Inter­na­tio­naler Haft­befehl gegen Stefan Erdmann und Dr. Domi­nique Görlitz auf­ge­hoben! – Jan van Helsing im Interview mit Stefan Erdmann

Jan van Helsing: Stefan, nach mehr als 10 Jahres des Schweigens hast Du beschlossen, Vor­träge zu poli­ti­schen Themen zu halten. Wie kam es zu dem Sinneswandel?

Stefan Erdmann: gibt es für alles einen Aus­löser. So war es auch bei mir, oder sagen wir, es war ein letztes Puz­zleteil, das nun aus­schlag­gebend war. Ich hatte Ende ver­gan­genen Jahres den bekannten Gesund­heit­s­pionier Robert Franz (www.opc-franz.de) ken­nen­ge­lernt und einem seiner span­nenden Vor­träge bei­gewohnt. Ich hatte hin­terher reichlich Gele­genheit, mich mit Robert aus­zu­tau­schen. Und er war es, der mir den letzten ent­schei­denden Anstoß gegeben hat, endlich mit meinen poli­ti­schen Themen, die ich seit mehr als 10 Jahre recher­chiere und ver­öf­fent­liche, auch in Form von Vor­trägen an die Öffent­lichkeit zu gehen. Robert Franz ist ein Para­de­bei­spiel für Authen­ti­zität, Ent­schlos­senheit und Mut. Er ist ein posi­tiver Licht­blick am dunklen Himmel unserer mutierten Pharma-Gesell­schaft und der phar­ma­hö­rigen und ‑abhän­gigen Ärz­te­schaft, und er ist im posi­tiven Sinne unbeugsam – das gefällt mir, davor ziehe ich den Hut. Davon brauchen wir mehr Men­schen. Er wird seit Jahren von der Phar­ma­in­dustrie extrem ange­griffen. Warum wohl? Weil er dummes Zeug redet und mög­li­cher­weise ein Schwindler ist?
Nein, weil er der Wahrheit zu nahe gekommen ist und ihm zu Recht mas­sen­weise die Men­schen glauben und seinen Emp­feh­lungen folgen – weil sie gemerkt haben, dass sie helfen.
Er hat mir gesagt, dass es natürlich wichtig ist, Bücher zu schreiben, aber er sagte auch, dass es wichtig ist, mit einer wich­tigen Bot­schaft nach draußen zu gehen, Vor­träge zu halten und Men­schen zu treffen. Er lebt das wie kaum ein anderer.

Wie kam es, dass Du nach Deinen beiden erfolg­reichen Werken „Banken, Brot und Bomben – Band 1 und 2“ plötzlich keine Vor­träge mehr gehalten hast?

Die beiden Bücher sind damals sehr gut ein­ge­schlagen und werden auch heute noch gut ver­kauft. Das liegt sicherlich auch daran, dass der Leser sehr schnell erkennen kann, dass es ein Quel­lenwerk ist und kein schwam­miges Ver­schwö­rungsbuch. Dieses Werk hat mich viel Kraft gekostet, weil ich mich mehr als zwei Jahre sehr tief in diese The­ma­tiken hin­ein­be­geben habe. Ich war jung und musste erst lernen, die vielen Hin­ter­grund­in­for­ma­tionen über unsere Geschichte, die gegen­wärtige Welt­po­litik und ins­be­sondere über die deutsche Geschichte der beiden Welt­kriege, die mir plötzlich die Augen geöffnet haben, zu ver­ar­beiten. Das dauerte.
Die beiden Bücher konnten in Ori­gi­nal­fassung nicht ver­öf­fent­licht werden und mussten inhaltlich in beiden Fällen um zirka 60 Seiten gekürzt werden, um das Zer­ti­fikat „poli­tisch korrekt“ zu erhalten – das nennt man in Deutschland Mei­nungs­freiheit… Trotz der „Zensur“ fand ich durch die beiden Bücher dann regel­mäßig Einzug in den jähr­lichen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt. So ist das in Deutschland…
Der Gegenwind aus dem links­ex­tremen Lager ließ nicht lange auf sich warten: böse Emails und sogar Bedro­hungen waren die Folge. Ich stand auch durch meine damalige beruf­liche Tätigkeit in einer gewissen öffent­lichen Ver­ant­wortung, weil ich damals noch ein Senioren- und Pfle­geheim leitete. All das zusammen hatte mich dann dazu bewogen, keine öffent­lichen Vor­träge zu halten. Das war sehr frus­trierend für mich, da ich im Laufe der Jahre sehr viele Anfragen hatte, die ich schweren Herzens absagen musste.

