige DC-Lade­leistung (Schnell-Laden) und AC-Lade­leistung (Standard-Laden).

Dabei schätzt das ISEA zum 01. April die gesamte Bat­te­rie­ka­pa­zität auf 43,2 GWh, die theo­re­tische Lade­leistung bei DC auf 56,9 GW sowie bei AC auf 8,2 GW.

Bis 2030 plant die „Ampel-Regierung“ mit einem E‑PKW-Bestand von 15 Mil­lionen in Deutschland. Sollten davon 20 % nach Fei­er­abend gleich­zeitig laden bedeutet dies einen zusätz­lichen Strom­bedarf von ungefähr 18 GW. Im Durch­schnitt liegt der Strom­bedarf aktuell an einem Werktag um 18:00 Uhr bei rund 67 GWh. Im Winter sind es wesentlich mehr.

Solar­fahrzeug soll mona­te­langes Auto­fahren ohne Auf­laden ermöglichen

Das hol­län­dische Unter­nehmen Ligh­tyear will sein erstes Modell Ligh­tyear 0 – ent­standen ist die Idee 2016 – ab November 2022 aus­liefern. Laut Her­steller verfügt das Fahrzeug über 5 qm doppelt gekrümmte Solar­zellen (paten­tiert) und soll bei opti­malen Bedin­gungen eine zusätz­liche Reich­weite von 70 km pro Tag erzielen. Im Sommer wäre dann für die Fahrt zur Arbeit (bei 35 km Arbeitsweg) kein Auf­laden an einer Lade­station (öffentlich oder privat) erfor­derlich (in Deutschland etwa zwei Monate, in Spanien bis zu sieben Monate). Die WLTP-Reich­weite wird mit 625 km bei einem Ener­gie­ver­brauch von 10,5 kWh je 100 km (bei 110 km/h) angegeben.

Geplant sind vom Ligh­tyear 0 weniger als 1.000 Fahr­zeuge zum stolzen Preis von 250.000 Euro. Ein Nach­fol­ge­modell in Groß­se­ri­en­pro­duktion ist zum Ein­stiegs­preis von 30.000 Euro für Anfang 2025 vorgesehen.

Quelle+


Quelle: eike-klima-energie.eu