By Wikipedia-Benutzername: ThereWasNoHope, eigenes Foto - Own workOriginal text: Selbst fotografiert, als Pendant zum Bild der Universität bei Nacht gedacht (http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Goethe_Uni.jpg), CC BY-SA 3.0, Link

Uni­ver­sität Göt­tingen und Frankfurt — Wenn Gut­men­schen mit der Rea­lität kon­fron­tiert werden (Video)

Zwei Berichte von zwei Autoren möchte die Redaktion in diesem Beitrag zusam­men­führen, da sie einen sehr guten Über­blick über die Situation an unseren Uni­ver­si­täten geben. Der erste Beitrag mit dem Titel “Frank­furter Uni: Wenn Lebens­wirk­lichkeit die poli­tische Kor­rektheit der Aka­de­miker überholt” stammt von David Berger, der zweite “Volks­lehrer: Ras­sis­tische Hetze an der Uni Göt­tingen. Insti­tuts­di­rektor Fink äußert sich ver­halten” von Wolfgang van de Rydt.
Frank­furter Uni: Wenn Lebens­wirk­lichkeit die poli­tische Kor­rektheit der Aka­de­miker überholt
Angst vor einem „ori­en­ta­lisch bis nord­afri­ka­nisch“ aus­se­henden jungen Mann mit starkem Akzent herrscht zur Zeit an der Uni Frankfurt, die noch im Oktober einen Vortrag von Rainer Wendt wegen angeb­licher Racial-Pro­filing-Ten­denzen ver­hindern wollte.
Kurz vor Beginn des letzten Wochen­endes sah sich die Prä­si­dentin der Goethe-Uni in Frankfurt am Main ver­an­lasst ein offi­zi­elles Schreiben an die Stu­den­tinnen und Mit­ar­bei­te­rinnen zu ver­schicken: In der letzten Zeit sei es gleich mehrmals zu sexu­ellen Angriffen auf Stu­den­tinnen gekommen:
„Der oder die Täter sind trotz poli­zei­licher Ermitt­lungen noch nicht gefasst. Vor diesem Hin­ter­grund möchten wir Sie bitten, bei Akti­vi­täten rund um den Campus vor allem in den Abend- und Nacht­stunden besondere Vor­sicht walten zu lassen.“
Zu dem Täter schweigt die Frank­furter Polizei nicht: Ein „ori­en­ta­lisch bis nord­afri­ka­nisch“ aus­se­hender junger Mann mit starkem Akzent.
Dass dies aus­ge­rechnet an der Uni Frankfurt pas­siert, ist bezeichnend: Noch vor wenigen Monaten wurde eine an der Uni geplante Ver­an­staltung mit dem bekannten Poli­zei­ge­werk­schafter Rainer Wendt abgesagt. 
Man könne für seine Sicherheit nicht mehr bürgen, nachdem mehrere Lehrer der Uni sich gegen den Vortrag Wendts Ende Oktober aus­ge­sprochen hatten. Er sei ein Befür­worter für Racial Pro­filing.
Die genauen Angaben zu dem Täter, unter anderem eben auch zu seiner Haut­farbe, könnten nun die weib­lichen Dozenten, die gegen den Vortrag pro­tes­tiert hatten, vor einer Ver­ge­wal­tigung schützen.
Wendt dazu auf seinem Face­book­profil:
„Poli­zei­alltag in der Zuwan­de­rungs­ge­sell­schaft“, so war der Titel des Vor­trages, den ich an der Goethe-Uni­ver­sität in Frankfurt am Main halten sollte. Bekanntlich wurde dies nach Pro­testen einiger Kra­wall­macher und von rund 60 Dozenten verhindert.
Jetzt hat die Lebens­wirk­lichkeit die Uni ein­geholt und ich bin alles andere als froh darüber. Bleibt zu hoffen, dass man die Polizei ihre Arbeit machen lässt, das bedeutet nämlich auf­wändige Ermitt­lungen und hart­nä­ckiges Nach­fragen, pro­fes­sio­neller Umgang mit Spuren und Hin­weisen, IT-gestützte Suche und Gefah­ren­abwehr zum Schutz von Men­schen vor wei­teren Attacken.
Und wenn jetzt das Augenmerk auf der Suche nach einen Nord­afri­kaner liegt, ist das kein Racial Pro­filing, nur damit das schon mal klar ist, liebe Pro­fes­so­rinnen und Professoren! 
Genau das hätte ich vor­tragen wollen, man wollte es nicht hören. Ich ver­traue auf die Pro­fes­sio­na­lität meiner Kol­le­ginnen und Kol­legen, die mit der Rea­lität des Lebens umzu­gehen wissen, jeden­falls besser, als die Damen und Herren Unter­zeichner des schä­bigen Denun­zi­an­ten­briefes über mich.“
 
 

Volks­lehrer: Ras­sis­tische Hetze an der Uni Göt­tingen. Insti­tuts­di­rektor Fink äußert sich verhalten.

Der Volks­lehrer: „Ich mache einen Bummel über den Campus der Uni Göt­tingen und ent­decke Hetze und Hass ohne Ende.
Sogar an offi­zi­ellen Büros. Insti­tuts­di­rektor Prof. Fink äußert sich dazu.“
https://youtu.be/h87fBZQG8T0
via Der Volks­lehrer
Mitt­ler­weile ist der Volks­lehrer sus­pen­diert, darf also nicht unter­richten und hat noch mehr Zeit für noch mehr Videos. Ob das so im Sinne derer ist, die ihn zum Schweigen bringen wollten und gar eine Anzeige gegen ihn auf den Weg brachten? 

 
 
Quelle: David Bergers Blog philosophia-perennis.com & Wolfgang van de Rydt auf Opposition24