Kri­tiker nicht erwünscht! Wie die indus­trielle Land­wirt­schaft mit ihren Mas­sen­tier­hal­tungen Kri­tiker über­wacht und bestraft (+Videos)

Die Industrie, die von der Aus­beutung und dem Miss­brauch von Tieren pro­fi­tiert, ver­steckt sich hinter einer Mauer der Geheim­haltung. Damit der Ver­braucher nicht erfährt, was bei der Her­stellung von Fleisch, Milch­pro­dukten, Eiern, usw. tat­sächlich geschieht, haben die ersten Länder bereits Gesetze ver­ab­schiedet, die Tier­schützer kri­mi­na­li­sieren.  Die Tier­zucht­in­dustrie hat jahr­zehn­telang dafür gekämpft, die Offen­legung von Infor­ma­tionen über Ein­rich­tungen zu ver­hindern, in denen Tiere als Nahrung auf­ge­zogen werden. Sie weiß, dass die Ver­braucher auf­hören würden, Ver­braucher zu sein, wenn sie selbst die Rea­lität sähen.

Diese Industrie würde infolge dessen schnell auf­hören zu exis­tieren. Regel­mäßig decken Tier­schützer auf, unter welcher Grau­samkeit Tiere in der Mas­sen­tier­haltung leiden. Und da die Mas­sen­tier­haltung wächst und immer mehr Tier­qualen auf Höfen auf­ge­deckt werden, heißt es auch in Deutschland, übrigens der weltweit größte Fleisch­pro­duzent:  „Wir werden das Geflecht der Tier­rechtler ana­ly­sieren, Miss­stände an den ent­spre­chenden Stellen melden und unsere Mit­glieder über deren Tun infor­mieren.“ Schon lange ist bekannt, dass Gegner des Che­mie­riesen Bayer-Mon­santo auf der „Abschuss­liste“ stehen, doch auch Tier­schützer sind betroffen. Neue Doku­mente ent­hüllen, wie die Tier­zucht­in­dustrie Kri­tiker über­wacht und bestraft. So musste eine ange­sehene Tier­ärztin viele Angriffe ertragen, nachdem die Industrie wegen ihrer Kritik an Fabrik­farmen „alar­miert“ war.

Neue Doku­mente ent­hüllen, wie die Tier­zucht­in­dustrie Kri­tiker über­wacht und bestraft

Es sind die vielen Skandale, ob ver­un­rei­nigtes Grund­wasser durch die Mas­sen­tier­haltung oder die grau­samen Tier­trans­porte, die auf­ge­deckt werden und wogegen sich die Agrar­lobby immer noch sträubt, dass sie ver­boten werden. Allein schon die vielen schreck­lichen Skandale aus den Schlacht­häusern zeigen, dass es ein „weiter so“ nicht geben kann.

„Für Unter­su­chungen ein­zu­treten ist keine kri­mi­nelle Akti­vität. Ob es sich nun um die Industrie für fossile Brenn­stoffe oder um die Tier­in­dustrie handelt, wenn Groß­pro­du­zenten von Gewinn­ver­lusten bedroht sind, wenden sie Repres­sionen bis zum Äußersten an,“ und da Tier­schützer eine hohe Strafe erwartet, wenn sie die Zustände in der Mas­sen­tier­haltung auf­zeigen, gibt es jetzt eine inter­aktive Karte, auf der mehr als 40.000 Tier­farmen und Mas­sen­tier­an­lagen auf­ge­führt sind, ein­schließlich Fotos und Videos, die Tier­quä­lerei und Gesund­heits­ver­stöße doku­men­tieren. Siehe Tier­rechts­ak­ti­visten ent­hüllen die Orte Tau­sender Mas­sen­tier­an­lagen – ANIMAL RIGHTS ACTI­VISTS UNCOVER THE LOCA­TIONS OF THOUSANDS OF FACTORY FARMS

Wir brauchen keine selbst­er­nannte Stall­po­lizei, die die Ein­haltung des Tier­schutzes kon­trol­liert“. Nein, diese Worte kommen nicht aus China, wo die Regierung Tier­schutz­or­ga­ni­sa­tionen kri­ti­sierte, die mit schreck­lichen Bildern aus den Schlacht­höfen für Hunde auf die ent­setz­lichen Situa­tionen auf­merksam machten, sondern diese Worte stammten im Mai 2018 von der ehe­ma­ligen Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­terin Julia Klöckner..Da die Mas­sen­tier­haltung wächst und immer mehr Tier­qualen auf Höfen auf­ge­deckt werden, bietet die Inter­es­sen­ge­mein­schaft der Schwei­ne­halter Deutsch­lands e.V. (ISN) erstmals Seminare zum Thema Stal­l­ein­brüche an, so eine aktuelle  Meldung 