Und dann wurde 2013 mit dem „Cheops-Skandal“ an Dir quasi auch ein poli­ti­sches Exempel statuiert.

Ja, das kann man wohl nicht besser auf den Punkt bringen.

Du hattest damals, zusammen mit Dr. Domi­nique Görlitz, in der großen Pyramide von Gizeh Proben von künst­lichen Anhaf­tungen an den Decken­balken der sog. „Königs­kammer“ ent­nommen. Es han­delte sich hierbei um wenige Mil­li­gramm. Man hatte euch vor­ge­worfen, die sog. „Königs­kar­tusche“ beschädigt zu haben, was man euch als Schändung des UNESCO-Welt­kul­tur­erbes bzw. einer Grab­stätte aus­legte. Diese Kar­tusche hattet ihr aber nie berührt!
Ich hatte diesen Skandal damals ja live mit­be­kommen. Ursprünglich sollte ich auch mit dabei sein. Es ist für mich unfassbar, dass man Domi­nique und Dich in Ägypten und Deutschland ver­ur­teilt hat, obwohl ihr schon vor dem Prozess in Kairo eure Unschuld belegen konntet. Zudem wurden eure Unschulds­be­weise über Wochen und Monate durch alle mög­lichen Netz­werke weltweit ver­teilt. Aber die Gerichte haben das einfach mal so ignoriert.

Genau so ist es und das ist für mich bis heute der eigent­liche Skandal. Für mich ist es unfassbar, dass hier die diplo­ma­ti­schen Kom­pe­tenz­träger der Bun­des­re­gierung uns quasi ver­raten und ver­kauft haben. Nachdem ich die Gesteins­proben Anfang 2014 frei­willig wieder zurück­ge­geben habe, fand dann im August ein großer Empfang in Berlin statt. Die Proben wurden von der dama­ligen Staats­mi­nis­terin für Wis­sen­schaft und Kunst im Frei­staat Sachsen, Sabine Freifrau von Schor­lemer, an den ägyp­ti­schen Außen­mi­nister Higazy über­geben. Das wurde medi­en­wirksam als ein großer Erfolg dar­ge­stellt, obwohl wir schon im Dezember 2013 ange­boten hatten, die Proben zurück­zu­geben. Alles war, wenn man so will, Lug und Trug und eine insze­nierte Show der deutsch-ägyp­ti­schen Bezie­hungen. Da kann einem nur angst und bange werden, wenn Per­sonen wie Schor­lemer solche Ämter bekleiden. Die Dame hätte besser ihre Haus­auf­gaben machen und sich mit dem Fall beschäf­tigen sollen. Aber einmal in der Bild-Zeitung zu stehen, war wohl das High­light ihrer Berufs­kar­riere. Sie hätte sich besser bei uns ent­schuldigt… Gleiches gilt natürlich auch für Higazy. An diesem kleinen „Staats­empfang“ konnte man aber auch erkennen, dass der „Fall Erdmann/Görlitz“ in der höchsten poli­ti­schen und diplo­ma­ti­schen Ebene auf den Schreib­ti­schen lag.

Glaubst Du, dass Deine poli­ti­schen Bücher, Deine Freund­schaft und Zusam­men­arbeit mit mir und unsere poli­ti­schen Werke dabei auch eine Rolle gespielt haben?

