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Grüne planen 6.000 Euro Förderung pro neues E-Auto

29. August 2017

(von Michael Müller)

Falls die Grünen im September an die Macht kommen, wollen sie in der kommenden Legislaturperiode rund sieben Milliarden Euro Steuergeld für ihre Mobilitätskonzepte ausgeben. Das steht im neuen Verkehrsprogramm der Partei, das der Bundesvorstand am Montag beschließen will.

„Ähnlich wie der Ausbau von erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung braucht auch die Verkehrswende eine gesicherte finanzielle Grundlage“, zitiert der Spiegel aus dem Papier. Demnach soll jedes neu zugelassene emissionsfreie Auto mit 6.000 Euro gefördert werden.

Das Steuergeld für die „emissionsfreien Autos“ soll so lange fließen, bis irgendwann eine Million solcher Pkw auf den deutschen Straßen unterwegs sind. Zudem wollen die Grünen durchsetzen, dass systematisch Ladestellen für Elektroautos an Carsharing-Stellplätzen gebaut werden.

E-Auto soll weniger Steuern kosten

Um E-Autos attraktiver zu machen, wollen die Grünen außerdem Subventionen für Dieselfahrzeuge abbauen und die Kfz-Steuer reformieren. E-Autos erhalten dabei eine Steuergutschrift. Neuwagen mit hohem Benzin- und Dieselverbrauch zahlen höhere Steuer als bisher.

Um E-Autos attraktiver zu machen, wollen die Grünen zudem die sogenannte blaue Plakette rasch einführen. Diese erhöht die Grenzwerte für Stickoxide und verbannt auf diese Weise alte Dieselfahrzeuge aus den deutschen Innenstädten.

Nach dem Willen der Grünen sollen in Deutschland ab dem Jahr 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden. Ihr Spitzenkandidat Cem Özdemir nannte das Ende des Verbrennungsmotors am Sonntag als Bedingung für eine Regierungsbeteiligung der Grünen.

„Grüne gehen in keine Koalition, die nicht das Ende der Ära des fossilen Verbrennungsmotors einleitet und den Einstieg in den abgasfreien Verkehr schafft“, zitiert die WELT den grünen Spitzenkandidaten.

 

Dieser Artikel erschien zuerst hier:  https://www.berlinjournal.biz/gruene-6-000-euro-foerderung-pro-e-auto/

Foto: Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir nennt das Ende des Verbrennungsmotors als Bedingung für eine Regierungsbeteiligung. (Screenshot: YouTube)


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