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Schon lange ist bekannt, dass Gegner des Che­mie­riesen Bayer-Mon­santo auf der „Abschuss­liste“ stehen,  auch Neil Young gehört genau zu den Opfern, wie auch NGOs oder Jour­na­listen. Auch die Palm­öl­mafia richtet Fonds zur Bekämpfung von Kri­tikern ein! Die „schmutzige“ Arbeit über­nehmen soge­nannte PR-Unter­nehmen, wie auch Bayer mitt­ler­weile bestätigt hat. 

Jetzt zeigen Doku­mente, dass auch Tier­schützer betroffen sind, weil sie auf­decken, wie grausam die Fleisch­in­dustrie wirklich ist. Wir haben für Sie einen Beitrag von The Intercept übersetzt.

Eine ange­sehene Tier­ärztin aus der Bay Area muss viele Angriffe ertragen, nachdem die Industrie wegen ihrer Kritik an Fabrik­farmen „alar­miert“ war.

Gruppen der Tier­hal­tungs­in­dustrie, die Fabrik­farmen ver­tei­digen, führen Über­wa­chungs­kam­pagnen, Ruf­schä­digung und andere Formen der Ver­geltung gegen Indus­trie­kri­tiker und Tier­schützer durch, wie aus Doku­menten her­vorgeht, die auf Antrag des FOIA vom US-Land­wirt­schafts­mi­nis­terium beschafft wurden. Dass das USDA im Besitz dieser E‑Mails und anderer Doku­mente ist, beweist, dass die Bun­des­re­gierung von diesen Indus­trie­kam­pagnen weiß, wenn nicht sogar daran teilnimmt.

Diese Doku­mente ent­halten Ein­zel­heiten über die lau­fende Über­wa­chung der sozialen Medien der Nach­rich­ten­agen­turen, dar­unter The Intercept, die kri­tisch über die Fabrik­farmen berichten. Sie decken private Über­wa­chungs­ak­ti­vi­täten auf, die sich gegen Tier­rechts­gruppen und ihre Mit­glieder richten. Sie ent­halten Dis­kus­sionen darüber, wie ein Klima der Ein­schüch­terung für Akti­visten geschaffen werden kann, die gegen Miss­bräuche in der Industrie arbeiten, unter anderem durch Foto­gra­fieren der Akti­visten und die Ver­öf­fent­li­chung der Fotos im Internet. Und sie beschreiben eine koor­di­nierte Aus­gren­zungs­kam­pagne, die spe­ziell auf Tier­ärzte abzielt, die die Prak­tiken der Industrie kri­ti­sieren, aus Sorge, dass Tier­ärzte in einer ein­zig­ar­tigen Position sind, um Miss­bräuche der Industrie über­zeugend und kraftvoll anzuprangern.

Eine der Bran­chen­gruppen, die bei diesen Akti­vi­täten im Mit­tel­punkt stehen, ist die Animal Agri­culture Alliance, die Fabrik­farmen und andere Tier­zucht­un­ter­nehmen ver­tritt – oder, wie sie es spie­le­risch aus­drücken, die für Unter­nehmen arbeiten, „die daran beteiligt sind, Lebens­mittel vom Bau­ernhof auf unsere Gabeln zu bringen!

Die Gruppe rühmt sich, eine ihrer Haupt­funk­tionen sei die „Über­wa­chung des Akti­vismus“, womit sie meint: „Wir iden­ti­fi­zieren auf­kom­mende Bedro­hungen und bieten auf­schluss­reiche Res­sourcen über Tier­rechts- und andere Akti­vis­ten­gruppen, indem wir ihre Ver­an­stal­tungen besuchen, tra­di­tio­nelle und soziale Medien beob­achten und unser natio­nales Netzwerk einbinden.