Das ist eine gute Frage. Das kann ich natürlich nicht beant­worten, aber es ist sicherlich sehr gut denkbar. Schließlich hat Dich der Ver­fas­sungs­schutz seit zwei Jahr­zehnten auf dem Kieker und mich spä­testens seit „Banken, Brot und Bomben“. Gerade vor zwei Wochen ist ja wieder ein großer Artikel über Dich in der Südwest Presse erschienen, in dem die Jour­na­listen ver­suchten, Dich mit den „Reichs­bürgern“ in Ver­bindung zu bringen. Ich finde es skan­dalös, wie einige Schmier­finken sich hier ver­suchen zu pro­fi­lieren und damit auch noch Geld verdienen.

Ja, aber ich sehe das eher sportlich. So lange mein Name richtig geschrieben ist und das Buch erwähnt wird – in diesem Fall „Wenn das die Deut­schen wüssten“ – kann ich damit leben. Das muss man als Werbung sehen. Schau, das Leben ist gerecht. Eine Woche nach dem Hetz­ar­tikel war ich mit meinen beiden neuen Autoren Thomas A. Anderson und Hanno Vol­l­enweider zu Michael Vogts Quer-Denken.TV zum Interview ein­ge­laden, und am 2.2.2017 war ich mit Hanno Vol­l­enweider bei Russia Today in Berlin – und die waren begeistert. (Das Interview kann man hier anschauen.) Fakt ist: Den Main­stream-Medien rennen die Leser weg, die Leute haben die Schnauze voll von der Anti-AfD-Trump-Reichsbürger…-Propaganda und lesen jetzt mehr die alter­na­tiven Medien. Ganz Spitze fand ich ja den Satz des gleichen Jour­na­listen in einem anderen Artikel über das Buch von Daniel Prinz: „Im ersten Stock einer Ulmer Buch­handlung hat man für die Werke der Kate­gorie ‚Ver­schwö­rungs­theorien’ ein Regalfach frei­ge­räumt und die belieb­testen Publi­ka­tionen auf einem Tisch aus­ge­breitet. Die Titel: ‚Gekaufte Jour­na­listen’ von Udo Ulf­kotte, ‚Mas­sen­mi­gration als Waffe’ von Kelly Greenhill und ‚Was Sie nicht wissen sollen!’ von Michael Morris. Doch ein Buch, so der etwas ratlose Händler, schlägt sie alle. Der Stapel des Wälzers ‚Wenn das die Deut­schen wüssten, dann hätten wir morgen eine Revo­lution’ von Daniel Prinz müsse zweimal täglich nach­ge­füllt werden, es sei sehr beliebt. Und nicht nur in Ulm: Beim Ver­sand­händler Amazon ist der Titel das meist­ver­kaufte Buch in der Kate­gorie ‚Poli­tik­wis­sen­schaften’. Was macht aus­ge­rechnet ein solches Buch derart erfolgreich?“ 
Ja, was wird wohl der Grund dafür sein? Ich sage es Dir: Weil die Leute auf­wachen, so einfach ist das! Aber kommen wir zurück zu Cheops-Fall.

Gut. Dass Berlin mich als Bun­des­bürger (in diesem Fall betrifft es ja auch Domi­nique Görlitz und unseren Kame­ramann) so an den öffent­lichen Pranger gestellt hat und uns einem Land wie Ägypten so „aus­liefert“ – ein Land, in dem Men­schen­rechte mit Füßen getreten werden, wo Kor­ruption, Mord und Tot­schlag an der Tages­ordnung stehen. Das ist für mich unfassbar.
Mir tut es natürlich für unseren Kame­ramann leid, dem ja nun absolut nichts vor­zu­werfen ist. Leid tut es mir auch für Domi­nique, der für mich ein her­aus­ra­gender Wis­sen­schaftler ist, und gerade er hat als Expe­ri­men­tal­ar­chäologe schon viel für die Wis­sen­schaft getan. Das ist und bleibt ein Skandal, was da in Berlin pas­siert ist. Für Domi­nique und seine wis­sen­schaft­liche Arbeit bin ich mitt­ler­weile untragbar geworden. Es tut mir natürlich sehr leid, dass er durch meinen Namen immer wieder auf Wider­stand stößt.

Aber hat er denn nicht vorher gewusst, was Du machst, und dass Du ein „poli­tisch unkor­rekter“ Autor bist?

