Politik

Europa braucht starke Nationen und keine sozialistische Internationale!

23. Dezember 2017

Der Begriff „Nation“ bezeichnet laut Wikipedia eine größere Gruppe von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Abstammung, Traditionen, Sitten und Bräuche zugeschrieben werden. Er kommt vom lateinischen Wort „Natio“, ursprünglich für Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung und Schar gebraucht. 

Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Zugänge zum Begriff der Nation: Man kann dieselbe aus völkerrechtlicher, kultur- und staatsphilosophischer Sicht definieren oder von einem soziologischen und politikwissenschaftlichen Aspekt her betrachten. Und man wird je nach Sichtweise unterschiedliche Wertungen über die Wichtigkeit und den Inhalt des Begriffes treffen. Niemand wird aber die Nation an sich mit haltbaren Begründungen wegdiskutieren oder als überkommen bezeichnen können, denn die Idee der Nation ist wesenhafter Teil jedes höheren individuellen, kulturellen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Daseins.

Die „Nation“ ist auch ein Gefühl

Im landläufigen Verständnis wird die „Nation“ meist als Synthese der völkerrechtlichen und der kulturwissenschaftlichen Definition gesehen. Der Staat und die Nation sind für die meisten Bürger grundsätzlich eins. Der Begriff „Nation“ ist freilich immer auch emotional aufgeladen und er ist sehr eng mit dem Begriff der „Heimat“ verwandt. Für die große Mehrzahl der Menschen ist die Zugehörigkeit zu einer Nation im eingangs erwähnten Sinne ein Grundanliegen und ein begehrtes wie bewährtes Recht, das durch juristische Besonderheiten wie die Staatsbürgerschaft definiert und durch starke Symbole wie etwa Flaggen und Wappen unterstützt wird.

Einrichtungen und Dinge, denen das Wort „National-“ vorangestellt wird, sind daher tief im Bewusstsein verankert und haben einen besonderen Stellenwert: Der Nationalrat, die Nationalhymne, die Nationalteams, die Nationalparks usw. Die Nation gibt uns Rechte, aber sie verpflichtet uns auch zu etwas. Man ist Bürger und geniesst den Schutz und die Freiheit, die der nationale Rahmen bietet. Man muss die Nation aber auch verteidigen und man kann als Fremder nicht einfach so daher kommen und sagen, so, hier bin ich, hier möchte ich bleiben.

Der Nationalbegriff  ist mächtig, traditionsbehaftet, rechtstheoretisch wie historisch gut untermauert und kulturell wie bevölkerungsmäßig im Selbstverständnis der Staatsbürger präsent, egal ob wir das in Österreich überprüfen oder sonstwo auf der Welt. Die Nation ist zur Identitätsbildung und zur Festlegung des jeweiligen rechtsstaatlichen Rahmens notwendig und überhaupt nicht wegzudenken.

In jeder Hinsicht Grenzen

Eine Nation braucht überdies klare Grenzen, sowohl begriffsmäßig wie auch geografisch. Würde man den Begriff samt seiner Grenzen auflösen, wäre die Souveränität des jeweiligen Volkes bzw. Staates sofort beim Teufel und jemand anderer würde sie übernehmen. Die Entrechtung der Nationen und der Völker wäre die Folge. Ein vereintes Europa ohne Nationen wäre demzufolge die Perversion des Staatenbundes namens EU und gleichzeitig sein Untergang.

Trotzdem gibt es einflussreiche Leute, die gegen den Nationsbegriff an sich agieren, ihn in der öffentlichen Debatte schlechtreden wollen und die Auflösung der Nationen als Fernziel auf ihrer Agenda haben. Für diese destruktiven Gedanken wurde in letzter Zeit der Euphemismus „supranational“ entwickelt. Dieses Wort wird sehr gerne von linksideologisch ausgerichteten Menschen verwendet. Den Linken war es ideengeschichtlich immer schon ein Anliegen, die Nationen zu zerstören und als Endziel ein sozialistisch gelenktes Weltreich zu gestalten. Zur Täuschung der Massen spricht man dabei auch gerne von „Regionen“, die man in einem fusionierten Europa statt der Nationen gerne behalten möchte – wohl wissend, dass es keine juristischen Grundlagen und keine identitätsstiftenden Sicherheiten für solche Regionen gibt.

Europa der Nationen

Es wird Österreich guttun, dass sich nun eine rechtskonservative und national orientierte Regierung gebildet hat, die allein mit ihrem Dasein dem Trugbild der Sozialistischen Internationale eine profunde Absage erteilt. Man kann sich nämlich auch zu einem einigen Europa bekennen, ohne die eigene Nation in irgendeiner Weise in Frage zu stellen. Und man kann Europäer sein und sich trotzdem mit ganzem Herzen zu seinem Vaterland bekennen. Für jeden vernünftig argumentierenden Menschen, der sich nicht von der unheilbringenden Sozialromantik der Linksideologen anstecken lässt, ist es völlig klar, dass die EU eine Verbindung von Nationen bleiben muss und niemals in einem Einheitsstaat enden darf.

Dr. Marcus Franz / thedailyfranz.at


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