[Web­seite Animal Agri­culture Alliance]

Tat­sächlich über­wacht und infil­triert das Bündnis häufig Kon­fe­renzen von Kri­tikern und Akti­visten der Branche und berichtet dann ihren kor­po­ra­tiven Mit­gliedern über das, was dis­ku­tiert wurde. Wie The Intercept bereits früher bemerkte, als es über Anklagen wegen Straf­taten berichtete, die gegen Tier­rechts­ak­ti­visten mit Direct Action Ever­y­where (DxE) vor­gehen wegen fried­licher Film­auf­nahmen und sym­bo­li­scher Tier­ret­tungen innerhalb einer Farm in Utah, die Voll­wert­nah­rungs­mittel liefert, und einer anderen im Besitz von Smit­h­field erhoben wurden – eine Aktion, die zeigte, wie sehr die buko­lische Schil­derung dieser Farmen der Rea­lität wider­spricht -, gab die Animal Agri­culture Alliance eine Erklärung heraus, in der sie (iro­ni­scher­weise) die Akti­visten wegen Schä­digung ihrer Tiere anpran­gerte und die Straf­ver­fol­gungs­be­hörden und „Ent­schei­dungs­träger“ auf­for­derte, im Namen der Industrie gegen die Akti­visten einzuschreiten.

In den E‑Mails, die die FOIA auf ihr Ersuchen hin erhielt, ermu­tigen die Allianz und ihre Ver­bün­deten ihre Mit­glieder häufig, das FBI und das Hei­mat­schutz­mi­nis­terium über Aktionen von Akti­visten zu infor­mieren. Als Reaktion auf ein Projekt von DxE zur Erstellung einer Karte, mit der Fabrik­farmen nach­ver­folgt werden können, schlug Lyle Orwig – Vor­sit­zender des Land­wirt­schafts-Unter­nehmens Charleston/Orwig, Inc. und Vor­stands­mit­glied des Bünd­nisses – den Ver­gel­tungs­schritt vor, „Fotos von jedem DXE-Mit­glied zu machen“ und sie ins Internet zu stellen, während er sie beschul­digte, sie seien „gegen die Ernährung der Hungrigen“.

[Screenshot]

EINE PERSON, die in diesen Dis­kus­sionen als Ver­geltung für Ver­gel­tungs­maß­nahmen aus­ge­sucht wurde, war eine populäre, ange­sehene Tier­ärztin aus der Bay Area, Dr. Crystal Heath. Wie ein ört­liches CBS-Fern­seh­profil von ihr erklärte, ist Dr. Heath die Art von Tier­ärztin, die wir alle als Kinder bewundern lernen.

Anstatt für Unter­nehmen oder staat­liche Behörden zu arbeiten, die grausame Tier­ver­suche durch­führen, oder für Fabrik­farmen, die ein hohes Gehalt damit ver­dienen, ihre bar­ba­ri­schen, qual­vollen Prak­tiken medi­zi­nisch zu recht­fer­tigen, widmet sich Dr. Heath der Tier­heimm­edizin und arbeitet seit Jahren mit der Ber­keley Humane Society und anderen gemein­nüt­zigen Tier­ret­tungs­gruppen zusammen, wo sie „mehr als 20.000 Tiere kas­triert und ste­ri­li­siert hat“. Der von CBS aus­ge­strahlte Bericht ver­mittelt ein umfas­sendes Bild von der huma­ni­tären und auf­op­fe­rungs­vollen Art ihrer Arbeit.

Doch für die Animal Agri­culture Alliance und ihre Bran­chen­ver­bün­deten wurde Dr. Heath irgendwie zu einer ernst­haften Gefahr, zu einer „Extre­mistin“, deren Name in ihrem Beruf als jemand in Umlauf gebracht werden musste, der aggressiv gemieden werden sollte. Und genau das taten sie auch. Was diese gezielte Kam­pagne gegen sie aus­löste, war nichts anderes als der Einsatz ihres vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Fach­wissens, um Kritik an Miss­bräuchen und Aus­wüchsen der Industrie zu äußern.

Im Mai berichtete The Intercept über eine grausame Mas­sen­ver­nich­tungs­technik, die von Iowas größtem Schwei­ne­fleisch-Pro­du­zenten, Iowa Select Farms, ein­ge­setzt wird, um eine große Anzahl von Schweinen zu töten, die auf Grund der Pan­demie als unnötig gesehen wurden und einer „Bestands­räumung“ bedurften. Die Technik, die als „Ven­ti­lation Shutdown“ oder VSD bezeichnet wird, besteht darin, die Luft­zufuhr in den Ställen zu unter­brechen und die Hitze so stark zu erhöhen, dass „die meisten Schweine – wenn auch nicht alle – nach stun­den­langem Leiden an einer Kom­bi­nation aus Ersticken und Braten zu Tode sterben“. Die Schweine, die diese qual­volle Tortur über­leben, werden dann morgens von den Far­man­ge­stellten in den Kopf geschossen. Ein von The Intercept und dem Video­do­ku­men­ta­risten Leighton Wood­house pro­du­zierter Videobe­richt – basierend auf Auf­nahmen, die DxE in einem Stall von Iowa Select machte, als die Schweine langsam starben – wurde von mehr als 150.000 Men­schen gesehen.