Ja, sicherlich, aber niemand konnte ja ahnen, dass aus unserem gemein­samen For­schungs­projekt so ein weltweit breit­ge­tre­tener Skandal werden würde, mit diesen poli­ti­schen Ausmaßen.

Man darf ja auch nicht ver­gessen, dass ihr durch euere Unter­su­chung in der Cheops-Pyramide eine bedeu­tende Ent­de­ckung gemacht habt…

Aller­dings! Aber zunächst möchte ich noch einmal klar­stellen, dass wir eine offi­zielle Geneh­migung der Anti­ken­ver­waltung hatten, und in der Pyramide auch unter Auf­sicht der ver­ant­wort­lichen Inspek­toren standen. Und die haben gewusst, dass wir die schwarzen Zungen in der Königs­kammer unter­suchen wollten. Ich hatte im Vorfeld ja sogar schriftlich eine 6 Meter lange Leiter bean­tragt, die uns dann auch zur Ver­fügung stand. Und wir haben auch nicht die berühmte Königs-Kar­tusche von Cheops beschädigt, wie es im ägyp­ti­schen Urteil steht, und wie es Zahi Hawass, der ehe­malige Gene­ral­se­kretär der ägyp­ti­schen Alter­tü­mer­ver­waltung, behauptet hat – das ist ein Skandal, weil wir der Anti­ken­ver­waltung lange vor dem Prozess dafür die Beweise vor­legen konnten. Die Anti­ken­ver­waltung und die Justiz in Kairo haben uns betrogen und ein Exempel an uns voll­zogen. Und dafür waren u. a. auch Zahi Hawass und die Ägyp­to­login Monica Hennah ver­ant­wortlich, die diese Lügen in den Medien ver­breitet haben – Hawass vor allem deshalb, um davon abzu­lenken, dass die Kar­tusche während seiner Amtszeit – wohl durch ihn selbst – illegal beprobt wurde. Da die Ergeb­nisse bis heute nicht ver­öf­fent­licht worden sind, ist davon aus­zu­gehen, dass die Kar­tusche von Howard Vyse sei­nerzeit gefälscht wurde, und ich gehe auch davon aus, das die Anti­ken­ver­waltung das längst weiß. Man darf nicht ver­gessen, dass diese Kar­tusche der einzige Beweis für den „Bau­herren Cheops“ dar­stellt – zumindest aus Sicht der Ägyp­to­logen. Diese beiden – Hawass und Hennah – gehören bestraft und hinter Schloss und Riegel.

Zu Hawass kann ich auch eine Episode los­werden. Letztes Jahr hatte ich Besuch von einem jungen Mann, der vor Jahren eine Besich­ti­gungstour mit Hawass in Kairo durch­ge­führt hatte. Er fragte Hawass, wieso er denn über die sen­sa­tio­nellen Funde der ver­schie­denen For­scher nichts bekannt geben würde, z.B. über die Ero­si­ons­spuren an der Sphinx, die belegen, dass dieses Bauwerk über 10.000 Jahr alt ist. Hawass’ Anwort war: „Nach dem Koran ist die Menschheit 7.000 Jahre alt. Des­wegen kann es vorher nichts gegeben haben.“ Da ist man wirklich sprachlos, oder? 
Nun aber zu Deiner Ent­de­ckung, Stefan.

Ja, wir haben Eisen ent­deckt. Und das ist die eigent­liche Sen­sation. Der welt­be­kannte Autor Robert Bauval hat dazu gesagt, dass dies mit die bedeu­tendste Ent­de­ckung ist, die in Kairo in den letzten 50 Jahren in Zusam­menhang mit der Cheops-Pyramide gemacht wurde.

Warum? Erkläre das bitte etwas genauer.

Weil es einen ganz neuen Blick auch die tech­ni­schen Mög­lich­keiten und den Bau der Groß­py­ra­miden des Alten Reiches wirft. Schenkt man der schul­wis­sen­schaft­lichen Chro­no­logie Glauben, dann darf Eisen erst ca. 1.000 Jahre später in Ägypten ver­wendet worden sein. Den Erbauern standen eigentlich laut Lehr­meinung nur stein- und bron­ze­zeit­liche Werk­zeuge zur Verfügung.

Das bedeutet also, da kommt der Nicht-Aka­de­miker Stefan Erdmann nach Ägypten und ent­deckt mal eben so Eisen, das eigentlich 1.000 Jahre zu früh da ist. Und die Chro­no­logie (Stein‑, Bronze‑, Kupfer- und Eisenzeit) wird von jetzt auf nachher über den Haufen geworfen. Das erfreut die eta­blierte Wis­sen­schaft natürlich nicht, oder?

Das ist wohl so. Aber es geht ja hier nicht um per­sön­liche Eitel­keiten, sondern um erkennt­nis­offene For­schung, wie es auch mein hoch­ge­schätzter Kollege Domi­nique Görlitz in seinen Vor­trägen immer wieder sagt. Wir haben durch unsere Arbeit in Ägypten und der For­schung einen großen Dienst erwiesen, nichts anderes war letztlich unsere Absicht. Wir hatten ja auch eine Geneh­migung. Wir haben sofort nach unseren ersten Ana­lysen die Ergeb­nisse öffentlich gemacht, da kann man ja nicht von „Dieb­stahl“ sprechen. Wir hatten auch der Anti­ken­ver­waltung schon Ende 2013 ange­boten, die wis­sen­schaft­lichen Ergeb­nisse gemeinsam zu dis­ku­tieren und zu teilen. Mein Gott, war das im Nach­hinein betrachtet naiv.

Wieso?

Zu dieser Zeit hatten wir direkten Kontakt zu einem Ägyp­to­logen aus dem Inspek­toriat des Gizeh-Pla­teaus, der zwi­schen uns und der Anti­ken­ver­waltung ver­mittelt hat. Er hatte uns damals gut zuge­redet und erklärt, dass wir das Problem schon gemeinsam lösen würden. Es kam aber alles ganz anders und im Nach­hinein denke ich, dass er gelogen hat. In diesen Wochen der Ver­hand­lungen saßen längst Anwälte in Ägypten am Schreib­tisch und haben an unserer, hun­derte Seiten langen Ankla­ge­schrift gearbeitet.

Mehrere hundert Seiten?

Ja, man glaubt es kaum. Ein paar hundert Seiten wegen ein paar Krümel – wir sprechen von weniger als 5 Gramm!!! Und wir haben ja nicht einmal einen ein­zigen Stein in der Königs­kammer beschädigt, da wir nur die Anhaftung auf der Ober­fläche abge­tragen haben.

Und wie haben die Ägyp­to­logen reagiert?

Mit einigen Aus­nahmen natürlich im höchsten Maße ablehnend, das ist doch klar. Da komme ich daher, gemeinsam mit Domi­nique, und wir machen eine sen­sa­tio­nelle Ent­de­ckung. Anstatt erkennt­nis­offen zu sein, haben sie alles mit Füßen getreten. Per­sön­liche Eitel­keiten sollten meiner Ansicht nach in der Wis­sen­schaft nichts zu suchen haben. Aber genau das ist der Fall, und auf­grund dieses anti­quierten Dog­ma­tismus kommen wir nicht weiter und wissen auch heute, nach über 4.000 Jahren, noch immer nicht, wie und warum man die große Pyramide errichtet hat. Es gibt unter den Archäo­logen und auch unter den Ägyp­to­logen her­aus­ra­gende Köpfe, die absolut erkennt­nis­offen sind und uns zu unserer Arbeit sogar gra­tu­liert haben. Aber in Kairo herr­schen ganz andere Gesetze. Hier geht es nur um Macht, Geld und Kor­ruption. Hawass ist wohl ein Para­de­bei­spiel dafür.

Das gilt aber nicht für die meisten anderen?

Nein, und gerade diese mani­pu­lierten und dog­ma­ti­sierten Schreib­tisch-Ägyp­to­logen haben nicht die Größe, anzu­er­kennen, dass wir mit unserer Unter­su­chung eine bedeu­tende Ent­de­ckung gemacht haben. Das ist nichts weiter als Neid, gepaart mit Ignoranz, Dummheit und Respekt­lo­sigkeit. Hinzu kommt, dass ich schon mit meiner Unter­su­chung 2006/2007 den Nachweis erbringen konnte, dass über längere Zeit­räume Wasser in den unteren Bereich der großen Pyramide geflossen ist. Wasser in der Großen Pyramide schließt eines in jedem Fall aus: Mumifizierung!