Zahl­reiche Tier­ärzte waren scho­ckiert über die Anwendung dieser unaus­sprechlich grau­samen und grund­losen Mas­sen­ver­nich­tungs­taktik, die hoch­in­tel­li­genten, sozial kom­plexen, füh­lenden Tieren extremes, lang­wie­riges Leiden auf­erlegt. Und sie stellte die Industrie vor ernste Pro­bleme, da McDonald’s eine Erklärung ver­langte, die sie öffentlich und sogar in Dis­kus­sionen – vom National Pork Pro­ducers Council – nutzen konnte, um einen neuen, ange­neh­meren und euphe­mis­ti­schen Namen für die Ver­nich­tungs­technik zu erfinden:

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Einer der Tier­ärzte, die über die Ver­nich­tungs­pro­gramme zur Abschaltung der Beatmung empört waren, war Dr. Heath. Sie gehörte zu einer Gruppe von Hun­derten ihrer Tier­arzt­kol­legen, die eine Kam­pagne star­teten, um die Ame­rican Vete­ri­narian Medical Asso­ciation zu drängen, ihre Zustimmung zur Anwendung dieser Technik unter begrenzten, ver­bo­tenen Umständen zurück­zu­ziehen. Obwohl die AVMA sagt, sie sei an der spe­zi­fi­schen Anwendung der Ver­nich­tungs­technik durch Iowa Select nicht beteiligt, wurden ihre Richt­linien zur Geneh­migung von VSD, wie The Intercept doku­men­tierte, von der Gesell­schaft und ihren Ver­bün­deten als Recht­fer­tigung angeführt.

Dr. Heath wurde in einem Nach­rich­ten­be­richt über die Kon­tro­verse mit den Worten zitiert: „Ich glaube, dass die Mehrheit der AVMA-Mit­glieder VSD nicht befür­wortet, außer als ‚letzte Mög­lichkeit‘ der Tier­be­stand­re­duktion, und die AVMA beab­sich­tigte, VSD nur unter extremen Bedin­gungen bei Aus­brüchen von Infek­tions- oder Zoo­no­sen­krank­heiten oder Natur­ka­ta­strophen ein­zu­setzen. Die AVMA-Zulassung hatte Schweine- und Geflü­gel­pro­du­zenten erlaubt, VSD als kos­ten­spa­rendes Ver­fahren zur kos­ten­güns­tigen Ver­nichtung unren­tabler oder über­schüs­siger Tiere einzusetzen“.

Auf Grund ihrer Kritik an diesen Prak­tiken der Mas­sen­tier­haltung und ihrer Zusam­men­arbeit mit DxE bei der Befür­wortung einer Bran­chen­reform kon­zen­trierten sich die Indus­trie­gruppen auf sie. In einer E‑Mail vom April ent­hüllte eine Vize­prä­si­dentin der Animal Agri­culture Alliance, Hannah Thompson-Weeman, dass eine „Warnung“ über Dr. Heath an kali­for­nische Mit­glieder ver­schickt worden war, in der sie sie beschul­digte, „extremen Akti­vismus“ zu betreiben, und die Gruppen ermu­tigte, „das Wort an Ihre tier­ärzt­lichen Kon­takte in Kali­fornien zu ver­breiten“ – wo Dr. Heath prak­ti­ziert – „und dabei „private, nur für Mit­glieder bestimmte Kanäle zu benutzen“.

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Nach diesem „Alarm“ erlebte Dr. Heath gezielte Kam­pagnen gegen sie online und in ihrem Beruf. Obwohl nicht bewiesen werden kann, dass dies das Ergebnis der „Alarm­be­reit­schaft“ des Bünd­nisses war, ver­wendete das, was nach dieser Alarm­be­reit­schaft zum ersten Mal mit ihr geschah, die Sprache, die von diesen Indus­trie­gruppen gegen sie ver­wendet wurde. (Das Bündnis und Thompson-Weeman reagierten nicht auf die Bitte von The Intercept um Kom­mentare. Thompson-Weeman sperrte gestern ihren Twitter-Account, nachdem wir uns diesen Artikel und die Episode SYSTEM UPDATE ange­sehen hatten. Die AVMA hat bestritten, dass sie an der Ver­wendung von VSD durch Iowa Select beteiligt war).