Das bedeutet jeden­falls, dass die Große Pyramide nicht als Begräb­nis­stätte des Pharao Cheops errichtet wurde – was wir ja in unserem Cheops-Film sowie im Buch „Die Jahr­tausendlüge“ beschrieben haben.

Das kann man wohl defi­nitiv aus­schließen. Sie wurde ursprünglich sicherlich als eine tech­nische Anlage errichtet, in der Wasser eine zen­trale Rolle gespielt hat.

Damit rundet sich das Bild um den Skandal und die juris­ti­schen Folgen natürlich klar ab. Wie geht es Dir heute?

Ich bin natürlich maßlos ent­täuscht, das ist ja ver­ständlich. Die letzten Jahre waren nicht einfach für mich. Hinzu kam, dass sechs Ägypter fast ein­einhalb Jahre im Gefängnis saßen, und das ist auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen. Zum Glück sind sie aber seit Ende 2015 wieder auf freiem Fuß und gehen auch wieder ihrer Arbeit nach. Obwohl mich gerade gestern die Nach­richt erreicht hat, dass am 5.2.2017 ein wei­terer Prozess in Kairo statt­ge­funden hat. Mehr weiß ich aller­dings noch nicht.

Aber welche Kon­se­quenzen hat dieses ganze Dilemma für Dich im Nachhinein?

Grund­sätzlich ist das Ganze für mich und Domi­nique, unseren Kame­ramann und auch für die sechs Ägypter ja noch nicht vorbei. Es wird in Ägypten sicherlich neben dem gerade erwähnten, noch einen wei­teren Prozess geben. Die Ergeb­nisse müssen wir abwarten. Wir waren bis vor einigen Wochen noch auf der Interpol-Fahn­dungs­liste und das über mehr als zwei Jahre hinweg. Nun gab es endlich die Löschung von der Red List. Wir hatten dazu vor kurzem auch eine Pres­se­mit­teilung herausgegeben.

Dazu zählen auch wichtige Neu­ig­keiten aus der Rechts­ab­teilung der Anti­ken­be­hörde (Supreme Council of Anti­quities = SCA). Der in erster Instanz gefällte Urteils­spruch gegen die sechs beschul­digten ägyp­ti­schen Begleiter ist auch in der SCA hin­fällig geworden. Alle invol­vierten – inzwi­schen aus der Haft ent­las­senen – Inspek­toren und Ange­stellten konnten wieder ihre Arbeit für die SCA auf­nehmen und erhielten einen Teil des Lohns zurück, den sie durch die Haft ver­loren hatten. Der Gene­ral­se­kretär der SCA, Prof. Dr. Mostafa Ahmeen, nannte als Begründung zur Wie­der­ein­stellung seiner ehe­ma­ligen Ange­stellten das Urteil als invalide, also nicht zutreffend.

Das heißt, dass Du in den nächsten Jahren wohl nicht nach Ägypten zurück­kehren kannst?

Eine Rückkehr nach Ägypten ist für mich im Moment undenkbar.

Wie sieht – neben neuen Büchern – Deine weitere For­schungs­arbeit aus?

2017 erscheint ein neues Buch. Dabei geht es natürlich auch um Ägypten und die welt­weite Pyra­miden-Kultur, aber auch um die Frage der eins­tigen Mut­ter­kultur der alten Ägypter. Es geht in diesem Zusam­menhang auch um Atlantis, Hyper­borea und eine mög­liche kos­mische Kata­strophe ca. 12.000 BC. An dem Buch zu arbeiten hat mir sehr viel Freude bereitet und mir in der schweren Zeit rund um den Cheops-Skandal sehr geholfen.
Neben dem Schreiben und publi­zieren ist es mitt­ler­weile auch sehr wichtig für mich, Gleich­ge­sinnte zu treffen, Vor­träge zu halten, um Inter­es­sierten zu erzählen, was wirklich pas­siert ist. Wir dürfen uns nicht ver­stecken und auch zu dog­ma­ti­sierten Schreib­tisch-Tätern werden, wie das im Falle der Pyra­miden-For­schung der Fall ist.

Das betrifft aber im Moment auch Deine poli­ti­schen Werke?

Ja, die im Moment ins­be­sondere. Und da bin ich Robert Franz echt dankbar, dass er mir einen letzten Anstoß gegeben hat, gerade in den Bereichen poli­tisch unkor­rekter Themen an die Öffent­lichkeit zu gehen. Wir müssen uns auf diese Art und Weise wehren – mit Mut und Ent­schlos­senheit. Es kann nicht sein, dass man ver­sucht, so her­aus­ra­gende und mutige Autoren wie den im Januar 2017 leider ver­stor­benen Udo Ulf­kotte, Thilo Sar­razin, Robert Franz oder Dich, ent­weder tot­zu­schweigen oder gegen sie zu hetzen.

Für das Whist­leb­lower-Buch hattest Du ja ein Interview geführt, und zwar mit unserem gemein­samen süd­afri­ka­ni­schen Bekannten, Ben Mor­gen­stern, dem Sohn eines Illu­mi­naten. Gibt es von ihm etwas Neues? 

Die Ver­bindung zu ihm besteht nach wie vor. Als Donald Trump die Wahl gewonnen hatte, hatte ich Ben Mor­gen­stern dazu ange­schrieben und wollte eine Ein­schätzung von ihm. Er meinte, dass Trump von den „Eliten“ nicht vor­ge­sehen war und man nicht ein­schätzen könne, was sich daraus ent­wi­ckeln würde. Es gab sicherlich Kreise, die ihn unter­stützt hatten – siehe Goldman-Sachs zum Bei­spiel. Er hat mehrere Goldman-Sachs-Manager in seinem Team und hat eben erst die Ban­ken­regeln wieder gelo­ckert, die nach der Lehman-Pleite ein­ge­richtet worden waren.

Mor­gen­stern hatte ja in seinem Interview im „Whist­leb­lower-Buch“ erklärt, dass es sei­nes­gleichen generell egal ist, wer Prä­sident eines Landes ist und ob in einem Land eine Demo­kratie herrscht, Kom­mu­nismus oder eine Dik­tatur, weil ihnen die Roh­stoffe der Welt gehören, sie seit 150 Jahren das Gold­fixing in London betreiben, sie den Dia­man­t­handel steuern und sich auch in den nächsten ein­hundert Jahren nichts daran ändern würde – sie seien die Herren dieses Pla­neten. Und sie haben immer ihre Leute an den ent­spre­chenden Posi­tionen. Und wenn es einer dieser „Mario­netten“ ein­fallen sollte, eigene Wege zu gehen, dann ergeht es ihr wie einem John F. Kennedy. Bei Trump steigen nun die Chancen, dass ihn ein ähn­liches Schicksal ereilen könnte, sollte er zu hart durch­greifen – und vor allem am Finanz­system etwas ändern. Wirst Du auf Deinen Vor­trägen auch über Mor­gen­stern berichten?

Ja, weil er aus erster Hand Infor­ma­tionen liefert

Das heißt, Du nimmst in Zukunft kein Blatt vor den Mund?

Nein, die Zeit ist vorbei. Ich habe in all den Jahren meiner gemein­samen Recherchen mit Dir so viel erlebt und Insi­der­infor­ma­tionen erfahren – es ist einfach unglaublich, wie wir belogen werden.

Oskar Lafon­taine erging es ja ähnlich. Er wollte auch etwas am Finanz­system ändern und bekam dann einen Anruf – das war 1999 –, dass er auf seine Frau und seinen Sohn auf­passen solle… Ein paar Tage später war er als SPD-Par­tei­vor­sit­zender sowie als Bun­des­fi­nanz­mi­nister zurückgetreten. 

Ja, so läuft das, Jan. Die Illu­mi­naten lassen sich nicht gerne in die Suppe spucken.