Was das Bündnis viel­leicht alar­miert hat, war eine Tier­ärz­te­gruppe, die sie beschul­digte, „Teil einer aktiven Kam­pagne zu sein, um unseren Kli­enten und uns selbst so viel Schaden wie möglich zuzu­fügen“, und ver­kündete, sie hätten das Bündnis über sie alar­miert. Tier­ärz­te­gruppen haben auf Facebook ihre eigenen War­nungen über sie gepostet, und sie wurde aus einigen Gruppen ver­bannt. Auf ihrer eigenen Facebook-Seite erschienen Kom­mentare, angeblich von anderen Tier­ärzten, die sie des „geis­tes­ge­störten Akti­vismus“ beschul­digten, sie sei „eine Lüg­nerin, die sich Geschichten aus­denkt“, „ver­fälscht unseren Berufs­stand mit allen ver­füg­baren Methoden“ und behauptete, sie sei „buch­stäblich namentlich ein Gesprächs­thema in Vor­stands­etagen von der Ag-Geschäftswelt bis zur orga­ni­sierten Tier­me­dizin im ganzen Land“. Ihr Name ist buch­stäblich giftig“.

Was Dr. Heath am meisten beun­ru­higte, war das Auf­tauchen von anonymen Flug­blättern im Internet, die oben eine „ACHTUNG“-Warnung ent­hielten, zusammen mit ihrem Foto und einer Reihe von Anschul­di­gungen, von denen einige falsch waren, die behaup­teten, sie ver­folge „eine Agenda, die nichts Posi­tives für unseren Berufs­stand beinhaltet“ und „drücke ihre Zuneigung“ für „inlän­dische Ter­ror­or­ga­ni­sa­tionen“ aus. Sie warnte davor, dass es gefährlich sein könnte, ihr auch nur den Zugang zu den Social-Media-Seiten von Tier­ärzten zu gestatten, und drängte daher darauf, dass sie von allen Online-Foren, per­sön­lichen Pro­filen und Social-Media-Gruppen blo­ckiert werde.

 

Es ver­steht sich von selbst, dass eine solche Kam­pagne ver­hee­rende Aus­wir­kungen auf die Kar­rie­re­chancen oder die Fähigkeit eines Tier­arztes haben kann, den Lebens­un­terhalt zu ver­dienen. Zum Glück glaubt Dr. Heath sie, dass ihr hart erar­bei­teter Ruf bei den über viele Jahre ent­wi­ckelten Gebiets­kli­niken es ihr ermög­lichen wird, weiter zu arbeiten, aber sie glaubt auch aus einem sehr plau­siblen Grund, dass „Alarme“ und Kam­pagnen dieser Art es für sie extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich machen würden, irgendwo anders Arbeit zu finden. Wenn ein jün­gerer oder weniger eta­blierter Tierarzt sieht, was ihr angetan wurde, würde er es sich natürlich zweimal über­legen, ob er sich gegen die Mas­sen­tier­haltung aus­spricht oder gegen sie arbeitet – das offen­sicht­liche Ziel solcher Kampagnen.

Die Tat­sache, dass das US-Land­wirt­schafts­mi­nis­terium im Besitz der E‑Mails und anderer Doku­mente war, die von Indus­trie­gruppen in Umlauf gebracht wurden, und sie somit als Teil des FOIA-Antrags erstellte, deutet darauf hin, dass zumindest Regie­rungs­beamte in diese Dis­kus­sionen ein­be­zogen werden (der Flyer über Dr. Heath und andere Social Media-Postings über sie wurden durch The Intercept von Dr. Heath beschafft, nicht durch den FOIA-Antrag). Klar ist, dass die Tier­zucht­in­dustrie im Wesent­lichen ihre eigenen pri­vaten Über­wa­chungs- und „Warn­netz­werke“ betreibt und ihren weit­rei­chenden Ein­fluss in den Bereichen der Regie­rungs­macht nutzt, um ihre Bemü­hungen um Bestrafung und Ver­geltung ihrer Kri­tiker und Akti­visten zu unterstützen.

Dr. Heath war Gast beim dies­wö­chigen SYSTEM-UPDATE. Die Episode, die auf dem YouTube-Kanal von The Intercept oder auf dem Player unten zu sehen ist, befasst sich zunächst aus­führlich mit diesen neuen Doku­menten, die durch den FOIA-Antrag erhalten wurden, und spricht  mit Dr. Heath darüber, was sie als Folge ihrer Äuße­rungen gegen diese sehr mächtige Industrie ertragen musste.

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Quelle: netzfrauen.org