Ich war ja 2015 und Anfang 2016 lange mit dem „Whist­leb­lower“-Buch beschäftigt. Du hattest Dich noch etwas inten­siver mit dem Hitler-Thema aus­ein­an­der­ge­setzt. Gibt es da etwas Neues?

Nun, das Hitler-Buch gehört zwei­fellos zu unseren span­nendsten Pro­jekten. Ich meine, der Inhalt war ja schon spannend, aber was sich nach dem Erscheinen noch so alles getan hat, ist schon hoch­brisant. Aber ich möchte heute noch nicht zu viel ver­raten. Nur so viel: Ich habe noch weitere Infor­ma­tionen von Zeit­zeugen sammeln können, die mich im Falle von Hitler und Eva Braun mitt­ler­weile zu 99,9 Prozent über­zeugen, dass die beiden sich nach Süd­amerika abge­setzt haben. Und ich weiß mitt­ler­weile auch wann, und durch wen.

Im Fall von Martin Bormann ist es sogar zu 100 Prozent sicher, dass er sich 1946 von Genua aus nach Süd­amerika abge­setzt hat.

Genau. Das Thema Bormann war für mich per­sönlich immer das span­nendste. Er war ja schließlich der­jenige, der über das Reichs­ver­mögen herrschte.

Wir hatten ja nun auch Rochus Misch getroffen, Hitlers Leib­wächter, und mit ihm stun­denlang gesprochen – Du warst ja einmal mehr bei ihm als ich. Er war der Über­zeugung, dass Hitler und Eva Braun im Füh­rer­bunker umkamen.
Eine ganz andere These ver­tritt Dr. Lipinski, dessen Buch „Die Horus-Loge“ ich gerade verlege (kommt vor­aus­sichtlich Mitte Mai auf den Markt). Dr. Lipinskis Groß­vater war der deutsch-pol­nische Dol­met­scher von Erich Hon­ecker, Willy Brandt, vor allem aber vom Bil­der­berger-Gründer Prinz Bernhard der Nie­der­lande. Neben vielen Infor­ma­tionen über die Super­logen Osiris, Horus und Helio­polis, über die der Dol­met­scher in seinen Gesprächen mit den genannten Polit­größen erfahren hatte, spricht er auch über das Stauf­fenberg-Attentat, bei dem Hitler ums Leben gekommen und durch einen Dop­pel­gänger aus­ge­tauscht worden sein soll. Was meinst Du dazu?

Naja, ich bin der­selben Meinung wie Du, dass Hitler über­lebte, was auch der Grund dafür war, dass Du Herrn Lipinskis Buch anfangs nicht ver­legen wolltest. Aber es kann durchaus sein, dass nach dem Stauf­fenberg-Attentat Hitlers Dop­pel­gänger ins Amt kam, der wahre Hitler ver­schwand, und somit auch der Dop­pel­gänger im Füh­rer­bunker umkam. Da kämen dann Dr. Lipinskis Erkennt­nisse mit den uns­rigen zusammen.

Man kann jeden­falls fest­halten, dass auf jeden Fall die offi­zielle Geschichte kei­nes­falls stimmt, wir also bewusst belogen werden und der Begriff der „Lügen­presse“ einmal mehr zutrifft.

Aller­dings. Und auch darüber spreche ich in meinen Vor­trägen. Es geht aber auch um die „Götter“, die einst unter uns weilten – und dies offen­sichtlich noch immer tun, wie ja ein neuer Whist­leb­lower behauptet, dessen Buch Du gerade ver­legst (Mein Vater war ein MiB – Men in Black) und an dem Du auch selbst mit­ge­schrieben hast. Das ist wohl mit eines der bri­san­testen Themen.

So sehe ich das auch Stefan. Lassen wir es für heute gut sein. Dann wünsche ich Dir noch flei­ßiges Schaffen an Deinem neuen Buch und freue mich auf neue, span­nende Informationen.

Kontakt Stefan Erdmann:
Mail: s.erdmann-forschung@t‑online.de
Facebook: https://www.facebook.com/stefan.erdmann.792
Hompage: www.erdmann-forschung.de (wird gerade neu gestaltet)